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	<title>Johannes Stabius - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T04:59:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Saintambroise am 31. Juli 2023 um 08:50 Uhr</title>
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		<updated>2023-07-31T08:50:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stabius duerer.jpg|mini|Johannes Stabius, Porträt von Albrecht Dürer]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johannes Stabius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* vor etwa [[1468]] in Hueb bei [[Steyr]], [[Herzogtum Österreich]]; † [[1.&amp;amp;nbsp;Januar]] [[1522]] in [[Graz]]) war ein [[Humanist]], [[Naturwissenschaftler]] und [[Historiograph]] sowie Hochschullehrer in Ingolstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Werdegang ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stabius wappen.jpg|mini|Stabius-Wappen von Albrecht Dürer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Albrecht Dürer, The Northern Celestial Hemisphere, 1515, NGA 43181.jpg|mini|Nördl. Himmel von Dürer, Stabius und Heinfogel]]&lt;br /&gt;
Johannes Stabius (von &amp;#039;&amp;#039;Stöberer&amp;#039;&amp;#039;, nicht von &amp;#039;&amp;#039;Stab&amp;#039;&amp;#039;) wurde in Hueb, einem nicht näher identifizierten Ort bei [[Steyr]] in Oberösterreich, geboren, mutmaßlich als Sohn eines Forstknechts. Über seine Jugendzeit haben wir kaum Nachrichten. 1482 ist er [[Immatrikulation|immatrikuliert]] an der [[Universität Ingolstadt]], 1484 erwarb er dort das [[Baccalaureat]]. Nach Wanderjahren, die ihn u. a. nach [[Nürnberg]] und [[Wien]] führten, lehrte er seit 1498 als Professor für Mathematik in Ingolstadt. Als [[Priester (Katholizismus)|Priester]] hatte er um 1500 die Pfarre [[Karlstetten]] in [[Niederösterreich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Konrad Celtis]], der seit 1492 in Ingolstadt lehrte, holte Stabius im Jahr 1502 an die [[Universität Wien]]. Dorthin ging auch sein Schüler [[Georg Tannstetter]]. Dieser fügte 1514 seiner Ausgabe astronomischer Tabellen auch eine Geschichte der Wiener Mathematiker und Astronomen unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Viri Mathematici]]&amp;#039;&amp;#039; bei. Darin bezeichnete er sich als Schüler von Stabius und führte dessen „mathematische Erfindungen“ an.&amp;lt;ref&amp;gt;Hg. und übersetzt in [[Franz Graf-Stuhlhofer]]: &amp;#039;&amp;#039;Humanismus zwischen Hof und Universität. Georg Tannstetter (Collimitius) und sein wissenschaftliches Umfeld im Wien des frühen 16. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1996, S. 156–171 (dort S. 164 f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Sommer 1503 trat Stabius in den Dienst des römisch-deutschen Königs und späteren Kaisers [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian&amp;amp;nbsp;I.]], den er auf Reisen begleitete und den er in wissenschaftlichen und literarischen Fragen beriet. Die Universität rückte dabei wohl bald in den Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stabius als Literat und Historiker ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabius war mit zahlreichen humanistisch gebildeten Gelehrten und Poeten wie [[Ladislaus Sunthaym]] oder [[Jakob Mennel]] bekannt sowie mit [[Albrecht Dürer]] befreundet. Dürer hat sein Wappen gestaltet und ihn mehrmals porträtiert. Er betätigte sich selbst auch als [[Dichter]]. 1502 wurde er deshalb von Celtis zum [[Dichterkrone|&amp;#039;&amp;#039;poeta laureatus&amp;#039;&amp;#039;]] gekrönt. Er trat mit [[Ode]]n auf den Kaiser und auf österreichische Landesheilige hervor und entwarf zusammen mit [[Willibald Pirckheimer]] das [[Allegorie|allegorische]] Grundgerüst zu &amp;#039;&amp;#039;Triumphzug&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ehrenpforte&amp;#039;&amp;#039;, in denen das politische Konzept Maximilians&amp;amp;nbsp;I. propagiert wurde. Beispielsweise stammen die Verse zur &amp;#039;&amp;#039;Ehrenpforte&amp;#039;&amp;#039;, die Albrecht Dürer illustrierte, von Stabius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben betätigte er sich als Herausgeber oder Beiträger zahlreicher humanistischer Werke und besorgte eine Ausgabe des [[Jordanes]]. Unkritische historische Forschung lehnte er ab und entlarvte die Werke des [[Johannes Trithemius]] als teilweise frei erfunden. Stabius arbeitete mit [[Ladislaus Sunthaym]] und [[Konrad Celtis]] am offiziösen habsburgischen Geschichtswerk mit und erstellte unter anderem eine [[Genealogie]] der Habsburger auf Quellenbasis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabius scheint auch gute Beziehungen zum [[Kloster Reichenau]] unterhalten zu haben. Jedenfalls lieh er bei einem Besuch für [[Johannes Cuspinian]] eine karolingische Sammelhandschrift mit Texten der [[Kirchenvater|Kirchenväter]] aus (die seitdem verschollen ist).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Reichenauer Handschriften&amp;#039;&amp;#039;, beschrieben und erl. von Alfred Holder. Fortgeführt von [[Karl Preisendanz]], Bd. 3, Karlsruhe 1918 (Die Handschriften der Grossherzoglich Badischen Hof- und Landesbibliothek in Karlsruhe 7), S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stabius als Geograf und Astronom ==&lt;br /&gt;
[[Datei:St Lorenz - Nürnberg 0008.jpg|mini|Sonnenuhr an St. Lorenz in Nürnberg nach den Berechnungen von Johannes Stabius]]&lt;br /&gt;
