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	<title>Johannes Steinhoff - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Redrobsche: /* Schriften */ Punkt, ISBN, Erscheinungsort</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schriften: &lt;/span&gt; Punkt, ISBN, Erscheinungsort&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-1997-041-03, Johannes Steinhoff.jpg|miniatur|Johannes Steinhoff (1966)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ludwig Hahn with his family in occupied Warsaw.jpg|miniatur|[[Ludwig Hahn]] (links), Johannes Steinhoff (Mitte)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johannes Steinhoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. September]] [[1913]] in [[Bottendorf (Roßleben-Wiehe)|Bottendorf]], [[Landkreis Querfurt]], [[Preußen]]; † [[21. Februar]] [[1994]] in [[Pech (Wachtberg)|Wachtberg-Pech]]),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.jg52.net/ritterkreuztraeger/johannes-steinhoff/ |titel=Johannes Steinhoff |werk=Traditionsgemeinschaft Jagdgeschwader 52 |sprache=de-DE |abruf=2022-09-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt „Mäcki“, war ein [[Deutschland|deutscher]] Offizier der [[Wehrmacht]] und [[Bundeswehr]], zuletzt im Dienstgrad eines [[General]]s der [[Luftwaffe (Bundeswehr)|Luftwaffe]]. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] diente er als [[Jagdflieger]]; u.&amp;amp;nbsp;a. war er hochdekorierter [[Geschwaderkommodore|Kommodore]] des [[Jagdgeschwader 77|Jagdgeschwaders 77]] und des Düsenjägergeschwaders [[Jagdgeschwader 7|JG&amp;amp;nbsp;7]]. Als Offizier des [[Jagdverband 44|Jagdverbands 44]] hatte er im April 1945 einen Startunfall und erlitt Verbrennungen im Gesicht, die erhebliche Narben verursachten. Von 1966 bis 1970 war er [[Inspekteur der Luftwaffe]] und von 1971 bis 1974 Vorsitzender des [[NATO-Militärausschuss]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Steinhoff war Sohn eines Mühlenbesitzers und Getreidekaufmanns. Seine Schwester Charlotte war seit 1935 verheiratet mit dem Juristen und SS-Standartenführer [[Ludwig Hahn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er absolvierte sein Abitur an der [[Klosterschule Roßleben]] und studierte anschließend an der [[Universität Jena]] [[Philologie]]. In Jena wurde er Mitglied der akademischen Landsmannschaft Suevia (heute [[Landsmannschaft Saxo-Suevia|akademische Landsmannschaft Saxo-Suevia Erlangen]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Jörn Petrick: &amp;#039;&amp;#039;Gedenkbuch der Landsmannschaft im Coburger Convent Saxo-Suevia zu Erlangen. Zur Erinnerung an unsere verstorbenen Bundesbrüder (1878–2010).&amp;#039;&amp;#039; Erlangen 2010, S. 151.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem er aus finanziellen Gründen das Studium hatte aufgeben müssen, trat er in die [[Kriegsmarine]] ein und wurde ein Jahr lang zum [[Seeflieger]] ausgebildet. Nachdem er 1936 zur neu gegründeten [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] gewechselt hatte, wurde er 1938 als Oberleutnant [[Staffelkapitän]] in der [[Lehrgeschwader 1|1.&amp;amp;nbsp;Staffel des Lehrgeschwaders 1]] (1./LG&amp;amp;nbsp;1). Im Jahr 1939 wechselte er als Staffelkapitän zur [[Lehrgeschwader 2|11./LG 2]], die auf [[Nachtjagd]] spezialisiert war. Als Staffelkapitän der [[Jagdgeschwader 26 „Schlageter“|10./JG 26]] flog er am 18. Dezember 1939 im [[Luftgefecht über der Deutschen Bucht]]. Er erlebte den [[Westfeldzug]] und die [[Luftschlacht um England]] als Staffelkapitän der [[Jagdgeschwader 2|10./JG&amp;amp;nbsp;2]]. Im Jahre 1942 wurde er im [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Krieg gegen die Sowjetunion]] als