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	<title>Johann Walhoff - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T12:59:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Pessottino: Commonscat mit Helferlein hinzugefügt</title>
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		<updated>2025-01-31T13:49:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commonscat mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wurgl/8Schwestern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wurgl/8Schwestern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Helferlein&lt;/a&gt; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:WP Johann Walhoff 1543.jpg|mini|Johann Walhoff]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Walhoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1495]] in [[Lübeck]]; † [[1543]] ebenda) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Reformator]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studium ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walhoff nahm im April 1513 ein Studium an der [[Universität Rostock]] auf,&amp;lt;ref&amp;gt; [http://purl.uni-rostock.de/matrikel/100012917 Immatrikulation von Johann Walhoff] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; das er mit dem [[Akademischer Grad|akademischen Grad]] eines [[Bakkalaureus]] der [[Theologie]] abschloss.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://purl.uni-rostock.de/matrikel/400060828 Promotion zum Bakkalar von Johann Walhoff] im Rostocker Matrikelportal&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon während seiner Studienzeit hatte er 1514 eine [[Vikarie]] an der Lübecker [[Marienkirche (Lübeck)|Marienkirche]] inne. Nach seiner Rückkehr nach Lübeck bekleidete er an dieser Kirche das Amt des [[Kaplan]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken als Reformator ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1528&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1528 hielt Walhoff [[Evangelisch-Lutherische Kirchen|lutherisch]] beeinflusste [[Predigt]]en und drohte dem [[Domkapitel]] zugleich seinen Rücktritt an, falls man diese Predigttätigkeit nicht zusätzlich entlohnen würde. Da Walhoff ein bei seiner Gemeinde außerordentlich beliebter [[Geistlicher]] war, bei dessen Rücktritt man Unruhen befürchtete, wurde Walhoffs Wünschen stattgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April desselben Jahres übernahm Walhoff die Vertretung seines lutherischen Gesinnungsgenossen [[Andreas Wilms (Geistlicher)|Andreas Wilms]] als [[Lübecker Dom|Domprediger]] während dessen Reise nach [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]]. Nach Wilms’ Rückkehr wurde fortan auch Walhoff vom Lübecker Domkapitel und dem [[Stadtrat|Rat]] Misstrauen entgegengebracht. Er wurde zusammen mit Wilms ermahnt, sich künftig lutherischer Äußerungen in seinen Predigten zu enthalten. Am 2. August jedoch hielt Walhoff in der Marienkirche eine offen lutherische Predigt und sorgte damit für erheblichen Zulauf zu den Lutheranern. Rat und Kapitel begannen hierauf die Absetzung Walhoffs zu beraten. Die Nachricht von diesem Vorhaben rief bedrohliche Unruhe in der Bevölkerung hervor, so dass Walhoff selbst am 23. August in einer Predigt ausdrücklich Gehorsam gegenüber der Obrigkeit anmahnte; in der Nachmittagspredigt desselben Tages griff er jedoch die Kirche und ihre als irrig empfundenen Lehren und Bräuche scharf an. Diese und folgende ähnliche Äußerungen ließen ihn in den Augen von Rat und Domkapitel zu einem unkalkulierbaren Risikofaktor werden, aber wegen seiner Beliebtheit schreckt man vor einer Absetzung noch zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst am 30. Dezember, nachdem er erneut eine lutherische Predigt in der Marienkirche gehalten hatte, kamen der Rat und Bischof [[Heinrich III. Bockholt|Bockholt]] überein, Walhoff die Predigterlaubnis zu entziehen und zu beurlauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1529&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr verließ Walhoff Lübeck und ging nach [[Kiel]], wo nach der Vertreibung [[Melchior Hofmann]]s zuverlässige lutherische Prediger benötigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Weggang verlangten in Lübeck Lutheraner seine [[Rehabilitation|Rehabilitierung]] und Rückberufung. Der Lübecker [[Ach Gott, vom Himmel sieh darein|Singekrieg]] der folgenden Monate stellte auch eine Protestäußerung dar, mit der die Bürger ihren Unwillen bekundeten und die Rückkehr von Wilms und Walhoff forderten. Der Rat und die Kirche, deren Position zunehmend unsicher wurde, da immer mehr Bürger und auch [[Geistlicher|Geistliche]] sich zum Luthertum