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	<title>Johann Pfunner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Pfunner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* zwischen [[1713]] und [[1716]] in [[Schwaz]] in [[Tirol]]; † [[24. Mai]] [[1788]] in [[Freiburg im Breisgau]]) war ein österreichisch-deutscher Maler des [[Rokoko]] und beginnenden [[Klassizismus]]. Er wirkte vor allem im Schwarzwald, im Breisgau, in der Ortenau und im Elsass.&lt;br /&gt;
[[Datei:Uracher Pfarrkirche (Urach BW) jm1322.jpg|mini|hochkant|Die [[Heilige Drei Könige|Heiligen Drei Könige]] in [[Allerheiligen (Vöhrenbach-Urach)]]. Skulpturen von [[Matthias Faller]], Gemälde von Johann Pfunner.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach der Lehre in Schwaz verbrachte er ab 1736 seine Gesellenzeit in [[Straßburg]]. Er arbeitete dann in mehreren Kirchen im Schwarzwald und im Breisgau, um sich 1749 in Freiburg einbürgern zu lassen, wo er Mitglied der Malerzunft „zum Riesen“ wurde. Er hatte in Freiburg wohl Verwandte von Schwaz her, so Franz Friedrich Pfunner (* 20. März 1718 in Freiburg im Breisgau; † 24. Februar 1781 in [[Offenburg]]), der ebenfalls Maler war,&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Friedrich Pfunner in: &amp;#039;&amp;#039;Landeskunde entdecken online Baden-Württemberg (LEO-BW).&amp;#039;&amp;#039; ([http://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/wlbblb_personen/1012713180/Pfunner+Franz+Friedrich leo-bw.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt; aber nicht die Bedeutung Johanns erlangte. 1765 heiratete Johann Pfunner die Freiburgerin Maria Anna Willin und 1766 kaufte er das Haus „Zum Hinteren und Vorderen Pelikan“ in der „Grossen Gasse“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heute Kaiser-Joseph-Straße 224, Ecke Bertholdstraße, Heinz Siebold: &amp;#039;&amp;#039;Der standhafte Pelikan.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Badische Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 16. Juli 2008 ([http://www.badische-zeitung.de/freiburg/der-standhafte-pelikan--3438756.html badische-zeitung.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1787 ersuchte er den Stadtrat, ihm den Kaffee- und Bierausschank in seinem Haus zu genehmigen, „da er, weil alt und auf einem Auge blind, durch seine Kunst nichts mehr verdienen“ könne. Nach seinem Tod mussten die Witwe und beider Sohn Johann Evangelista, der sich als „[[Fassung (Bemalung)|Fassmaler]]“ bezeichnete, das Haus verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Sein Leben und Werk ist zuerst von [[Hermann Ginter]], dann besonders von [[Hermann Brommer]] erforscht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Brommer nennt Pfunner den meistbeschäftigten Freiburger Barockmaler. Von ihm stammt die bisher detaillierteste Auflistung seiner Werke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brommer&amp;quot;&amp;gt;Hermann Brommer: &amp;#039;&amp;#039;Benedikt Gambs und Johann Pfunner. Zwei bedeutende Barockmaler in Schloss Ebnet.&amp;#039;&amp;#039; In: Freiherrlich Gayling von Altheim’sches Gesamtarchiv Schloß Ebnet (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Barockschloss Ebnet.&amp;#039;&amp;#039; Schnell und Steiner, München und Zürich 1989, ISBN 3-7954-0468-1, S. 104–110.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Dehio-Handbuch]] für die [[Baden-Württemberg|baden-württembergischen]] Regierungsbezirke Freiburg und Tübingen von 1997 werden Werke von ihm 25-mal genannt, Werke des gleichaltrigen [[Benedikt Gambs]] zum Vergleich 6-mal, des etwas jüngeren [[Simon Göser]] 12-mal. Dazu gehören in chronologischer Folge bei Berücksichtigung der in der Literatur ausführlicher als durch einfache Nennung behandelten Werke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1739–1740 Altarbilder und vielleicht auch Deckenfresken in der Pfarrkirche [[Allerheiligen (Vöhrenbach-Urach)|Allerheiligen]] in [[Vöhrenbach]]-Urach.&lt;br /&gt;
