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	<title>John Kenneth Galbraith - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Igallards7: /* Belege */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Belege&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:JK_Galbraith_1962.jpg|mini|John Kenneth Galbraith, 1962]]&lt;br /&gt;
[[Datei:John Kenneth Galbraith.jpg|mini|John Kenneth Galbraith, 1999]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;John Kenneth Galbraith&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Oktober]] [[1908]] in [[Iona Station]], [[Ontario]], [[Kanada]]; † [[29. April]] [[2006]] in [[Cambridge (Massachusetts)|Cambridge]], [[Massachusetts]], [[Vereinigte Staaten]]) war ein kanadisch-US-amerikanischer [[Ökonom]], [[Sozialkritik]]er, Präsidentenberater, [[Romancier]] und [[Diplomat]]. Galbraith war einer der einflussreichsten Ökonomen des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, als [[Keynesianismus|Keynesianer]] und [[Linksliberal]]er setzte er sich zeitlebens für eine Stärkung der staatlichen Institutionen und für eine Förderung der [[Gesamtwirtschaftliche Nachfrage|Nachfrage]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
=== Biografie ===&lt;br /&gt;
John Kenneth Galbraith wurde als Sohn [[Schottland|schottischer]] Einwanderer im südlichen Kanada geboren. Sein Vater war Lehrer und ein Mitarbeiter der regionalen, öffentlichen Verwaltung ([[County (Kanada)|county]]). Galbraith studierte in [[Toronto]] ([[Ontario]]) [[Agrarökonomie]] bis zum [[Bachelor]] (B.Sc.) 1931, anschließend graduierte er 1933 an der [[University of California, Berkeley]] zum [[Master]] (MS). Er lebte im [[International House|I-House]] (International House) in Berkeley und wurde 1934 von der dortigen University of California zum [[Ph.D.]] promoviert. Seine Kindheit auf einem Bauernhof in Ontario ließ ihn ein Thema zur landwirtschaftlichen Ökonomie für seine Doktorarbeit wählen. Als früher [[Keynesianismus|Keynesianer]] engagierte er sich auch für Präsident [[Franklin D. Roosevelt|Roosevelts]] [[New Deal|New-Deal]]-Wirtschaftsprogramm zur Wiederbelebung der [[Wirtschaft der Vereinigten Staaten#Geschichte|amerikanischen Wirtschaft]]. Von 1934 bis 1939 war er ein Tutor für Ökonomie an der [[Harvard University]], wo ihn eine kollegiale Zusammenarbeit mit [[Paul Sweezy]] verband. 1937 durfte er für ein Jahr an die britische [[University of Cambridge]] als &amp;#039;&amp;#039;research fellow&amp;#039;&amp;#039; für Sozialwissenschaften gehen. Ebenfalls 1937 erhielt er auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. 1939 ging er zur [[Princeton University]] als Assistenzprofessor für Ökonomie, nachdem seine Ernennung zur Assistenzprofessur in Harvard aus politischen Gründen abgelehnt worden war. Die Mehrheit des Lehrkörpers lehnte damals noch sein Engagement für den [[New Deal]] ab, obwohl Roosevelt ein Harvard-[[Alumnus]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|2=Die Aussage &amp;quot;Mitglied des Strategic Bombing Command&amp;quot; [[Spezial:PermanentLink/45088599]] (was soll das sein?)}}&lt;br /&gt;
Der Regierungsverwaltung unter Roosevelt stellte er sich 1940 für die Aufsichtsbehörde zur Kontrolle von Löhnen und Preisen im &amp;#039;&amp;#039;Office of Price Administration&amp;#039;&amp;#039; zur Verfügung. Zwar blieben die Preise daraufhin konstant, doch sorgte gerade das für einen zunehmenden Protest aus der Industrie. Schließlich wurde der Widerstand dagegen so groß, dass er sich 1943 zum Rücktritt gezwungen sah. Er war Mitglied des United States Strategic Bombing Survey (USSBS), wo er eine Abteilung zur [[Strategic Bombing Survey|wirtschaftlichen Berechnung der Bombenschäden in Deutschland]] leitete, und war nach Kriegsende beim [[Wiederaufbau]] in Deutschland beratend tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;John Kenneth Galbraith: [https://www.theguardian.com/world/2004/jul/15/usa.iraq „A Cloud over Civilization“], [[The Guardian]], 15. Juli 