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	<title>JonDo - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=JonDo&amp;diff=25051&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-16T21:15:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Software&lt;br /&gt;
|Name                 = JonDo / Java Anon Proxy (JAP)&lt;br /&gt;
|Screenshot           = [[Datei:Screenshot JonDo.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
|Beschreibung         = Anonymes Netzwerk&lt;br /&gt;
|Hersteller           = [[Technische Universität Dresden]], [[Universität Regensburg]], JonDos&lt;br /&gt;
|AktuelleVersion      = 00.20.001&lt;br /&gt;
|AktuelleVersionFreigabeDatum = 18. Dezember 2016&lt;br /&gt;
|AktuelleVorabVersion = &lt;br /&gt;
|AktuelleVorabVersionFreigabeDatum = &lt;br /&gt;
|Betriebssystem       = [[Plattformunabhängigkeit|plattformunabhängig]]&lt;br /&gt;
|Kategorie            = Web-[[Anonymizer]]&lt;br /&gt;
|Programmiersprache   = &amp;lt;!-- wikidata --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Lizenz               = &amp;lt;!-- wikidata --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Deutsch              = ja&lt;br /&gt;
|Sonstiges            = Das Projekt wurde am 31.08.2021 eingestellt.&lt;br /&gt;
|Website              = [https://web.archive.org/web/20211227091734/https://www.anonym-surfen.de/ www.anonym-surfen.de], [https://anon.inf.tu-dresden.de/ anon.inf.tu-dresden.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;JonDo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein Web-[[Anonymizer]], der von der JonDos GmbH weiterentwickelt wurde. Das Projekt wurde im August 2021 eingestellt. Der Name ist eine Anspielung auf [[John Doe]] – der englische Platzhaltername für unbekannte Personen. Der Dienst ging aus dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Java Anon Proxy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (da Java ein [[Warenzeichen]] von [[Sun Microsystems]] ist und nicht mehr verwendet werden durfte, wurde in der Regel nur das [[Akronym]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;JAP&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; benutzt) des Projektes &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AN.ON&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; hervor, an welchem die [[Technische Universität Dresden]], die [[Universität Regensburg]] und das [[Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein|Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein]] geforscht haben. Nachdem die staatliche Förderung des Projektes 2006 ausgelaufen war, gründeten einige Projektmitarbeiter JonDos als Startup-Unternehmen und führten so den Dienst fort.&lt;br /&gt;
JonDo wird als [[freie Software]] unter der dreiklauseligen [[BSD-Lizenz]] verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
Der Nutzer trägt in die zu anonymisierende Anwendung (insbesondere den [[Webbrowser]]) die lokale Adresse des JonDo-Clients als Proxy-Server ein. Dieser Client kümmert sich um die Kommunikation mit den [[Mix (Netzwerk)|Mixen]] der gewählten Kaskade – insbesondere übernimmt er die dafür notwendige [[Verschlüsselung]]. Dazu tauscht der Client mit jedem Mix der Kaskade vertraulich einen eigenen geheimen [[Schlüssel (Kryptologie)|Schlüssel]] aus, so dass der einzelne Schlüssel nur genau einem Mix und dem Client bekannt ist. Mit diesen geheimen Schlüsseln werden nun zu sendende Daten mehrfach verschlüsselt und diese mehrfach verschlüsselten Daten an den ersten Mix der Kaskade geschickt. Während diese Daten nun die Kaskade durchlaufen, entschlüsselt jeder Mix diese Daten mit dem jeweils ihm bekannten geheimen Schlüssel. Nachdem der letzte Mix dieses Verfahren durchgeführt hat, sind für ihn die Klartextdaten sichtbar (falls keine [[Ende-zu-Ende-Verschlüsselung]] darauf existiert) und er sendet sie an den beabsichtigten Empfänger. Antwortdaten sendet der Empfänger an den letzten Mix der Kaskade. Die Mixe