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	<title>John Zorn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=John_Zorn&amp;diff=220628&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RoBri: Änderungen von ~2026-89471-0 (Diskussion) auf die letzte Version von SchlurcherBot zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-02-10T05:30:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-89471-0&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-89471-0&quot;&gt;~2026-89471-0&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-89471-0&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-89471-0 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:SchlurcherBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:SchlurcherBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;SchlurcherBot&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:John Zorn, Newport Jazz Festival 2014.jpg|mini|John Zorn (2014)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;John Zorn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. September]] [[1953]] in [[New York City]]) ist ein US-amerikanischer [[Komponist]], [[Bandleader]] und [[Multiinstrumentalist|Multi-Instrumentalist]]. Außerdem arbeitet er als [[Musikproduzent]], ist Inhaber des Plattenlabels [[Tzadik]] und des Veranstaltungslokals &amp;#039;&amp;#039;The Stone&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.villagevoice.com/2013-01-23/music/all-that-brooklyn-jazz/full/ All That Brooklyn Jazz The borough is where it&amp;#039;s at], [[The Village Voice]] vom 23. Januar 2013, abgerufen am 6. Dezember 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Manhattan]] und hat mit vielen experimentellen Musikern zusammengearbeitet, insbesondere im Bereich [[Neue Musik]] und im [[Jazz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
Zorn lernte als Kind [[Klavier]], [[Gitarre]] und [[Flöte]]. Während seines Studiums am [[Webster University|Webster College]] erhielt er außerdem, beeinflusst durch [[Anthony Braxton]] und seinen dortigen Lehrer [[Oliver Lake]], eine Ausbildung als [[Saxophon]]ist. Anfänglich eher an [[Neue Musik|Neuer Musik]] interessiert, wandte er sich in den 1970er Jahren dem [[Jazz]] zu. Er brach die formale Ausbildung ab und kehrte auf dem Umweg über die Westküste nach New York zurück, um sich im Umfeld der Musikszene der [[Lower East Side]] auf musikalische Projekte zu konzentrieren. Er verdiente sich während dieser Zeit seinen Lebensunterhalt unter anderem mit Arbeit in einem Schallplattenladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen frühen Einflüssen gehört, neben Braxton, [[Eugene Chadbourne]] und [[Ornette Coleman]], auch [[Karlheinz Stockhausen]]. Zorns Musik ist charakterisiert durch die Verarbeitung zahlreicher musikalischer Stile aus verschiedensten Quellen, darunter [[Filmmusik]] zu [[Zeichentrickfilm]]en, [[Free Jazz]], [[Hardcore Punk|Hardcore]] und jüdische [[Folklore]]. Zorn kombiniert dabei oft kurze musikalische Sequenzen in [[collage]]nartiger Form, teilweise in rasanter Abfolge. 1975 gründete er sein &amp;#039;&amp;#039;Theatre of Musical Optics&amp;#039;&amp;#039; und begann zunächst die Zusammenarbeit mit Chadbourne, [[Tom Cora]], [[Wayne Horvitz]], [[Polly Bradfield]] und LaDonna Smith. Internationale Anerkennung erreichte er in den 1980ern. Während des nächsten Jahrzehnts arbeitete er sowohl in New York als auch in [[Tokio]], wo er viele Werke schrieb und aufführte. 1998 produzierte er das Album &amp;#039;&amp;#039;[[1930 (Album)|1930]]&amp;#039;&amp;#039; des japanischen [[Noise (Musik)|Noise]]-Künstlers [[Masami Akita|Merzbow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zorn bekennt sich seit den 1990er Jahren explizit zu seiner [[Judentum|jüdischen]] Herkunft und verarbeitet in einigen seiner Projekte traditionell jüdische Elemente. Er gründete 1995 das Plattenlabel [[Tzadik]]. Dabei formulierte er eine neue sogenannte „[[Radical Jewish Culture]]“ und verabschiedete ein Manifest über das radikale Judentum seiner Musik.