Hauptmann [[Gruppenkommandeur]] der [[Jagdgeschwader 52|II. Gruppe des Jagdgeschwaders 52]] (II./JG 52). Danach war er im Jahre 1943&amp;amp;nbsp;– als [[Kommodore]] des [[Jagdgeschwader 77|Jagdgeschwaders 77]] „Herz As“&amp;amp;nbsp;– in Süditalien bei der [[Operation Husky]] sowie gegen Ende des Krieges in der „Reichsverteidigung“ gegen die [[Luftkrieg#Bombenangriffe auf Deutschland|alliierten Bombenangriffe]] eingesetzt. Ab Oktober 1944 auf den Strahljäger [[Messerschmitt Me&amp;amp;nbsp;262]] umgeschult (vermutlich in der [[Erprobungsstelle Rechlin]]), rüstete er das [[Jagdgeschwader 7]] in Brandenburg auf dieses Flugzeug um.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Offiziere der Luftwaffe 1939–1945 |url=http://www.ww2.dk/Lw%20Offz%20-%20S-Z%20-%20Apr%202014.pdf |wayback=20140809010027}}, abgerufen am 24. August 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt war er im Rang eines [[Oberst]]s einfacher Jagdflieger im [[Jagdverband 44]], einem unter der Führung von Generalleutnant [[Adolf Galland]] zusammengestellten improvisierten Geschwader mit zahlreichen hochdekorierten Flugzeugführern. Im Krieg flog er über 900 Einsätze und war bei über 200 davon in Luftkämpfe verwickelt. Dabei gelangen ihm 176 Abschüsse, womit er an 22. Stelle unter den Jagdfliegern aller am Zweiten Weltkrieg beteiligten Nationen rangiert; er selbst wurde rund ein Dutzend Mal abgeschossen. Bei einem Start am 18. April 1945 in [[Flughafen München-Riem|München-Riem]] verunglückte er mit seiner Me&amp;amp;nbsp;262 und wurde [[Deutsche Kriegsversehrte im 20. Jahrhundert|schwer verwundet]]; Verbrennungsnarben im Gesicht zeichneten ihn für den Rest seines Lebens. Steinhoff war Träger des &amp;#039;&amp;#039;[[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes|Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes]] mit Eichenlaub und Schwertern&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsende ===&lt;br /&gt;
Er beteiligte sich 1945 an der „[[Meuterei der Jagdflieger]]“, bei der einige Jagdflieger den Oberbefehlshaber der Luftwaffe [[Hermann Göring]] absetzen wollten. Zusammen mit [[Adolf Galland]] und anderen Fliegern wie [[Günther Lützow]] und [[Johannes Trautloft]] wollte er die Ablösung Görings durch [[Robert Ritter von Greim]] erreichen, was aber an mangelnder Entschlossenheit und dem fehlenden Rückhalt in der Luftwaffe scheiterte. Infolgedessen wurde Steinhoff, neben Günther Lützow, seines Postens enthoben und wenig später dem [[Jagdverband 44]] als Fluglehrer zugeteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaffe/kcxml/?yw_contentURL=%2F01DB060000000001%2FW26VJG3X322INFODE%2Fcontent.jsp www.Luftwaffe.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Rolle Steinhoffs bei dieser „Verschwörung“ gibt es unterschiedliche Wertungen. [[Wolfgang Falck (Jagdflieger)|Wolfgang Falck]] (1910–2007), damals [[Erster Generalstabsoffizier]] (Ia) in der Reichsverteidigung, vertrat die Ansicht, dass Steinhoffs Rolle unbedeutender war als dieser selbst in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Verschwörung der Jagdflieger&amp;#039;&amp;#039; behauptet hatte. [[Kurt Braatz]] skizziert diese Situation in der Biographie über [[Günther Lützow]], dass allein Lützow und [[Trautloft]] es wagten, sich gegen Göring zu stellen. Selbst Galland habe den Widerstand aufgegeben, weil er bei Göring keinen Rückhalt mehr besaß. Das Scheitern dieser „Revolte“ muss vor dem Hintergrund des vollkommenen Vertrauensverlustes in die zu Kriegsbeginn mit allen Privilegien ausgestatteten Jagdflieger gesehen werden. Sie hatten&amp;amp;nbsp;– aufgrund der quantitativen Überlegenheit der alliierten Luftwaffen&amp;amp;nbsp;– nichts