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	<title>John Maynard Smith - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-12-24T12:13:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Commons hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:John Maynard Smith.jpg|mini|John Maynard Smith]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;John Maynard Smith&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈdʒɒn ˈmeɪnəd ˈsmɪθ}}] (* [[6. Januar]] [[1920]] in [[London]]; † [[19. April]] [[2004]]  in [[Lewes]], [[East Sussex]]) war ein britischer [[Theoretische Biologie|Theoretischer Biologe]], der auf dem Gebiet der [[Evolutionäre Spieltheorie | Evolutionären Spieltheorie]], einem mathematisch geprägten Bereich der Evolutionsbiologie, forschte und mehrere richtungsweisende Arbeiten publizierte. Auf Maynard Smith geht das Konzept der [[Evolutionär stabile Strategie|Evolutionär Stabilen Strategie]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
John Maynard Smith wurde in London als Sohn eines Arztes geboren. Nach dem Tod seines Vaters zog die Familie nach [[Exmoor]], wo Smith sich für Naturkunde zu interessieren begann. Er studierte am [[Eton College]], fühlte sich dort aber nicht wohl. Sein Interesse für den [[Darwinismus]] und die [[Mathematik]] wurde geweckt, als er sich mit dem Werk von [[John Burdon Sanderson Haldane|J. B. S. Haldane]] befasste. Nach Abschluss der Schule trat er der [[Communist Party of Great Britain]] bei und nahm ein Ingenieurstudium am [[Trinity College (Cambridge)|Trinity College]] an der [[Universität Cambridge]] auf. Als der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] [[1939]] ausbrach, widersetzte er sich der Parteilinie und meldete sich als Freiwilliger beim Militär. Er wurde wegen eingeschränkter Sehkraft nicht angenommen und ihm wurde geraten, sein Ingenieurstudium zu beenden, was er 1941 tat. Er witzelte später darüber, dass seine schlechten Augen „ein Selektionvorteil“ gewesen seien: „Sie verhinderten, dass ich im Krieg umkam.“  1941 heiratete er Sheila Matthew, mit der er später zwei Söhne und eine Tochter (Tony, Carol und Julian) hatte. Zwischen 1942 und 1947 arbeitete er als [[Luftfahrt]]ingenieur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein zweiter Abschluss ===&lt;br /&gt;
Der Biologie wandte sich Maynard Smith erst nach dem Kriege zu, als er [[Genetik]] bei [[John Burdon Sanderson Haldane|J. B. S. Haldane]] am [[University College London|University College in London]] studierte. Zwischen 1952 und 1965 bekleidete er dort eine Dozentenstelle.&lt;br /&gt;
1958 veröffentlichte er &amp;#039;&amp;#039;The Theory Of Evolution&amp;#039;&amp;#039;, (weitere Ausgaben erschienen 1966, 1975, 1993).&lt;br /&gt;
Nach der Niederschlagung des [[Ungarischer Volksaufstand|Ungarischen Volksaufstandes]] durch sowjetische Truppen 1956 trat er aus der kommunistischen Partei aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== An der Universität von Sussex ===&lt;br /&gt;
John Maynard Smith war einer der Begründer der biologischen Fakultät an der [[Universität Sussex]] im Jahr 1965, der er von der Gründung bis zu seiner Emeritierung 1985 als [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] vorstand. 1977 wurde er zum Mitglied der Royal Society gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;The Evolution of Sex&amp;#039;&amp;#039; 1978 (Die Evolution der geschlechtlichen Fortpflanzung) beschäftigte sich Maynard Smith mit den &amp;#039;doppelten Kosten der geschlechtlichen Fortpflanzung&amp;#039;. Er versuchte zu erklären, warum sich die meisten Arten geschlechtlich fortpflanzen, wo es doch so viele Vorteile für das &amp;#039;egoistische Gen&amp;#039; in der ungeschlechtlichen Fortpflanzung ([[Parthenogenese]]) gibt. Bei der ungeschlechtlichen Fortpflanzung werden alle Gene weitergegeben, während bei der geschlechtlichen Fortpflanzung nur die Hälfte der Gene bei den Nachkommen zur Wirkung kommen. Nach Maynard Smith werden die Gene bei der geschlechtlichen Vermehrung besser gemischt, die Variabilität wird vergrößert. Die Population ist dadurch besser angepasst und widerstandsfähiger gegen Krankheiten oder Parasiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wesentliche Leistung von Maynard Smith war die Anwendung der Spieltheorie, um die „Evolutionsstrategien“ zu verstehen. Er führte 1973 gemeinsam mit George R. Price das Konzept der &amp;#039;[[evolutionär stabile Strategie|Evolutionär stabilen Strategie]]&amp;#039; (ESS) ein,&amp;lt;ref&amp;gt;John Maynard Smith, George R. Price: &amp;#039;&amp;#039;The Logic of Animal Conflict.&amp;#039;&amp;#039; [[Nature]], Band 246, 1973, S. 15–18, {{DOI|10.1038/246015a0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die er in „Evolution and the Theory of Games“ (1983) und „Evolutionary Genetics“ (1989; deutsch: „Evolutionsgenetik“, 1992) ausführlich darstellte. Die „evolutionär stabile Strategie“ kann nicht durch die anderen in einer Population vorhandenen Strategien verdrängt werden und bleibt somit über die Zeit erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit dem Biochemiker [[Eörs Szathmáry]] verfasste er 1995 ein einflussreiches Buch &amp;#039;The Major Transitions in Evolution&amp;#039;, deutsch: „Evolution - Prozesse, Mechanismen, Modelle“, 1996. Eine populärwissenschaftliche Version des Buches erschien 1999 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;The Origins of Life: From the birth of life to the origin of language&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein letztes Buch &amp;#039;&amp;#039;Animal Signals&amp;#039;&amp;#039; (Tiersignale), bei dem er mit David Harper als Co-Autor zusammenarbeitete, erschien 2003.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
