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	<title>John Raleigh Mott - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: externe Links von Kursivauszeichnung getrennt, Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst, Groß-/Kleinschreibung der Vorlage(n) wie durch {{SEITENTITEL:}} vorgegeben</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: externe Links von Kursivauszeichnung getrennt, Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst, Groß-/Kleinschreibung der Vorlage(n) wie durch {{SEITENTITEL:}} vorgegeben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:John Raleigh Mott, 1910.jpg|mini|John Raleigh Mott]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;John Raleigh Mott&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Mai]] [[1865]] in [[Livingstone Manor]], [[Sullivan County (New York)|Sullivan County]], [[US-Bundesstaat]] [[New York (Bundesstaat)|New York]]; † [[31. Januar]] [[1955]] in [[Orlando (Florida)|Orlando]], [[Florida]]) war Sekretär des [[Christlicher Verein Junger Menschen|Christlichen Vereins Junger Menschen]] (CVJM), Präsident des Weltbundes der CVJM und [[Friedensnobelpreis]]träger des Jahres 1946.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
John Raleigh Mott war ein Sohn von John Stitt Mott (1823–1905) und seiner Frau Elmira Dodge (1830–1909). Er hatte zwei Schwestern, Clara (1861–1925) und  Harriet B. (1867–1920).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Findagrave|73293131}} (13. Juli 2011, englisch, abgerufen am 9. März 2026)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Familie zog bald nach seiner Geburt in die Nähe von [[Postville (Iowa)|Postville]], [[Iowa]]. Als Kind bestaunte Mott oft die fauchenden Dampflokomotiven der neu erstellten Bahnlinie. Sein Vater war Vorsteher der Gemeinde. Dieser gab die [[Landwirtschaft]] auf und widmete sich ganz der [[Holzwirtschaft]]. Zum christlichen Glauben fand Vater Mott, der englische und holländische Vorfahren hatte, durch den [[CVJM]]-Sekretär von Iowa, J. W. Dean. Seine Frau Elmira Dodge war eine [[Methodistische und Wesleyanische Kirchen|Methodistin]] und galt als mildtätige Frohnatur. Mott junior war lernbegierig und für seine Streiche bekannt. Er half im väterlichen Betrieb mit, auch in der Verwaltung. Vom Bahnhofsvorstand erhielt John R. Mott Eisenbahnkarten der USA, die er eifrig studierte, und der örtliche Methodistenprediger versorgte John mit Literatur.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Stucki: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott. Der grosse christliche Führer.&amp;#039;&amp;#039; Heinrich Majer, Basel 1955, S. 7–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 18 Jahren besuchte John R. Mott die [[Upper Iowa University]] in [[Fayette (Iowa)|Fayette]], Iowa. Er hatte eine besondere Begabung in der Vortragskunst. Er studierte die Reden der Politiker. Energisch trat er in jungen Jahren gegen die Auffassung der Regierung auf, man müsse den Chinesen die Einwanderung verbieten.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Stucki: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott. Der grosse christliche Führer.&amp;#039;&amp;#039; Heinrich Majer, Basel 1955, S. 11–12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
John R. Mott wird als kräftig geschildert, mit roten Haaren, braunen Augen und Sommersprossen. Er hatte große Freude am Sport und war oft mit dem Ruderboot auf dem Fluss anzutreffen. Im Herbst 1883, mit 18 Jahren, begann er, für die örtliche &amp;#039;&amp;#039;Christliche Vereinigung&amp;#039;&amp;#039; tätig zu sein. Er war sich zu jener Zeit noch unsicher über seinen späteren Beruf.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Stucki: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott. Der grosse christliche Führer.&amp;#039;&amp;#039; Heinrich Majer, Basel 1955, S. 12–13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 20 Jahren begann er ein Studium an der [[Cornell University]] in [[Ithaca (New York)|Ithaca]], [[New York (Bundesstaat)|New York]], in [[Rechtswissenschaft]] und [[Nationalökonomie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Charles Howard Hopkins: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott, 1865–1955.