&amp;lt;ref&amp;gt;John Zorn: [https://tzadik.com/rjc_info.html &amp;#039;&amp;#039;Radical Jewish Culture.&amp;#039;&amp;#039;] New York City, 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Leitmotiv der Radical Jewish Culture gilt ein Zitat des jüdischen Religionshistorikers [[Gershom Scholem]]:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Es gibt ein Leben der Tradition, in dem es nicht allein um konservatives Bewahren geht, um die konstante Fortführung der spirituellen und kulturellen Güter einer Gemeinschaft. Es gibt auch so etwas wie eine Schatzsuche in der Tradition, die eine lebendige Beziehung zur Tradition herstellt und der vieles von dem verpflichtet ist, was im gegenwärtigen jüdischen Bewusstsein am besten ist - selbst wenn es außerhalb des orthodoxen Rahmens ausgedrückt wurde und ausgedrückt wird.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Version nach Berendt/Huesmann (2011), S. 239. Englisches Original bei [https://tzadik.com/rjc_info.html tzadik.com].&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 war er [[MacArthur Fellowship|MacArthur Fellow]]. 2007 war er Preisträger der ökumenischen [[Stiftung Bibel und Kultur]] für Bibel und Musik.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.bibel-und-kultur.de/auszeichnungen/|titel=Stiftung Bibel und Kultur – Auszeichnungen|abruf=2019-12-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2014 erhielt Zorn von dem [[New England Conservatory of Music]] eine Ehrendoktorwürde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://necmusic.edu/news/music-john-zorn-35-year-retrospective |titel=The Music of John Zorn: A 35-Year Retrospective |abruf=2021-01-11 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musikalisches Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:John zorn masada.jpg|mini|hochkant=1.3|John Zorn (ganz rechts) mit seiner Band Masada: Joey Baron (dr), Greg Cohen (b), Dave Douglas (tr); Rom 24. Juli 2005]]&lt;br /&gt;
Das musikalische Werk von John Zorn wurde von [[Günther Huesmann]] in dem von [[Joachim-Ernst Berendt]] begründeten &amp;#039;&amp;#039;Jazzbuch&amp;#039;&amp;#039; in acht grobe Kategorien eingeteilt:&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Jazzbuch&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 233–238.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Die &amp;#039;&amp;#039;freie Improvisation&amp;#039;&amp;#039;, der sich Zorn u. a. auf den &amp;#039;&amp;#039;Classic Guide to Strategy&amp;#039;&amp;#039;-Alben und in seiner Zusammenarbeit mit dem [[Posaune|Posaunisten]] [[Jim Staley]] widmete. Auf diesen Aufnahmen nutzte er sog. &amp;#039;&amp;#039;duck calls&amp;#039;&amp;#039; ([[Klangattrappe|Lockpfeifen]]).&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Game pieces&amp;#039;&amp;#039;: improvisationsfreundlich gestaltete Werke, die nicht auf einer notierten [[Partitur]] beruhen, sondern bei denen die einzelnen Musiker mittels einer festgelegten Zeichensprache die Entwicklung des Kompositionsablaufs beeinflussen können. Zu den wichtigsten &amp;#039;&amp;#039;game-pieces&amp;#039;&amp;#039;-Alben gehören die frühen Parachute-Werke &amp;#039;&amp;#039;Lacrosse&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Hockey&amp;#039;&amp;#039; sowie die &amp;#039;&amp;#039;Cobra&amp;#039;&amp;#039;-Serie, bei der ein in [[Instrumentation|Instrumentierung]] und Anzahl der Musiker variables Ensemble durch von wechselnden „Dirigenten“ hochgehaltene Karten „Anweisungen“ erhält, die von den Musikern spontan interpretiert und umgesetzt werden. Beeinflusst wurde Zorn hierbei von den [[Aleatorik|aleatorischen]] Werken der Neuen Musik (z.&amp;amp;nbsp;B. von [[John Cage]], [[Karlheinz Stockhausen]] oder [[Pierre Boulez]]).&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;File card pieces&amp;#039;&amp;#039;: bei dieser Klasse von Zorns Werken bekommen die beteiligten Musiker assoziative Anweisungen, die auf Karteikarten (&amp;#039;&amp;#039;file cards&amp;#039;&amp;#039;) festgehalten werden. Zu den bedeutendsten Werken dieser Kategorie gehören &amp;#039;&amp;#039;Godard&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Spillane (Album)|Spillane]]&amp;#039;&amp;#039;. Dabei waren die Atmosphäre der [[Nouvelle Vague]] bzw. des [[Film noir]] das Element, das die ansonsten sehr eklektischen Kompositionen zusammenhalten sollte.