bekannten, gaben dem Druck schließlich am 18. Dezember nach und riefen Walhoff zugleich mit Wilms nach Lübeck zurück, mit der Auflage, bei seinen Predigten alles zu vermeiden, was Uneinigkeit und [[Aufruhr]] verursachen könnte. Aus Anlass der Rückberufung sandte [[Martin Luther]] beiden einen eigens verfassten [[Hirtenbrief]], in dem er sie in ihrer Arbeit bestärkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1530&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Januar 1530 wurde Johann Walhoff und Andreas Wilms im [[Lübecker Rathaus]] in Anwesenheit eines [[Bürgerausschuss]]es und aller vier [[Lübecker Bürgermeister|Bürgermeister]] ihre Berufung verlesen. Zugleich wurden ihnen die detaillierten Auflagen verkündet, unter denen sie fortan lutherisch predigen sollten. Besonders wurde ihnen untersagt, an den [[Ritus|Riten]] der [[Heilige Messe|Messe]] Änderungen vorzunehmen, so lange der über die Zulässigkeit solcher Neuerungen beratende [[Reichstag (HRR)|Reichstag]] zu keiner Entscheidung gekommen war. Insbesondere durch auf [[Deutsche Messe (Gottesdienst)|Deutsch gehaltene Messen]] befürchteten Rat und [[Klerus]] der Stadt weitere Unruhen. Diese Beschränkungen entsprachen nicht den Wünschen der lutherischen Gemeinden. Dennoch hatte Walhoff nun die Freiheit, in seiner neuen Position als Prediger zu St. Marien weitgehend offen die lutherische Lehre zu verkünden. Seine und Wilms’ Predigten verschafften dem Luthertum in Lübeck erheblichen Auftrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walhoff nutzte gemeinsam mit Wilms die veränderte Situation, um weitere Geistliche auf die Seite des Luthertums zu ziehen. Von der Kirche neu eingesetzte Kleriker, die sich weigerten, auf evangelische Art zu predigen, nötigte er zur Aufgabe ihrer Tätigkeit oder zum Verlassen der Stadt, indem er ihnen androhte, sie ansonsten scharf in seinen Predigten anzuprangern. Auch ignorierte Walhoff die auferlegten Einschränkungen; am 1. Mai etwa hielt er zusammen mit Wilms die Messe im Dom vollständig in deutscher Sprache ab.&lt;br /&gt;
[[Bild:Johannes-Walhoff.jpg|mini|Johann Walhoffs Epitaph (1942 vernichtet)]]&lt;br /&gt;
Walhoffs Aktivitäten trugen dazu bei, dass der Rat im Verlaufe des Jahres seine anfangs noch deutlich ablehnende Haltung gegenüber der lutherischen Lehre stückweise aufgab und während der Verhandlungen mit der mehrheitlich evangelischen [[Bürgerschaft (Vertretungsorgan)|Bürgerschaft]] schließlich eine völlige Kehrtwende vollzog, als seine bisherige Position unhaltbar wurde. Am 30. Juni 1530 wurde die [[Reformation]] durch Ratsbeschluss offiziell in Lübeck eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walhoff bleibt bis zu seinem Tod im Jahre 1543 evangelischer Prediger der Marienkirche. Das einzige bekannte Bildnis, sein [[Luftangriff auf Lübeck am 29. März 1942|1942]] verbranntes [[Epitaph]] in der Lübecker Marienkirche, zeigt ihn in dieser Funktion bei Abhaltung einer Predigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wilhelm Jannasch: &amp;#039;&amp;#039;Reformationsgeschichte Lübecks vom Petersablaß bis zum Augsburger Reichstag 1515-1530&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Max Schmidt-Römhild, Lübeck 1958&lt;br /&gt;
* Wolfgang Prange: &amp;#039;&amp;#039;Vikarien und Vikare in Lübeck bis zur Reformation&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Schmidt-Römhild, Lübeck 2003. ISBN 3-7950-0478-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://archive.thulb.uni-jena.de/hisbest/receive/HisBest_cbu_00008612 Johannes Bugenhagen, Martin Luther: Brief an Andreas Wilms und Johann Walhoff in Lübeck (Wittenberg, 12. Januar oder 12. März 1530)], Digitalisat der [[Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1044305673|VIAF=305352589}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Walhoff, Johann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformator]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (Lübeck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lübecker Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1495]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1543]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Walhoff, Johann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Walhoff, Johannes&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Reformator&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1495&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lübeck]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1543&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lübeck]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pessottino</name></author>
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