&amp;#039;&amp;#039; Eerdmans, Grand Rapids 1979, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein geistlicher Vortrag des [[Cricket]]-Spielers Edward Kynaston Studd, der später Bürgermeister von [[London]] wurde, wühlte ihn auf. Im Gespräch empfahl Studd, er solle vor allem das [[Reich Gottes]] suchen. Studd erkannte sogleich die hohe Begabung Motts. Noch während seines Studiums entschied sich Mott dazu, Prediger zu werden und sein Leben in den Dienst des [[Christentum]]s zu stellen. Dabei wurde er beeinflusst durch intensives Studium der [[Bibel]] sowie von biographischen Berichten über [[John Wesley (Prediger)|John Wesley]] und [[Dwight Lyman Moody]]. Er wurde jedoch nie für ein kirchliches Amt [[Ordination|ordiniert]], sondern blieb zeitlebens ein [[Priestertum aller Gläubigen|Laie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Stucki: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott. Der grosse christliche Führer.&amp;#039;&amp;#039; Heinrich Majer, Basel 1955, S. 13–15 und S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1886 ging Mott an eine große, von Moody organisierte Konferenz in Northfield, an der 250 Studierende von 89 amerikanischen Hochschulen und Ausländern aus Europa und Asien teilnahmen. Diese Veranstaltung hinterließ bei vielen einen bleibenden Eindruck. Unter denjenigen, die sich der Mission unter den Heiden widmen sollten, war auch John R. Mott. 99 unterzeichneten ein diesbezügliches Gelübde. Daraufhin wurde Mott die Leitung der örtlichen &amp;#039;&amp;#039;Christlichen Vereinigung&amp;#039;&amp;#039; übertragen, die bald auf 330 Mitglieder wuchs.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Stucki: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott. Der grosse christliche Führer.&amp;#039;&amp;#039; Heinrich Majer, Basel 1955, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== CVJM, Studentenverband, Missionsverband ===&lt;br /&gt;
1886 berichtete John R. Mott an seinen Vater, dass er durch sich durch sein Amt als Vorsitzender des „Christlichen Vereins junger Männer“ CVJM für die geistlichen Belange von 800 Studenten einsetzte. Der CVJM von Cornell baute unter seiner Leitung eine Heimstätte, für die ein New Yorker Verleger alleine 50.000 Dollar gespendet hatte. 1887 begann Mott in verschiedenen Kirchen von Ithaca zu predigen, was er mit Begeisterung tat. Kurz vor dem akademischen Abschluss nahm er den Ruf für das Amt eines Reise-Agenten der &amp;#039;&amp;#039;Christlichen Studenten-Vereinigungen Amerikas&amp;#039;&amp;#039; an. Man nannte ihn daher später &amp;#039;&amp;#039;Eichhörnchen der Evangelisation&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Stucki: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott. Der grosse christliche Führer.&amp;#039;&amp;#039; Heinrich Majer, Basel 1955, S. 19–24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Akademischer Grad|Graduierung]] an der Cornell University in Ithaca 1888 widmete Mott sich der Koordination nationaler und internationaler missionarischer Studentenvereinigungen und wurde im gleichen Jahr Studentensekretär der [[Young Men’s Christian Association]] (YMCA). 1893 organisierte John R. Mott im Auftrag von Dwight L. Moody die Studentenkonferenz in Northfield, die früher in seiner eigenen Entwicklung eine so wichtige Rolle gespielt hatte. Von Moody lernte er, dass neben der Arbeit mit Tausenden von Zuhörenden die Einzelaussprache von Mensch zu Mensch nicht vergessen werden darf. 1891 war Mott das erste Mal in Europa, anlässlich der CVJM-Weltkonferenz in Amsterdam.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Stucki: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott. Der grosse christliche Führer.&amp;#039;&amp;#039; Heinrich Majer, Basel 1955, S. 24–26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner Frau begann John R. Mott am 20. Juli 1895 seine erste Weltreise, die in [[England]] begann und volle zwei Jahre dauerte. Die Engländer waren zunächst reserviert, ließen sich dann aber von seiner Botschaft begeistern. In [[Edinburgh]] kamen 2.000 junge Leute zusammen, davon 1.800 Studierende. John R. Mott schwebte die Gründung eines christlichen Studenten-Weltbundes vor. Dabei wurde er vom CVJM-Weltbund inspiriert, der anlässlich der Weltkonferenz der [[Weltweite Evangelische Allianz|Evangelischen Allianz]] 1855 in Paris gegründet wurde. In [[Schweden]] wurde er vom späteren lutherischen Erzbischof [[Nathan Söderblom]] empfangen. Seine Ideen fanden offene Ohren und mit Vertretern von amerikanischen und fünf nordischen Hochschulen wurde 1895 der [[Christlicher Studenten-Weltbund|Christliche Studenten-Weltbund]] gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Stucki: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott. Der grosse christliche Führer.&amp;#039;&amp;#039; Heinrich Majer, Basel 1955, S. 26–29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.wscfglobal.org/ (abgerufen am: 9. Juni 2012).