2004&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1945 führte er gemeinsam mit [[George Wildman Ball]] die Verhöre des früheren Rüstungsministers [[Albert Speer]]; Galbraith erkannte frühzeitig, dass Speer durch bewusste Manipulation von Fakten eine Rechtfertigungsstrategie für seine Taten entwickelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Dan van der Vat: &amp;#039;&amp;#039;Der gute Nazi. Leben und Lügen des Albert Speer&amp;#039;&amp;#039;. Henschel Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-89487-275-6, S. 359f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 wurde Galbraith schließlich doch als Professor für Wirtschaftswissenschaften zur [[Harvard University]] berufen. 1955 publizierte er seine zu einem Klassiker der [[Nationalökonomie]] gewordene Analyse der Ursachen der Börsenkrise 1929 in seiner Schrift &amp;#039;&amp;#039;The Great Crash 1929&amp;#039;&amp;#039;. 1959 erfolgte die Berufung auf den [[Paul Moritz Warburg|Paul-M.-Warburg]]-Lehrstuhl, wo er mit Unterbrechungen bis zu seiner Emeritierung 1975 lehrte. Die Campuszeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Harvard Lampoon&amp;#039;&amp;#039; verlieh dem beliebten Universitätslehrer 1976 den &amp;#039;&amp;#039;Funniest Professor of the Century Award&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
[[Datei:JKGalbraith JFK.jpg|mini|John Kenneth Galbraith (Erster von links) mit John F. Kennedy, Lyndon B. Johnson und Jawaharlal Nehru, 1961]]&lt;br /&gt;
Galbraith stand dem Präsidentschaftskandidaten [[Adlai Ewing Stevenson junior|Adlai Stevenson]] als Berater zur Verfügung. [[John F. Kennedy]] kannte Galbraith aus seiner Studienzeit in Harvard und ließ sich ebenfalls seit 1952 als [[US-Senator]] von ihm beraten. Als neuer [[Präsident der Vereinigten Staaten|US-Präsident]] ernannte Kennedy 1961 Galbraith zum [[Botschafter der Vereinigten Staaten|Botschafter]] in [[Indien]]. Dort beriet er bis 1963 auch die führenden Politiker Indiens wie [[Jawaharlal Nehru]] und [[Indira Gandhi]] in wirtschaftspolitischen Angelegenheiten. Hier half er, eines der ersten indischen Institute für Informationstechnologie, das &amp;#039;&amp;#039;Indian Institute of Technology&amp;#039;&amp;#039; in [[Kanpur]] (IIT Kanpur), mit Hilfe des Kanpur-Indo-American-Programms zu etablieren, mit einem Konsortium von neun US-Universitäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach nahm Kennedys Nachfolger [[Lyndon B. Johnson]] seine Beratertätigkeit für sein sozialdemokratisches Programm der [[Great Society]] in Anspruch. Ihre Differenzen über den [[Vietnamkrieg]] ließen sich nicht lange überbrücken, so dass Galbraith 1965 seinen Abschied nahm. Auch die weiteren demokratischen US-Präsidenten [[Jimmy Carter]] und [[Bill Clinton]] legten Wert auf sein wirtschaftspolitisches Urteil, doch hatte er weniger Einfluss als zuvor. Im Herbst 1972 war Galbraith im [[Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1972|Wahlkampf um die amerikanische Präsidentschaft]] Berater und Helfer von Nixons Gegenkandidat [[George McGovern]]. In dieser Zeit (September 1972) bereiste er in seiner Eigenschaft als Präsident der [[American Economic Association]] (AEA) auf Einladung der chinesischen Regierung zusammen mit den Ökonomen [[Wassily Leontief]] und [[James Tobin]] China und publizierte darüber 1973 das Buch &amp;#039;&amp;#039;A China Passage&amp;#039;&amp;#039; mit Beobachtungen des damals in China herrschenden Mao-Kommunismus aus amerikanisch links-liberaler Perspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen letzten Lebensjahren erfuhren seine Analysen wieder mehr Beachtung und gewannen angesichts der jahrelangen [[Stagnation (Wirtschaft)|wirtschaftlichen Stagnation]] in den westlichen Industriestaaten und der weltweit dramatisch zunehmenden [[Staatsverschuldung]] erneut an Ansehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Galbraith war einer der wenigen Wirtschaftstheoretiker, die der interessierten Öffentlichkeit komplexe Themen in einfacher Sprache klar