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	<title>Johann Oppolzer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T18:36:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Johann_Oppolzer&amp;diff=957930&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BurghardRichter: Kleinere sprachliche Änderungen, Berufsangabe des Sohnes, Formatierung von Einzelnachweisen/Literaturangaben, eine hochformatige Abbildung verkleinert</title>
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		<updated>2026-01-11T00:18:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinere sprachliche Änderungen, Berufsangabe des Sohnes, Formatierung von Einzelnachweisen/Literaturangaben, eine hochformatige Abbildung verkleinert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Johann Oppolzer Litho.jpg|mini|Johann Oppolzer, Lithographie von [[Eduard Kaiser (Maler)|Eduard Kaiser]], 1850]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Oppolzer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ab 1869 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann (Ritter) von Oppolzer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. August]] [[1808]] in [[Nové Hrady|Gratzen]], [[Böhmen]]; † [[16. April]] [[1871]] in [[Wien]]) war ein [[österreich]]ischer Arzt und [[Innere Medizin|Internist]] sowie Hochschullehrer. Er gilt als Begründer einer ganzheitlichen Diagnose und Therapie in der [[Wiener Medizinische Schule#Zweite Wiener Medizinische Schule|Zweiten Wiener Medizinischen Schule]]. Er ist der Vater des Astronomen [[Theodor von Oppolzer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Johann Oppolzer musste sich nach dem frühen Tod seiner Eltern den Lebensunterhalt für seine Schul- und Studienzeit in Prag als Privatlehrer verdienen, 1835 wurde er an der [[Karls-Universität Prag]] zum Dr. med. promoviert. Von 1834 bis 1839 arbeitete er als Assistenzarzt bei [[Julius Vincenz von Krombholz]] (1782–1843) an der Prager Klinik und eröffnete danach seine eigene Praxis als praktischer Arzt. Er zählte bald zu den besten Ärzten Prags und wurde nach dem Ausscheiden von Krombholz 1841 als Professor für Innere Medizin dessen Nachfolger an der Universität und Vorstand der Inneren Universitätsklinik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1848 folgte er einem Ruf an die [[Universität Leipzig]] und übernahm auch die Leitung des dortigen Jakobsspitals. Zu Ostern 1850 berief ihn Graf [[Leo von Thun-Hohenstein]] an die [[Universität Wien]]. Seine Kollegen [[Josef von Škoda]] und [[Carl von Rokitansky]] standen ihm anfänglich reserviert gegenüber, da sich Oppolzer als Vertreter der [[Physiologie|physiologischen]] Heilkunde gegen ihre Meinung als symptomatische [[Pathologie|Pathologen]] stellte. Er gehörte aber bald zu den beliebtesten Lehrern und war ein als Diagnostiker und Therapeut international anerkannter und gefragter Arzt. Aufgrund seiner häufig verordneten [[Balneologie|Badekuren]] wurde er zu einem Förderer der österreichischen [[Kurort|Badekurorte]]. Daneben setzte sich Oppolzer auch für die [[Elektrotherapie]] ein und wurde damit zu einem wichtigen Vertreter der Zweiten Wiener Medizinischen Schule. Er wurde am 29. Dezember 1860 zum [[Liste der Rektoren der Universität Wien | Rektor der Universität Wien]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ost-Deutsche Post, 31. Dezember 1860, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu seinen Schülern und Assistenten zählten u.&amp;amp;nbsp;a. [[Heinrich von Bamberger|Heinrich Bamberger]] (als Adlatus Oppolzers Assistenzarzt an der Inneren Klinik),&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas Mettenleiter]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Juliusspital in Würzburg. Band III: Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Oberpflegeamt der Stiftung Juliusspital Würzburg anlässlich der 425jährigen Wiederkehr der Grundsteinlegung. Stiftung Juliusspital Würzburg (Druck: Bonitas-Bauer), Würzburg 2001, ISBN 3-933964-04-0, S. 256–259.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Moriz Benedikt (Mediziner)|Moriz Benedikt]], [[Josef Breuer]], [[Johann Schnitzler]], [[Joseph Seegen]] (1822–1904) und [[Wilhelm Winternitz]] (1835–1917), der erste Inhaber der Lehrkanzel (Lehrstuhl) für Hydrotherapie im deutschsprachigen Raum.&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Arkaden, crypt 34 - Oppolzer family.jpg|mini|hochkant|Wiener Zentralfriedhof, Alte Arkaden, Gruft Nr. 34: Grabstätte der Ritter von Oppolzer]]&lt;br /&gt;
1854 kaufte er das ehedem [[Caroline Pichler]] gehörende Haus in der Alser Straße 25 im 8. Wiener Gemeindebezirk [[Josefstadt (Wien)|Josefstadt]]. Im Jahr 1858 wurde er zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er galt als liberaler Professor und war bei seinen Studenten äußerst beliebt. In Leipzig wurde er von seinen Studenten mit einem Fackelzug nach seiner Berufung an der Universität Wien 1850 feierlich verabschiedet.&amp;lt;ref&amp;gt; Leipziger Zeitung, 14. März 1850, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Antrittsrede &amp;quot;Über Lern- und Lehrfreiheit&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&amp;amp;datum=18610118&amp;amp;ref=anno-search&amp;amp;seite=3 Wiener Zeitung, 18. Januar 1861], auf anno.onb.ac.at&amp;lt;/ref&amp;gt; als Rektor der Universität Wien am 17. Jänner 1861 hielt er in der Aula der alten Universität, die nach der Niederschlagung der Revolution von 1848 bis dato geschlossen war.