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	<title>Johannes Hegetschweiler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mariusowitsch: /* Weblinks */ Commonscat</title>
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		<updated>2026-01-08T21:27:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Commonscat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Joh. Hegetschweiler.jpeg|miniatur|220px|Johannes Hegetschweiler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johannes Hegetschweiler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Dezember]] [[1789]] in [[Rifferswil]]; † [[9. September]] [[1839]] in [[Zürich]]) war ein [[Schweiz]]er [[Mediziner]], [[Botaniker]] und Politiker. Sein offizielles [[Autorenkürzel der Botaniker und Mykologen|botanisches Autorenkürzel]] lautet «{{Person|Hegetschw.}}» Er ist der Schwiegervater des Landschaftsarchitekten [[Leopold Karl Theodor Fröbel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Johannes Hegetschweiler ist als Sohn eines Chirurgen und Landwirts in Rifferswil bei Zürich aufgewachsen. Sein jüngerer Bruder war der Arzt und Statthalter [[Jacob Hegetschweiler]] (1795–1860).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.herbarien.uzh.ch/de/herbarien-zzt/sammler-details.html?id=8446 (Johann) Jakob Hegetschweiler (1795–1860)], in: Zürcher Herbarien, abgerufen am 9. Juni 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Johannes besuchte als Jugendlicher die [[Alte Kantonsschule Aarau|Kantonsschule]] in [[Aarau]], studierte zunächst Medizin in Zürich und dann von 1809 bis 1812 an der [[Universität Tübingen]]. Dort hörte er auch Vorlesungen in Naturwissenschaften, wobei besonders der Anatom, Zoologe und Physiologe [[Carl Friedrich von Kielmeyer]] grossen Einfluss auf ihn hatte. In Tübingen wurde er 1812 mit einer Arbeit über die [[Gewürzlilie]]n (&amp;#039;&amp;#039;Scitamineae&amp;#039;&amp;#039;) zum Dr.&amp;amp;nbsp;med. promoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1813 erhielt er eine Anstellung als Oberarzt an einem Militärlazarett, das die Österreicher bei ihrem Durchmarsch durch die Schweiz in [[Rheinau ZH|Rheinau]] errichtet hatten, erkrankte an Flecktyphus und wirkte nach seiner Genesung von 1814 bis 1831 als Arzt in [[Stäfa]] am [[Zürichsee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner freien Zeit sammelte und beobachtete er Pflanzen in der freien Natur und kultivierte in seinem Garten kritische Arten (Pflanzenarten, die in unterschiedlichen Modifikationen auftraten) unter verschiedenen Standortsbedingungen. Sein besonderes Interesse galt der alpinen Vegetation, die er bei zahlreichen Bergtouren erkundete, so unter anderem im Gebiet des [[Tödi]], den er 1819, 1829 und 1822 zu besteigen versuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar misslang ihm die Erstbesteigung des Tödi, dafür brachte er genaue topografische Aufnahmen, Höhenmessungen, Beobachtungen über Schneegrenze und Gletscher sowie Beschreibungen der nivalen Pflanzenwelt mit von seinen Touren zurück. Vor allem richtete er wiederum seinen Blick auf schwierige Pflanzentaxa (vor allem die Gattungen &amp;#039;&amp;#039;Veronica&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Gentiana&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Salix&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Hieracium&amp;#039;&amp;#039;), von denen er eine Reihe von Unterarten und Formen beschrieb. Nach seiner Ansicht werden die Unterschiede durch eine &amp;#039;&amp;#039;«Concentration der Einflüsse der Aussenwelt … meist Wirkungen von mehr oder weniger Licht, Schatten, Feuchtigkeit und Tröckne, Fette und Magerkeit des Bodens etc.»&amp;#039;&amp;#039; hervorgerufen. Je nach der Stärke der Umwelteinflüsse bilden sich nach seiner Ansicht &amp;#039;&amp;#039;«Deflexe; bey geringern Spuren des Eindrucks – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spielarten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; bei tiefern, dauernden – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abarten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; und im höchsten Grade sogar &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Halbspecies&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wenn ein der Urform conträrer Factor permanent einwirkt, wie z.