darstellen konnten. Seine Kollegen beneideten ihn um seinen Sprachwitz und um seine Leichtigkeit in der Darstellung schwieriger Sachverhalte. Seine Gegner sagten ihm Arroganz nach. Aufgrund seiner Eloquenz, seines Charmes und Witzes wurde Galbraith auch von seinen Gegnern wie etwa [[Arthur B. Laffer]] als Diskussionspartner geschätzt. Seit seiner Herausgeberschaft für das Wirtschaftsmagazin [[Fortune (Zeitschrift)|Fortune]] von 1943 bis 1948 wurde er ein begeisterter Autor und Schreiber von Artikeln, Buchkritiken und -vorworten. Er prägte dabei auch wirtschaftliche Begriffe, die Eingang in den Wortschatz der Allgemeinheit fanden wie zum Beispiel „the affluent society“ ([[Überflussgesellschaft]]), „conventional wisdom“ (gängige Meinung), „countervailing power“ ([[Gegenmacht]]) und „technostructure“ (Technostruktur, siehe: [[Konfiguration von Mintzberg]]). Galbraith war ein sehr produktiver Autor; er veröffentlichte vier Dutzend Bücher und mehr als 1100 Artikel in Zeitschriften (Parker 2005, 4).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Galbraith hinterließ seine Frau Catherine Merriam Atwater (Enkelin von [[Wilbur Olin Atwater]]), die er 1937 geheiratet hatte. Sie hatten vier Söhne: J. Alan Galbraith ist ein Partner in der bekannten Washingtoner Anwaltskanzlei Williams &amp;amp; Connolly. Douglas Galbraith starb in seiner Kindheit an Leukämie. [[Peter W. Galbraith]] war als US-Diplomat unter anderem Botschafter in [[Kroatien]] und ist heute ein bekannter Kommentator der US-amerikanischen Außenpolitik insbesondere in Südosteuropa und dem [[Naher Osten|Nahen Osten]]. [[James K. Galbraith]] ist ein bekannter progressiver Ökonom und lehrt an der University of Texas in Austin.&amp;lt;ref&amp;gt;spiegel online: [http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,614140,00.html US-ÖKONOM JAMES GALBRAITH: „Es wird höchste Zeit, die Banker für die Allgemeinheit arbeiten zu lassen“]. 23. März 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werk ===&lt;br /&gt;
Im Zentrum seines Denkens und Wirkens stand die These, dass der [[Kapitalismus]] sowohl privaten Reichtum als auch öffentliche Armut produziere.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Schwarz:  [https://www.nzz.ch/articleE331T-1.29296 &amp;#039;&amp;#039;Der Ökonom als Schriftsteller&amp;#039;&amp;#039;], [[NZZ]], 2. Mai 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem bekanntesten Werk &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft im Überfluss&amp;#039;&amp;#039; (The Affluent Society) kritisierte er das Überflussangebot an [[Privates Gut|privaten Gütern]] bei einem gleichzeitigen Mangel in der Versorgung mit öffentlich angebotenen Infrastrukturen und Dienstleistungen. Er machte klar, dass wirtschaftliches Handeln immer noch vom Geist des [[19. Jahrhundert]]s getragen sei: Obwohl der [[Grenznutzen]] eines Zweitautos gering sei, müsse trotzdem die [[Produktion]] immer weiter gesteigert werden, angeblich um den sozialen Frieden nicht zu gefährden. Er warnte schon 1958 vor den üblen Folgen unkontrollierten [[Wirtschaftswachstum]]s für die [[Umwelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;The Affluent Society&amp;#039;&amp;#039; (1958) ist Galbraiths erfolgreichstes Buch, das er neben &amp;#039;&amp;#039;A Theory of Price Control&amp;#039;&amp;#039; (1952) auch zu seinen beiden besten zählte. Es wurde in zwölf Sprachen übersetzt und mehr als eine Million Mal verkauft. Galbraith plädiert darin für einen umfassenden Ausbau des [[Sozialstaat]]s. Als Berater der US-Präsidenten [[John F. Kennedy|Kennedy]] und [[Lyndon B. Johnson|Johnson]] befürwortete er Lohn- und Preiskontrollen als Mittel zur Armutsbekämpfung, da Arme als einzige Bevölkerungsgruppe über keine [[Lobbyismus|Lobby]] verfügten. Er setzte sich dafür ein, Steuerpolitik als Lenkungsmittel anzusehen, das alle Firmen gleich trifft (also auch [[Oligopol]]isten), um die [[Inflation]] zu mindern, und auch dafür, Arbeitslosen einen ausreichenden Lebensunterhalt zu garantieren und die