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	<title>John Graudenz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T18:18:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=John_Graudenz&amp;diff=1306700&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Angelika Nafziger: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-11-29T09:10:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Грауденц.jpg|miniatur|John Graudenz mit Töchtern]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;John Graudenz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. November]] [[1884]] in [[Danzig]] als &amp;#039;&amp;#039;Johannes Graudenz&amp;#039;&amp;#039;; † [[22. Dezember]] [[1942]] in [[Berlin-Plötzensee]]) war ein deutscher Pressefotograf und Widerstandskämpfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Mit 17 Jahren ging er nach einem Streit mit seinem Vater nach England. Danach kehrte er nach Deutschland zurück, um weitere Sprachen zu lernen. 1915/16 arbeitete er zum ersten Mal als Journalist und übernahm die Leitung des Berliner Büros von [[United Press]]. 1921 gehörte er zu den Mitbegründern der [[KAPD|Kommunistischen Arbeiterpartei]]. 1922 wechselte er in das Moskauer Büro von &amp;#039;&amp;#039;United Press&amp;#039;&amp;#039;, in dem er bis 1924 deren Korrespondent war. Unter anderem meldete Graudenz als Erster den Tod von [[Lenin]] nach Amerika. 1924 organisierte er eine Dampferfahrt auf der [[Wolga]], auf der er gemeinsam mit anderen Journalisten durch die Gebiete der [[Sowjetunion]] reiste, in denen Hunger und Elend herrschten. Da der Sowjetunion dieses Zeugnis des trostlosen Zustandes des Landes missfiel, wurde er daraufhin ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 heiratete er Antonie „Toni“ Wasmuth († 1985), die Tochter des Kunstverlegers [[Ernst Wasmuth Verlag|Ernst Wasmuth]]. 1928 initiierte er zusammen mit [[Franz Jung]] die Gründung der Berliner Fotoagentur [[Deutscher Photodienst|Dephot]]. Von 1928 bis 1932 hatte er eine feste Anstellung bei der [[New York Times]]. Ab 1932 vertrat John Graudenz deutsche Maschinenbaufirmen in [[Irland]]. Die weitere Arbeit in Irland wurde wegen politischer Differenzen – den irischen Katholiken war er in seiner Lebenseinstellung zu modern – kompliziert. So kehrte John Graudenz mit seiner Familie 1934/35 nach Berlin zurück. Da Graudenz keine Arbeit hatte, sah sich die Familie genötigt, nach [[Gießen]] zu einer seiner Tanten zu ziehen. Im selben Jahr wurde Graudenz als Handelsvertreter in der Flugzeugbranche für die Firma „Grau-Bremsen“ tätig. Dadurch konnte er mit seiner Familie nach Berlin zurückkehren und ein eigenes Haus am Berliner Stadtrand in [[Stahnsdorf]] erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1933 hatte er Kontakte zu verschiedenen Widerstandsgruppen. Seine Kontakte zu Jung und den [[Rote Kämpfer|Roten Kämpfern]] blieben bestehen. Er half auch der Tochter von Jungs altem Freund [[Otto Gross]] bei der Emigration.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.woz.ch/archiv/old/03/42/6120.html |wayback=20160113022510 |text=Sandra Löhr: Auf der Suche - Nochmal Tochter, WOZ, 16. Oktober 2003 |archiv-bot=2025-08-16 04:24:20 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die Jungschen Kontakte lernte er im Frühjahr 1939 [[Harro Schulze-Boysen|Harro]] und [[Libertas Schulze-Boysen]] kennen. Graudenz beteiligt sich an den Widerstandsaktivitäten der Berliner sogenannten [[Rote Kapelle|Roten Kapelle]], er besorgte einen Vervielfältigungsapparat, der bei [[Ernst Happach]] stand und auf dem verschiedene Flugschriften der Gruppe gedruckt wurden. Er war maßgeblich an der Herstellung der „AGIS“-Flugschrift beteiligt und unterstützte Harro Schulze-Boysen bei der Informationsbeschaffung, insbesondere hinsichtlich neuester Flugtechnik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Urteil Reichskriegsgericht AZ 271-46.png|mini|Feldurteil des [[Reichskriegsgericht]]s vom 19. Dezember 1942]]&lt;br /&gt;
In einem Interview, das der Filmemacher [[Stefan Roloff]] veröffentlichte, berichtete seine Tochter Karin Reetz, wie ihr Vater und [[Hans Coppi]] versucht hatten, ein Funkgerät auf dem Dachboden ihres Hauses zu installieren. Ein Kontakt sei jedoch wegen der hohen Bäume nicht zustande gekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Rezension des Roloff-Buches |url=http://www.kaiserkern.de/lesen.html |wayback=20130712034306 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
John Graudenz wurde am 12. September 1942 verhaftet und am 19. Dezember 1942 vom [[Reichskriegsgericht]] zum Tod verurteilt. Ohne dass das Urteil nach den NS-Gesetzen Rechtskraft erlangte, wurde er am 22. Dezember 1942 im [[Gedenkstätte Plötzensee|Strafgefängnis Berlin-Plötzensee]] auf Befehl [[Adolf Hitler]]s [[Erhängen|erhängt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/gedenkstaette_ploetzensee/deutsch-screen.pdf |autor=[[Brigitte Oleschinski]] |titel=Gedenkstätte Plötzensee |hrsg=[[Gedenkstätte Deutscher Widerstand]] |datum=2002 |abruf=2021-01-18 |format=PDF; 3,8 MB}}, S. 50&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits vor dem Beginn der mündlichen Verhandlungen am Reichskriegsgericht „wurde vom Oberkommando der Wehrmacht entgegen allen Traditionen und Bestimmungen der preußisch-deutschen Militär- und Zivil-Gerichtsbarkeit als ‚Hinrichtungsart‘&amp;amp;nbsp;[…] die Strangulation angeordnet“.