gegen die alliierten Bombenangriffe tun können und deswegen jeglichen Kredit bei der Führung des „Dritten Reiches“ verloren. Gleichzeitig verloren die Jagdflieger den luftwaffeninternen Machtkampf um den Einsatz der [[Messerschmitt Me 262|Me 262]] als Jagdflugzeug oder Blitzbomber. Erst spät konnten die Jagdflieger andere für den Einsatz der Me 262 als Jäger gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Steinhoff war von 1945 bis 1947 in ständiger medizinischer Behandlung. Nach der Entlassung aus den Lazaretten erlernte er in einem [[Majolika]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;betrieb die Keramikmalerei. 1950 trat er in München in die Werbeagentur Gabler ein, die er im Juni 1952 wieder verließ, um als Gutachter für Fragen der Luftkriegführung im [[Amt Blank]] tätig zu werden. Zudem nahm er als Berater an den Verhandlungen zur [[Europäische Verteidigungsgemeinschaft|Europäischen Verteidigungsgemeinschaft]] in Paris teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundeswehr und Luftwaffe ===&lt;br /&gt;
Am 1. November 1955 trat Steinhoff als „Eignungsübender“ in die [[Bundeswehr]] ein. Er nahm anschließend bis zum März 1956 an einer Umschulung auf US-amerikanische [[Strahlflugzeug|Strahl]]-Kampfflugzeuge in den [[Vereinigte Staaten|USA]] teil und wurde am 1. März 1956 zum [[Berufssoldat]]en ernannt. Er war bereits ab 1954 einer der Hauptverantwortlichen für den Aufbau der [[Luftwaffe (Bundeswehr)|Luftwaffe]] der Bundeswehr. Nach seiner Rückkehr aus den USA übernahm Steinhoff als [[Brigadegeneral]] die Unterabteilung Planung in der Abteilung&amp;amp;nbsp;VI im [[Bundesministerium der Verteidigung]] in Bonn, aus der 1957 der [[Führungsstab der Luftwaffe]] (Fü&amp;amp;nbsp;L) entstand. Im Zuge dieser Umgliederung wurde er als Stabsabteilungsleiter&amp;amp;nbsp;III im Fü&amp;amp;nbsp;L auch stellvertretender Chef des Stabes der Luftwaffe. Nach einer Vorbereitungszeit leistete er ab dem 1. September 1960 Dienst als [[Deutscher Militärischer Vertreter]] (DMV) beim [[NATO-Militärausschuss]] in Washington D.C., ab 1962 als [[Generalmajor]]. In dieser Zeit erlebte er die Anfänge des Strategiewechsels der [[NATO]] von der MC&amp;amp;nbsp;14/2 „[[Massive Vergeltung|Massiven Vergeltung]]“ hin zur MC&amp;amp;nbsp;14/3 „[[Flexible Response]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 1. Oktober 1963 führte er als Kommandeur die 4. [[Luftwaffendivision]] in [[Aurich]], die er zum 14. April 1965 an seinen Nachfolger Brigadegeneral [[Dietrich Adolf Hrabak|Dietrich Hrabak]] übergab. 1965 schloss sich die Verwendung als Chef des Stabes und Stellvertreter des Oberbefehlshabers der Alliierten Luftstreitkräfte Europa Mitte (engl. [[Allied Air Forces Central Europe]] = AAFCE, im Umgangssprachlichen AIRCENT) im Range eines [[Generalleutnant]]s an. Am 2. September 1966 wurde Steinhoff auf dem Höhepunkt der „[[Starfighter-Affäre|Starfighter-Krise]]“ [[Inspekteur der Luftwaffe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn seiner Amtszeit hatte er in einer harten Auseinandersetzung mit der politischen Leitung des [[Bundesministerium der Verteidigung|Bundesministeriums der Verteidigung]] (BMVg) diejenigen Kompetenzen errungen, die er für die Behebung der Krise für notwendig erachtete. Steinhoff kam dabei zugute, dass er sich dank seiner fliegerischen Erfahrung auch als dienstälterer Offizier nie davor scheute, sich selbst als Pilot ins Cockpit zu setzen. So flog er z.&amp;amp;nbsp;B. persönlich Testflüge mit dem Starfighter, wodurch er in der Lage war, die Eigenheiten und Probleme des Waffensystems besser verstehen und beurteilen zu können als seine Vorgänger.