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	<title>Johann Julius Hecker - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T06:33:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Johann_Julius_Hecker&amp;diff=116082&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schibo: /* Leben */ siehe Diskussion</title>
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		<updated>2024-07-03T12:48:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; siehe Diskussion&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Johann Julius Hecker.JPG|mini|Bildnis auf dem Denkmal auf der Schlossinsel, Berlin-Köpenick]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Julius Hecker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. November]] [[1707]] in [[Werden|Werden an der Ruhr]] (heute zu [[Essen]]); † [[24. Juni]] [[1768]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Luthertum|lutherischer]] [[Geistlicher]] und [[Pädagoge]]. Er gilt als Gründer der praxisorientierten [[Realschule]] und war der Begründer des ersten [[Preußen|preußischen]] [[Lehrerseminar]]s im Jahr 1748. Das 1763 verabschiedete [[Generallandschulreglement]] wurde überwiegend von Hecker erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hecker wuchs in einer [[Niederrhein (Region)|niederrheinischen]] Lehrerfamilie auf, sein jüngerer Bruder war [[Andreas Petrus Hecker]]. Der Essener Gymnasialdirektor [[Johann Heinrich Zopf]] förderte an der [[Burggymnasium Essen|Essener Stadtschule]] Heckers Interesse für ein Studium der [[Theologie]] und begeisterte ihn früh für die Ideen des [[Pietismus#Halle|Halleschen Pietismus]]. Diese reformorientierte Richtung innerhalb des [[Protestantismus]], deren Hauptvertreter [[August Hermann Francke]] mit seinem Lebenswerk der [[Franckesche Stiftungen|Franckeschen Stiftungen]] war, suchte abweichend von der [[Lutherische Orthodoxie|lutherischen Orthodoxie]] nach neuen schulischen und erziehungspädagogischen Ansätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seines Studiums von Theologie, alten Sprachen, Medizin und Naturwissenschaften an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]] wurde Hecker von Francke selbst und von Theologen wie [[Joachim Justus Breithaupt]], [[Abraham Vater]] sowie [[Joachim Lange]] geprägt. 1729 wurde er am [[Pädagogium]] in [[Halle (Saale)|Halle]] als Lehrer angestellt und 1733 gab er Lehrbücher über [[Botanik]] und [[Anatomie]] heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1735 wurde er zum [[Prediger]], Lehrer und Inspektor des [[Militärwaisenhaus]]es in Potsdam berufen und 1738 zum ersten Prediger an der [[Dreifaltigkeitskirche (Berlin)|Berliner Dreifaltigkeitskirche]] durch den pietistisch geprägten König [[Friedrich Wilhelm I. (Preußen)|Friedrich Wilhelm I.]] ernannt, der Heckers Ideen sehr zugetan war und ihn in seinen Reformbemühungen unterstützte. Der Ruf erfolgte, nachdem der König eine Predigt Heckers miterlebt hatte, die ihn derart von Hecker einnahm, dass er ihm mit auf den Weg gab:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Nun soll er der neugebauten Dreifaltigkeitskirche zu Berlin Prediger sein, er muß, wie er heute hier gethan, den Leuten auf der Friedrichstadt den Herrn Jesum predigen und sich der Jugend recht annehmen, denn daran ist das Meiste gelegen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Rancke: &amp;#039;&amp;#039;Die Gründung der Dreifaltigkeitskirche zu Berlin ...&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1868, Hayns Erben, S. 7. Zitiert nach &amp;#039;&amp;#039;Berlinische Monatsschrift&amp;#039;&amp;#039; 1997 (&amp;#039;&amp;#039;siehe:&amp;#039;&amp;#039; [[#Weblinks|Weblinks]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit breiter finanzieller Unterstützung konnte Johann Julius Hecker 1746 das aufgegebene Gebäude des [[Friedrichswerdersches Gymnasium|Friedrichstädtischen Gymnasiums]] in Berlin kaufen und gründete 1747 mit der &amp;#039;&amp;#039;Ökonomisch-mathematischen Realschule&amp;#039;&amp;#039; einen neuen Schultyp. 1750 wurde er zum [[Evangelisches Konsistorium (Berlin)|Oberkonsistorialrat]] ernannt. Zur Verbreitung und Förderung von vornehmlich pädagogischen Schriften und Ideen gründete er in den folgenden Jahren [[Verlag Georg Reimer|eine Verlagsbuchhandlung]] und eine Wochenzeitschrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Julius Hecker (bust).JPG|mini|hochkant|Denkmal auf der [[Schlossinsel (Köpenick)|Schlossinsel]], Berlin-Köpenick]]&lt;br /&gt;