&amp;amp;nbsp;B. Schatten auf eine ursprüngliche Lichtform».&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1822 fügte er einer Neuausgabe der &amp;#039;&amp;#039;«Flora helvetica»&amp;#039;&amp;#039; von [[Johann Rudolph Suter]] (1766–1827) eine pflanzengeografische Übersicht sowie eine Reihe neuer Arten und Fundorte bei. 1825 erschien eine Zusammenfassung seiner Beobachtungen, die er im Tödi-Gebiet gemacht hatte. Ab 1838 veröffentlichte er seine grosse «Flora der Schweiz», die nach seinem Tode von [[Oswald Heer]] vollendet wurde. Sie umfasst 2889 Pflanzen, Unterarten mitgerechnet. Bemerkenswert ist seine Schrift über diese Geschichte eines langen Weges, der nicht zum angestrebten Ziel führte und sich dennoch lohnte, die er formal an Schriften [[Johann Wolfgang von Goethe |Goethes]] anlehnte und von diesem als «unser Schweizer Freund» bezeichnet wurde. Auf Wunsch Goethes dokumentierte er in seiner Schrift die Entwicklung der Gletscher im Tödi-Gebiet.&amp;lt;ref&amp;gt; Reisen in den Gebirgsstock zwischen Glarus und Graubünden in den Jahren 1819, 1820 und 1822: Nebst einem botanischen Anhang und mehreren lithographischen Zeichnungen, von Joh. Hegetschweiler.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Leidenschaft für die Botanik ist Hegetschweiler als Politiker in die Schweizer Geschichte eingegangen. Von seinen Mitbürgern gewählt, sass er von 1830 bis 1839 im Grossen Rat und von 1831 bis 1839 im [[Regierungsrat des Kantons Zürich]], wo er sich unter anderem um die Neuanlage des Botanischen Gartens auf dem Bollwerk zur Katz verdient gemacht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als gemässigter Liberaler lehnte er 1839 die Berufung des freigeistigen schwäbischen Theologen [[David Friedrich Strauss]] an die [[Universität Zürich]] ab. Als am 6. September 1839 der bewaffnete Landsturm in Zürich auftauchte und es zu Strassenkämpfen, dem «[[Züriputsch]]», kam, wollte Hegetschweiler vermitteln, wurde in den Kopf geschossen und starb wenige Tage später an den Folgen dieser Verletzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gedenkstein ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hegetschweiler Gedenkstein.jpg|mini|Der Gedenkstein für Hegetschweiler im Alten Botanischen Garten Zürich]]&lt;br /&gt;
Verwandte und Verehrer Hegetschweilers beantragten etwa 40 Jahre nach seinem Tod, ihm im [[Alter Botanischer Garten Zürich|Alten Botanischen Garten]] in Zürich ein Denkmal setzen zu dürfen. Der Erziehungsrat bewilligte das Gesuch im November 1880.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Zürich&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Zürcher Zeitung&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 319, 14. November 1880, S. 1 ([https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&amp;amp;d=NZZ18801114-01.2.3 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Einweihung fand am 16. April 1882 im Beisein einiger Verwandter, Freunde und Beamten statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Zürich&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Bund&amp;#039;&amp;#039;. Band 33, Nr. 107, 19. April 1882, S. 3 ([https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&amp;amp;d=DBB18820419-01.2.8 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht in der Alpenanlage des Gartens und besteht aus einem Kalkblock aus [[Bad Ragaz]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; in den eine Marmortafel mit folgender Inschrift eingelassen ist:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Gestiftet zum Andenken an&amp;lt;br /&amp;gt;Dr. Joh. Hegetschweiler&amp;lt;br /&amp;gt;von Stäfa&amp;lt;br /&amp;gt;Staatsrath.&amp;lt;br /&amp;gt;Geb. in Riffersweil den 24. Dec. 1789.&amp;lt;br /&amp;gt;Gest. in Zürich den 10. Sept. 1839.&amp;lt;br /&amp;gt;In Erinnerung an seine Verdienste um die Natur-&amp;lt;br /&amp;gt;forschung und um die Gründung dieses Gartens.&lt;br /&gt;
 |Sprache=de-CH&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dedikationsnamen ===&lt;br /&gt;