verschlüsseln in Empfangsrichtung nun nacheinander die Antwortdaten mit dem jeweiligen geheimen Schlüssel. Nachdem das Antwortpaket rückwärts die Kaskade komplett durchlaufen hat und vom ersten Mix an den JonDo-Client gereicht wurde, entschlüsselt dieser das Paket entsprechend mehrfach und reicht die entschlüsselten Daten dann an die Anwendung weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anonym gegenüber externen Beobachtern ist man innerhalb der Nutzergruppe der gleichen Mixkaskade. Stärker benutzte Kaskaden erzeugen also eine größere Anonymität. Die Anonymität gegenüber den Betreibern der Mixe hängt dagegen von der Anzahl der Mixe in der Kaskade und dem Vertrauen in deren einzelne Betreiber ab, dass sie nicht zusammenarbeiten. Nur wenn alle Mixe einer Kaskade zusammenarbeiten, lassen sich die nur dem ersten Mix bekannten Quell-[[IP-Adresse]]n der Anfragen den nur dem letzten Mix bekannten angefragten Webseiten zuordnen, so dass sämtliche Nutzeraktionen [[Deanonymisierung|deanonymisiert]] wären. Da Strafverfolgungsbehörden oder andere staatliche Institutionen eine solche Zusammenarbeit der Mixbetreiber erzwingen können, ist eine internationale Diversität der Mixbetreiber einer Kaskade ebenfalls vorteilhaft für die Anonymität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vor- und Nachteile des Anonymisierungsmodells ===&lt;br /&gt;
JonDo basiert – im Gegensatz zu einigen anderen Anonymisierungsdiensten wie beispielsweise [[Tor (Netzwerk)|Tor]] – auf dem Konzept fester Mixkaskaden. In der Theorie ist dieses Modell auch bei Komplettüberwachung des zu Grunde liegenden Netzwerkes sicher. Im Tor-Netzwerk kann im Vergleich dazu jeder seinen Rechner als Anonymisierungs-Knoten bereitstellen. Tor ist daher anfällig für groß angelegte Überwachungssysteme auf Basis großer Serverfarmen, mit denen ein US-Geheimdienst im großen Stil das Anonymisierungsnetzwerk mitbetreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Softonic]]: [http://artikel.softonic.de/anonym-surfen-tor-jondo-vpn-und-web-proxies-im-vergleich Anonym Surfen: Tor, JonDo, VPN und Web-Proxies im Vergleich]. Artikel vom 31. Juli 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der praktischen Implementierung für einen Echtzeitanonymisierungsdienst ergeben sich aber auch bei JonDo Probleme, da nicht alle nötigen Mixfunktionen (ausreichend gut) durchgeführt werden können. Deshalb ist das praktische Angreifermodell deutlich eingeschränkter: Sicherheit kann nur gegen Angreifer erreicht werden, die das Netzwerk lokal an einer Stelle überwachen können. Dagegen sind insbesondere Angreifer, welche sämtliche Kommunikation vor dem ersten und hinter dem letzten Mix einer Kaskade abhören können, in der Lage, die Aktionen der Benutzer dieser Mixkaskade komplett nachzuvollziehen. Vereinfacht wird die Situation für derartige Angriffe, da es nur eine sehr begrenzte Anzahl von Mixkaskaden gibt, so dass eine Präsenz für den Angreifer nur an wenigen Punkten erforderlich ist, um sämtliche über JonDo abgewickelte Kommunikation zu deanonymisieren. Eine Erhöhung der Anzahl der Mixkaskaden als Gegenmaßnahme ist problematisch, da das Grundmodell davon ausgeht, dass möglichst viele Nutzer gleichzeitig über eine Mixkaskade aktiv sind, um die Anonymitätsgruppe groß zu halten – mehr Mixkaskaden würden die Nutzergruppen pro Kaskade kleiner machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite bietet das Mixkaskadenmodell mit der überschaubaren Anzahl an Mixbetreibern den Vorteil, dass eine intensivere Überprüfung der Betreiber stattfinden kann. Somit ist hier eine höhere Sicherheit gegenüber den Mixbetreibern selbst gewährleistet (im Gegensatz z. B. zu den Tor-Node-Betreibern).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mixbetreiber ==&lt;br /&gt;
