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	<title>Johannes Koppe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T07:40:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Johannes_Koppe&amp;diff=1515624&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Herr Lehrer, ich weiß was!: Kleinkram</title>
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		<updated>2025-03-01T08:17:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johannes Koppe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Juni]] [[1883]] in [[Leipzig]]; † [[13. Mai]] [[1959]] ebenda) war ein deutscher [[Architekt]], der vor allem im Wohnungsbau in Leipzig tätig war. Sein 2005 und 2006 aufgefundener Nachlass ist ein Zeugnis des Städtebaus der 1920er Jahre in Leipzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Johannes Friedrich Koppe war der Sohn des Leipziger [[Xylograph]]en und Inhabers einer grafischen Anstalt Richard Koppe und dessen Ehefrau Emma Wilhelmine. Er hatte zwei Brüder und zwei Schwestern. Wie sein älterer Bruder Robert absolvierte er eine Maurerlehre und besuchte danach die [[Königlich-Sächsische Baugewerkenschule Leipzig|Königlich-Sächsische Baugewerkeschule zu Leipzig]], die er als [[Baumeister]] abschloss. 1906 ging er für zwei Jahre nach [[Karlsruhe]], um im Architekturbüro von [[Hermann Billing]] (1867–1946) Erfahrungen zu sammeln. Als [[Hospitant]] besuchte er auch Billings Vorlesungen an der [[Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe|Akademie für bildende Künste]] und der [[Technische Hochschule Karlsruhe|Technischen Hochschule Karlsruhe]]. 1908/1909 studierte er an der [[Universität München]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Architekturbüro Koppe.jpg|mini|Architekturbüro Koppe &amp;amp; Hellriegel, vorn Mitte die Chefs, Koppe mit Brille]]&lt;br /&gt;
1910 kehrte er nach Leipzig zurück und gründete ein [[Architekturbüro]], das er mit seinem Bruder Robert im Elternhause in der Breitenfelder Straße 71 betrieb. Als weitere Adressen folgten 1922 die Humboldtstraße 17, 1926 die Prendelstraße 17 (heute Karl-Rothe-Straße) und 1934 die Richterstraße 1.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AB&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://adressbuecher.sachsendigital.de/ |titel=Adressbücher Leipzig |werk=Historische Adressbücher |abruf=2023-04-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] befassten sich die Brüder mit Siedlungen für Kriegsversehrte, was in einem gemeinsam verfassten Buch Niederschlag fand.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Koppe, Robert Koppe: &amp;#039;&amp;#039;Ausgeführte und geplante Krieger-Heimstätten – Mit Ratschlägen aus der Praxis&amp;#039;&amp;#039;. [[Carl Marhold Verlag]], Halle a.S. 1917&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusammen entwickelten sie auch den [[Jurkostein]] (Jurko = &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;J&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ohannes &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;u&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nd &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;obert &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ko&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ppe), ein preiswertes Baumaterial.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.bauwelt.de/das-heft/heftarchiv/730-restaurierte-Zeichnungen-3473335.html |titel=730 restaurierte Zeichnungen |werk=Bauwelt |kommentar=Jurkostein im letzten Abschnitt|abruf=2023-04-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 trennte sich Johannes Koppe von seinem Bruder und nahm stattdessen den Architekten Otto Hellriegel (1889–1960) in sein Büro auf, zunächst als Mitarbeiter und später als Büroleiter. 1926 wurde Hellriegel Koppes Partner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AB&amp;quot; /&amp;gt; Das Büro hieß inzwischen Technisches Büro für Architektur, industrielle und gewerbliche Anlagen, Kleinwohnungsbau und Siedlungswesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AB&amp;quot; /&amp;gt; Damit sind die Arbeitsgebiete umrissen. Eine Vorstellung des personellen Umfangs des Büros vermittelt eine Aufnahme von 1929. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koppe nahm an zahlreichen Ausschreibungen teil und erhielt auch einige Preise, so 1924 den zweiten Preis für den Entwurf des neuen [[Grassimuseum#Museumsneubau|Grassimuseums]] und eine lobende Erwähnung beim Bau der [[Königshaus (Leipzig)|Königshauspassage]]. Gemeinsam mit Hellriegel beteiligte er sich am Wettbewerb zur [[Krochsiedlung]], bei dem sie den mit 3000 [[Mark (1871)|Goldmark]] dotierten dritten Preis erreichten. Zur Ausführung des ersten Bauabschnitts war Koppes Büro an einer Planungsgemeinschaft beteiligt und stellte so die Pläne für etwa ein Drittel der über 1000 Wohnungen bereit. Zahlreiche weitere Wohnprojekte wurden in [[Gohlis (Leipzig)|Gohlis]], [[Lindenau (Leipzig)|Lindenau]], [[Marienbrunn (Leipzig)|Marienbrunn]] und der Leipziger [[Südvorstadt (Leipzig)|Südvorstadt]] realisiert. Er errichtete aber auch Industriebauten, wie zum Beispiel für Grohmann &amp;amp; Frosch in [[Plagwitz (Leipzig)|Plagwitz]] und die Firma [[Wellner]] in [[Aue (Sachsen)|Aue]]. Zuvor den Wünschen der Auftraggeber folgend und auf traditionelle Formensprache beschränkt, erscheinen ab 1929 Bauten im Stil des [[Neues Bauen|Neuen Bauens]] (Steinstraße, Tennis-Klubhaus). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 plante Koppe [[Neubauer (Agrarreform)|Neubauernsiedlungen]], zum Beispiel in [[Frohburg]] und [[Rüdigsdorf (Frohburg)|Rüdigsdorf]], und einige Industriebauten für Betriebe der [[Sowjetische Aktiengesellschaft|Sowjetischen Aktiengesellschaft]] (SAG) wie die Produktionshalle in der [[Karl-Heine-Straße]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1927 bis 1929 war Koppe für die [[Reichspartei des Deutschen Mittelstandes]] [[Stadtverordnetenversammlung|Stadtverordneter]] in Leipzig. Zur gleichen Zeit war er auch Vorsitzender der &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftlichen Vereinigung Deutscher Architekten (WDA)&amp;#039;&amp;#039;, sein Büro in der Prendelstraße fungierte als Hauptgeschäftsstelle der WDA.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WasmuthsBaukunst |Autor=- |Titel=Wirtschaftl. Vereinigung Deutscher Architekten |Jahr=1928 |Heft=11 |Seiten=521 |zlb=534}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauten  (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
(Wenn nicht anders vermerkt, sämtlich in Leipzig und unter [[Denkmalschutz]]&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [[Liste der Kulturdenkmale in Leipzig]]&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* 1912/13 [[Gaedtvilla]] in Aue&lt;br /&gt;
* 1923: Poetenweg 15/17,35&lt;br /&gt;
* 1924: Sozial- und Verwaltungsbau der Firma [[Wellner]] in Aue, letzterer heute Landratsamt&lt;br /&gt;
* 1920: Wohnensemble Wiprechtstraße 1–23, Lützner Straße 155–161, Groitzscher Straße 38–44 und Thietmarstraße 2–24,&lt;br /&gt;
* 1929/30: Steinstraße 38/40 und 44/46&lt;br /&gt;
* 1930–1933: Triftweg 37–67&lt;br /&gt;
* 1932: Am Elsterwehr 2, Vereinshaus des Tennisklubs R. C. Sport e. V. Leipzig&lt;br /&gt;
* 1935: Fliederhof 1–26&lt;br /&gt;
* 1953: Karl-Heine-Straße 89, Produktionshalle, heute Große Halle des [[Westwerk Leipzig|Kunstquartiers Westwerk]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; widths=&amp;quot;130&amp;quot; heights=&amp;quot;100&amp;quot; class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Poetenweg 15; 17 Leipzig.jpg|Poetenweg 15/17 (2020)&lt;br /&gt;
Aue 2007 Landratsamt.jpg|Landratsamt Aue (2007)&lt;br /&gt;
Steinstraße 44; 46 Leipzig.jpg|Steinstraße 44/46 (2021)&lt;br /&gt;
Am Elsterwehr 2.jpg|Klubhaus R.C.Sport (2020)&lt;br /&gt;
Fliederhof Leipzig 2021 006.jpg|Fliederhof 1 (2021)&lt;br /&gt;
Ansicht Westwerk 2009.png|Westwerk (2009)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachlass ==&lt;br /&gt;
In den Jahren 2005 und 2006 wurden an zwei verschiedenen Stellen insgesamt über 6000 Bauzeichnungen und andere Unterlagen aus dem Koppeschen Architekturbüro entdeckt, allesamt in einem sehr schlechten Erhaltungszustand. Sie wurden dem [[Stadtarchiv]] übergeben, das sie in Zusammenarbeit mit dem [[Zentrum für Bucherhaltung]] restauriert und auswertet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Leipziger Blätter&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; 2019 konnte bereits eine erste Ausstellung restaurierte Bauzeichnungen im Stadtarchiv stattfinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.bauwelt.de/das-heft/heftarchiv/730-restaurierte-Zeichnungen-3473335.html |titel=730 restaurierte Zeichnungen |werk=Bauwelt |abruf=2023-04-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Koppes Unterlagen sind mit Abstand der größte Nachlass eines Leipziger Privatarchitekten und damit eine wertvolle Quelle für die Stadt- und Architekturgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anett Müller: &amp;#039;&amp;#039;Der Architekt Johannes Koppe. Sein Teilnachlass wird im Stadtarchiv Leipzig aufgearbeitet&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Leipziger Blätter]], 2009, Heft 55, S. 84/85&lt;br /&gt;
* {{AKL|81|300|300|Koppe, Johannes|A. Mesecke}}&lt;br /&gt;
* Tanja Scheffler: &amp;#039;&amp;#039;Im Stadtarchiv Leipzig sind restaurierte Zeichnungen des Architekten Johannes Koppe zu sehen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bauwelt&amp;#039;&amp;#039;, 2019, 25; [https://www.bauwelt.de/das-heft/heftarchiv/730-restaurierte-Zeichnungen-3473335.html bauwelt.de]&lt;br /&gt;
* {{ZentralblBauverw |Autor=- |Titel=Vermischtes |Jahr=1924 |Heft=43 |Seiten=373 |Kommentar=Mitteilung über einen Wettbewerb für den Neubau eines Museums für Kunstgewerbe, Völker- und Länderkunde in Leipzig, bei dem Johannes Koppe den zweiten Preis errang |zlb=387}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Johannes Koppe}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=https://www.leipzig-lexikon.de/biogramm/Koppe_Johannes.htm |titel=Koppe, Johannes |werk=Leipzig-Lexikon |abruf=2023-04-16 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=140270698|VIAF=103805497}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Koppe, Johannes}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt der Moderne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftspartei-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1959]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Koppe, Johannes&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Koppe, Johannes Friedrich (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Juni 1883&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Mai 1959&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Herr Lehrer, ich weiß was!</name></author>
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