* 1741 Deckenfresken in Chor – Martyrium der heiligen [[Margareta von Antiochia]] – und Langhaus – Martyrium des heiligen [[Sebastian (Heiliger)|Sebastian]] – in der Pfarrkirche St. Sebastian in [[Simonswald]] im [[Landkreis Emmendingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dagmar Zimdars (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Georg Dehio – Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler – Baden-Württemberg II.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kunstverlag, Berlin 1997, ISBN 3-422-03030-1, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1741 oder etwas später Deckenfresken in der [[Giersbergkapelle (Kirchzarten)|Giersbergkapelle]] in [[Kirchzarten]] östlich von Freiburg, nämlich die [[Verkündigung des Herrn]], [[Mariä Heimsuchung]], signiert „Johannes Pfunner pxt“, und die Geburt Jesu, „ein von schier unglaublicher Bewegtheit pulsierendes Weihnachtsbild“, außerdem die heiligen [[Sebastian (Heiliger)|Sebastian]], [[Stephanus]], [[Laurentius von Rom|Laurentius]], [[Rochus von Montpellier|Rochus]] und [[Johannes Nepomuk]]. Pfunner malte wohl auch die Oberbilder der Seitenaltäre in [[St. Gallus (Kirchzarten)]].&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Kern: &amp;#039;&amp;#039;Der Giersberg. Das Marienheiligtum im Dreisamtal.&amp;#039;&amp;#039; Schillinger-Verlag, Freiburg im Breisgau 1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Adelhauser Kirche (Freiburg) 3717.jpg|mini|hochkant|Heilige Cäcilia in der Adelhauser Kirche.]]&lt;br /&gt;
* 1742 Seitenaltarblatt der [[Unbefleckte Empfängnis|Maria immaculata]] auf der Weltkugel, von Engeln umgeben, in der Pfarrkirche [[St. Columba (Pfaffenweiler)|St. Columba]] in [[Pfaffenweiler]] südlich von Freiburg, sowie Altarblatt mit den Heiligen [[Barbara von Nikomedien]] und [[Rosalia (Heilige)|Rosalia]] in der ihnen geweihten Kapelle im Ortsteil Öhlinsweiler, entstanden zu einer Zeit, als Pfunner „noch nicht über die Qualität seiner Arbeiten der 50er- und 60er-Jahre verfügte“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pfaffenweiler&amp;quot;&amp;gt;[[Manfred Hermann (Kunsthistoriker)|Manfred Hermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Pfarrkirche St. Columba Pfaffenweiler.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Schnell und Steiner, München und Zürich 1983.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1748 Altarbild des heiligen [[Nikolaus von Myra]], signiert „Johann Pfunner pinx. 1748“, in der St. Leonhard-Kapelle in [[Hüfingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dagmar Zimdars (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Georg Dehio – Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler – Baden-Württemberg II.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kunstverlag, Berlin 1997, ISBN 3-422-03030-1, S. 319–320; hier heißt es falsch, das Altarblatt stelle den heiligen [[Leonhard von Limoges]] dar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1749 Ölbild der heiligen [[Cäcilia von Rom]] auf der Rückseite des [[Prospekt (Orgel)|Orgelprospekts]] der [[Adelhauser Kirche Mariä Verkündigung und St. Katharina|Adelhauser Kirche]] in Freiburg, eines der ersten in der Stadt gefertigten Werke, signiert „Joh. Pfunner 1749“. Cäcilia in blauem Mantel spielt auf einer kleinen Orgel. Hinter ihr hält ein Engel in beige-ockerfarbenem Gewand ein zusammengerolltes Papier in der rechten Hand und weist mit der linken auf das Notenpult der Orgel.