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	<title>Johannes Stumm - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T16:34:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Johannes_Stumm&amp;diff=684777&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Heied: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2026-02-15T00:28:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johannes Richard Reinhold Stumm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. März]] [[1897]] in [[Berlin]]; † [[25. Dezember]] [[1978]] ebenda) war ein deutscher Jurist. Er stand von 1948 bis 1962 als [[Polizeipräsident in Berlin]] an der Spitze der [[West-Berlin]]er Polizei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Nach dem Schulbesuch studierte Stumm [[Rechtswissenschaft|Rechts-]] und [[Staatswissenschaften]] in Berlin. 1920 wurde er beim [[Polizeipräsidium Berlin]] angestellt. 1922 erfolgte seine Ernennung zum [[Amtsbezeichnungen der deutschen Polizei|Kriminalkommissar]]. 1925 wurde Stumm zum [[Doktor|Dr.&amp;amp;nbsp;jur.]] promoviert. Etwa zur selben Zeit trat er der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] bei. Stumm war seit 1923 in der Abteilung IA ([[Preußische Geheimpolizei#Die politische Polizei während der Republik|Politische Polizei]]) für die „Inspektion Rechtsradikale Parteien und Organisationen“ tätig. Im Jahre 1926 sagte er vor dem [[Preußischer Landtag|Preußischen Landtag]] zu den [[Fememord]]en in der [[Schwarze Reichswehr|Schwarzen Reichswehr]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Hsi-Huey Liang: &amp;#039;&amp;#039;Die Berliner Polizei in der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Brigitte und Wolfgang Behn. de Gruyter, Berlin / New York 1977, S. 158, mit Nachweis (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin&amp;#039;&amp;#039;, Band 47).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch zahlreiche Ermittlungen gegen politische Straftäter aus den Reihen der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und ihrer Gliederungen, zumal wegen politisch motivierter Gewalttaten der SA, war Stumm maßgeblich an den polizeilichen Versuchen beteiligt, den nationalsozialistischen „Ansturm“ auf die Republik zurückzuschlagen. 1930 verfasste er mit [[Bernhard Weiß (Jurist)|Bernhard Weiß]], dem Berliner Polizeipräsidenten, und mit [[Hans Joachim Schoch|Hans Schoch]], dem leitenden Beamten der Abteilung IA (Politische Polizei) im Berliner Polizeipräsidium, ein Gutachten zur Verfassungstreue der NSDAP und ihrer führenden Persönlichkeiten. [[Robert Kempner]] unterstützte sie dabei. Die vier kamen zu dem Ergebnis, dass die NSDAP eine staatsfeindliche Verbindung sei und dass Hitler, Goebbels und andere wegen des Verdachts schwerer Straftaten sowie der Förderung und Zugehörigkeit zu einer staatsfeindlichen Verbindung verfolgt werden müssten. Am 28. August 1930 übermittelte Weiß die Denkschrift dem Leipziger Oberreichsanwalt [[Karl August Werner]], um ihn zu einer Anklageerhebung zu veranlassen. Doch dazu kam es nicht. Das Verbotsverfahren unterblieb vor allem, weil die Regierung meinte, man müsse die NSDAP als einen politischen Gegner bekämpfen, statt juristisch gegen sie vorzugehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Justus Bender: &amp;#039;&amp;#039;Sie hätten Hitler stoppen können. Im Jahr 1930 versuchten preußische Beamte, die NSDAP zu verbieten. Die Regierung lehnte das ab. Sie wollte die Nazis lieber politisch stellen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 23. März 2025, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1931 betätigte er sich an dem Versuch der Ausweisung des damals staatenlosen [[Adolf Hitler]] aus dem Deutschen Reich. Im selben Jahr wurde er zum Leiter der Inspektion „Rechtsradikale Parteien und Organisationen“ ernannt, womit Stumm offiziell die Führung in der Auseinandersetzung der Berliner Polizei mit der NSDAP übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Juli 1932 die rechtsgerichtete Reichsregierung durch den &amp;#039;&amp;#039;[[Preußenschlag]]&amp;#039;&amp;#039; die SPD entmachtete, hatte dies die Ablösung des Leiters der Abteilung IA und die Auflösung der Inspektion „Rechtsradikale Parteien und Organisationen“ sowie Stumms Versetzung und Degradierung zum Leiter der Kriminal-Inspektion [[Berlin-Friedrichshain|Friedrichshain]] zur Folge.