1977 wurde er als Mitglied („[[Fellow]]“) in die [[Royal Society]] gewählt, die ihm 1986 die [[Darwin-Medaille]], 1997 die [[Royal Medal]] und 1999 die [[Copleymedaille]] verlieh. 1998 erhielt er den [[Weldon Memorial Prize]]. Als weitere Auszeichnungen erhielt er 1985 die [[Mendel Medal (Genetics Society)|Mendel Medal]] der [[Genetics Society]], 1991 den [[Balzan-Preis]] für Genetik und Evolution, 1995 die [[Linné-Medaille]] der [[Linnean Society of London]], 1999 zusammen mit [[Ernst Walter Mayr|Ernst Mayr]] und [[George C. Williams]] den [[Crafoord-Preis]], 2001 den [[Kyoto-Preis]] und 2008 posthum die [[Darwin-Wallace-Medaille]]. Außerdem war er Mitglied der [[American Academy of Arts and Sciences]] (1977), der [[American Philosophical Society]] (1980) und der [[National Academy of Sciences]] (1982).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Ehren hat die [[European Society for Evolutionary Biology]] 1997 den [[John Maynard Smith Prize|John-Maynard-Smith-Preis]] gestiftet, der an herausragende Nachwuchswissenschaftler der Evolutionsbiologie verliehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Theory of Evolution&amp;#039;&amp;#039;. Penguin Books, London 1958, ISBN 0-14-020433-4; (1993) ISBN 0-521-45128-0&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mathematical Ideas in Biology&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge University Press, 1968, ISBN 0-521-07335-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;On Evolution&amp;#039;&amp;#039;. Edinburgh University Press, 1972, ISBN 0-85224-223-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Models in Ecology&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge University Press, 1974, ISBN 0-521-20262-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Evolution of Sex&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge University Press, 1978, ISBN 0-521-29302-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Evolution Now&amp;#039;&amp;#039;. Macmillan, London 1981, ISBN 0-7167-1426-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Evolution and the Theory of Games&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge University Press, 1982, ISBN 0-521-28884-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;In Haldane&amp;#039;s Footsteps.&amp;#039;&amp;#039; In: Donald A. Dewsbury: &amp;#039;&amp;#039;Studying Animal Behavior. Autobiographies of the Founders.&amp;#039;&amp;#039; Chicago University Press, Chicago und London 1985, ISBN 978-0-226-14410-8, S. 346–354.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Problems of Biology&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, Oxford 1986, ISBN 0-19-289198-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Did Darwin Get it Right? Essays on Games, Sex and Evolution&amp;#039;&amp;#039;. Chapman &amp;amp; Hall, London 1988, ISBN 0-412-03821-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Evolutionary Genetics&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, Oxford 1989, ISBN 0-19-850231-1.&lt;br /&gt;
* mit [[Eörs Szathmáry]]: &amp;#039;&amp;#039;The Major Transitions in Evolution&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, New York 1995, ISBN 0-19-850294-X.&lt;br /&gt;
* mit Eörs Szathmáry: &amp;#039;&amp;#039;Evolution&amp;#039;&amp;#039;.  [[Spektrum Akademischer Verlag]], November 1996, ISBN 3-8274-0022-8.&lt;br /&gt;
* mit Eörs Szathmáry: &amp;#039;&amp;#039;The Origins of Life: From the Birth of Life to the Origin of Language&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, Oxford, ISBN 0-19-286209-X;  März 2000, ISBN 3-931265-08-0.&lt;br /&gt;
* mit D. Harper: &amp;#039;&amp;#039;Animal Signals&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, 2003, ISBN 0-19-852685-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|122546369}}&lt;br /&gt;
* John Maynard Smith: [https://www.youtube.com/watch?v=910hMJdJmJY „Kommunikation unter Tieren“], Vortrag, am 22. November 1993 in der [[Carl Friedrich von Siemens Stiftung]] (deutsch)&lt;br /&gt;
* [https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0960982204003252/pdfft?md5=bc0f90ae075a2f79279b48f8af19c6ec&amp;amp;pid=1-s2.0-S0960982204003252-main.pdf &amp;#039;&amp;#039;Obituary: John Maynard Smith (1920–2004).&amp;#039;&amp;#039;] Nachruf von [[Brian Charlesworth]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Current Biology]],&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;14, Nr.&amp;amp;nbsp;10 (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.edge.org/3rd_culture/maynard_smith04/maynard_smith04_index.html &amp;#039;&amp;#039;John Maynard Smith (1920–2004).&amp;#039;&amp;#039;] Nachruf von [[Richard Dawkins]], Edge.org (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122546369|LCCN=n/79/110564|NDL=00471264|VIAF=98043225}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Maynard Smith, John}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zoologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theoretischer Biologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Genetiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolutionsbiologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of Sussex)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kyoto-Preisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Copley-Medaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Philosophical Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Royal Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Balzan-Preisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (London)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1920]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2004]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Maynard Smith, John&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=britischer [[Genetiker]], Evolutionsbiologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Januar 1920&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[London]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. April 2004&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lewes]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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