JonDos setzt ausschließlich auf zertifizierte Mixbetreiber.&amp;lt;ref&amp;gt;JonDos: [http://anonymous-proxy-servers.net/wiki/index.php/Der_Weg_zum_Mix_Betreiber Voraussetzungen für den Mixbetrieb]. Abgerufen am 21. November 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese müssen sich gegenüber mindestens einer der momentan zwei Zertifizierungsstellen (&amp;#039;&amp;#039;JonDos&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;AN.ON&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;JonDos: {{Toter Link |datum=2025-08 |url=https://www.anonym-surfen.de/certification.html |text=Liste der Zertifizierungsstellen |archivebot=2025-08-20 15:30:32 InternetArchiveBot}}. Abgerufen am 21. November 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; identifizieren und einen Betreibervertrag eingehen. Sinn dieses Vertrages ist sowohl die Sicherstellung der Anonymität der Nutzer als auch die Unabhängigkeit des Mixbetriebs von JonDos. Auf diese Weise können Kaskaden von unabhängigen Mixen aufgebaut werden, ohne dass eine Zentralinstanz wie JonDos oder eine andere der Zertifizierungsstellen Verfügungsgewalt über diese Mixe hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert ein internationales Spektrum an Mixbetreibern, wobei der Schwerpunkt auf Deutschland liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;JonDos: {{Webarchiv|url=http://www.anonym-surfen.de/operators.html |wayback=20110403032846 |text=Liste der Mixbetreiber |archiv-bot=2025-08-20 15:30:32 InternetArchiveBot }}. Abgerufen am 3. April 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Betrieb erfolgt sowohl durch Privatpersonen als auch durch Firmen und Organisationen, insbesondere aus dem Bereich des Datenschutzes. Unter den Betreibern befinden sich die ursprünglichen Projektpartner des AN.ON-Projektes (Technische Universität Dresden, Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein), JonDos selbst, der [[Piratenpartei Bayern|Landesverband Bayern]] der [[Piratenpartei Deutschland]] u. a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezahlmodell ==&lt;br /&gt;
Da der Verkehr über einen Mix erheblich ist, so dass nicht wie z. B. bei Tor bereits ein Breitbandanschluss ausreichend sein kann, stellt sich die Frage der Finanzierung des Mixbetriebs. Auf der einen Seite ermöglichen Sponsoren einige kostenlose Kaskaden. Diese sind aber oftmals stark ausgelastet, so dass dort die Geschwindigkeit dann unter [[Integrated Services Digital Network|ISDN]]-Niveau liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite kann man über den Kauf eines [[Volumentarif]]s kostenpflichtige Kaskaden nutzen, welche in der Regel deutlich höhere Geschwindigkeiten bieten. Zusätzlich ist hinter den kostenpflichtigen Kaskaden in der Regel ein [[SOCKS]]-Proxy (statt nur eines HTTP-Proxys) geschaltet, so dass darüber deutlich mehr Funktionen anonymisiert werden können als nur das Websurfen. Auch vom Standpunkt der Anonymität bieten sich dort einige Vorteile, da diese Kaskaden länger sind als die kostenlosen und international verteilte Mixe integrieren, so dass z. B. nationale Strafverfolgung dort ins Leere läuft.&amp;lt;ref&amp;gt;JonDos: {{Webarchiv|url=http://www.anonym-surfen.de/tarife.html |wayback=20110412034209 |text=Preise und Bezahlmethoden |archiv-bot=2025-08-20 15:30:32 InternetArchiveBot }}. Abgerufen am 3. April 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings sind auf diesen Kaskaden deutlich weniger Nutzer aktiv, was den Anonymitätsgewinn wieder etwas schmälert, da die Anonymitätsgruppen klein sind. Die Abrechnung des verbrauchten Volumens geschieht über ein pseudonymes Einmalkonto. Der Erwerb des Kontos ist u. a. über vollständig anonyme Zahlungsverfahren, wie [[Paysafecard]], möglich, so dass dem Betreiber keine persönlichen Informationen bekannt gegeben werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2010 kam es auf Grund des Bezahlmodells zu Streitigkeiten zwischen den Mixbetreibern, was dazu führte, dass einige Anbieter kostenloser Kaskaden ausgestiegen sind, unter anderem die [[German Privacy