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	<title>Johannes Junius - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T14:09:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Johannes_Junius&amp;diff=592590&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JordiCuber: /* Hexenprozess */ Faalscher KLink</title>
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		<updated>2026-04-18T09:30:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Hexenprozess: &lt;/span&gt; Faalscher KLink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Politiker Johannes Junius. Zum Buchhändler und Verleger siehe [[Johann Friedrich Junius]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johannes Junius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1573]] in [[Nieder-Weisel]] als Johannes Jung; † [[6. August]] [[1628]] in [[Bamberg]]) war Bamberger [[Bürgermeister]] (1614, 1617, 1621, 1624–1627) und Ratsherr (1608–1613, 1615–1616, 1618–1620, 1622–1623) und ein Opfer der [[Bamberg#Frühe Neuzeit|Hexenverfolgung in Bamberg]]. Der Fall von Junius hat besonders deshalb große Aufmerksamkeit gefunden, weil ein von ihm geschriebener Brief überliefert ist, eines der raren Zeugnisse von der Hand eines Opfers der [[Hexenverfolgung]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Bamberg, Domstraße 2-20170102-001.jpg|mini|Ehemaliges Wohnhaus des Johannes Junius in der Domstrasse 2 in Bamberg]]&lt;br /&gt;
== Hexenprozess ==&lt;br /&gt;
Als ehemaliger Bürgermeister der Stadt Bamberg lebte Johannes Junius Anfang 1628 mit seiner Frau und seinen fünf Kindern zusammen. In Bamberg war die Hexenverfolgung besonders verbreitet. Insgesamt fielen ihr etwa tausend Menschen zum Opfer, fast ein Zehntel der damaligen Bevölkerung. Auch Junius’ Frau Helena war im Frühjahr 1628 [[Besagung|besagt]], hatte auf der Folter gestanden und war auf dem [[Scheiterhaufen]] verbrannt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://ulrich-goepfert.de/index.php/de/archiv/67-aus-der-vergangenheit/12937-hexenverfolgung-in-bamberg-|titel=Hexenverfolgung in Bamberg|abruf=2023-07-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er selbst wurde am 28. Juni 1628 unter der Regierung von Fürstbischof [[Johann Georg II. Fuchs von Dornheim]] verhaftet, nachdem der ebenfalls der Hexerei verdächtigte Kanzler des Fürstbischofs, [[Georg Haan]], unter der Folter gezwungen wurde, Junius zu beschuldigen. Haan wurde am 14. Juli hingerichtet. Aus dem Gefängnis im Bamberger [[Drudenhaus]] schrieb Junius am 24. Juli 1628 einen verzweifelten Brief an seine Tochter Veronika, in dem er seine Unschuld beteuerte. Er war als [[Drude|Trudner]]  verurteilt und wartete  auf die Hinrichtung. Nach tagelanger Folter benannte Junius weitere angebliche Hexenmeister und [[Hexe]]n. Am 6. August 1628 wurde er [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]] und wenig später [[Hinrichtung|hingerichtet]].&amp;lt;ref&amp;gt;Britta Gehm: &amp;#039;&amp;#039;Die Hexenverfolgung im Hochstift Bamberg und das Eingreifen des Reichshofrates zu ihrer Beendigung&amp;#039;&amp;#039;. Olms, Hildesheim 2000, S. 178 und 185.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Geständnis ===&lt;br /&gt;
In seinem Geständnis unter Folter sagte Junius, dass er 1624, als er in finanziellen Schwierigkeiten war, von einer Frau verführt worden sei, die sich später als [[Succubus]] herausstellte. Sie habe ihn mit dem Tod bedroht, wenn er nicht Gott verleugnete. Er bekam den Hexen-Namen &amp;#039;&amp;#039;Krix&amp;#039;&amp;#039; und den Familiennamen &amp;#039;&amp;#039;Füchsin&amp;#039;&amp;#039;. Zu diesem Zeitpunkt hätten sich einige Stadtbewohner ebenfalls als Verbündete des [[Teufel]]s zu erkennen gegeben und ihm gratuliert. Von da an sei er regelmäßig auf einem riesigen, schwarzen, geflügelten Hund zum [[Hexensabbath]] geritten. Er habe eine [[Schwarze Messe]] besucht, auf welcher der [[Beelzebub]] erschienen sei. Obwohl ihm andere Hexen und Dämonen befohlen hätten, in ihrem Namen ein Kind zu töten, und ihn geschlagen hätten, habe er dieses Opfer nicht vollbracht. Er gab zu, sein Pferd geopfert zu haben und die Hostie entweiht zu haben. Sein Geständnis erinnert in mehreren Punkten an das Geständnis von [[Walpurga Hausmännin]] aus dem Jahr 1587, zum Beispiel an die Taufe auf einen Hexennamen und an das Verschwinden des Succubus, wenn der Name Gottes genannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Marjorie Elizabeth Plummer, Robin Bruce Barnes (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ideas and Cultural Margins in Early Modern Germany&amp;#039;&amp;#039;. Ashgate Publishing, 2009, ISBN 978-0-7546-6568-7, S. 226.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhörprotokoll wird heute unter der Signatur RB.Msc.148/299 als Teil der Bamberger Hexenprozessakten in der [[Staatsbibliothek Bamberg]] aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brief des Johannes Junius an seine Tochter Veronika ===&lt;br /&gt;