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bundeswehr.de/de/organisation/luftwaffe/aktuelles/fliegen-fliegen-fliegen-tradition-hat-ein-motto-5058414&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Konflikt zwischen der Luftwaffenführung und der politischen Leitung im Bundesministerium der Verteidigung verschärfte sich vor dem Hintergrund der Krise um die Abgrenzung zwischen politischer Leitung und militärischer Führung, die Minister [[Kai-Uwe von Hassel]] und sein Vertreter, Staatssekretär [[Karl Gumbel]], unter intensiver Beobachtung durch die Massenmedien führen mussten. Bundesverteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel fehlte aufgrund des dilettantischen Handelns seines Ministeriums in der Starfighter-Krise zunehmend der politische Rückhalt in der Bundesregierung. Hinzu kamen scharfe Angriffe der Opposition im Bundestag sowie eine Medienberichterstattung, die einen Wandel in den Methoden sowie beim leitenden Personal forderte. Dies erleichterte es Steinhoff, diejenigen Vollmachten durchzusetzen, die für den Betrieb des Waffensystems [[Lockheed F-104|F-104G Starfighter]] notwendig waren. Als sich zwischenzeitlich im Ministerium Widerstand gegen seine Forderungen regte, drohte er dem Minister von Hassel wenigstens zweimal mit sofortigem Rücktritt, woraufhin dieser Steinhoffs Forderungen nachgab. Auch dieses wurde in den Medien umfassend dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentlich für seine Amtszeit als Inspekteur der Luftwaffe war neben der Bewältigung der Starfighter-Krise ihr Umbau, der sich vor allem in der ab 1970 gültigen Luftwaffenstruktur niederschlug. Mit ihr erhielt die Luftwaffe den für diese Zeit notwendigen Organisationsrahmen, der eine „Fachkommandolösung“ beinhaltete. Darüber hinaus erwies sich Steinhoff auf vielen Feldern als Modernisierer der Luftwaffe, wenn er zum Beispiel die Verankerung des Soldaten in der Leistungsgesellschaft forderte und hinsichtlich zahlreicher Entwicklungen immer wieder fragte, wie die Leistungsfähigkeit der Bundeswehr gesteigert werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== An der Spitze der NATO ===&lt;br /&gt;
Im September 1970 wurde er zum Vorsitzenden des [[NATO-Militärausschuss]]es gewählt&amp;amp;nbsp;– ein Amt, das er am 1. April 1971 übernahm. Er wurde zum [[General]] befördert und fungierte in den folgenden drei Jahren als Vorsitzender des höchsten militärischen und militärpolitischen Beschlussgremiums der [[NATO]]-Streitkräfte. 1974 schied er aus dem aktiven Dienst aus. Seine Nominierung für diese Aufgabe war offensichtlich durch verschiedene Aspekte gefördert: Während [[Der Spiegel]] Steinhoff 1968 noch als möglichen künftigen Generalinspekteur sah, sprach Steinhoffs Lebensalter dagegen – er war nur ein Jahr jünger als der damals amtierende Generalinspekteur, General [[Ulrich de Maizière]]. Wenigstens der Abteilungsleiter Personal im Verteidigungsministerium, Generalleutnant [[Werner Haag]], favorisierte ab 1968 Steinhoffs Förderung für diese NATO-Verwendung. Es darf als sicher angenommen werden, dass der damalige Verteidigungsminister, Helmut Schmidt, den diplomatischeren Ulrich de Maizière dem pointierter denkenden Steinhoff vorzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorsitzender des Militärausschusses, dem militärpolitischen Beratungsgremium der Generalstabschefs der NATO, war er der ranghöchste Soldat des Bündnisses. Dabei zeichnete er sich als versierter Analyst militärischer Entwicklungen sowie der Auswirkungen von Konflikten, wie dem [[Jom-Kippur-Krieg]] 1973, aus und entwickelte immer wieder kritische Stellungnahmen zur militärischen Leistungsfähigkeit des Bündnisses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Ruhestandsversetzung trat Steinhoff am 28.