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Bock und Lothar A. Böhler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bestandskataloge der weltlichen Ortsstiftungen der Stadt Freiburg i. Br. Band IV. Die Gemälde Spätmittelalter – Anfang 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Allgemeine Stiftungsverwaltung Freiburg i.Br. 1997, ISBN 3-356-00849-8, S. 86–87.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1750 heiliger [[Trudpert (Heiliger)|Trudpert]] im Hochaltar der zur Pfarrei St. Gallus und Otmar in [[Ebringen]] im Breisgau gehörenden „[[Berghauser Kapelle]] St. Trudpert“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hermann&amp;quot;&amp;gt;Manfred Hermann: &amp;#039;&amp;#039;Kath. Pfarrkirche St. Gallus und Otmar Ebringen/Breisgau.&amp;#039;&amp;#039; Schnell und Steiner, München und Zürich 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1752 Hochaltarbild des [[Erzengel]]s [[Michael (Erzengel)|Michael]] beim [[Höllensturz]] sowie fünf Landschaftsbilder an der Brüstung der Orgelempore in der Pfarrkirche St. Michael in [[Appenweier]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Schnell: &amp;#039;&amp;#039;St. Michael Appenweier.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Schnell und Steiner, München und Zürich 1973.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1752 Deckenbild im Stiegenhaus des [[Schloss Ebnet|Schlosses Ebnet]] im Freiburger Stadtteil [[Ebnet (Freiburg im Breisgau)|Ebnet]] mit Personifikationen der vier Erdteilen Europa, Asien, Afrika und Amerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brommer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1752 Chordeckenfresko der [[Mariä Aufnahme in den Himmel|Himmelfahrt Marias]] und des heiligen [[Genesius von Rom]] in der Pfarrkirche [[St. Genesius (Riedböhringen)|St. Genesius]] in [[Riedböhringen]], einem Stadtteil von [[Blumberg]] am Südrand des Schwarzwaldes.&lt;br /&gt;
* 1753 bis 1754 malerische Ausstattung der Pfarrkirche [[St. Alexius (Herbolzheim)|St. Alexius]] in [[Herbolzheim]] im [[Landkreis Emmendingen]]. Dazu gehören im Chor eine „[[Dreifaltigkeit|Heilige Dreifaltigkeit]]“; darum sechs [[Lünette (Bildende Kunst)|Lünettenbilder]]; vor dem Chorbogen der Kirchenpatron, der heilige [[Alexius von Edessa]], mit einem Bild seiner Herbolzheimer Kirche; in der Mitte des Schiffs ein Bittgebet der Heiligen Maria, des [[Dominikus]] und des [[Franziskus von Assisi]] an Christus, der auf Wolken königlich erscheint, bereit, drei Lanzen (Pest, Hunger, Krieg) auf die Erde zu schleudern; über der Orgel Alexius, den Engel auf einer Wolke gen Himmel tragen; darum zehn Lünettenbilder; und – nur zugeschrieben – das Hochaltargemälde des sterbenden Alexius. „Mit Bravour hat sich der Freiburger Rokokomeister des ersten größeren Auftrags im Breisgau entledigt. Seine Gemälde reißen die Kirchendecke zum Himmel hin auf und versuchen in ihrer visionären Schau und ekstatischen Steigerung, den Betrachter in die heiligen Geschehnisse mithineinzuziehen.“ Von Pfunner soll auch das Deckenbild im Chor der Herbolzheimer Wallfahrtskirche „Maria im Sand“ mit der Gründungslegende stammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Brommer: &amp;#039;&amp;#039;Kath. Stadtpfarrkirche St. Alexius Herbolzheim i. Br.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Schnell und Steiner, München und Zürich 1984.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1754 bis 1755 „wirkungsvolle Akzentuierung der Architektur“&amp;lt;ref&amp;gt;Dagmar Zimdars (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Georg Dehio – Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler – Baden-Württemberg II.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kunstverlag, Berlin 1997, ISBN 3-422-03030-1, S. 486.