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz kamen am 23. September 1895 60 hauptsächlich [[Romandie|welsche]] Studenten in [[Sainte-Croix VD]] zur Versammlung von Mott, darunter auch der junge [[Henri Guisan]]. Die [[freisinn]]ige Presse schrieb, dass Mott im Stil der [[Heilsarmee]] Bekenntnisse ablegen würde. Der spätere [[Universität Zürich|Zürcher]] Theologie-Professor [[Leonhard Ragaz]] urteilte über Mott, er besitze die Energie, die den Willen in Bewegung setze. Er konstatierte, dass besonders unter den Intellektuellen, die an Überbildung und moralischer Auszehrung leiden würden, Mott seine lebendige, ganze, volle und starke Persönlichkeit bringe, was mehr wert sei als eine glänzende Konferenz. Der damals noch jugendliche und [[Religiöser Sozialismus|religiös-sozialistisch]] geprägte [[Karl Barth]] war zuerst mit scharfen Worten gegen Mott. Er urteilte aber später über ihn, Mott sei das, worüber er und andere nur reden würden. Mott wolle die Menschheit zu Jesus führen. Mott traf in der Schweiz auch osteuropäische Studenten, die nach seinem Urteil u.&amp;amp;nbsp;a. von Nihilismus, Agnostizismus geprägt waren und deren Christentumsbild Formalismus, Zeremonien und Aberglaube wahrnehmen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Stucki: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott. Der grosse christliche Führer.&amp;#039;&amp;#039; Heinrich Majer, Basel 1955, S. 30 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1895 bis 1897 besuchte Mott 144 Hochschulen in 24 Ländern, unter anderem Australien, China und Japan.&amp;lt;ref&amp;gt;Charles Howard Hopkins: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott, 1865–1955.&amp;#039;&amp;#039; Eerdmans, Grand Rapids 1979, S. 156–197.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei dieser Weltreise und in deren Gefolge wurden 70 christliche Studentenorganisationen gegründet oder neu belebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1895 bis 1929 war Mott Generalsekretär des von ihm mitgegründeten Christlichen Studenten-Weltbundes. Gleichzeitig bekleidete er bis 1920 das Generalsekretariat des YMCA und war von 1915 bis 1928 Leiter der amerikanischen Sektion des Bundes. Von 1926 bis 1937 war er Präsident des CVJM-Weltbundes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1912 bot ein Mitarbeiter der britischen Reederei [[White Star Line]], der an Motts Arbeit interessiert war, ihm und einem seiner Mitarbeiter eine freie Passage für die Jungfernfahrt der &amp;#039;&amp;#039;[[Titanic (Schiff)|Titanic]]&amp;#039;&amp;#039; an. Die beiden Männer lehnten aber ab und nahmen stattdessen die &amp;#039;&amp;#039;[[Lapland]]&amp;#039;&amp;#039; nach New York. Als sie in New York ankamen und von dem Unglück hörten, sollen sie sich verblüfft angesehen und gesagt haben: „Der Herr scheint noch viel Arbeit für uns zu haben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuen christlichen Verbände hatten den Ansturm des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] teilweise nicht oder nur beschädigt überlebt. Umso mehr war der CVJM aber ein Bollwerk, der zusammen mit dem [[Internationales Rotes Kreuz|Roten Kreuz]] in Genf während des Kriegs die Kriegsgefangenen-Fürsorge, die Vermissten-Suche und Soldatenstuben aufbaute. Motts Hilfswerk war im Urteil von US-Präsident [[William Howard Taft]] eine der größten Friedensleistungen im Krieg. Dafür wurden 250 Millionen US-Dollar gesammelt, eine damals gigantische Summe. Im Konflikt zwischen den USA und Mexiko 1916 wurde Mott als Vermittler eingesetzt, ein Krieg wurde abgewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Charles Howard Hopkins: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott, 1865–1955.&amp;#039;&amp;#039; Eerdmans, Grand Rapids 1979, S. 472–473.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Posten eines US-Botschafters in China lehnte Mott ab, da er ein Botschafter Christi bleiben wollte. Nach dem Krieg setzte er alles daran, die Weltbünde von CVJM, christlichen Studenten und Mission neu aufzubauen. 1920 rief Mott eine internationale christliche Studentenkonferenz nach [[Beatenberg]], wo sich die Vertreter der zuvor verfeindeten Nationen die Bruderhand reichten. In der Schweiz entstanden Studentenheime vor allem für ausländische Studenten mit amerikanischem Geld. 1920 rief Mott eine Missionsvorstände-Konferenz ins Schloss in [[Crans-près-Céligny]] zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Stucki: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott. Der grosse christliche Führer.