&amp;amp;nbsp;Juni 1974 in den Aufsichtsrat von [[Dornier-Werke|Dornier]] ein. Dieser nahtlose Übergang vom Militär zur Rüstungsindustrie stieß auf Kritik, vor allem weil Dornier Großauftragsnehmer der Luftwaffe war. Verteidigungsminister Georg Leber ließ dazu verlautbaren, dass General Steinhoff nicht Angehöriger der Bundeswehr, sondern der NATO gewesen sei und er daher nicht unter die Regelungen falle, die einen solchen Übergang für Bundeswehrsoldaten untersagten. Am 16.&amp;amp;nbsp;Dezember 1977 wurde er Aufsichtsratsvorsitzender bei Dornier und behielt diese Position bis zum 1.&amp;amp;nbsp;Juli 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorsitzender der „Steinhoff-Kommission“ ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedhof Villip - Ursula and Johannes Steinhoff 2.jpg|mini|Grab in [[Villip]].]]&lt;br /&gt;
Am 16. Januar 1989 legte die Expertenkommission unter der Führung von Johannes Steinhoff ihren Bericht zum [[Flugtagunglück von Ramstein]] vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ Webarchiv | url=http://www.abendblatt.de/archiv/article.php?xmlurl=/ha/1989/xml/19890117xml/habxml890103_2020.xml | wayback=20140727235203 | text= Flugtage ohne Akrobatik und Macho – Hamburger Abendblatt: }} Flugtage ohne Akrobatik und Macho, 17. Januar 1989.&amp;lt;/ref&amp;gt; Steinhoffs persönlich gehaltene Ausführungen zur zukünftigen Unterbindung von „[[Kunstflug|Akrobatik]] und etwas Macho“ bei Flugvorführungen wurden am selben Tag in der [[Tagesschau (ARD)|Tagesschau]] ausgestrahlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kommissionsmitglieder empfahlen, die Vorschriften zur Planung und Durchführung von Flugveranstaltungen und [[Flugschau]]en zu verschärfen. Die Kommission forderte die Einrichtung einer zentralen Stelle, die alle zivilen und militärischen&amp;amp;nbsp;– auch alliierte&amp;amp;nbsp;– Flugveranstaltungen genehmigen und kontrollieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes Steinhoff starb 1994 in [[Pech (Wachtberg)|Wachtberg-Pech]] südlich von [[Bonn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Für seine Arbeit sowohl beim Aufbau der Luftwaffe als auch bei der Integration der Bundeswehr in die NATO wurde Steinhoff vielfach geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Eisernes Kreuz]] (1939) II. und I. Klasse&lt;br /&gt;
* [[Ehrenpokal für besondere Leistung im Luftkrieg]]&lt;br /&gt;
* [[Frontflugspange]] für Jagdflieger in Gold mit Anhänger Einsatzzahl „900“&lt;br /&gt;
* [[Verwundetenabzeichen#Verwundetenabzeichen (1939)|Verwundetenabzeichen]] (1939) in Gold&lt;br /&gt;
* [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes]] mit Eichenlaub und Schwertern&amp;lt;ref&amp;gt;[[Veit Scherzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 721.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ritterkreuz am 30. August 1941&lt;br /&gt;
** Eichenlaub am 2. September 1942 (115. Verleihung)&lt;br /&gt;
** Schwerter am 28. Juli 1944 (82. Verleihung)&lt;br /&gt;
* Großoffizier des [[Verdienstorden der Italienischen Republik|Verdienstordens der Italienischen Republik]] 1967&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland]] mit Stern und Schulterband 1972&lt;br /&gt;