Foundation]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.privacyfoundation.de/blog/2010/05/jondonym-mixe-der-gpf-abgeschaltet/ |titel=JonDonym Mixe der GPF abgeschaltet |hrsg=German Privacy Foundation |datum=2010-05-17 |offline=ja |abruf=2010-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.mix-proxy-servers.org/mix-proxy-servers-archives/28-User-Question-from-the-Shoutbox.html |titel=User Question from the Shoutbox |hrsg=Mix Proxy Server Operators of the JonDonym Network |datum=2010-06-29 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100713192906/http://www.mix-proxy-servers.org/mix-proxy-servers-archives/28-User-Question-from-the-Shoutbox.html |archiv-datum=2010-07-13 |offline=1 |abruf=2010-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da der mit Abstand größte Teil des über JonDo abgewickelten Verkehrs trotz Bezahlmodells auf die kostenlosen Kaskaden entfällt, arbeitet das Projekt nicht kostendeckend. Um die Einnahmen zu erhöhen, wurde die Nutzung der kostenlosen Kaskaden u. a. durch Absenkung der dort maximal möglichen Geschwindigkeit von 100 kbit&amp;amp;nbsp;/&amp;amp;nbsp;s auf 30 bis 40 kbit&amp;amp;nbsp;/&amp;amp;nbsp;s weniger attraktiv gegenüber den kostenpflichtigen Kaskaden gemacht. Bei derartig niedrigen Geschwindigkeiten sahen einige Anbieter kostenloser Mixe aber keine sinnvolle Nutzungsmöglichkeit mehr gegeben und haben ihr Engagement für JonDo deshalb beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Download und die Nutzung der nötigen Software ist in jedem Fall kostenlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Software ==&lt;br /&gt;
JonDo wird als Installer-Version für [[Microsoft Windows]] (98, ME, 200x, XP, Vista, 7), [[Mac OS X]] und [[Debian GNU/Linux|Debian]]-basierte [[Linux-Distribution]]en zum Download angeboten. Für andere [[Betriebssystem]]e steht eine pure [[Java Archive|JAR]]-Datei bereit, so dass dort JonDo ebenfalls läuft, falls eine passende [[Java (Technik)|Java-Laufzeitumgebung]] vorhanden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;JonDos: {{Toter Link |datum=2025-08 |url=http://www.anonym-surfen.de/jondo.html |text=Liste der angebotenen Download-Möglichkeiten |archivebot=2025-08-20 15:30:32 InternetArchiveBot}}. Abgerufen am 3. April 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus gibt es mit &amp;#039;&amp;#039;ANONdroid&amp;#039;&amp;#039; eine App für [[Android (Betriebssystem)|Android]], die die Nutzung der Anonymisierungsdienste auch auf mobilen Geräten ermöglicht.&amp;lt;ref&amp;gt;JonDos: [https://anonymous-proxy-servers.net/blog/index.php?/archives/323-ANONdroid-v.-00.00.008.html&amp;amp;user_language=de ANONdroid Version 00.00.008]. Abgerufen am 23. Dezember 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://play.google.com/store/apps/details?id=anondroid.anondroid ANONdroid auf Google Play]. Abgerufen am 23. Dezember 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da auch die Konfiguration des Webbrowsers entscheidend für den anonymen Zugriff auf das Internet ist ([[HTTP-Cookie|Cookies]], [[Hypertext Transfer Protocol|HTTP]]-Header, [[Plug-in|Plugins]], …), werden zusätzlich vorkonfigurierte Profile für [[Mozilla]]s Webbrowser [[Mozilla Firefox|Firefox]] zum Download angeboten. Diese werden als &amp;#039;&amp;#039;JonDoFox&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Für Windows kann auf Basis von [[PortableApps]] auch eine komplett vorkonfigurierte, transportable Version des Firefox heruntergeladen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;JonDos: {{Webarchiv|url=http://www.anonym-surfen.de/jondofox.html |wayback=20110324025555 |text=JonDoFox-Informationsseite |archiv-bot=2025-08-20 15:30:32 InternetArchiveBot }}. Abgerufen am 3. April 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem JonDo-Client steht auch die Serversoftware für InfoServices und Mixe (letztere nicht in Java, sondern in [[C++]]) quelloffen und kostenlos zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;JonDos: [http://anonymous-proxy-servers.net/wiki/index.php/JonDo_sources/de Liste der angebotenen Programm-Quellen]. Abgerufen am 21. November 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strafverfolgung ==&lt;br /&gt;