&amp;#039;&amp;#039; Heinrich Majer, Basel 1955, S. 39 und S. 50–58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wenn ihr zum Dienen bereit seid, dann kämpft gegen Unwissenheit, Engherzigkeit, Trägheit und Gleichgültigkeit. Seid gehorsam dem Rufe und werdet Männer, keine Puppen mit unordentlichen Leidenschaften. Vertieft euch in Gottes Wort und verharret im Gebet, bis für euch die Stunde der Entscheidung schlägt.|Autor=John R. Mott|Quelle=Alfred Stucki: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Stucki: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott. Der grosse christliche Führer.&amp;#039;&amp;#039; Heinrich Majer, Basel 1955, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Internationale Missionsarbeit und Ökumene ===&lt;br /&gt;
Zwei Jahre nach seinem entscheidenden geistlichen Erlebnis in Northfield inspirierte Mott die Missions-Freiwilligen-Bewegung, deren Motto war: &amp;#039;&amp;#039;Evangelisation der Welt in diesem Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Ergebnis davon war u.&amp;amp;nbsp;a., dass Mott für den Juni 1910 eine [[Weltmissionskonferenz#Erste Weltmissionskonferenz 1910 in Edinburgh|Weltmissionskonferenz nach Edinburgh]] einberief, zu deren Vorsitzenden er von den rund 1.200 Delegierten (davon 189 Methodisten) aus 160 Missionsgesellschaften einstimmig gewählt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Heinz Voigt: &amp;#039;&amp;#039;Freikirchen in Deutschland (19. und 20. Jahrhundert).&amp;#039;&amp;#039; Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2004, ISBN 3-374-02230-8, S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Folge wurden verschiedene nationale Verbände gegründet. Zwischen 1900 und 1941 bereiste er eine Reihe von Nationen, um für die internationale Missionsarbeit zu werben. Die Strecke seiner Reisen ergeben etwa siebzigmal den Erdumfang.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Stucki: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott. Der grosse christliche Führer.&amp;#039;&amp;#039; Heinrich Majer, Basel 1955, S. 5 und S. 46f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konferenz in Edinburgh wurde der Grundstein zur internationalen Koordination der Missionsarbeit sowie zur modernen [[Ökumenische Bewegung|ökumenischen]] Bewegung gelegt, außerdem wurde die Gründung eines &amp;#039;&amp;#039;[[Internationaler Missionsrat|Internationalen Missionsrates]]&amp;#039;&amp;#039; beschlossen, der sich aus Vertretern nationaler Räte zusammensetzen sollte. Dieser Plan wurde 1921 realisiert und John Raleigh Mott wurde zum ersten Präsidenten dieser Vereinigung gewählt. Auch bei den [[Weltkirchenkonferenz]]en von [[Lausanne]] 1927 und [[Oxford]] 1937 führte Mott den Vorsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensabend und Tod ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1946 erhielt er den [[Friedensnobelpreis]] gemeinsam mit [[Emily Greene Balch]] für seinen Einsatz für die ökumenische Bewegung und sein Wirken im internationalen Missionsdienst. John Raleigh Mott starb 89-jährig auf seinem Alterssitz in [[Florida]]. Seine Grabstätte befindet sich in der [[Washington National Cathedral]], St. Joseph&amp;#039;s Chapel, Nave Vault, Interred 2/7/1955.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Findagrave|73293131}} (13. Juli 2011, englisch, abgerufen am 9. März 2026)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2003 wurde der [[Asteroid]] [[(52291) Mott]] nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Mott heiratete 1891 Leila Ada White (1866–1952), die aus [[Wooster (Ohio)|Wooster]], Ohio, stammte. Sie hatten zusammen vier Kinder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nobelprize.org/prizes/peace/1946/mott/biographical/ &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott. Biographica&amp;#039;&amp;#039;l, Website nobelprize.org] (englisch, abgerufen am 9. März 2026)&amp;lt;/ref&amp;gt;, namentlich bekannt sind Irene Margaret Mott Bose (1899–1974), Frederick Dodge (1904–1981) und Eleanor Campbell Mott Ross (1907–1992). Nach dem Tod der ersten Frau in hohem Alter heiratete er 1953 Agnes Peter (1880–1957).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Findagrave|73293131}} (13. Juli 2011, englisch, abgerufen am 9. März 2026)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
