<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Jonastal</id>
	<title>Jonastal - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Jonastal"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jonastal&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T18:28:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jonastal&amp;diff=252697&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jonastal&amp;diff=252697&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-01T17:11:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:JonastalHerbst.jpg|mini|Das Jonastal]]&lt;br /&gt;
[[Datei:JonastalMuschelkalk.jpg|mini|Muschelkalkfelsen im Jonastal]]&lt;br /&gt;
[[Datei:JonastalGedenkstaette.JPG|mini|Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus im Jonastal]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jonastal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Geländeeinschnitt innerhalb der [[Ohrdrufer Platte]], der sich von [[Crawinkel]] nach [[Arnstadt]] im zentralen [[Thüringen]] zieht. Durchflossen wird es von der [[Wilde Weiße|Wilden Weiße]], die sich teilweise tief in den [[Muschelkalk]] eingegraben und dadurch steile Abbrüche geschaffen hat. Das rund zehn Kilometer lange Tal ist tief eingeschnitten, hat zumeist sehr steile Wände, ist größtenteils sehr schmal und stark gewunden. An vielen Stellen ist das Tal so eng, dass außer für das Flüsschen Weiße gerade noch genug Platz für eine schmale Kreisstraße ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tal wachsen viele seltene Orchideen und andere Kalkböden bevorzugende Pflanzen wie die [[Echte Schlüsselblume]]. Da das Talgelände kaum Platz für landwirtschaftlich nutzbare Flächen bietet, ist die Vegetation sehr naturbelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Hochebene westlich des Tales befindet sich der ehemalige [[Truppenübungsplatz Ohrdruf]], der als Standortübungsplatz eingestuft ist. Auf ihm entwickelte sich die Natur seit Jahrzehnten frei und es haben sich inzwischen Wölfe angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt ist das Tal auch durch ein geheimes Bauvorhaben zur [[Zeit des Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Jonastal separiert das &amp;#039;&amp;#039;Plateau von [[Gossel]]&amp;#039;&amp;#039; rechts der Wilden Weißen von der westlichen Ohrdrufer Platte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauaktivitäten im Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
In den letzten Monaten des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde das Jonastal zum Ort eines geheimen Bauvorhabens der [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]]. Zehntausende Häftlinge des [[KZ Buchenwald|Konzentrationslagers Buchenwald]] trieben von November 1944 bis Anfang April 1945 im Jonastal im Rahmen des Sonderbauvorhabens „S&amp;amp;nbsp;III“ unter strengster Geheimhaltung 25 [[Stollen (Bergbau)|Stollen]] in den Berg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zweck dieses Bauvorhabens war der Öffentlichkeit lange Zeit unbekannt und bot Anlass für Spekulationen. Durch neuere Quellenstudien&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeigert&amp;quot;&amp;gt;Dieter Zeigert: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers letztes Refugium? Das Projekt eines Führerhauptquartiers in Thüringen 1944/45&amp;#039;&amp;#039;. München 2003, ISBN 3-8316-1091-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie durch den im Jahr 2005 freigegebenen Vernehmungsbericht des damaligen Leiters des zuständigen Planungsbüros, [[Karl Fiebinger]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Interrogation Report No. 517, Ref. No. AIU/PIR/135, 11th June 1947&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://ecc.pima.edu/~gusen/Fiebinger/May_7_1947_British_%20Interrogation_Report_RG_319_270.84.2.7_E.PDF |wayback=20100720180457 |text=Archivierte Kopie}}, dort Punkt 3.a.(7).