In den öffentlichen Blickpunkt rückten Strafverfolgungs-Maßnahmen erstmals im Jahr 2003. Am 3. Juli 2003 erwirkte das [[Bundeskriminalamt (Deutschland)|Bundeskriminalamt]] einen Beschluss beim [[Amtsgericht Frankfurt am Main|Amtsgericht Frankfurt]], welcher die Projektpartner des AN.ON-Projektes verpflichtete, auf Grundlage von §§ 100 g, 100 h [[Strafprozessordnung (Deutschland)|StPO]] bestimmte Verbindungsdaten aufzuzeichnen. Dagegen legte AN.ON Widerspruch ein, da §§ 100 g, 100 h StPO sich nur auf Daten bezieht, die der Dienstanbieter ohnehin erhebt. Von sich aus erhob AN.ON jedoch keine solchen Daten. Ein Beschluss hätte also auf Basis von §§ 100 a, 100 b StPO ergehen müssen, welcher den Dienstanbieter verpflichtet, auch von ihm nicht erhobene Daten aufzuzeichnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Henry Krasemann: [http://www.jurpc.de/aufsatz/20040140.htm Besprechung des Beschlusses des Landgerichts Frankfurt am Main vom 15.09.2003 (Az.: 5/6 Qs 47/03) und des Beschlusses des Landgerichts Frankfurt am Main vom 21.10.2003 (Az.: 5/8 Qs 26/03)]. In [[JurPC]] Web-Dok. 140/2004, Abs. 1–5. Abgerufen am 3. Januar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für einen Beschluss auf Basis von §§ 100 a, 100 b StPO gibt es aber höhere Voraussetzungen als für einen auf Basis von §§ 100 g, 100 h StPO. Da der Widerspruch allerdings keine [[aufschiebende Wirkung]] hatte, begannen die AN.ON-Projektpartner zur Sicherheit mit der Implementierung einer Einzelfallprotokollierung: Sollte vom letzten Mix der Kaskade ein Zugriff auf eine zu überwachende Website festgestellt werden, überträgt er in den Antwortdaten ein Flag, welches die beteiligten Mixe zur Protokollierung der Kanalzuordnung des betroffenen Datenkanals auffordert (der erste Mix entfernt dieses Flag dann wieder, bevor er die Antwortdaten zum Anfragenden weiterreicht). Diese Protokolldaten werden verschlüsselt auf dem jeweiligen Mix abgelegt und können später dann von Strafverfolgungsbehörden angefordert und ausgewertet werden. Da die Quelltexte der Mixe offen liegen, fiel diese Änderung einigen Nutzern auf, was zu einem Medienecho führte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Google Groups]]: [http://groups.google.com/group/alt.privacy.anon-server/msg/dba577f30b5bf3ab WARNING: JAP now comes with spyware!]. [[Usenet]]-Eintrag in alt.privacy.anon-server vom 17. August 2003. Abgerufen am 3. Januar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heise online|Heise-Newsticker]]: [https://www.heise.de/newsticker/meldung/Nicht-mehr-ganz-anonym-Anonymisier-Dienst-JAP-protokolliert-Zugriffe-83939.html Nicht mehr ganz anonym: Anonymisier-Dienst JAP protokolliert Zugriffe]. Meldung vom 18. August 2003. Abgerufen am 3. Januar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Widerspruch von AN.ON gegen den Überwachungsbeschluss auf Basis von §§ 100 g, 100 h StPO hatte aber schließlich Erfolg und das [[Landgericht Frankfurt am Main|Landgericht Frankfurt]] bestätigte die Rechtsauffassung von AN.ON, dass derartige Überwachungsmaßnahmen nur auf Basis von §§ 100 a, 100 b StPO erfolgen können. Allerdings war in der Zwischenzeit ein Datensatz angefallen, welchen sich das Bundeskriminalamt mit einem ebenfalls im Nachhinein als rechtsmissbräuchlich festgestellten Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschluss sicherte. Neben der gerichtlichen Klärung, auf welcher rechtlichen Basis in Zukunft ein Anonymisierungsdienst in Deutschland zur Protokollierung von Zugriffen gezwungen werden kann, blieb auch die Protokollierungsfunktionalität als Ergebnis dieser Ereignisse im Quellcode der Mixe erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. September 2006 wurde der AN.ON-Server des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein beschlagnahmt. Da auch den Strafverfolgern klar gewesen sein müsste, dass bei AN.ON standardmäßig keine Verbindungsdaten gespeichert werden, ist der Sinn dieser Beschlagnahmung unklar.