&amp;lt;ref&amp;gt;Hsi-Huey Liang: &amp;#039;&amp;#039;Die Berliner Polizei in der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Brigitte und Wolfgang Behn. de Gruyter, Berlin / New York 1977, S. 180.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Machtergreifung]] der Nationalsozialisten wurde er 1933 beurlaubt und bald darauf aus dem Staatsdienst entlassen. Während der restlichen Dauer der NS-Herrschaft verdiente er seinen Lebensunterhalt in der Privatwirtschaft als [[Prokura|Prokurist]] und Direktor einer [[Wirtschaftsprüfung]]s- und Treuhand AG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde Stumm 1945 durch die sowjetische Stadtkommandantur zum Polizeivizepräsidenten von Berlin ernannt. Am 26. Juli 1948 [[Freistellung (Arbeitsrecht)|suspendierte]] der [[Magistrat von Berlin]] den Polizeipräsidenten [[Paul Markgraf]] wegen „willkürlicher Handlungen bei der Strafverfolgung“ und berief Stumm zum Polizeipräsidenten. Das [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED-Mitglied]] Markgraf wurde derweil von der sowjetischen Besatzungsmacht in seinem Amt gehalten. Stumm verlegte am 28. Juli das Polizeipräsidium aus der [[Torstraße (Berlin)|Elsässer Straße]] im [[Ost-Berlin|sowjetischen Sektor]] in die [[Friesenstraße (Berlin)|Friesenstraße]] in [[Berlin-Kreuzberg]] im amerikanischen Sektor, während das SED-treue Personal um Markgraf in der Elsässer Straße verblieb. Die damit vollzogene Spaltung der Polizei leitete die im November 1948 vollendete Spaltung Berlins ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Schlegelmilch: &amp;#039;&amp;#039;Hauptstadt im Zonendeutschland. Die Entstehung der Berliner Nachkriegsdemokratie 1945–1949&amp;#039;&amp;#039;. Haude und Spener, Berlin 1993, ISBN 3-7759-0370-4, S. 125–131, hier 129, zum Verlauf der Spaltung S. 131–141 (= Schriften der Historischen Kommission zu Berlin, Band 4).&amp;lt;/ref&amp;gt; In den darauffolgenden Jahren baute Stumm die Polizei in West-Berlin auf. In seine Amtszeit fielen die [[Berliner Luftbrücke]], der Aufstand vom [[Aufstand vom 17. Juni 1953|17.&amp;amp;nbsp;Juni 1953]], die [[Kubakrise]] und der [[Berliner Mauer|Mauerbau 1961]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Weisung des sowjetischen Stadtkommandanten [[Alexander Georgijewitsch Kotikow|Alexander Kotikow]] wurde am 3.&amp;amp;nbsp;August 1948 Stumms Besitz und seine Wohnung im Ost-Berliner Bezirk [[Berlin-Prenzlauer Berg|Prenzlauer Berg]] beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ostdeutschen Öffentlichkeit wurde Johannes Stumm bekannt, indem man die West-Berliner Polizei als „Stumm-Polizei“ bzw. „StuPo“ bezeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes Stumm wurde auf dem [[Luisenstädtischer Friedhof|Luisenstädtischen Friedhof]] am [[Südstern (Berlin)|Südstern]] im Feld 23 beigesetzt. Er war Mitglied der Berliner [[Freimaurerloge]] &amp;#039;&amp;#039;Zur Treue&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Verleihung der [[Ernst-Reuter-Plakette]] am 18. April 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.17juni53.de/chronik/530619/doc_3.html &amp;#039;&amp;#039;Die Verschleppung des Otto Nuschke (CDU/DDR) aus dem demokratischen Sektor am 17. Juni 1953 und die „Stumm-Polizei“&amp;#039;&amp;#039;. DDR-Aktenstück.] 17juni53.de&lt;br /&gt;
* [https://www.europeana.eu/en/search?query=Portraitserie%20Johannes%20Stumm &amp;#039;&amp;#039;Portraitserie Johannes Stumm&amp;#039;&amp;#039;.] europeana.eu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Polizeipräsidenten von Berlin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1030064296|VIAF=295392836}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stumm, Johannes}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizist (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizeipräsident (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Ernst-Reuter-Plakette]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1978]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stumm, Johannes&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stumm, Johannes Richard Reinhold (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Polizeipräsident von West-Berlin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. März 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Dezember 1978&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Heied</name></author>
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