Der [[Reformpädagogik|reformpädagogische]] Ansatz Heckers, in der [[Realschule]] erstmals schulische mit einer an der späteren Berufspraxis orientierten Ausbildung zu verbinden, hatte großen Einfluss auf die pädagogische Entwicklung in Preußen. Zudem erkannte Hecker, dass es für diesen neuen Schultypus besonders geschulter Lehrer bedurfte. Bereits 1748 gründete er ein [[Lehrerseminar]], aus dem 1753 das [[Kurmärkisches Landschullehrerseminar|Kurmärkische Landschullehrerseminar]] hervorging und das seit 1753 seinen Sitz auf [[Schloss Köpenick]], damals noch bei Berlin, hatte. Im gleichen Jahr wurde der von ihm gegründeten Realschule ein [[Küster]]- und Schulmeisterseminar angegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Realschüler organisierte Hecker unter anderem Praktika in [[Handwerk]]sbetrieben und [[Manufaktur]]en. Zudem ließ er einen [[Schulgarten]] anlegen, der den Heckerschen Real-Schüler, den Schriftsteller und Verleger [[Friedrich Nicolai]], in seiner Erinnerung noch Jahrzehnte später begeisterte. Die volkswirtschaftliche Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Sammlungen&amp;#039;&amp;#039; berichtete 1750, man &amp;#039;&amp;#039;habe ganz besondere Anstalt zum lebendigen Unterricht in Plantagen-Sachen gemacht. Denn man hat ein Stück Acker gegen Erbpacht acquiriret, und läßt der Jugend in Recreationsstunden in der That selbst zeigen, was bey dem Anlegen von Hecken, dem Säen, Pflanzen, Pfropfen, Oculieren etc. und sonderlich der Wartung und Pflanzung der [[Maulbeeren|Maulbeer-Bäume]] zum Seidenbau in Acht zu nehmen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Leipziger Sammlungen von Wirthschaftlichen, Policey-, Cammer-, und Finanz-Sachen, Leipzig bey Carl Ludwig Jacobi, Band 7, 1751, S. 722. Zitiert nach {{LuiseBMS |Autor=Hainer Weißpflug |Titel=„Auf dem Wege nach dem Thiergarten rechter Hand&amp;amp;nbsp;…“  Berlins erster Schulgarten und sein Gründer Julius Hecker |ID=prob |Nr=3 |Jahr=1997 |Seite=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Seidenbau wurde zu dieser Zeit von [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich dem Großen]] mit dem Ziel gefördert, möglichst unabhängig vom Import den wachsenden Bedarf nach [[Seide]] befriedigen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Generallandschulreglement]] vom 12. August 1763, das Johann Julius Hecker auf Grundlage der &amp;#039;&amp;#039;Minden-Ravensberger Schulordnung&amp;#039;&amp;#039; von 1748 maßgeblich vorbereitet hatte und das fünf Jahre vor seinem Tod verabschiedet wurde, bildete die Grundlage für die Entwicklung des preußischen [[Volksschule|Volksschulwesens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Direktion seines Neffen [[Andreas Jakob Hecker|Andreas Jacob Hecker]] ging die Realschule 1797 in das Königliche [[Friedrich-Wilhelms-Gymnasium (Berlin)|Friedrich-Wilhelms-Gymnasium]] über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des dritten Jahrtausends gibt es in [[Berlin-Marzahn|Berlin-Marzahn/Hellersdorf]] eine nach Hecker benannte Realschule, die &amp;#039;&amp;#039;Johann-Julius-Hecker-Oberschule&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Julius Hecker wurde 1898 im [[Schloss Köpenick#Schlosspark|Köpenicker Schlosspark]], dem Sitz des ersten preußischen Lehrerseminars, mit einer Gedenkstele geehrt, die auch heute noch im Schlosspark steht. Außerdem gibt es in Essen-Werden, Heckers Geburtsort, eine nach dem Theologen benannte Grundschule, die &amp;#039;&amp;#039;Heckerschule&amp;#039;&amp;#039;, und ferner den &amp;#039;&amp;#039;Julius-Hecker-Platz&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Johann Julius Hecker war zweimal verheiratet. 