&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist jedoch belegt, dass es sich um Bunkeranlagen handelte, die [[Adolf Hitler]] als (letztes) [[Führerhauptquartier]] hätten dienen sollen. Der Ort wurde wegen seiner zentralen Lage gewählt. Außerdem ist es praktisch unmöglich, in dem Tal gezielt Bomben abzuwerfen, da es dafür zu eng, zu gewunden und zu tief ist. Die Anlage wurde nie fertiggestellt. Die Stollen sind leer und teilweise noch nicht betoniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits in den Jahren 1936–38 war am Rande des [[Truppenübungsplatz Ohrdruf|Truppenlagers Ohrdruf]] eine verbunkerte Nachrichtenanlage mit den [[Deckname|Tarnbezeichnungen]] „Amt 10“ bzw. „Olga“ errichtet worden, die ursprünglich die [[Nachrichtenverbindung]]en für ein geplantes Ausweichquartier des [[Oberkommando des Heeres|Oberkommandos des Heeres]] bereitstellen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Georg Kampe: &amp;#039;&amp;#039;Nachrichtentruppe des Heeres und Deutsche Reichspost. Militärisches und staatliches Nachrichtenwesen in Deutschland 1830 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Waldesruh bei Berlin 1999, ISBN 3-932566-31-9, S. 327.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Anlage war vermutlich ebenso in die Gesamtplanungen für „S&amp;amp;nbsp;III“ einbezogen&amp;lt;ref&amp;gt;Franz W. Seidler, Dieter Zeigert: &amp;#039;&amp;#039;Die Führerhauptquartiere. Anlagen und Planungen im Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; München 2000, ISBN 3-7766-2154-0, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie Kasernengebäude des Truppenlagers [[Ohrdruf]] sowie weitere größere Bauten im weiteren Umfeld, zum Beispiel verschiedene Hotels zur Unterbringung von Stäben.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Zeigert: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers letztes Refugium? Das Projekt eines Führerhauptquartiers in Thüringen 1944/45&amp;#039;&amp;#039;. München 2003, ISBN 3-8316-1091-6, S. 154–161.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[SS-Obergruppenführer]] [[Hans Kammler]] hatte die Gesamtleitung für das Projekt „S&amp;amp;nbsp;III“, den Auftrag hierzu erhielt er direkt&amp;lt;ref&amp;gt;Eidesstattliche Erklärung von Heinrich Werner Courté vom 20. Juni 1947 zur Vorlage vor dem Militärgerichtshof Nr. II (Fall IV), Nürnberg, Deutschland, im Nachtrag zum Interrogation Report No. 322 vom 16. November 1946.&amp;lt;/ref&amp;gt; vom [[Reichsführer SS]] [[Heinrich Himmler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit den Bauarbeiten wurde das Außenlager „S&amp;amp;nbsp;III“ des Konzentrationslagers Buchenwald errichtet. Das Lager bestand in der Zeit vom 6. November 1944 bis Anfang April 1945 (in der Zeit vom 14. November 1944 bis zum 15. Januar 1945 wurde es als selbständiges Konzentrationslager geführt und zählte in diesen acht Wochen nicht als Außenkommando). Zum Außenlager „S&amp;amp;nbsp;III“ gehörten neben dem [[Zwangsarbeitslager Ohrdruf|Nord- und Südlager bei Ohrdruf]] auch die weiteren Lager in der [[Luftmunitionsanstalt 1/IV|Luftmunitionsanstalt Crawinkel]] sowie das Zeltlager bei [[Espenfeld]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. April 1945 wurden die Bauarbeiten eingestellt und die KZ-Häftlinge auf Todesmärschen überstürzt abgezogen. Die Stollen wurden von der US-Army inspiziert und anschließend wurden die Eingänge vor der Übergabe an die Sowjetunion gesprengt. Der Truppenübungsplatz wurde bis zu deren Abzug aus Deutschland von der sowjetischen Armee genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Vermutungen und Verschwörungstheorien ==&lt;br /&gt;
Mehrere Autoren und [[Geschichtsrevisionismus|Revisionisten]] behaupten, dass im Jonastal im „Dritten Reich“ Atomwaffen entwickelt worden wären.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,344629,00.html Historikerstreit über Hitlers Bombe, Der Spiegel, 3. März 2005]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.focus.de/wissen/videos/jonastal-bei-erfurt-dieser-mann-ist-sicher-ich-habe-hitlers-geheime-atombomben-in-einem-versteckten-tal-gefunden_id_5558437.html focus.de vom 23. Mai 2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie einige andere Stollensysteme wurde und wird auch das Jonastal nach dem [[Bernsteinzimmer]] durchsucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutz ==&lt;br /&gt;
Die Hänge des Tales zwischen [[Gossel]] und dem südlichen Stadtrand von Arnstadt bilden das 714 ha große Naturschutzgebiet Nr. 391 &amp;#039;&amp;#039;Jonastal&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Klaus-Peter Schambach: &amp;#039;&amp;#039;Tatort Jonastal – Ermordet für das Führerhauptquartier in Thüringen im Außenkommando S III des KL Buchenwald&amp;#039;&amp;#039;. Heinrich-Jung-Verlagsgesellschaft, Zella-Mehlis, 2010, ISBN 978-3-930588-81-7.&lt;br /&gt;
