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	<title>Johannes Pohl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T21:02:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Johannes_Pohl&amp;diff=2101617&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-12-09T14:44:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Bibliothekar Johannes Pohl. Zu anderen Personen siehe [[Johann Pohl]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johannes Pohl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Februar]] [[1904]] in [[Köln]]; † [[30. Januar]] [[1960]] in [[Wiesbaden]]) war ein deutscher [[Priester (Christentum)|Priester]], [[Nationalsozialismus|Nationalsozialist]], [[Judaistik|Judaist]], [[Hebraistik|Hebraist]] und [[Bibliothekar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Abitur]] studierte Pohl, dessen Vater Fuhrunternehmer war, [[katholische Theologie]] in [[Bonn]]. Im Jahre 1927 wurde er zum Priester geweiht, worauf er ein Vikariat in [[Essen]] erhielt. 1929 folgte die [[Promotion (Doktor)|Promotion]]. Darauf ging er zum Bibel- und Sprachstudium an das [[Päpstliches Bibelinstitut|Päpstliche Bibelinstitut]] in [[Rom]], wo er zum zweiten Mal promovierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pohl erhielt ein Stipendium der [[Görres-Gesellschaft]] und ging für weitere Studien 1932 an [[Jerusalemer Institut der Görres-Gesellschaft|deren Orientalisches Institut]] in [[Jerusalem]], wo er zudem für den [[Deutscher Verein vom Heiligen Lande|Deutschen Verein vom Heiligen Lande]] arbeitete. In Jerusalem lernte er seine zu den deutschen Kolonisten gehörende zukünftige Frau Gertrud Riemer (1908–1997) kennen. 1934 kehrten beide wieder nach Deutschland zurück und heirateten noch im selben Jahr. Pohl war 1935–1941 an der [[Staatsbibliothek zu Berlin|Preußischen Staatsbibliothek]] in der Orientalischen Abteilung als Hebraist angestellt, machte dort 1938 die Fachprüfung zum Bibliothekar und war von September 1939 bis März 1941 zur Wehrmacht abkommandiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pohl, der inzwischen aus seinem Amt als [[Klerus|Kleriker]] entlassen worden war, begeisterte sich zunehmend für den [[Nationalsozialismus]]. Er schrieb für die &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen über die Judenfrage&amp;#039;&amp;#039;, die vom [[Institut zum Studium der Judenfrage]] herausgegeben wurden, sowie für die [[Antisemitismus (bis 1945)|antisemitische]] Wochenzeitung [[Der Stürmer]]. Am 26. Mai 1940 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde zum 1. Juli desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 8.159.406).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/32820735&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee418&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 418.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] kam Pohl in Kontakt zum [[Amt Rosenberg]]. Anknüpfend an diese Verbindungen wurde er 1941 Bibliothekar am [[Institut zur Erforschung der Judenfrage]] in der „Jüdischen Bücherei“, einem Herzstück der Hohen Schule. Das Institut wurde von [[Wilhelm Grau]] geleitet und gehörte, wie weitere NS-Einrichtungen zur [[Hohe Schule der NSDAP|Hohen Schule der NSDAP]]. Im Auftrag [[Alfred Rosenberg]]s bereiste Pohl als Mitglied des [[Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg|ERR]] die besetzten Gebiete, um für das Institut nützliche Schriften in Bibliotheken „zu sichten“, was bedeutete, für die [[NS-Propaganda]] Verwertbares zu rauben. So war Pohl im Januar 1942 am Raub und der Zerstörung jüdischen Kulturgutes in [[Wilna]] beteiligt. Er ließ aus Wilner Museen und Bibliotheken die wertvollsten Bücher und Manuskripte zusammenstehlen. Anschließend suchte er einen kleinen Bruchteil für das geplante Museum in Frankfurt aus. Den Rest verkaufte er an eine Papierfabrik.&amp;lt;ref&amp;gt;Abraham Sutzkever: &amp;#039;&amp;#039;Wilner Getto 1941–1944&amp;#039;&amp;#039;. Übers. Hubert Witt, Ammann, Zürich 2009. ISBN 978-3-250-10530-5, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem setzte er sich ganz für die Propaganda seiner Auftraggeber ein und veröffentlichte eine Vielzahl antisemitischer Schriften, worin er hauptsächlich die geistigen Grundlagen des [[Judentum]]s und den [[Talmud]] angriff. Ab Herbst 1943 war Pohl für Rosenbergs antisemitische Zeitschrift [[Welt-Dienst]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde Pohl ein Jahr lang interniert. Mehrere seiner Schriften wurden in der [[Sowjetische Besatzungszone|sowjetischen Besatzungszone]] und in der [[Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik]] auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt. Ab 1953 arbeitete er in Festanstellung beim [[Franz Steiner Verlag]] und war nach eigenen Angaben 1956 bereits seit Jahren Angehöriger der [[Duden]]-Redaktion in Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Messiaserwartung beim Propheten Ezechiel.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Universität Bonn, 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arbeit, Familie und Gesellschaft in Israel nach den Schriften der Propheten.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Päpstliches Bibelinstitut in Rom, 1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Talmudgeist.&amp;#039;&amp;#039; Nordland, Berlin 1941.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Religion des Talmud.&amp;#039;&amp;#039; Fritsch, Berlin 1942.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Juden in der Sowjetunion zu Beginn der Herrschaft Stalins.&amp;#039;&amp;#039; Holzner, Tilsit, Leipzig 1942.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tausend Talmudzitate.&amp;#039;&amp;#039; Welt-Dienst, Frankfurt am Main 1944.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Antijüdische Papsterlasse.&amp;#039;&amp;#039; Welt-Dienst, Frankfurt am Main 1944.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Streiflichter aus dem New Yorker jiddischen „Forwerts“.&amp;#039;&amp;#039; Welt-Dienst, Frankfurt am Main 1944.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gibt es eine jüdische Religion?&amp;#039;&amp;#039; Welt-Dienst, Frankfurt am Main 1944.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Selbstzeugnisse.&amp;#039;&amp;#039; Welt-Dienst, Frankfurt am Main 1944.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Palästina: Das Land und seine Bevölkerung&amp;#039;&amp;#039;. Welt-Dienst, Frankfurt am Main 1944.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Maria Kühn-Ludewig]]: &amp;#039;&amp;#039;Johannes Pohl (1904–1960). Judaist und Bibliothekar im Dienste Rosenbergs. Eine biographische Dokumentation.&amp;#039;&amp;#039; Laurentius, Hannover 2000, ISBN 3-93161-410-7.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Kulturlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5.&lt;br /&gt;
* Ulrike Hartung: &amp;#039;&amp;#039;Verschleppt und verschollen. Eine Dokumentation deutscher, sowjetischer und amerikanischer Akten zum NS-Kunstraub in der Sowjetunion (1941–1948).&amp;#039;&amp;#039; Temmen, Bremen 2000, ISBN 3-86108-336-1.&lt;br /&gt;
* David E. Fishman: &amp;#039;&amp;#039;The book smugglers: partisans, poets, and the race to save Jewish treasures from the Nazis&amp;#039;&amp;#039;. Lebanon, NH: ForeEdge, [2017], ISBN 978-1-5126-0049-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116260262}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116260262|LCCN=no00043878|VIAF=79386560}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pohl, Johannes}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliothekar (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Staatsbibliothek zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lexikograf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judaist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hebraist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholische Kirche im Deutschen Reich 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der NS-Propaganda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Ukraine 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitarbeiter im Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pohl, Johannes&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Priester, Nationalsozialist, Judaist, Hebraist und Bibliothekar&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Februar 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Januar 1960&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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