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;[[Naked City (Band)|Naked City]]&amp;#039;&amp;#039;, eine Band, mit der Zorn die &amp;#039;&amp;#039;file-card&amp;#039;&amp;#039;-Ästhetik des rasanten Stilwechsels live verwirklichen konnte. Die anderen Mitglieder der Band waren [[Bill Frisell]], [[Wayne Horvitz]], [[Fred Frith]] und [[Yamatsuka Eye]]. Ihre Musik verband in sehr dichten Stücken Elemente zahlreicher verschiedener Genres, entwickelte sich mit der Zeit aber immer weiter in die [[Hardcore Punk|Hardcore]]-Richtung.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Verbindung von Hardcore und [[Free Jazz]]&amp;#039;&amp;#039;: die Verbindung dieser beiden Genres (manchmal [[Jazzcore]] genannt) war für Zorn laut eigener Aussage eine ähnliche Schock-Situation wie die Wirkung der Musik seines Idols [[Ornette Coleman]] in den 50er Jahren. So spielt er mit mehreren Ensembles (u.&amp;amp;nbsp;a. das späte Naked City, [[Painkiller (Band)|Painkiller]] oder zuletzt das [[The Moonchild Trio|Moonchild Trio]]) eine Mischung aus Free Jazz, Hardcore, [[Punk (Musik)|Punk]], [[Noise (Musik)|Noise]] und [[Death Metal]]. Oft wurden Veröffentlichungen aus dieser Kategorie von Kontroversen begleitet, weil Zorn den Stücken obszöne Titel gab und die Coverhüllen der CDs mit explizit grausamen Bildern versah.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Tribute&amp;#039;&amp;#039; an die Größen der Jazztradition: Zorn präsentierte im Verlauf seiner Karriere Hommagen an so unterschiedliche Jazz-Musiker wie [[Ornette Coleman]], [[Hank Mobley]], [[Lee Morgan]] und [[Sonny Clark]]. Dabei grenzt er sich entschieden von der traditionalistischen Bewegung im Jazz um [[Wynton Marsalis]] ab, die er gar als „rassistisch“ bezeichnete.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich glaube in gewisser Hinsicht ist es rassistisch. Alles, was andere Sichtweisen oder andere Ausdrucksformen ausschließt, ist, finde ich, rassistisch.“ Zitiert in &amp;#039;&amp;#039;Das Jazzbuch&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 237.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Musik]]&amp;#039;&amp;#039;: insbesondere in den 1990er Jahren entstanden mehrere Kompositionen, die Zorn für klassische Konzertmusik-Ensembles schrieb. Dazu gehören u. a. die Alben &amp;#039;&amp;#039;Angelus Novus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Chimeras&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;[[Radical Jewish Culture]]&amp;#039;&amp;#039;: seit Anfang der 90er Jahre widmet sich Zorn zunehmend intensiv der künstlerischen Verarbeitung seiner [[Juden|jüdischen]] Wurzeln. So entstanden die inzwischen drei &amp;#039;&amp;#039;[[Masada (John Zorn)|Masada Songbooks]]&amp;#039;&amp;#039; sowie die Bewegung der &amp;#039;&amp;#039;Radical Jewish Culture&amp;#039;&amp;#039;, gleichzeitig auch der Name einer entsprechenden Reihe auf Zorns Plattenlabel [[Tzadik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zorn komponierte auch viele Film[[soundtrack]]s, u.&amp;amp;nbsp;a. für [[Martina Kudláček]]s Dokumentarfilme &amp;#039;&amp;#039;[[Im Spiegel der Maya Deren]]&amp;#039;&amp;#039; (2001) oder &amp;#039;&amp;#039;[[Notes on Marie Menken]]&amp;#039;&amp;#039; (2006) und arbeitete für Orchester und Ensembles wie z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Kronos Quartet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf seinen [[Musiklabel]]s [[Tzadik]] und Avant hat er eine große Fülle von Alben eingespielt und produziert. Sehr viele Werke, die unter Zorns Namen veröffentlicht werden, wurden von ihm lediglich komponiert. So schrieb er mindestens vier verschiedene Songbooks: das Mitte der 90er Jahre entstandene erste &amp;#039;&amp;#039;[[Masada (John Zorn)|Masada]]&amp;#039;&amp;#039;-Songbook (205 Titel), &amp;#039;&amp;#039;Book