* [[Helga Raschke]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Aussenkommando S III und die Bauvorhaben im Jonastal&amp;#039;&amp;#039;. [[Landeszentrale für politische Bildung Thüringen]] 2003.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.gtgj.de/index.php/literatur/jonastal/66-das-aussenkommando-s-iii-und-die-bauvorhaben-im-jonastal |wayback=20161224230213 |text=Informationen zum Buch}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerhardt Remdt: &amp;#039;&amp;#039;Rätsel Jonastal – Die Geschichte des letzten &amp;quot;Führerhauptquartiers&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;. Heinrich-Jung-Verlagsgesellschaft mbH, ISBN 978-3-930588-38-1. 3. Aufl. 2004, ISBN 978-3-930588-49-7.&lt;br /&gt;
* Ulrich Brunzel: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers Geheimobjekte in Thüringen&amp;#039;&amp;#039;. Heinrich-Jung-Verlagsgesellschaft, ISBN 978-3-930588-31-2.&lt;br /&gt;
* Ulrich Brunzel: &amp;#039;&amp;#039;Beutezüge in Thüringen&amp;#039;&amp;#039;. Heinrich-Jung-Verlagsgesellschaft mbH, ISBN 978-3-930588-49-7. 16. Aufl. 2013, ISBN 978-3-943552-07-2.&lt;br /&gt;
* Dieter Zeigert: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers letztes Refugium? Das Projekt eines Führerhauptquartiers in Thüringen 1944/45&amp;#039;&amp;#039;. Literareon, München 2003, ISBN 3-8316-1091-6.&lt;br /&gt;
* Harald Fäth: &amp;#039;&amp;#039;Geheime Kommandosache – S III JONASTAL und die Siegeswaffenproduktion&amp;#039;&amp;#039;. [[Kopp Verlag]], 1. Aufl. 2004, ISBN 978-3-930219-89-6.&lt;br /&gt;
* Harald Fäth: &amp;#039;&amp;#039;1945 – Thüringens Manhattan Project&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Mehner]]: &amp;#039;&amp;#039;Geheimnisse in Thüringens Untergrund. Die ungehobenen „Altlasten“ des Dritten Reiches&amp;#039;&amp;#039;. Heinrich-Jung-Verlagsgesellschaft 2002, ISBN 978-3-930588-75-6.&lt;br /&gt;
* [[Till Bastian]]: &amp;#039;&amp;#039;High Tech unterm Hakenkreuz. Von der Atombombe bis zur Weltraumfahrt&amp;#039;&amp;#039;. Militzke, Leipzig 2005, ISBN 3-86189-740-7.&lt;br /&gt;
* Harald Fäth: &amp;#039;&amp;#039;Geheimakte Jonastal – Das letzte Rätsel des III. Reiches&amp;#039;&amp;#039;. Zeitreisen-Verlag 2010, ISBN 978-3-941538-31-3 (DVD).&lt;br /&gt;
* Sebastian Luck, Cedric Bickel: &amp;#039;&amp;#039;S III Jonastal.&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;!--- [http://www.gtgj.de/archiv/Seminarfacharbeit%20S%20III%20Jonastal%20WEBFassung1.2.pdf Seminararbeit 2003] (PDF; 1,4&amp;amp;nbsp;MB). ------&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Rainer Karlsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers Bombe. Die geheime Geschichte der deutschen Kernwaffenversuche&amp;#039;&amp;#039;. [[Deutsche Verlags-Anstalt]], 2005, ISBN 3-421-05809-1 (Auch: = [[dtv Verlagsgesellschaft|dtv]] Sachbuch 34403, 2007, ISBN 3-423-34403-2).&lt;br /&gt;
* Mike Vogler: Mysterium Jonastal. Brandenburgisches Verlagshaus, 2019, ISBN 978-3-96058-331-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gtgj.de/ Jonastalverein bzw. Geschichts- u. Technologiegesellschaft Großraum Jonastal e. V.]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=kxrCc3BYSV8 &amp;#039;&amp;#039;U-Verlagerung Deckname SIII.&amp;#039;&amp;#039; Video auf dem YouTube-Kanal Aquaset-History]&lt;br /&gt;
* [http://www.team-sigma.de/jonastal.html Bilder aus dem Jonastal]&lt;br /&gt;
* [https://www.lostareas.de/U-Verlagerungen/Jonastal/U-Verlagerung_S_III_Jonastal.htm Das Jonastal auf LostAreas]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50/48/54/N |EW=10/52/12/E |type=landmark |region=DE-TH}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Naturschutzgebiete im Landkreis Gotha}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4290496-1}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:U-Verlagerung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Thüringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Arnstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Arnstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bunker in Thüringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Naturschutzgebiete]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>