Seine bedeutendste Leistung erbrachte er aber auf dem Gebiet der [[Kartografie]] mit der ersten [[flächentreue]]n Darstellung der Erdkugel. Diese sogenannte [[Stab-Wernersche Projektion|stab-wernersche]], herzförmige [[Kartennetzentwurf|Projektion]] wurde zwar erst 1514 durch [[Johannes Werner (Kartograf)|Johannes Werner]] (1468–1528) im Druck veröffentlicht, aber bereits von [[Martin Waldseemüller]] für seine Weltkarte von 1507 verwendet. Wie Johannes Werner selbst bekannte, stammt der Hauptanteil an dieser – erstmals über die Darstellungsmethode der [[Antike]] hinausgehenden – Neuerung von Stabius. Sie fand in der ersten Hälfte des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts häufige Anwendung, wurde dann aber von der [[Mercator-Projektion]] abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1515 erschienen die Weltkarte von Dürer und Stabius (&amp;#039;&amp;#039;Stabius-Dürer-Karte&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://naa.net/ain/personen/Duerer_Weltkarte.asp Astronomie in Nürnberg. Die Weltkarte von Dürer und Stabius von 1515], abgerufen am 10. Dezember 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; und die [[Sternkarte]]n&amp;lt;ref&amp;gt;[http://naa.net/ain/personen/Duerer_1515.asp Astronomie in Nürnberg. Die Sternkarten von Albrecht Dürer von 1515], abgerufen am 10. Dezember 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; von Dürer, Stabius und [[Konrad Heinfogel]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://naa.net/ain/personen/show.asp?ID=47 Astronomie in Nürnberg. Steckbrief von Konrad Heinfogel], abgerufen am 10. Dezember 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Berechnung von Sonnenuhren liegt eine ähnliche Projektionsaufgabe zugrunde. Zusammen mit Johannes Werner berechnete er die Sonnenuhr am Ostchor der [[St. Lorenz (Nürnberg)|Lorenzkirche]] in Nürnberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die letzten Jahre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Stabius Geistlicher war – er hatte eine ergiebige [[Pfründe]] am [[Stephansdom]] – wurde er wegen seiner Leistungen 1515 von Maximilian in den Ritterstand erhoben. Nach dem Tode des Kaisers 1519 trat er noch für kurze Zeit in die Dienste Erzherzog [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinands von Habsburg]]. In dieser Zeit hielt er sich meist in [[Augsburg]], [[Ingolstadt]] oder [[Nürnberg]] auf. Er starb am 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1522 in [[Graz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jan-Dirk Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Gedechtnus. Literatur und Hofgesellschaft um Maximilian I.&amp;#039;&amp;#039; München 1982, ISBN 3-7705-1830-6, S. 59 und öfters.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Maximilian I.&amp;#039;&amp;#039; Ausstellungskatalog. Innsbruck 1969.&lt;br /&gt;
* Helmuth Größing: &amp;#039;&amp;#039;Johannes Stabius. Ein Oberösterreicher im Kreis der Humanisten um Kaiser Maximilian.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des oberösterreichischen Landesarchivs.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, Linz 1968, S. 239–264 ({{OoeGeschichte|pdf=mooela_09_0239-0251.pdf|name=S. 239–251|KBytes=3600}} und {{OoeGeschichte|pdf=mooela_09_0252-0264.pdf|name=S. 252–264|KBytes=4500}}).&lt;br /&gt;
* Helmuth Grössing: &amp;#039;&amp;#039;Stabius, Johannes.&amp;#039;&amp;#039; In: Archiv der Geschichte der Naturwissenschaften (Fortsetzung des von Josef Mayerhöfer begonnenen Lexikons) 8/9, 1983, S. 453–455.&lt;br /&gt;
* Siegmund Günther: &amp;#039;&amp;#039;Die Schicksale der Erdkunde in Nürnberg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Naturhistorischen Gesellschaft zu Nürnberg.&amp;#039;&amp;#039; Band 17, 1907, S. 1–20 (hier S. 7–8).&lt;br /&gt;
* {{ADB|35|337|337|Stabius, Johannes|[[Franz von Krones]]|ADB:Stabius, Johannes}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|777|778|Stabius, Johannes|Karl Röttel|121675777}}&lt;br /&gt;
* [[Günther Hamann]]: &amp;#039;&amp;#039;Der [[Martin Behaim|Behaim-Globus]] als Vorbild der Stabius-Dürer-Karte von 1515.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Globusfreund]].&amp;#039;&amp;#039; No. 25/27, 1977/79 (veröffentlicht 1978), S. 135–147.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Johann Stabius}}&lt;br /&gt;
* {{Geschichtsquellen Person|121675777}}&lt;br /&gt;
* [http://www.naa.net/ain/personen/show.asp?ID=44 Astronomie in Nürnberg. Steckbrief von Johannes Stabius]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121675777|LCCN=nr/00/1829|VIAF=27933625}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stabius, Johannes}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Renaissance-Humanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geograph (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kartograf (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Ingolstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1522]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stabius, Johannes&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Humanist, Naturwissenschaftler und Historiograph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1460&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Hueb bei [[Steyr]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Januar 1522&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Graz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saintambroise</name></author>
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