Frage der sozialen Sicherheit von der Frage des Beschäftigtseins in der Produktion zu entkoppeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft für Staat und Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; (dt. 1976) ging er auf die große ökonomische Bedeutung ein, die die kostenlose Arbeit von [[Hausfrau]]en für die Befriedigung der Bedürfnisse der privaten Haushalte hat. Dabei bezeichnete er diese Frauen als heimliche Dienstklasse innerhalb der modernen Demokratie, in der sich Männer als Haushaltsvorstände in der Regel keine Bediensteten mehr leisten können, wie etwa noch die Reichen in vorindustriellen Zeiten. Wenn die Arbeit im Haushalt bezahlt würde, stellten Hausfrauen (in den USA der 70er Jahre) die größte Arbeitnehmergruppe dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;#039;&amp;#039;The Culture of Contentment&amp;#039;&amp;#039; (dt. 1992 bei [[Hoffmann &amp;amp; Campe]] als &amp;#039;&amp;#039;Die Herrschaft der Bankrotteure&amp;#039;&amp;#039; erschienen) analysiert Galbraith „das selbstmörderische Treiben der gesellschaftlichen Hoffnungsträger: auf der Jagd nach dem schnellen Geld, mit unseriösen Investitionen, anfällig für Korruption, kurzfristiges Denken und politische Ignoranz haben Amerikas Wohlhabende und Reiche sich zu lange darauf ausgeruht, dass willfährige Politiker ihnen in jeder Hinsicht entgegengekommen sind... Die Weltmacht Nummer eins ist praktisch pleite, ihre internationale Stellung erschüttert wie kaum zu Zeiten des Vietnam-Krieges. Leidenschaftlich plädiert Galbraith für die, die unter der wirtschaftlichen Erosion am stärksten zu leiden haben: für das große Heer der Armen und für den verarmten Mittelstand“ (aus dem Klappentext). Eine zentrale These über die Natur des Politischen in modernen westlichen „Verteilungsdemokratien“ lautet:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Es liegt nicht im Wesen der Politik, die die kurzfristige Zufriedenheit der Wähler anstrebt, irgendeine unerfreuliche Entwicklung zu antizipieren oder gar voraussichtlichen Katastrophen gegenzusteuern. Eine dem [...] Desaster vorbeugende Planung... wird systematisch von der zufriedenen Wählermehrheit verhindert.&lt;br /&gt;
 |Autor=John Kenneth Galbraith: Die Herrschaft der Bankrotteure (The Culture of Contentment), Hoffmann &amp;amp; Campe 1992, S. 54}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Galbraith verstand sich später nur noch bedingt als Keynesianer, er war jedoch stets ein strikter Gegner des [[Monetarismus]]. Sein Selbstverständnis als Liberaler rückte ihn im politischen Spektrum im Laufe der Jahrzehnte immer weiter nach links, als [[Konservatismus]] und Monetarismus die ideologische Vorherrschaft übernahmen. Galbraith fürchtete zeitlebens, dass der Staat von mächtigen unkontrollierten Großkonzernen dominiert werde, und sah hier in den Gewerkschaften und ihrer korporativen Zusammenarbeit ein mögliches Gegengewicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Galbraith hat sich auch intensiv mit den Ursachen für Massenarmut beschäftigt. Arme seien zunächst oft auch an ihre Umwelt gut angepasst und geben diese Adaption an ihre Kinder weiter. Wer dagegen bereit sei, aus der Armut auszubrechen, gehe ein hohes Risiko ein. Deswegen verdienten Flüchtlinge und Emigranten, die diese hohe Motivation aufwiesen, spezielle Förderung, während bei den breiten Massen verpflichtende Bildung (etwa durch allgemeine Schulpflicht) entscheidend zur Veränderung des Gleichgewichts der Armut seien. Galbraith führte die Flüchtlinge und den allgemein hohen Bildungsstand als Grundlage des deutschen Wiederaufbaus und der Überwindung der ungeheuren Kriegszerstörungen nach 1945 an und verglich diese Situation in Deutschland (durchaus positiv) etwa mit den [[Sikhismus|Sikhs]] im indischen Pandjab und der erfolgreichen Rolle der [[Auslandschinesen]].&amp;lt;!--&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;sup style=&amp;quot;background:#FCC&amp;quot;&amp;gt;[[Vorlage:Quelle|genauer Beleg?]] Steht in Mass Poverty, deutsch Die Arroganz der Satten. &amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedschaften ===&lt;br /&gt;