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Pfarrkirche [[St. Brigitta (Niederschopfheim)|St. Brigitta]] in Niederschopfheim, einem Ortsteil der Gemeinde [[Hohberg]] im [[Ortenaukreis]]. Die vier Hauptbilder zeigen die Geburt Jesu, seine Auferstehung, seine Himmelfahrt und das Pfingstwunder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2018-04 |url=http://www.kath-hohberg.de/html/highlights/bilder_st_brigtta_niederschopheim.html?&amp;amp;modul=26&amp;amp;id=192 |text=Bilder auf der Internetseite der Seelsorgeeinheit Hohberg. |archivebot=2018-04-17 12:06:16 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1757 Apsisfresko – Pfunner nur zugeschrieben – von St. Wendelin in [[Bottenau]], einem Ortsteil von [[Oberkirch (Baden)|Oberkirch]] im Ortenaukreis.&amp;lt;ref&amp;gt;Dagmar Zimdars (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Georg Dehio – Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler – Baden-Württemberg II.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kunstverlag, Berlin 1997, ISBN 3-422-03030-1, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt; Links sieht man [[Wendelin]], der seine Schafe hütet, rechts ein bäuerliches Paar, das ihn verehrt. „Die beiden Bildhälften faßt ein von Putten baldachinartig gespanntes rotes Tuch mit goldenen Borten und Quasten sehr geschickt zusammen, in der Mitte einer Engelsgruppe Raum gebend, welche [[Inful]] und Stab wie Krone und Zepter weisen, die Abzeichen St. Wendels fürstlicher Herkunft und seiner späteren Stellung als Abt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ginter 1930, S. 110.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Deckenbild stellt die Heilige Dreifaltigkeit dar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.adephagia.de/magazin/Reisenland_Deutschland/Baden_Wuerttemberg/Baden/Ortenau/Ausflugtipps_Ortenau/St_Wendelin_Bottenau/St_Wendelin_index.php |wayback=20131020221504 |text=Apsis der Kapelle auf der Internetseite Adephagia.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1757 Deckenbilder der [[Ohmenkapelle]] bei [[St. Märgen]], darunter in der Mitte Michael beim Engelssturz.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Hermann: &amp;#039;&amp;#039;Katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt St. Märgen im Schwarzwald.&amp;#039;&amp;#039; Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2003, ISBN 3-89870-135-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Sankt Michael (Freiburg) jm4578.jpg|mini|hochkant|Auferweckung des Lazarus in der Freiburger Michaelskapelle]]&lt;br /&gt;
* 1760 neun signierte Ölgemälde, drei große und sechs ovale oder runde kleinere, für die Decke der [[St. Michaelskapelle (Freiburg im Breisgau)|St. Michaelskapelle]] auf dem [[Alter Friedhof (Freiburg im Breisgau)|Alten Friedhof]] in Freiburg im Breisgau. Eines der drei Großbilder zeigt die Auferweckung des [[Jüngling von Naïn]] nach dem Lukasevangelium {{Bibel|Lk|7}}. In der „Auferweckung des [[Lazarus]]“ nach dem Johannesevangelium {{Bibel|Joh|11|1-17}} hebt sich „aus dem geöffneten Grabe … die knochige Gestalt des Lazarus, mit förmlicher Gier das Machtwort von Jesu Mund nehmend, das ihn zu neuem Leben ruft. Majestät und Milde einen sich glücklich in Christi Gestalt, der sein ‚Lazare veni‘ – ‚Komm, Lazarus‘ mit hoheitsvoller Geste begleitet. Helfende Hände sind dem Erweckten nahe, andere erscheinen diskret in dämmerige Entfernung gerückt und lassen die Hauptgruppe umso markanter in den Vordergrund treten. Das Gemälde ist eines der tüchtigsten des Pfunnerschen Pinsels“. Im dritten Großbild ersteht Jesus nicht aus einem schlichten Felsengrab, sondern einem pompösen Mausoleum.&amp;lt;ref&amp;gt;Ginter 1930, S. 111.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1761 acht Deckengemälde mit der Legende der heiligen [[Katharina von Alexandrien]] in der ehemaligen Schlosskapelle St. Katharina, jetzigen evangelischen Kirche, in [[Mahlberg]] im Ortenaukreis.