&amp;lt;ref&amp;gt;Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein: {{Webarchiv |url=https://www.datenschutzzentrum.de/presse/20060915-anon.htm |wayback=20080929044020 |text=AN.ON-Server des ULD beschlagnahmt}}. Pressemitteilung vom 15. September 2006. Abgerufen am 3. Januar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Strafverfolgungsmaßnahmen transparent zu machen, veröffentlicht JonDos jährlich einen Bericht, der über die Anzahl und den Umfang der gerichtlichen Strafverfolgungsanordnungen Auskunft gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;JonDos: {{Toter Link |datum=2025-08 |url=http://www.anonym-surfen.de/strafverfolgung.html |text=Überwachungsberichte |archivebot=2025-08-20 15:30:32 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorratsdatenspeicherung ===&lt;br /&gt;
Mit Verkündung des &amp;#039;&amp;#039;„Gesetzes zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen sowie zur Umsetzung der Richtlinie 2006/24/EG“&amp;#039;&amp;#039; zum 31. Dezember 2007 galt in Deutschland ab 1. Januar 2008 die sogenannte [[Vorratsdatenspeicherung]]. Anbieter öffentlich zugänglicher Telekommunikationsdienste waren deshalb verpflichtet, spätestens ab 1. Januar 2009 die bei Diensterbringung anfallenden Verkehrsdaten für die Dauer von sechs Monaten zu speichern und bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen den zuständigen staatlichen Stellen zu übermitteln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/058/1605846.pdf |titel=Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen sowie zur Umsetzung der Richtlinie 2006/24/EG |titelerg=Drucksache 16/5846 |hrsg=Deutscher Bundestag |datum=2007-06-27 |format=PDF – 2,0 MB |abruf=2012-09-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich waren von diesen Regelungen auch Anbieter von Anonymisierungsdiensten betroffen. Die JonDos GmbH hat den Mix-Betreibern allerdings empfohlen, die Vorratsdatenspeicherung nicht umzusetzen. Die Auswertung der bei der Vorratsdatenspeicherung auf einem einzelnen JonDonym-Mix gewonnenen Daten kann keine sinnvollen Ergebnisse liefern. Nur gemeinsam können alle Mix-Server einer Kaskade die Anonymität der Nutzer aufheben. Die internationale Verteilung der Mixbetreiber verhindert in vielen Fällen aber eine Erhebung bzw. Auswertung der Daten der Vorratsdatenspeicherung. Damit ist eine Datenspeicherung nicht zielführend. Die Mehrzahl der 2009 aktiven deutschen Mix-Betreiber sind dieser Empfehlung gefolgt und haben keine Vorratsdaten gespeichert: Surfsky Ltd., Pimenidis IT Consulting, Behrens, dotplex e.K, German Privacy Foundation e.&amp;amp;nbsp;V., PiratenPartei und die SpeedPartner GmbH. Die Mixbetreiber an der Technischen Universität Dresden, der Universität Regensburg und beim Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein sind der Empfehlung der JonDos GmbH nicht gefolgt und hatten auf ihren Mixen die Speicherung von Vorratsdaten folgendermaßen umgesetzt:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://anon.inf.tu-dresden.de/dataretention_de.html |titel=Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung durch AN.ON |hrsg=Projekt Anonymität im Internet (AN.ON) |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110105111430/http://anon.inf.tu-dresden.de/dataretention_de.html |archiv-datum=2011-01-05 |offline=1 |abruf=2010-11-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der erste Mix speicherte die IP-Adresse, das Datum und die Uhrzeit der eingehenden Verbindung sowie für jede Verbindung die ausgehende Kanalnummer, auf der die Daten an den zweiten Mix weitergegeben werden.&lt;br /&gt;
* Mittlere Mixe speicherten eingehende und ausgehende Kanalnummern der Verbindungen sowie das Datum und die Uhrzeit des jeweiligen Kanalaufbaus.&lt;br /&gt;