Die Bestrebungen zur Förderung der Ökumene gipfelten 1948 in der Gründung des [[Ökumenischer Rat der Kirchen|Ökumenischen Rates der Kirchen]] in [[Amsterdam]], bei der 147 Kirchen aus 47 Nationen vertreten waren. Dabei wurde der 83-jährige Mott zum Ehrenpräsidenten ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Charles Howard Hopkins: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott, 1865–1955.&amp;#039;&amp;#039; Eerdmans, Grand Rapids 1979, S. 696–697.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|...Lasst uns stets dessen gewiß sein, dass Gott seine Allmacht entfaltet, sobald des Menschen Kraft erschöpft ist ... Was aber mein Herz in diesen tragischen und schweren Stunden vor allem hoffnungsfroh stimmt, ist, weil Christus größer ist als jemals. Ist das etwas Neues? Nein, denn Er ist der gleiche, gestern, heute und in alle Ewigkeit ... Er ist der Strom des Lebens, schöpferische Quelle der größten Veränderungen, Mittelpunkt der Verirrten und größte Hoffnung des Weltkirchenrates!|Autor=John R. Mott an der Weltkirchen-Konferenz in Amsterdam 1948|Quelle=Alfred Stucki: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Stucki: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott. Der grosse christliche Führer.&amp;#039;&amp;#039; Heinrich Majer, Basel 1955, S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Strategic Points in the World’s Conquest: The Universities and Colleges as Related to the Progress of Christianity&amp;#039;&amp;#039;. Nisbet, London 1897.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The evangelisation of the world in this generation&amp;#039;&amp;#039;. 1900.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Die Entscheidungsstunde der Weltmission und wir&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Basler Missionsbuchhandlung, Basel 1912.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Future Leadership of the Church&amp;#039;&amp;#039;. Hodder &amp;amp; Stoughton, London 1909.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Present World Situation&amp;#039;&amp;#039;. Student Volunteer Movement for Foreign Missions, New York 1914.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Confronting Young Men with the Living Christ&amp;#039;&amp;#039;. Hodder &amp;amp; Stoughton, London 1923.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leadership of the Constructive Forces of the World&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, London 1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Liberating the Lay Forces of Christianity&amp;#039;&amp;#039;. Student Christian Movement Press, London 1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Present-Day Summons to the World Mission of Christianity&amp;#039;&amp;#039;. Student Christian Movement Press, London 1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cooperation and the World Mission&amp;#039;&amp;#039;. Student Christian Movement Press, London 1935.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Larger Evangelism: The Sam P. Jones Lectures at Emory University&amp;#039;&amp;#039;. Lutterworth, London 1944.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Addresses and Papers of John R. Mott&amp;#039;&amp;#039;. 6 Bände, Association Press, New York 1946–1947.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Katherine Buxbaum: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott, World Citizen&amp;#039;&amp;#039;. Baptist History and Heritage, 1969.&lt;br /&gt;
* Galen M. Fisher: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott Architect of Cooperation and Unity&amp;#039;&amp;#039;. New York, Association Press, 1953.&lt;br /&gt;
* Charles Howard Hopkins: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott, 1865–1955.&amp;#039;&amp;#039; Eerdmans, Grand Rapids 1979, ISBN 0-8028-3525-2.&lt;br /&gt;
* Tracy W. Howe und Nancy Reece, eds.: &amp;#039;&amp;#039;Strengthening the Organizational Heart: Fifteen Timeless Lessons from Legendary YMCA Leader, John R. Mott&amp;#039;&amp;#039;. Providence House, Franklin 2006.&lt;br /&gt;
* Bernhard Kupfer: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Nobelpreisträger.&amp;#039;&amp;#039; Patmos Verlag, Düsseldorf 2001, ISBN 3-491-72451-1.&lt;br /&gt;
* Robert C. Mackie: &amp;#039;&amp;#039;Layman Extraordinary: John R. Mott, 1865–1955.&amp;#039;&amp;#039; Hodder &amp;amp; Stoughton, London 1965.&lt;br /&gt;
* Basil Joseph Matthews: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott: World Citizen&amp;#039;&amp;#039;. Harper, New York 1934.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629190801/http://www.bautz.de/bbkl/m/mott_j_r.shtml |artikel=Mott, John Raleigh|autor=[[Christof Mauch]]|band=6|spalten=204-207}}&lt;br /&gt;