* Gründer der [[Americans for Democratic Action]] (1947) und Vorsitzender (1967/68)&lt;br /&gt;
* [[American Economic Association]] (1972 deren Präsident)&amp;lt;ref name=&amp;quot;AEA&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.aeaweb.org/honors_awards/officerspast.php |titel=Past and Present Officers |hrsg=aeaweb.org ([[American Economic Association]]) |sprache=en |abruf=2015-10-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Präsident des [[National Institute of Arts and Letters]] (1984–1987)&lt;br /&gt;
* Century Club of New York&lt;br /&gt;
* Federal City Club of Washington, D.C&lt;br /&gt;
* Ausländisches Mitglied der [[Russische Akademie der Wissenschaften|Russischen Akademie der Wissenschaften]] (1988)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* Galbraith erhielt nahezu fünfzig [[Ehrendoktorwürde]]n&lt;br /&gt;
* 1946: [[Medal of Freedom (1945)|Medal of Freedom]] durch US-Präsident [[Harry S. Truman|Truman]]&lt;br /&gt;
* 1952: Mitglied der [[American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
* 1966: Mitglied der [[American Academy of Arts and Letters]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://artsandletters.org/?s=John+Kenneth+Galbraith&amp;amp;restype=all |titel=Members: John Kenneth Galbraith |hrsg=American Academy of Arts and Letters |abruf=2019-03-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1975: Mitglied der [[Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://academieroyale.be/fr/who-who-detail/relations/john-kenneth-galbraith/| titel=Académicien décédé: John Kenneth Galbraith| hrsg=Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique| zugriff=2023-09-17| sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1980: Mitglied der [[American Philosophical Society]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://search.amphilsoc.org/memhist/search?creator=John+Kenneth+Galbraith&amp;amp;title=&amp;amp;subject=&amp;amp;subdiv=&amp;amp;mem=&amp;amp;year=&amp;amp;year-max=&amp;amp;dead=&amp;amp;keyword=&amp;amp;smode=advanced |titel=Member History: John Kenneth Galbraith |hrsg=American Philosophical Society |abruf=2018-08-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1985: [[Four Freedoms Award]], in der Kategorie &amp;#039;&amp;#039;Freiheit von Not&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1993: [[Lomonossow-Goldmedaille]] der Russischen Akademie der Wissenschaften&lt;br /&gt;
* 2000: [[Leontief-Preis]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://ase.tufts.edu/gdae/about_us/leontief.html |titel=Leontief Prize for Advancing the Frontiers of Economic Thought |hrsg=ase.tufts.edu |abruf=2015-10-12 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2000: zweite [[Presidential Medal of Freedom|Medal of Freedom]] durch US-Präsident [[Bill Clinton|Clinton]]&lt;br /&gt;
* 2006: Namensgeber für den [[Asteroid]]en [[(4089) Galbraith]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.minorplanetcenter.net/iau/ECS/MPCArchive/2006/MPC_20060613.pdf Minor Planet Circ. 56957]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The [[Überflussgesellschaft|Affluent Society]].&amp;#039;&amp;#039; 1958; dt.: &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft im Überfluss.&amp;#039;&amp;#039; Droemer Knaur 1963–1973, ISBN 3-426-00023-7&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tagebuch eines Botschafters. Ein persönlicher Bericht über die Jahre mit Kennedy.&amp;#039;&amp;#039; München, Droemer Knaur 1970&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The New Industrial State.&amp;#039;&amp;#039; 1967; dt.: &amp;#039;&amp;#039;Die moderne Industriegesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Droemer Knaur, München 1970–1974, ISBN 3-426-00219-1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Money, Whence It Came, Where It Went.&amp;#039;&amp;#039; 1975; dt.: &amp;#039;&amp;#039;Geld. Woher es kommt, wohin es geht.