of Angels&amp;#039;&amp;#039; (2004; 316 Titel), &amp;#039;&amp;#039;Book Beriah&amp;#039;&amp;#039; (2009) und &amp;#039;&amp;#039;The Bagatelles&amp;#039;&amp;#039; (2015; 300 Titel)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://tzadik.com/ News] auf der [[Tzadik]]-Website, abgerufen am 14. August 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie werden nach und nach von verschiedensten Musikern vertont, sowohl von Angehörigen der [[New Yorker Downtown-Szene]] als auch von Anderen, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Pat Metheny]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere das frühe Schaffen von Zorn – die &amp;#039;&amp;#039;game pieces&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;file-card pieces&amp;#039;&amp;#039;, Naked City – zeichnen sich durch „Maximalismus“ aus, in expliziter Opposition zum damals in der Konzertmusik vorherrschenden [[Minimal Music|Minimalismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Barzel (2015), S. 90.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zorns Kompositionen aus dieser Zeit bestehen oft aus kurzen, sprunghaft wechselnden Versatzstücken, die auf unterschiedliche Musiktraditionen (einschließlich [[Popmusik]] und von [[Animationsfilm]]-Musik inspirierte Elemente) zurückgreifen. Auch kam in seiner Musik bis in die 1990er hinein Melodie als Strukturelement kaum vor – dies änderte sich vor allem durch das Masada-Quartett, mit dem er in diesem Kontext auch erstmals wieder [[Jazz]] spielte.&amp;lt;ref&amp;gt;Barzel (2015), S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--entweder ist das so gemeint wie nun umformuliert, oder es ist bullshit (News for Lulu, Sonny Clark Memorial, selbst Naked City)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ausgabe des &amp;#039;&amp;#039;Jazzbuch&amp;#039;&amp;#039; von 2011 wird John Zorn als der herausragende und einflussreichste Jazzmusiker der Gegenwart bezeichnet. Diese Einschätzung ist aber sehr umstritten, weil Zorns Musik sich nicht in erster Linie aus der afro-amerikanischen Musiktradition herleitet. Vielmehr stellt diese nur einen Einfluss unter vielen dar. Zorn lehnt die Bezeichnung Jazzmusiker für sich selbst rigoros ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sehr große Rolle in Zorns Schaffen spielt die Verknüpfung von Musik mit visueller Kunst, einschließlich der Album-Cover, die oft zu Kontroversen führten.&amp;lt;ref&amp;gt;Barzel (2015), S. 93–95.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Erstellung der Cover für seine Tzadik-Veröffentlichung arbeitet Zorn mit der Designerin Chippy (Heung Heung Chin) zusammen. Der Künstler selbst sagt zur Bedeutung des Visuellen in seiner Kunst:&lt;br /&gt;
{{Zitat|I think that the visual nature of a presentation in a package is very important, and I love working on it. (…) And I am addicted to the connection of visual with sound. (…) To me, they are intrinsically connected.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in Barzel (2015), S. 93; Übersetzung: „Ich denke, dass die visuelle Natur der Präsentation [eines Albums] sehr wichtig ist, und ich liebe es, daran zu arbeiten. (…) Und ich bin süchtig nach der Verbindung des Visuellen mit Klang. (…) Für mich, die beiden sind untrennbar miteinander verbunden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahl wichtiger Alben ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|John Zorn/Diskografie}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Zorn@60@Met.jpg|mini|hochkant|John Zorn, September 2013]]&lt;br /&gt;