[[Oswald Heer]] benannte zu Hegetschweilers Ehren die Hochlandweide &amp;#039;&amp;#039;[[Weiden (Gattung)#In Europa heimische Arten|Salix]] hegetschweileri&amp;#039;&amp;#039;. Auch eine [[Flechte]]nart, &amp;#039;&amp;#039;Bacidia hegetschweileri&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Hepp) Vainio}}, wurde nach ihm benannt. Ihm zu Ehren ist auch eine Pflanzengattung, &amp;#039;&amp;#039;[[Hegetschweilera]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Heer &amp;amp; Regel}}, aus der Familie der [[Hülsenfrüchtler]] (Fabaceae) benannt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burkhardt2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Flora der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Fortgesetzt und herausgegeben von [[Oswald Heer]]. Schulthess, Zürich 1840 ([https://www.e-rara.ch/zut/content/titleinfo/7124229 e-rara]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|11|276|278|Hegetschweiler, Johannes|[[Gerold Meyer von Knonau (Historiker)|Gerold Meyer von Knonau]]|ADB:Hegetschweiler, Johannes}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|8|230|231|Hegetschweiler, Johannes|Ernst Furrer|118631055}}&lt;br /&gt;
* [[Christoph Mörgeli]]: &amp;#039;&amp;#039;Dr. med. Johannes Hegetschweiler (1789–1839): Opfer des «Züriputschs», Wissenschafter und Staatsmann zwischen alter und moderner Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Juris-Verlag. Zürich 1986. Diss. phil. I, Univ. Zürich (&amp;#039;&amp;#039;Zürcher medizingeschichtliche Abhandlungen&amp;#039;&amp;#039;; n.&amp;amp;nbsp;R. 180).&lt;br /&gt;
* [[Emil Zopfi]]:&amp;#039;&amp;#039; Schrot und Eis – als Zürichs Landvolk gegen die Regierung putschte.&amp;#039;&amp;#039; Historischer Roman. Limmat Verlag, Zürich 2005, ISBN 3-85791-487-4.&lt;br /&gt;
* {{HLS|7307|Johannes Hegetschweiler|Autor=Markus Bürgi|Datum=2006-08-24}}&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Schneider (Historiker) |Bernhard Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Eine epochale Führungsfigur: Johannes Hegetschweiler&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;6000 Jahre im Überblick: Geschichte von Stäfa&amp;#039;&amp;#039;. Schneider Communications 2023, S. 74–86.&lt;br /&gt;
* Arnold Egli, Hans Frey, Karl U. Kramer, Christoph Mörgeli: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Joahnnes Hegetschweiler 1789–1839&amp;#039;&amp;#039; Gut Verlag, Stäfa 1989, ISBN 385717-061-1&lt;br /&gt;
* Bruno Schmid: &amp;#039;&amp;#039;Ein Quellenfund zum Tod von Regierungsrat Hegetschweiler: Antworten und neue Fragen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zürcher Taschenbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band 118. 1998. S. 125–143 ([https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=zut-001%3A1998%3A118%3A%3A139 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Johannes Hegetschweiler|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Helveticat-GND|gnd=118631055}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118631055}}&lt;br /&gt;
* {{IPNI|Hegetschw.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burkhardt2018&amp;quot;&amp;gt;Lotte Burkhardt: [https://www.bgbm.org/de/other-publications/verzeichnis-eponymischer-pflanzennamen-erweiterte-edition &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition.&amp;#039;&amp;#039;] Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118631055|LCCN=n86009976|VIAF=42631162}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hegetschweiler, Johannes}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botaniker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geobotaniker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Schweiz vor 1848)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regierungsrat (Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergsteiger (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1789]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1839]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hegetschweiler, Johannes&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Mediziner, Botaniker und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Dezember 1789&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rifferswil]], Schweiz&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. September 1839&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zürich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mariusowitsch</name></author>
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