&amp;#039;&amp;#039; Droemer Knaur 1982, ISBN 3-426-04584-2&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft, Friede und Gelächter. Essays.&amp;#039;&amp;#039; Droemer Knaur, München 1976&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft für Staat und Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, Droemer Knaur, München 1976&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;China. Impressionen einer Reise.&amp;#039;&amp;#039; Droemer Knaur, München 1978&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The nature of mass poverty.&amp;#039;&amp;#039; dt.: &amp;#039;&amp;#039;Die Arroganz der Satten. Strategien für die Überwindung der weltweiten Massenarmut.&amp;#039;&amp;#039; Bern, München: Scherz 1980.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;A life in our times.&amp;#039;&amp;#039; Boston: Houghton Mifflin 1981, X, 563 S. (Memoiren)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Finanzgenies: Eine kurze Geschichte der Spekulation.&amp;#039;&amp;#039; Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-8218-0280-4&lt;br /&gt;
** neu ediert 2010: &amp;#039;&amp;#039;Eine kurze Geschichte der Spekulation&amp;#039;&amp;#039;, übersetzt aus dem Englischen von Wolfgang Rhiel, mit einem Vorwort von Uwe Jean Heuser, Eichborn Verlag, Frankfurt am Main ISBN 978-3-8218-6511-9&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Triumph. A novel of modern diplomacy.&amp;#039;&amp;#039; Sinclair-Stevenson, London 1994&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Wirtschaft im 20. Jahrhundert. Ein Augenzeuge berichtet.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann &amp;amp; Campe, Hamburg 1995, ISBN 3-455-11061-4&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Economics of Innocent Fraud: Truth for Our Time&amp;#039;&amp;#039;, deutsch: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Ökonomie des unschuldigen Betrugs]]&amp;#039;&amp;#039; Siedler, München 2005, ISBN 3-88680-821-1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der große Crash 1929. Ursache, Verlauf, Folgen.&amp;#039;&amp;#039; finanzbuchverlag, München 2005, ISBN 3-89879-054-1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Anatomy of Power&amp;#039;&amp;#039;, deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Anatomie der Macht&amp;#039;&amp;#039; München 1987, Heyne Sachbuch 13, ISBN 3-453-02982-8&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039; A Life in our Times&amp;#039;&amp;#039;. deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Leben in entscheidender Zeit. Memoiren&amp;#039;&amp;#039; München 1982; Heyne Sachbuch 80, ISBN 3-453-03748-0&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Herrschaft der Bankrotteure&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: „The Culture of Contentment“), Hoffmann &amp;amp; Campe, Hamburg 1992&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerald Braunberger: &amp;#039;&amp;#039;Der Ökonom und der Crash&amp;#039;&amp;#039;, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 12. Oktober 2008, Nr. 41, S. 30 f.&lt;br /&gt;
* Anne-Kristin von Dewitz: &amp;#039;&amp;#039;Transatlantis. Der öffentliche Intellektuelle John Kenneth Balbraith und Deutschland (1949–1979)&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, Oldenbourg, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2023 (Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte; 139), ISBN 978-3-11-108619-4.&lt;br /&gt;
* John S. Gambs: &amp;#039;&amp;#039;John Kenneth Galbraith&amp;#039;&amp;#039;. Twayne, Boston, Mass. 1975&lt;br /&gt;
* [[Milton Friedman]]: &amp;#039;&amp;#039;From Galbraith to economic freedom&amp;#039;&amp;#039;. Institute of economic affairs, London 1978&lt;br /&gt;
* Frank MacFadzean: &amp;#039;&amp;#039;The economics of John Kenneth Galbraith. A study in fantasy&amp;#039;&amp;#039;, Centre for Policy, London 1977&lt;br /&gt;
* Beat Meier: &amp;#039;&amp;#039;John Kenneth Galbraith und seine Wegbereiter. Von Veblen bis Galbraith&amp;#039;&amp;#039;, Rüegger, Grüsch 1989&lt;br /&gt;