* 1983: &amp;#039;&amp;#039;Locus Solus&amp;#039;&amp;#039; ([[Tzadik]]) &amp;lt;small&amp;gt;mit [[Wayne Horvitz]], [[Arto Lindsay]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1985: &amp;#039;&amp;#039;[[The Big Gundown]]&amp;#039;&amp;#039; (Tzadik) &amp;lt;small&amp;gt;mit [[Tim Berne]], [[Bill Frisell]], [[John Patton|Big John Patton]], [[Toots Thielemans]], [[Vernon Reid]], [[Shelley Hirsch]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1987: &amp;#039;&amp;#039;[[Spillane (Album)|Spillane]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Nonesuch Records|Nonesuch]]) &amp;lt;small&amp;gt;mit [[Bill Frisell]], [[Albert Collins]], [[Ronald Shannon Jackson]], [[Melvin Gibbs]] und dem [[Kronos Quartet]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1988: &amp;#039;&amp;#039;Spy Vs. Spy&amp;#039;&amp;#039; ([[Elektra/Musician]]) &amp;lt;small&amp;gt;mit [[Tim Berne]], [[Mark Dresser]], [[Joey Baron]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1992: &amp;#039;&amp;#039;[[Kristallnacht (Album)|Kristallnacht]]&amp;#039;&amp;#039; (Tzadik) &amp;lt;small&amp;gt;mit [[Mark Feldman]], [[Marc Ribot]], [[Anthony Coleman]], [[Mark Dresser]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1992: &amp;#039;&amp;#039;Live at the [[Knitting Factory]]&amp;#039;&amp;#039; (Knitting Factory Works) &amp;lt;small&amp;gt;mit [[Doug Wieselman]], [[Myra Melford]], [[Marc Ribot]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1994: &amp;#039;&amp;#039;[[Masada: Alef]]&amp;#039;&amp;#039; (DIW) &amp;lt;small&amp;gt;mit [[Dave Douglas]], [[Greg Cohen]], Joey Baron&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1996: &amp;#039;&amp;#039;Bar Kokhba&amp;#039;&amp;#039; (Tzadik) &amp;lt;small&amp;gt;mit [[Dave Douglas]], [[Chris Speed]], [[John Medeski]], [[Anthony Coleman]], [[Mark Feldman]], [[Greg Cohen]], [[Mark Dresser]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1997: &amp;#039;&amp;#039;Filmworks Vol. VIII: 1997&amp;#039;&amp;#039; (Tzadik) &amp;lt;small&amp;gt;mit [[Masada (John Zorn)|Masada String Trio]], [[Marc Ribot]], [[Anthony Coleman]], [[Cyro Baptista]], [[Kenny Wollesen]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1997: &amp;#039;&amp;#039;Live in Jerusalem&amp;#039;&amp;#039; (Tzadik) &amp;lt;small&amp;gt;mit [[Dave Douglas]], [[Greg Cohen]], [[Joey Baron]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1998: &amp;#039;&amp;#039;Downtown Lullaby&amp;#039;&amp;#039; (Depth of Field) &amp;lt;small&amp;gt;mit [[Elliott Sharp]], [[Wayne Horvitz]], [[Bobby Previte]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2000: &amp;#039;&amp;#039;Masada: Live in Sevilla 2000&amp;#039;&amp;#039; (Tzadik) &amp;lt;small&amp;gt;mit [[Dave Douglas]], [[Greg Cohen]], [[Joey Baron]]&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Die Auswahl wichtiger Alben von John Zorn fand angesichts des großen Umfangs seines Werkes anhand der Bewertungen des [[The Penguin Guide to Jazz|Penguin Guide to Jazz]] in der 6. Auflage von 2002 statt. Es wurden nur Alben aufgenommen, die die höchste (****) bzw. zweithöchste (***(*)) Bewertung erhielten. Als bestes Werk Zorns sehen die Autoren das Album &amp;#039;&amp;#039;The Big Gundown&amp;#039;&amp;#039; (1985), das sie zusätzlich zu der Höchstbewertung mit dem Prädikat der Krone versehen. Sie betrachten das Morricone-Projekt als „eines der essentiellsten Werke der 1980er Jahre“. Weitere Grundlage bietet das Kapitel über &amp;#039;&amp;#039;Die Platten des Jazz&amp;#039;&amp;#039; im &amp;#039;&amp;#039;Jazzbuch&amp;#039;&amp;#039; von [[Joachim-Ernst Berendt]] und [[Günther Huesmann]] in der 3. Auflage der 7. Ausgabe von 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Videoalben ===&lt;br /&gt;
* Claudia Heuermann: &amp;#039;&amp;#039;A Bookshelf on Top of the Sky: 12 Stories about John Zorn&amp;#039;&amp;#039; (Doku)&lt;br /&gt;
* Antonio Ferrera: &amp;#039;&amp;#039;Masada Live at Tonic 1999&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Claudia Heuermann: &amp;#039;&amp;#039;Sabbath in Paradise&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Garhard Kaucic/Timothy Liegeti: &amp;#039;&amp;#039;Guy Debord John Zorn Friederike Mayröcker Philippe Sollers: tel quel jardins des plantes et D mots/scribble and voice.&amp;#039;&amp;#039; – In: Die Grüne F Abyss. Internationale polylinguale Zeitschrift für Grüne Kultur/Politik. Nr. 16b/1996, S. 117ff.&lt;br /&gt;
* [[Jazzthetik]], Juli/August 1988: Interview mit Arne Schumacher.&lt;br /&gt;