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ekiba.de/html/aktuell/aktuell_u.html?t=2d65baac8b926772c5778ca803e0c0b7&amp;amp;tto=a1881866&amp;amp;&amp;amp;cataktuell=&amp;amp;m=6677&amp;amp;artikel=1519&amp;amp;stichwort_aktuell=&amp;amp;default=true Die Kirche auf der Internetseite der evangelischen Landeskirche in Baden.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1763 bis 1764 malerische Ausgestaltung der Pfarrkirche [[St. Gallus (Hofweier)|St. Gallus in Hofweier]], Ortsteil der Gemeinde Hohberg. Das große Mittelbild, die Schlüsselübergabe an Petrus, sei eine der besten Arbeiten Pfunners.&amp;lt;ref&amp;gt;Dagmar Zimdars (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Georg Dehio – Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler – Baden-Württemberg II.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kunstverlag, Berlin 1997, ISBN 3-422-03030-1, S. 309.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem acht Bilder zum [[Vaterunser]].&lt;br /&gt;
* 1765 Deckenbilder der evangelischen [[Kirche Meißenheim]] im Ortenaukreis, darunter eine farbenfrohe „Himmelfahrt Christi“.&lt;br /&gt;
* 1767 Hochaltarblatt mit der „Verherrlichung des Kreuzes Christi“ in der Heilig-Kreuz-Kirche in [[Horb am Neckar]]. Das Bild ist „Johann Pfunner invenit et pinxit 1767“ signiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Manz: &amp;#039;&amp;#039;Die Stiftskirche Heilig Kreuz in Horb am Neckar&amp;#039;&amp;#039; [http://hlkreuz-horb.drs.de/fileadmin/Baukasten/Horb-HlGeist/Stiftskirche.pdf hier S. 17.] (PDF; 5,7&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1767 Hochaltarbild mit der Mantelteilung des heiligen [[Martin von Tours]] in der Kirche [[St. Martin (Hochdorf)|St. Martin]] im Freiburger Stadtteil [[Hochdorf (Freiburg im Breisgau)|Hochdorf]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kath-freiburg-nordwest.de/html/content/geschichte.html Bilder] auf der Internetseite der Seelsorgeeinheit Freiburg Nordwest.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1772 und noch einmal 1778 bis 1779 Arbeiten in der [[St. Bartholomäus (Ettenheim)|Pfarrkirche St. Bartholomäus]] in [[Ettenheim]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2025-08 |url=http://www.ettenheim.de/dynasite.cfm?dsmid=329 |text=Bilder |archivebot=2025-08-14 08:01:02 InternetArchiveBot}} auf der Internetseite der Stadt Ettenheim.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1772 entstand das figurenreiche Hochaltarbild mit dem Martyrium des Apostels [[Bartholomäus (Apostel)|Bartholomäus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Heinfried Wischermann: &amp;#039;&amp;#039;Zum Programm der Deckenbilder und der Altäre der Ettenheimer Stadtpfarrkirche.&amp;#039;&amp;#039; In: Dieter Weis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;St. Bartholomäus Ettenheim.&amp;#039;&amp;#039; Schnell und Steiner, München und Zürich 1982, ISBN 3-7954-0906-3, S. 80–100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Heilige sitzt halbnackt auf einem Steinblock. Die Arme sind über den Kopf hochgebunden. Zwei Folterknechte ziehen ihm die Haut der Oberarme ab. Der Ettenheimer Arzt und Chronist Joann Conrad Machleid (1708–1794) schrieb: „17 große figuren, ohne daß waß in daß Perspektif mit Köpfen gemalt ist. Eß stellet vor die marter von dem heiligen ersten allhießigen KirchenPatron Bartholome. Eß ist Kunstreich wunderschön gemacht in der anatomie, noch schön in der stellung der figuren und haltung /: auch proper in schatten und liecht gemalt; eß Kostet von der gemein bezalt nur 180 Reichsgulden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brommer2&amp;quot;&amp;gt;Hermann Brommer: &amp;#039;&amp;#039;Barock in Ettenheim: Das ‚Heilige Grab‘ der Stadtpfarrkirche.