* Richard Parker: &amp;#039;&amp;#039;John Kenneth Galbraith. His Life, His Politics, His Economics.&amp;#039;&amp;#039; New York, NY: Farrar, Straus and Giroux 2005, X, 820 S., Ill., ISBN 0-374-28168-8 [http://www.johnkennethgalbraith.com/ (Inhaltsangabe)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|John Kenneth Galbraith}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118537199}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118537199}}&lt;br /&gt;
* {{EconBiz|GND=118537199}}&lt;br /&gt;
* Institute of International Studies, UC Berkeley: [http://globetrotter.berkeley.edu/conversations/Galbraith/galbraith1.html Interview mit Galbraith] (mit Video). 27. März 1986,&lt;br /&gt;
* [http://iop.harvard.edu/search/node/John%20Kenneth%20Galbraith Diskussionen mit Galbraith von 1981–2002] am Institute of Politics (IOP) der Harvard-Universität&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Uwe Jean Heuser]] |Titel=„John Kenneth Galbraith – ewiger Streiter gegen die Mächtigen“. Rezension von &amp;#039;&amp;#039;The Economics of Innocent Fraud&amp;#039;&amp;#039; (Die Ökonomie des unschuldigen Betrugs) |Sammelwerk=[[Die Zeit]] |Nummer=36 |Datum=2004-08-26 |Online=http://www.zeit.de/2004/36/Rezension/komplettansicht}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Nachrufe&lt;br /&gt;
* [[Spiegel Online]]: [http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,413912,00.html „Der große Widerpart der Neoliberalen ist tot“]. 30. April 2006.&lt;br /&gt;
* [[New York Times]]: [http://www.nytimes.com/2006/04/30/obituaries/30galbraith.html „John Kenneth Galbraith, 97, Dies; Economist Held a Mirror to Society“]. 30. April 2006.&lt;br /&gt;
* [[Los Angeles Times]]: [http://www.latimes.com/news/nationworld/nation/la-me-galbraith30apr30,0,5086931,full.story?coll=la-story-footer „Economist Urged Using Wealth for Social Needs“]. 30. April 2006.&lt;br /&gt;
* [[BBC]]: [http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/americas/330355.stm „Obituary: John Kenneth Galbraith“]. 30. April 2006&lt;br /&gt;
* [[The Boston Globe]]: [http://www.boston.com/news/globe/obituaries/articles/2006/04/30/john_kenneth_galbraith_writer_economist_dies/ „John Kenneth Galbraith, writer, economist, dies. Giant in politics, academia was 97“]. 30. April 2006.&lt;br /&gt;
* The Boston Globe: [http://www.boston.com/news/nation/washington/articles/2006/05/01/galbraiths_brilliance_keen_wit_recalled_by_friends_family_and_politicians/?rss_id=Boston+Globe+--+National+News „Galbraith&amp;#039;s brilliance, keen wit recalled by friends, family, and politicians“]. 1. Mai 2006.&lt;br /&gt;
* [[Die tageszeitung|taz]]: [http://www.taz.de/pt/2006/05/02/a0145.1/text „Mit ätzendem Witz gegen Neoliberale“], von [[Rudolf Hickel]].  2. Mai 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118537199|LCCN=n79061210|NDL=00440414|VIAF=108307703}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Galbraith, John Kenneth}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertreter des klassischen Keynesianismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Harvard University)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Gestorben 2006]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Galbraith, John Kenneth&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Galbraith, J. K.&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=kanadisch-US-amerikanischer Ökonom, Sozialkritiker, Präsidentenberater und Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Oktober 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Iona Station]], [[Ontario]], [[Kanada]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. April 2006&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Cambridge (Massachusetts)|Cambridge]], [[Massachusetts]], [[Vereinigte Staaten]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Igallards7</name></author>
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