* Letzte Mixe speicherten die eingehende Kanalnummer einer Verbindung, das Datum und die Uhrzeit des Kanalauf- und Abbaus, die Quellportnummer des ausgehenden Requests sowie dessen Datum und Uhrzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der erheblichen Eingriffe in die Funktionsweise eines Anonymisierungsdienstes gehörte die JonDos GmbH zu den Erstbeschwerdeführern der vom [[Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (Deutschland)|Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung]] initiierten Sammel-[[Verfassungsbeschwerde (Deutschland)|Verfassungsbeschwerde]] gegen die Vorratsdatenspeicherung (1 BvR 256/08).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/images/Verfassungsbeschwerde_Vorratsdatenspeicherung.pdf |titel=Beschwerdeschrift „Verfassungsbeschwerde Vorratsdatenspeicherung“ |hrsg=Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung |datum=2007-12-31 |format=PDF – 1,0 MB |abruf=2012-09-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere wurden dabei durch JonDos Eingriffe in die [[Berufsfreiheit]] (Art. 12 Abs. 1 [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|GG]]) und den Schutz des [[Eigentum (Deutschland)|Eigentums]] (Art. 14 Abs. 1 GG) gerügt. Die Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung wäre für den Anbieter eines Anonymisierungsdienstes mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden, die einen wirtschaftlichen Betrieb kaum noch ermöglichten. Ebenfalls würden die zur Erbringung von Telekommunikationsdiensten bestehenden technischen Anlagen, die keine Vorratsdatenspeicherung erlauben, damit nutzlos, was einen unverhältnismäßigen Eingriff in das Eigentum darstellen würde. Obwohl die Verfassungsbeschwerde insgesamt erfolgreich war, da laut Urteil des [[Bundesverfassungsgericht]]es vom 2. März 2010 zentrale Teile der Vorratsdatenspeicherung gegen das [[Fernmeldegeheimnis]] (Art. 10 Abs. 1 GG) verstießen und deshalb nichtig waren, wurden insbesondere die von JonDos genannten Beschwerden gegen weitere Grundrechtseingriffe als zulässig aber unbegründet zurückgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20100302_1bvr025608.html |titel=Urteil des Ersten Senats vom 2. März 2010 zu 1 BvR 256/08, 1 BvR 263/08, 1 BvR 586/08 |titelerg=Gründe B. I. (Rz 179), C. VII. (Rz 184, 293–304) |hrsg=Bundesverfassungsgericht |datum=2010-03-02 |abruf=2012-09-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes die Rechtsgrundlage für die Vorratsdatenspeicherung entfiel, wird diese seitdem auf keiner Mixkaskade mehr angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Anonymität im Internet]]&lt;br /&gt;
* [[Tor (Netzwerk)|Tor]]&lt;br /&gt;
* [[I2P]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Marc Störing: &amp;#039;&amp;#039;Im Visier der Strafverfolger – Staatlicher Zugriff auf Anonymisierungsserver.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[c’t]].&amp;#039;&amp;#039; 24/2006, S. 208–210.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.anonym-surfen.de/ Offizielle Projekthomepage]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.gulli.com/news/jondonym-die-tor-alternative-2007-11-26/ |archive-is=20130125032337 |text=Interview mit Rolf Wendolsky, einem Geschäftsführer der JonDos GmbH}}&lt;br /&gt;
* [http://artikel.softonic.de/anonym-surfen-tor-jondo-vpn-und-web-proxies-im-vergleich Vergleich der wichtigsten Anonymisierungswerkzeuge für das Internet – Tor, JonDo, VPN und Web-Proxies, 31. Juli 2013]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technische Universität Dresden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anonymität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freie Sicherheitssoftware]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freie Proxy-Software]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Java-Programm]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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