In einem letzten Brief an seine Tochter Veronika beschrieb Junius die Aussichtslosigkeit seiner Situation: „Vnschuldig bin ich in daß gefengnus kommen, vnschuldig bin ich gemarttert worden, vnschuldig muß ich sterben, dan wer in daß hauß kompt, der müß ein drutner werden oder wirdt so lang gemarttert, biß daß er etwas auß seinem kopff erdichten mus, vnd sich erst, daß got erbarme, vf etwas bedencken. [...] Nun weiß gott Im himmel, daß ich das geringste niht kan noch weyß, [ich] Sterbe also vnschuldig vnd wie ein [[Märtyrer|Merterer]]. [...] Ich bitte dich vmb daß [[Jüngstes Gericht|jungste gerichts]] willen: halt daß schreiben in gutter hut Vnd bet fur mich als dein vatter fur ein rechten Merterer. Nach meinem todt thue, waß du will[st], Doch hutte dich, das du daß schreiben niht lautbar machest. [...] Darfst kundlich fur mich schweren, daß ich kein trudtner, sonder ein merterer bin vnd sterb darmit. Zu tausent guter nacht, dan Dein vatter Johannes Junius siehet dich nimmermehr. 24. Julij anno 1628“.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Hasselbeck, Robert Zink: &amp;#039;&amp;#039;„So wirdt die gantze Burgerschafft verbrendt ...“. Der Brief des Bamberger Bürgermeisters Johannes Junius aus dem Hexengefängnis 1628 (Veröffentlichungen des Stadtarchivs Bamberg 15).&amp;#039;&amp;#039; Bamberg 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brief befindet sich heute unter der Signatur RB.Msc.148/300 in der Staatsbibliothek Bamberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Drudenhaus]]&lt;br /&gt;
* [[Dorothea Flock]]&lt;br /&gt;
* [[Katharina Haan]]&lt;br /&gt;
* [[Christina Morhaubt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Britta Distler (geb. Britta Gehm): &amp;#039;&amp;#039;Die Hexenverfolgung im Hochstift Bamberg und das Eingreifen des Reichshofrates zu ihrer Beendigung Hildesheim,&amp;#039;&amp;#039; Olms, 2012.&lt;br /&gt;
* Johannes Hasselbeck, Robert Zink: &amp;#039;&amp;#039;„So wirdt die gantze Burgerschafft verbrendt ...“. Der Brief des Bamberger Bürgermeisters Johannes Junius aus dem Hexengefängnis 1628 (Veröffentlichungen des Stadtarchivs Bamberg 15).&amp;#039;&amp;#039; Bamberg 2013. (Wissenschaftliche Edition.)&lt;br /&gt;
* Ralph Kloos, Thomas Göltl: &amp;#039;&amp;#039;Die Hexenbrenner von Franken&amp;#039;&amp;#039;. Erfurt 2012, ISBN 978-3-95400-109-5, S. 71–73.&lt;br /&gt;
* [[Harald Parigger]]: &amp;#039;&amp;#039;Ich sterbe als ein rechter Märtyrer: der Brief des Bamberger Bürgermeisters Johannes Junius aus dem Hexengefängnis vom 24. Juli 1628.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte in Wissenschaft und Unterricht.&amp;#039;&amp;#039; Band 41, 1990, S. 17–34.&lt;br /&gt;
* Pieter Minden: [Rezension von] &amp;#039;&amp;#039;Johannes Hasselbeck, Robert Zink:&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;„So wirdt die gantze Burgerschafft verbrendt ...“. Der Brief des Bamberger Bürgermeisters Johannes Junius aus dem Hexengefängnis 1628. Bamberg 2013.&amp;#039;&amp;#039; In: Historischer Verein Bamberg: &amp;#039;&amp;#039;Bericht.&amp;#039;&amp;#039; Band 150, 2014, S. 357–359.&lt;br /&gt;
* Wilhelm G. Soldan, Heinrich Heppe: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Hexenprozesse.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Neu bearbeitet und herausgegeben von Max Bauer, Reprint der Originalausgabe von G. Müller, München, 1911, S. 5 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:22-dtl-0000109843 Verhörprotokoll des Johannes Junius], Digitalisat der Handschrift RB.Msc.148/299 der Staatsbibliothek Bamberg&lt;br /&gt;
* [https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:22-dtl-0000109823 Brief von Johannes Junius an Veronika Junius], Digitalisat der Handschrift RB.Msc.148/300 der Staatsbibliothek Bamberg&lt;br /&gt;
* [https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:22-dtl-0000109830 Brief von Friedrich Potter an den Bamberger Fürstbischof Johann Georg II.], Digitalisat der Handschrift RB.Msc.148/301 der Staatsbibliothek Bamberg&lt;br /&gt;
* [http://www.anton-praetorius.de/downloads/namenslisten/Bamberg%20Namensliste%20Opfer%20mit%20Todesdatum.pdf Opfer der Hexenprozesse in Bamberg] (PDF; 262&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.bamberga.de/hexenverhoer_daniel_bittl.htm Hexenverhör des 14-jährigen Daniel Bittl aus Bamberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121474054|VIAF=306421354}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Junius, Johannes}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Hexenverfolgung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Bamberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1573]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1628]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hexenverfolgung in Bamberg]]&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Junius, Johannes&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Jung, Johannes (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Bürgermeister, Opfer der Hexenprozesse in Bamberg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1573&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nieder-Weisel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. August 1628&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bamberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JordiCuber</name></author>
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