&amp;lt;ref&amp;gt;Gert Rosiejka: &amp;#039;&amp;#039;Die Rote Kapelle. „Landesverrat“ als antifaschistischer Widerstand.&amp;#039;&amp;#039; Mit einer Einführung von [[Heinrich Scheel]]. ergebnisse, Hamburg 1986, ISBN 3-925622-16-0, S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graudenz war dreimal verheiratet und hatte auch eine uneheliche Tochter. Seine dritte Ehefrau Toni und seine beiden Töchter Silva und Karin wurden am selben Tag wie er verhaftet. Die Töchter wurden nach circa zwei Wochen entlassen, die Ehefrau etwas später. Am 12. November 1942 traf die Familie John Graudenz zum letzten Mal. Anlässlich seines 58. Geburtstages wurde den Töchtern und der Ehefrau erlaubt, in der Gestapo-Zentrale in der Prinz-Albrecht-Straße den Geburtstag zu feiern. Offensichtlich hofften die Beamten, dass sie durch Abhören Weiteres in Erfahrung bringen könnten. Ein Gespräch zwischen der Familie kam durch die Angst vor der Abhörung so fast nicht zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 2. Senat des Reichskriegsgerichts verurteilte Toni Graudenz am 12. Februar 1943 „wegen Abhörens feindlicher Sender und Unterlassens einer Anzeige“ zu drei Jahren Gefängnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* In [[Stahnsdorf]] ist die John-Graudenz-Straße nach ihm benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.berliner-stadtplan.com/adresse/karte/berlin/pos/729,10303/plz/14532/stadt/Stahnsdorf/strasse/John-Graudenz-Stra%DFe.html Ortsplan]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In Stahnsdorf befindet sich auch ein Gedenkstein für ihn und [[Annie Krauß|Anni Krauß]] in der Anni-Krauß-Straße.&lt;br /&gt;
* 1969 erhielt er postum den sowjetischen [[Orden des Vaterländischen Krieges]] I. Klasse.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Neues Deutschland]] von 23. Dezember 1969&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rulit.me/books/lift-v-razvedku-korol-nelegalov-aleksandr-korotkov-read-72173-80.html Лифт в разведку. «Король нелегалов» Александр Коротков, Страница 80], &amp;#039;&amp;#039;rulit.me&amp;#039;&amp;#039; (russisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Diethart Kerbs]]: &amp;#039;&amp;#039;Lebenslinien. Deutsche Biographien aus dem 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Klartext-Verlag, Essen 2007, ISBN 978-3-89861-799-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fotogeschichte. Beiträge zur Geschichte und Ästhetik der Fotografie.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe: 107/2008 – Themenheft: &amp;#039;&amp;#039;Pressefotografie in der Zwischenkriegszeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/zeitschriften/id=101&amp;amp;count=1&amp;amp;recno=1&amp;amp;ausgabe=4024 Herbert Moldering über die „Dephot“]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Stefan Roloff]] mit Mario Vigl: &amp;#039;&amp;#039;Die Rote Kapelle – Die Widerstandsgruppe im Dritten Reich und die Geschichte Helmut Roloffs.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-548-36669-4.&lt;br /&gt;
** Stefan Roloff: Film – Die Rote Kapelle / The Red Orchestra (mit Interviewsequenzen mit der Graudenz-Tochter Karin Reetz)&lt;br /&gt;
* Gert Rosiejka: &amp;#039;&amp;#039;Die Rote Kapelle. „Landesverrat“ als antifaschistischer Widerstand.&amp;#039;&amp;#039; – mit einer Einführung von [[Heinrich Scheel]]. ergebnisse, Hamburg 1986, ISBN 3-925622-16-0.&lt;br /&gt;
* [[Luise Kraushaar]] et al.: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Widerstandskämpfer 1933–1945. Biografien und Briefe.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Dietz-Verlag, Berlin 1970, Seite 486f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Photographs by John Graudenz}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1050472780}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|1050472780}}&lt;br /&gt;
* {{Spk-digital}}&lt;br /&gt;
* {{GDW|john-graudenz}}&lt;br /&gt;
* [http://www.deutschefotothek.de/kue70048904.html#|home Deutsche Fotothek über John Graudenz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1050472780|VIAF=308204632}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Graudenz, John}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotojournalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KAPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rote Kämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandskämpfer (Rote Kapelle Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Militärjustiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Berlin-Plötzensee)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Vaterländischen Krieges I. Klasse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Graudenz, John&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Graudenz, Johannes (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pressefotograf und Widerstandskämpfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. November 1884&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Danzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Dezember 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Plötzensee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Angelika Nafziger</name></author>
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