* [[Legion of Merit]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrenlegion|Kommandeur der französischen Ehrenlegion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;[[Jagdgeschwader 73]]&amp;#039;&amp;#039; erhielt am 18. September 1997 ihm zu Ehren den Beinamen &amp;#039;&amp;#039;Steinhoff&amp;#039;&amp;#039;. Außerdem erhielt die von der Bundeswehr übernommene Kaserne des [[Flugplatz Gatow|Flugplatzes Gatow]], die ehemalige Luftkriegschule&amp;amp;nbsp;II der [[Wehrmacht]], am 6. Oktober 1994 den Namen &amp;#039;&amp;#039;General-Steinhoff-Kaserne&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wohin treibt die NATO? Probleme der Verteidigung Westeuropas.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann und Campe, Hamburg 1976, ISBN 3-455-08986-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;In letzter Stunde. Verschwörung der Jagdflieger. Vom Widerstand der Jagdflieger gegen Reichsmarschall Göring.&amp;#039;&amp;#039; Listverlag, München 1974 (Erstausgabe)&amp;lt;!-- vgl. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41667334.html --&amp;gt;; Flechsig, Würzburg 2005, ISBN 3-88189-592-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Straße von Messina. Tagebuch des Kommodore.&amp;#039;&amp;#039; Flechsig, Würzburg 2005, ISBN 3-88189-593-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche im Zweiten Weltkrieg. Zeitzeugen sprechen.&amp;#039;&amp;#039; (mit [[Peter Pechel]], [[Dennis Showalter]], Geleitwort von [[Helmut Schmidt]]) Schneekluth, München, 4. Auflage 1989, ISBN 3-7951-1092-0.&lt;br /&gt;
* mit [[Reiner Pommerin]]: &amp;#039;&amp;#039;Strategiewechsel: Bundesrepublik und Nuklearstrategie in der Ära Adenauer-Kennedy.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, Baden-Baden 1992 (Nuclear History Program), ISBN 3-7890-2787-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heiner Möllers]]: [https://web.archive.org/web/20070221162150/http://www.mgfa.de/pdf/ZMG%2004%202006.pdf &amp;#039;&amp;#039;General Steinhoff und die Luftwaffe.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Militärgeschichtliches Forschungsamt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Militärgeschichte (Zeitschrift, Bundeswehr)|Militärgeschichte. Zeitschrift für die Historische Bildung]].&amp;#039;&amp;#039; Potsdam, Heft 4/2006, S. 14–17 (PDF; 3,59 MB)&lt;br /&gt;
* Heiner Möllers: &amp;#039;&amp;#039;Ein unbequemer Mann! General Johannes Steinhoff&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Eberhard Birk]], Heiner Möllers, Wolfgang Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Die Luftwaffe in der Moderne&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Schriften zur Geschichte der deutschen Luftwaffe, Band 1). Essen 2011, ISBN 978-3-941149-26-7, S. 141–175 (Rezension von [[Rainer Blasius]] in der [[Frankfurter Allgemeine Zeitung|Frankfurter Allgemeinen Zeitung]] vom 12. Dezember 2011: &amp;#039;&amp;#039;Vorflieger&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[John Zimmermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Ulrich de Maizière. General der Bonner Republik 1912 bis 2006.&amp;#039;&amp;#039; München 2012, ISBN 978-3-486-71300-8, besonders S. 326–427.&lt;br /&gt;
* Heiner Möllers: &amp;#039;&amp;#039;Auswege aus der Starfighter-Krise. General Steinhoffs Ringen um Befugnisse.&amp;#039;&amp;#039; In: Eberhard Birk, Heiner Möllers, Wolfgang Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Die Luftwaffe zwischen Politik und Technik&amp;#039;&amp;#039; (= Schriften zur Geschichte der deutschen Luftwaffe, Band 2). Berlin 2012, ISBN 978-3-937885-56-8, S. 124–144.&lt;br /&gt;
* [[Eberhard Birk]]: &amp;#039;&amp;#039;Steinhoff und sein „Bild des Offiziers der Luftwaffe“.&amp;#039;&amp;#039; In: Eberhard Birk, Heiner Möllers, [[Wolfgang Schmidt (Historiker)|Wolfgang Schmidt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Luftwaffe zwischen Politik und Technik&amp;#039;&amp;#039; (= Schriften zur Geschichte der deutschen Luftwaffe, Band 2). Berlin 2012, ISBN 978-3-937885-56-8, S. 145–158.&lt;br /&gt;