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Presse, 17. Januar 1861, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf seine Anregung hin wurde im November 1861 ein Studenten-Krankenverein nach dem Vorbild des schon existierenden Prager Studenten-Krankenvereins gegründet, der ein Vorläufer der Krankenversicherung war. Er war der erste Vorsitzende des Vereins und erklärte die medizinische Behandlung aller Vereinsmitglieder gratis zu übernehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Zwischen-Akt, 12. November 1861, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann von Oppolzer starb an einer Infektion, die er sich zur Zeit der [[Typhus]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;epidemie in Wien zugezogen hatte. Am 19. April 1871 zunächst am Währinger Friedhof beigesetzt, wurden seine Gebeine nach Auflassung des Friedhofs in Währing in die neue Familiengruft in den „Alten Arkaden“ auf dem [[Wiener Zentralfriedhof]] (Gruppe AAL, Nr. 34) umgebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein ehemaliger Schüler und Assistent [[Heinrich von Bamberger]] wurde im März 1872 sein im Dezember 1871 berufener Nachfolger als Professor der speziellen Pathologie und Therapie und Leiter der Medizinischen Klinik der Universität Wien.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Mettenleiter: &amp;#039;&amp;#039;Das Juliusspital in Würzburg&amp;#039;&amp;#039;. Band III: &amp;#039;&amp;#039;Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2001, S. 262.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 16. April 1869: Verleihung des Ritterkreuzes des [[Österreichisch-kaiserlicher Leopold-Orden|Leopold-Ordens]]&amp;lt;ref&amp;gt;AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 667.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1860: Verleihung des Ritterkreuzes des königlich schwedischen Nordstern-Ordens&amp;lt;ref&amp;gt;Ostdeutsche Post, 5. Mai 1860, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 5. Oktober 1869: Erhebung in den Ritterstand&amp;lt;ref&amp;gt;Wiener Zeitung, 24. Dezember 1869, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1874: Benennung der &amp;#039;&amp;#039;Oppolzergasse&amp;#039;&amp;#039; in Wien 1, [[Innere Stadt (Wien)|Innere Stadt]], gemeinsam mit seinem Sohn Theodor von Oppolzer&amp;lt;ref&amp;gt;{{Wien Geschichte Wiki|Oppolzergasse|Oppolzergasse}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1890: Enthüllung des Oppolzer-Denkmals von [[Viktor Tilgner]] im [[Liste der Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien |Arkadenhof der Universität Wien]] mit zwei Portraitmedaillons für Johann und seinen Sohn Theodor von Oppolzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl)  ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über den gegenwärtigen Standpunkt der Pathologie und Therapie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schmidt’s Jahrbücher der in- und ausländischen gesammten Medicin.&amp;#039;&amp;#039; Band 61, 1849, S. 103–105.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen über spezielle Pathologie und Therapie (Oppolzer’s Klinische Vorlesungen über specielle Pathologie und Therapie).&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Bearbeitet und herausgegeben von Emil Ritter von Stoffela. Enke, Erlangen 1866–1872.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Oppolzer, Johann|21|76|79|}}&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|7|239|239|Oppolzer, Johann von|M. Jantsch}}&lt;br /&gt;
* [[Felix Czeike]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon Wien&amp;#039;&amp;#039;. Band 4. Verlag Kremayr &amp;amp; Scheriau, Wien 1995, ISBN 978-3-218-00546-3, S.&amp;amp;nbsp;456.&lt;br /&gt;
* Michaela Zykan: &amp;#039;&amp;#039;Oppolzer, Johann.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1076.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Johann von Oppolzer}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Oppolzer,_Johann_von}}&lt;br /&gt;
* {{HistVV|oppolzer_j|S|1849|W|1849}}&lt;br /&gt;
* {{CPL|Oppolzer_1401}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117139270|LCCN=n/86/814495|NDL=|VIAF=49995424}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Oppolzer, Johann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Karls-Universität)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des ö.k. Leopold-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Träger des ö.k. Leopold-Ordens (Ausprägung ungeklärt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter (Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Karls-Universität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Königreich Böhmen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1808]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1871]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Badearzt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Oppolzer, Johann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Oppolzer, Johann von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Mediziner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. August 1808&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nové Hrady|Gratzen]], Böhmen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. April 1871&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BurghardRichter</name></author>
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