* [[Neue Zeitschrift für Musik]], Februar 1991: &amp;#039;&amp;#039;Der Architekt der Spiele&amp;#039;&amp;#039; Interview mit Art Lange; &amp;#039;&amp;#039;Früchte des (John) Zorn – improvisierte Musik im Zeitalter der Simulation&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Jazz Podium]], Mai 1995: Artikel von Mathias Bäumel.&lt;br /&gt;
* Bill Milkowski: &amp;#039;&amp;#039;John Zorn – Genius at Work&amp;#039;&amp;#039;; im Magazin &amp;#039;&amp;#039;[[Down Beat]]&amp;#039;&amp;#039; vom Oktober 2013, Vol. 80, Nr. 10, S. 38–43.&lt;br /&gt;
* Neue Zeitschrift für Musik, Mai/Juni 1998: „Radical New Jewish Culture“ – Artikel von [[Peter Niklas Wilson]].&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Joachim-Ernst Berendt und Günther Huesmann|Titel=Das Jazzbuch: Von New Orleans bis ins 21. Jahrhundert|Verlag=S. Fischer|Ort=Frankfurt am Main|Jahr=2011|ISBN=978-3-596-15964-2}}&lt;br /&gt;
* [[Richard Cook]], [[Brian Morton]]: &amp;#039;&amp;#039;[[The Penguin Guide to Jazz|The Penguin Guide to Jazz on CD]].&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Penguin, London 2002, ISBN 0-14-051521-6.&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Tamar Barzel|Titel=New York Noise: Radical Jewish Music and the Downtown Scene|Verlag=Indiana University Press|Jahr=2015|ISBN=978-0-253-01557-0|Ort=Bloomington, Indianapolis}}&lt;br /&gt;
* [[Jonas Engelmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Wurzellose Kosmopoliten. Von Luftmenschen, Golems und jüdischer Popkultur&amp;#039;&amp;#039;. Ventil Verlag, Mainz 2016. ISBN 978-3-95575-050-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lexikografische Einträge ===&lt;br /&gt;
* [[Carlo Bohländer]], Karl Heinz Holler, Christian Pfarr: &amp;#039;&amp;#039;[[Reclams Jazzführer]].&amp;#039;&amp;#039; 4., durchgesehene und ergänzte Auflage. Reclam, Stuttgart 1990, ISBN 3-15-010355-X.&lt;br /&gt;
* [[Martin Kunzler]]: &amp;#039;&amp;#039;Jazz-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;M–Z&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;rororo-Sachbuch.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 16513). 2. Auflage. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2004, ISBN 3-499-16513-9.&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Richard Cook|Titel=Jazz Encyclopedia|Verlag=Penguin|Ort=London|Jahr=2006|ISBN=978-0-14-102646-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.tzadik.com Tzadik Label]&lt;br /&gt;
* [http://www.thestonenyc.com The Stone – Club in der New Yorker Lower East Side mit John Zorn als künstlerischem Direktor und monatlich wechselnden Kuratoren]&lt;br /&gt;
* [https://www.discogs.com/de/artist/99731-John-Zorn Umfangreiche Diskografie]&lt;br /&gt;
* [http://www.hipsroadedition.com John Zorn Kompositionen]&lt;br /&gt;
* [http://www.chez.com/barkokhba/masada.htm inoffizielle Masada Homepage mit Konzertchronologie]&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0957958}}&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/1997/31/Der_Klangkannibale John Zorn Porträt in der Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133960943|LCCN=no/90/12240|VIAF=49409876}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zorn, John}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jazz-Saxophonist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jazz-Klarinettist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Labelbetreiber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Musik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (New York City)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (New York City)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1953]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:John Zorn| ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zorn, John&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Komponist und Bandleader&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. September 1953&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[New York City]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RoBri</name></author>
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