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Ortenau.&amp;#039;&amp;#039; 61, 1981, S. 103–117.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1778 bis 1779 folgte das „‚Heilig-Grab-Theatrum‘, eine prachtvolle, den gesamten Chorraum füllende gemalte Architekturkulisse mit Szenen der Passion und Wechselbildern zu den [[Kartage]]n.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dagmar Zimdars (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Georg Dehio – Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler – Baden-Württemberg II.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kunstverlag, Berlin 1997, ISBN 3-422-03030-1, S. 184.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sollte das Leiden Jesu ähnlich einem [[Passionsspiel]] vergegenwärtigen. Wenn Pfunners Bilder an einem Holzgerüst aufgestellt sind, verdecken sie dan Hochaltar. Auffallend sei der Frühklassizismus. „Zopfgirlanden, Rosengestecke in würfelförmigen, auf kelchartige Füße gestellten Körben und das Fehlen von [[Rocaille]]schmuck verdeutlichen, wie sehr der Freiburger Rokokomaler an die sich wandelnde Kunstauffassung seiner Zeit Tribut zollte.“ Doch sei in der festlichen Farbigkeit, den pathetischen Gebärden der Engel und den Gesichtern mit etwas vorquellenden Augen die rokokohafte Grundstimmung geblieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brommer2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1773 signiertes Seitenaltarbild der [[Vierzehn Nothelfer]] in der Pfarrkirche [[St. Petronilla (Kiechlinsbergen)|St. Petronilla]] in Kiechlinsbergen, einem Ortsteil von [[Endingen am Kaiserstuhl]].&lt;br /&gt;
* 1775 bis 1777 als letzter großer Auftrag die Pfarrkirche [[St. Peter (Endingen)|St. Peter]] in Endingen. Die meisten Bilder beziehen sich auf den Kirchenpatron. Die vier großen Deckenbilder zeigen des Petrus reichen Fischfang nach {{B|Lk|5|5-6}}, mit Pfunners Signatur und der Jahreszahl 1775, die Wahl des Apostels [[Matthias (Apostel)|Matthias]] nach {{B|Apg|1|23-26}}, die Berufung des Petrus zum [[Hauptmann Kornelius]] nach {{B|Apg|10|17-20}} und die Heilung des Lahmgeborenen nach {{B|Apg|3|1-3}}. Hinzu kommen zahlreiche Lünettenbilder. Das Hochaltarbild, signiert „Joh. Pfunner inv. 1777“ zeigt die Schlüsselübergabe an Petrus nach {{B|Mt|16|19}} und seine Kreuzigung. Den Hochaltaraufbau und die Seitenaltäre fertigte der Bildhauer [[Joseph Amann]].&lt;br /&gt;
* 1776 Altarblätter von St. Gallus in [[Teningen#Heimbach|Heimbach]], einem Ortsteil von [[Teningen]] bei Emmendingen. Das Hochaltarblatt des heiligen [[Gallus (Heiliger)|Gallus]] ist signiert „Joh. Pfunner inv. 1776“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2022-03 |url=http://www.kath-emmendingen.de/html/st_gallus534.html |text=Die Kirche |archivebot=2022-03-04 13:16:41 InternetArchiveBot}} auf der Internetseite der Seelsorgeeinheit Emmendingen-Teningen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1777 Altarblätter und Chordeckenbild in der Pfarrkirche [[St. Blasius (Wyhl)|St. Blasius]] sowie Deckenfresken im Pfarrhaus von [[Wyhl am Kaiserstuhl]]. Das Hauptbild des Hochaltars zeigt die Heilige Familie, der linke Seitenaltar den heiligen [[Blasius von Sebaste]], der rechte Seitenaltar die heilige Barbara. Im Chordeckenbild sind die drei Themen vereinigt.&lt;br /&gt;