1741 heiratete er in Berlin Marie Dorothea Muth (1721–1749), mit der er vier Kinder hatte, von denen nur eine Tochter überlebte.  Nach dem Tod seiner Frau heiratete er 1750 Caroline Wilhelmine Bethmann († 1768). Mit ihr hatte er sieben Kinder, von denen vier früh verstarben. Der Sohn Johann Christian Nathanael wurde später Lehrer an der von seinem Vater gegründeten Realschule und Professor am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=J5s_AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA39 Carl Ferdinand Ranke: Johann Julius Hecker, der Gründer der Königlichen Realschule zu Berlin, Berlin 1847, S. 39f]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hugo Bloth: &amp;#039;&amp;#039;Johann Julius Hecker (1707–1768). Seine „Universalschule“ und seine Stellung zum Pietismus und Absolutismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Jahrbuch des Vereins für Westfälische Kirchengeschichte 61/1968, S. 63–129.&lt;br /&gt;
* Hugo Bloth: &amp;#039;&amp;#039;Zwei Gesamtschulen an der Schwelle der industriellen Gesellschaft. Zum Lebenswerk der Brüder Johann Julius Hecker (1707–1768) in Berlin und Andreas Petrus Hecker (1709–1770) in [[Stargard Szczeciński|Stargard]]/Pommern.&amp;#039;&amp;#039; In: Pädagogische Rundschau 24 (1970). S. 677–692.&lt;br /&gt;
* Hugo Bloth: &amp;#039;&amp;#039;Johann Julius Hecker&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Robert Stupperich]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Westfälische Lebensbilder&amp;#039;&amp;#039;, Band 10. Aschendorff, Münster 1970, S. 58–75.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der deutschen Bildungsgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;. Band II: 18. Jahrhundert, hrsg. von [[Notker Hammerstein]] und Ulrich Hermann. München 2005; S. 246 und 406 (dort weitere Literatur in den Anmerkungen)&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629214643/http://www.bautz.de/bbkl/h/hecker_j_j.shtml |band=2|spalte=632|autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|artikel=Hecker, Johann Julius}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|8|182|183|Hecker, Julius|Georg Schindler|118547518}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|11|208|211|Hecker, Julius|[[Heinrich Julius Kämmel]]|ADB:Hecker, Julius}}&lt;br /&gt;
* {{LuiseBMS |Titel=Berliner Biographien (H) |ID=lexa |Nr=8 |Jahr=1998 |Seite=98}}&lt;br /&gt;
* {{LuiseBMS |Autor=Hainer Weißpflug |Titel=„Auf dem Wege nach dem Thiergarten rechter Hand&amp;amp;nbsp;…“  Berlins erster Schulgarten und sein Gründer Julius Hecker |ID=prob |Nr=3 |Jahr=1997 |Seite=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118547518}}&lt;br /&gt;
* [http://www.christoph-fleischmann.de/pages/de/archiv_zum_lesen/gott_und_mensch/760.htm Christoph Fleischmann &amp;#039;&amp;#039;Vorläufer der Gesamtschule&amp;#039;&amp;#039;.] chrismon plus rheinland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118547518|LCCN=n/84/140341|VIAF=67257097}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hecker, Johann Julius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformpädagoge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pietist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1707]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1768]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Gartenbau)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hecker, Johann Julius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher lutherischer Geistlicher und Pädagoge&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. November 1707&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Essen-Werden|Werden an der Ruhr]] (heute zu Essen)&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Juni 1768&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schibo</name></author>
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