* Heiner Möllers: &amp;#039;&amp;#039;Das Ringen um Kompetenzen in der Systemkrise der Luftwaffe 1966. Anmerkungen zum Handeln von General Johannes Steinhoff.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Christian Th. Müller]], [[Matthias Rogg]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das ist Militärgeschichte! Probleme – Projekte – Perspektiven.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 2013 (Festschrift für [[Bernhard R. Kroener]]).&lt;br /&gt;
* {{NDB|25|203||Steinhoff, Johannes|Wolfgang Schmidt|118617508}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
* [[Liste deutscher Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
* [[Bitburg-Kontroverse]] bzw. [[Kriegsgräberstätte Bitburg-Kolmeshöhe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
| url= http://www.geschichte.luftwaffe.de/portal/a/geschlw/person/insplw/6670&lt;br /&gt;
| titel= General Johannes Steinhoff&lt;br /&gt;
| titelerg= Inspekteur der Luftwaffe von 1966 bis 1970 | autor=&lt;br /&gt;
| hrsg= [[Bundesministerium der Verteidigung]]&lt;br /&gt;
| werk= Geschichte der Luftwaffe | seiten=&lt;br /&gt;
| datum= 2013-11-26 | archiv-url= | archiv-datum=&lt;br /&gt;
| abruf= 2016-09-20 | sprache= | format= | kommentar= | zitat= | offline= }}&lt;br /&gt;
* [http://www.waffenhq.de/biographien/biographien/steinhoff.html Biographie auf waffenhq.de]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20040607075104/http://www.tarrif.net/wwii/interviews/johannes_steinhoff.htm Englischsprachiges Interview aus dem Jahr 1994]&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/724a7577-641f-4a55-98c8-6eb8a190c066/ Nachlass Bundesarchiv N 885]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|AMT=Vorsitzender des [[NATO-Militärausschuss]]es|ZEIT=1971–1974|VORGÄNGER=Sir Nigel Henderson|NACHFOLGER=[[Peter Hill-Norton]]}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Inspekteure der Luftwaffe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118617508|LCCN=n50020743|NDL=00457594|VIAF=211929209}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Steinhoff, Johannes}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:General (Luftwaffe der Bundeswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärpilot (Luftwaffe der Bundeswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (NATO)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberst (Luftwaffe der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jagdpilot im Zweiten Weltkrieg (Luftwaffe der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens Legion of Merit (Kommandeur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großoffizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub und Schwertern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Kommandeur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landsmannschafter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preuße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1994]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegsgeschädigtenthematik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Steinhoff, Johannes&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Offizier der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg, Vorsitzender des NATO-Militärausschuss&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. September 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bottendorf (Roßleben-Wiehe)|Bottendorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Februar 1994&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Pech (Wachtberg)|Wachtberg-Pech bei Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redrobsche</name></author>
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