* 1785 Hochaltarbild der Pfarrkirche St. Pankratius und St. Appolinaris in Holzhausen, einem Ortsteil von [[March (Breisgau)]]. Es zeigt eine Maria immaculata mit den beiden Patronen [[Pankratius]] und [[Apollinaris von Ravenna]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.kath-kirche-march.de/kkm/holzhausen/stpankratius/rundgang.php |wayback=20110903033500 |text=Michael Lerchenmüller: &amp;#039;&amp;#039;Ein Gang durch die Kirche.&amp;#039;&amp;#039; Auf der Internetseite der Seelsorgeeinheit March.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1785 drei große Bilder in der Pfarrkirche [[St. Gallus und Otmar (Ebringen)|St. Gallus und Otmar]] in [[Ebringen]], ursprünglich Wechselbilder für den Hochaltar, jetzt an den Wänden des Langhauses: ein [[Gnadenstuhl]], eine Maria immaculata und eine Heilige Familie. „Es sind sicher Arbeiten des Freiburger Malers Johann Pfunner, wohl um 1785 als Alterswerke in den leuchtenden Farben des Klassizismus geschaffen, die die Reife des vielbeschäftigen Mannes deutlich machen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hermann&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kath-batzenberg-schoenberg.de/html/st_gallus_ebringen910.html St. Gallus und Otmar] auf der Internetseite der Seelsorgeeinheit Batzenberg-Schönberg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
Pfunners Werk beeindruckt nach Brommer durch Fülle wie Qualität. Zu seinen nie vollständig zusammengestellten Werken in Deutschland kämen die im Elsass. Er sei ein typischer Rokokomeister gewesen, von nervösem Temperament, und „unter den Tiroler Künstlern in Freiburg ein strahlender Stern“.&amp;lt;ref&amp;gt;Brommer 1999, S. 841.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings wirke sich der Umfang seiner Tätigkeit „nicht immer positiv auf die Qualität seiner Arbeiten aus“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pfaffenweiler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ThiemeBecker |Autor= |Lemma=Pfunner, Johann |Band=26 |Seite=539 |SeiteEnde=}}&lt;br /&gt;
* Gerhard Bender: &amp;#039;&amp;#039;Glauben malen – Zum 300. Geburtstag von Johann Pfunner (1716–1788).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift des Breisgau-Geschichtsvereins „Schau-ins-Land“]].&amp;#039;&amp;#039; 137. Jahrbuch 2018, S. 43–66, mit aktuellem Werkverzeichnis.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Brommer]]: &amp;#039;&amp;#039;Tiroler Barockkünstler und Bauleute in Freiburg im Breisgau.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Landesverein Badische Heimat#Publikationen|Badische Heimat]].&amp;#039;&amp;#039; Band 79, 1999, S. 832–853.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Ginter]]: &amp;#039;&amp;#039;Südwestdeutsche Kirchenmalerei des Barock. Die Konstanzer und Freiburger Maler des 18. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Dr. Benno Fischer Verlag, Augsburg 1930.&lt;br /&gt;
*Gerhard Bender: &amp;#039;&amp;#039;Zum 300. Geburtstag des Freiburger Barockmalers Johann Pfunner (1716–1788).&amp;#039;&amp;#039; In. &amp;#039;&amp;#039;Badische Heimat&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 96 (2016), Heft 2, S. 267–271 ([https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/deliver/index/docId/619/file/BLB_Bender_300Geburt_Johann_Pfunner.pdf Digitalisat]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122425286|LCCN=n2021017493|VIAF=3353787}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pfunner, Johann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler des Rokoko]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Freiburg im Breisgau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 18. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1788]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pfunner, Johann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichisch-deutscher Maler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=zwischen 1713 und 1716&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schwaz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Mai 1788&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Freiburg im Breisgau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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