* Ruth Rouse: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott: An Appreciation&amp;#039;&amp;#039;. World’s Student Christian Federation Press, Genf 1930.&lt;br /&gt;
* Ruth Rouse: &amp;#039;&amp;#039;The World’s Student Christian Federation: A History of the First Thirty Years&amp;#039;&amp;#039;. S.C.M. Press, London 1948.&lt;br /&gt;
* Clarence Prouty Shedd: &amp;#039;&amp;#039;History of the World’s Alliance of Young Men’s Christian Associations&amp;#039;&amp;#039;, S.P.C.K., London 1955.&lt;br /&gt;
* Norman E. Thomas: &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Biographical Dictionary of Christian Missions&amp;#039;&amp;#039;, ed. Gerald H. Anderson, Macmillan Reference USA, New York 1998, S. 476.&lt;br /&gt;
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* John F. Woolverton: &amp;#039;&amp;#039;Robert Gardiner and the Reunification of Worldwide Christianity in the Progressive Era&amp;#039;&amp;#039;. University of Missouri Press, Columbia 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=1}}&lt;br /&gt;
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* {{Britannica|id=biography/John-Mott|abruf=2026-03-09}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bu.edu/missiology/missionary-biography/l-m/mott-john-r-1865-1955/ &amp;#039;&amp;#039;Mott, John R. (1865-1955), Missions and ecumenical statesman&amp;#039;&amp;#039;, School of Theology, History of Missiology, Website bu.edu] (Gerald H. Anderson, Macmillan Reference USA, New York 1998, englisch).&lt;br /&gt;
* Mark Galli: [https://christianhistoryinstitute.org/magazine/article/missions-and-ecumenism-mott &amp;#039;&amp;#039;Missions and Ecumenism: John R. Mott&amp;#039;&amp;#039;, Website Christian History Institute] (2026, englisch).&lt;br /&gt;
* {{DDB|2464AWSMXWRRIANKY3L6FNGNVWP647|Person|John R. Mott}}&lt;br /&gt;
* Gorden R. Doss: [https://digitalcommons.andrews.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1045&amp;amp;context=jacl &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott, 1865-1955: Mission Leader Extraordinaire&amp;#039;&amp;#039;, Journal of Applied Christian Leadership, Band 4, N° 1, Artikel 7, 2010; Website digitalcommons.andrews.edu] (englisch).&lt;br /&gt;
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* Martti Muukkonen: [https://www.researchgate.net/publication/302398908_Mott_John_Raleigh  &amp;#039;&amp;#039;Mott, John Raleigh&amp;#039;&amp;#039;, International Encyclopedia of Civil Society, 2010, S. 1012] ([[DOI:10.1007/978-0-387-93996-4_807]] und 6 weitere Artikel in Englisch).&lt;br /&gt;
* Benjamin L. Hartley: [https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/00918296241291840 &amp;#039;&amp;#039;John R. Mott amidst the students: Historical and missiological gleanings for today&amp;#039;&amp;#039;, Volume 53, Issue 1, 2024] (englisch, [[DOI:10.1177/00918296241291840]]).&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/politik/mr-mott-optimist-aus-new-york-a-50407a7a-0002-0001-0000-000041122780 &amp;#039;&amp;#039;Mr. Mott, Optimist aus New York&amp;#039;&amp;#039;, Der Spiegel 23/1947, Website spiegel.de] (6. Juni 1947).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Träger des Friedensnobelpreises}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118737198|LCCN=n79055261|NDL=00524609|VIAF=74648323}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mott, John Raleigh}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelikaler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friedensnobelpreisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methodistischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Ökumenischer Rat der Kirchen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Christlicher Verein Junger Menschen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Cornell University]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1865]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1955]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mott, John Raleigh&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer methodistischer Theologe, Präsident des CVJM-Weltbundes&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Mai 1865&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Livingstone Manor]], [[New York (Bundesstaat)|New York]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. Januar 1955&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Orlando (Florida)|Orlando]], [[Florida]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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