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	<title>Johann Ferbach - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T21:39:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Johann_Ferbach&amp;diff=1484667&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Martin67: Das Mandat wird einem Anwalt erteilt und nicht dem Rechtsreferendar</title>
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		<updated>2025-12-10T10:11:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Das Mandat wird einem Anwalt erteilt und nicht dem Rechtsreferendar&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Ferbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. August]] [[1913]] in [[Köln]]; † [[21. Juni]] [[1970]] in [[Straubing]]) war ein vom [[Landgericht München II]] am 4. Juni 1962 gemeinsam mit [[Vera Brühne]] wegen Mordes an dem Münchner Arzt [[Otto Praun]] und dessen Geliebter Elfriede Kloo zu lebenslangem Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilter Mann.&amp;lt;ref&amp;gt;Urteil des Landgerichts München II vom 4. Juni 1962 -  7 KS I/62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ferbach wuchs in Köln auf und lernte den Beruf des [[Büchsenmacher]]s in der Werkzeugmaschinenfabrik von Hermann Kolb. Am 1. Januar 1939 wurde er zur [[Wehrmacht]] eingezogen. Im Jahr 1943 desertierte er von der Ostfront und arbeitete anschließend unter dem Namen Hans Spieß in Köln als Bauarbeiter. Für die Familie des Schauspielers [[Hans Cossy]] leitete Ferbach den Bau einer Behelfsschutzanlage auf einem von Cossy gemieteten Grundstück. Im Herbst 1944 wurde das gemietete Haus durch Bomben zerstört und die Behelfsschutzanlage verschüttet. Ferbach setzte durch, dass ein Zugang zur Behelfsschutzanlage freigelegt wurde, wodurch u.&amp;amp;nbsp;a. Cossys Ehefrau Vera (1961/62 unter ihrem zweiten Ehenamen [[Vera Brühne]]  bekannt geworden) und die gemeinsame Tochter Sylvia (1941–1990) gerettet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anders.43&amp;quot;&amp;gt;Peter Anders: &amp;#039;&amp;#039;Tödliche Intrigen Der Fall Vera Brühne&amp;#039;&amp;#039;. Jasmin Eichner, Offenburg 1995, Seite 43&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende zog  die Familie Cossy nach München, während Ferbach in Köln eine Anstellung als Montageschlosser fand. Ferbach war 1960 versicherungspflichtig beschäftigt und verwitwet. Am 13. April 1960, einem Mittwoch, war er krankgeschrieben, was von der zuständigen Krankenkasse kontrolliert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel-1970-15&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=45197356|Titel=Die vielen Säulen des Richters Seibert|Jahr=1970|Nr=15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Otto Praun]] hatte für seine [[Chauffeur]]in Vera Brühne einen [[VW Käfer]] gekauft, der durch Ferbach organisiert worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Oktober 1961 kam Vera Brühne aufgrund eines Haftbefehls vom 26. September 1961 in [[Untersuchungshaft]]. Am 12. Oktober 1961 wurde Ferbach in Köln verhaftet und kam nach [[Klingelpütz]] und später in die [[Justizvollzugsanstalt Neudeck|Strafanstalt München-Neudeck]] in Untersuchungshaft. Am 28. November 1961 kam der Polizeispitzel und spätere Belastungszeuge Siegfried Schramm ebenfalls nach Neudeck.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel-1970-15&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit-1962-21&amp;quot;&amp;gt;Siegfried Schramm, Generalvertreter des amerikanischen Flugautos „Flymobil U&amp;amp;nbsp;18“. [https://www.zeit.de/1962/21/das-flugmobil &amp;#039;&amp;#039;Das Flugmobil&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 21/1962&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit-1988-10&amp;quot;&amp;gt;Siegfried Schramm (*1926, 1978 Fuhrunternehmer, Journalist, Gemeinderat von [[Huglfing]]) [https://www.zeit.de/1988/10/des-martert-unsere-bayerische-seele &amp;#039;&amp;#039;Des martert unsere bayerische Seele&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 10/1988&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem Zwischenbericht hatte das Gericht festgestellt, dass Ferbach als möglicher Täter nicht ausscheide, sondern vielmehr mit der Tat in einen zwanglosen Zusammenhang gebracht werde und sich durch verschiedene widersprüchliche Angaben verdächtig gemacht habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. April 1962 begann ein [[Schwurgericht]]shauptverfahren beim [[Landgericht München&amp;amp;nbsp;II]] gegen Brühne und Ferbach. Sie wurden beschuldigt, den Arzt Otto Praun und dessen Haushälterin Elfriede Kloo am 14. April 1960 in Prauns Villa in [[Pöcking]] ermordet zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/1964/14/welche-frauen-sind-unsympathisch/komplettansicht &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Vera Brühne&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 14/1964&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 4. Juni 1962, nach 22 Verhandlungstagen und 113 Zeugenaussagen, wurde das von sechs Geschworenen und drei Berufsrichtern gefällte Urteil verkündet: [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslange]] [[Zuchthaus]]strafe wegen gemeinschaftlichen Doppelmordes. Johann Ferbach verstarb am 21. Juni 1970 in der [[Justizvollzugsanstalt Straubing]] an Herzversagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel|Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; wurde 1978, acht Jahre nach Ferbachs Tod, die Auffassung vertreten, Johann Ferbach wäre –&amp;amp;nbsp;wie [[Walter Huppenkothen]]&amp;amp;nbsp;– nicht verurteilt worden, hätte sein Rechtsbeistand [[Alfred Seidl]] das Mandat nicht an seinen Sozietätskollegen Heinz Pelka abgegeben, der von dem späteren Strafverteidiger [[Martin Amelung]] als Rechtsreferendar unterstützt wurde. Angeblich tat Ferbach dies „hauptsächlich aus finanziellen Gründen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel-1978-15&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=40617654|Titel=Freie Wildbahn|Jahr=1978|Nr=15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederaufnahme des Verfahrens ===&lt;br /&gt;
Die Revision gegen das mutmaßliche [[Justizirrtum|Fehlurteil]] wurde am 4. Dezember 1962 vom [[Bundesgerichtshof]] abgelehnt und das Urteil damit rechtskräftig.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 4. Dezember 1962 - 1 StR 425/62 = BGHSt 18, 162.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurden zwei Anträge zur [[Wiederaufnahme des Verfahrens]] zugunsten von Vera Brühne, und drei zugunsten von Johann Ferbach gestellt.&lt;br /&gt;
{{Zitat|Für die Darstellung des Schwurgerichts in Bezug auf den Doppelmord gibt es keinen Beweis. Die Tatrekonstruktion des Gerichts ist eine reine Erfindung. Gegen eine Erfindung gibt es kein Beweismittel. Juristisch kann ich dagegen nichts unternehmen. Ich möchte betonen, dass es jedem Bürger dieses Staates widerfahren kann, in dieselbe Situation zu geraten wie Frau Brühne oder Johann Ferbach.|[[Wilhelm Haddenhorst]]&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Schultz: ‘’Grosse Prozesse: Recht und Gerechtigkeit in der Geschichte’’, [[C. H. Beck]], Paris 2001, ISBN 978-3406477119, S. 381.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vor Oktober 1963 berichteten &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Revue|Revue]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Illustrierte]]&amp;#039;&amp;#039; über die Zeugen eines Wiederaufnahmeantrags durch Heinz Pelka. Ein Josef Matzerath erklärte in der Illustrierten, warum er sich nicht als Zeuge im Mordprozess gemeldet hatte. Mitte 1962 habe er wegen einer Gefängnisstrafe Antrag auf [[Bewährung (Deutschland)|Bewährung]] gestellt. „Sie war noch nicht bewilligt. Ich fürchtete, daß man ablehnen würde, wenn ich dem Staatsanwalt in München die Tour verdarb.“ Matzerath berichtete 1962, dass er in der Nacht von [[Gründonnerstag]] auf Karfreitag 1960 Ferbach im Kölner Nachtlokal »Sevilla« getroffen und mit ihm über Frauen gesprochen hätte. Eine Aussage, die er nicht unter Eid wiederholen wollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel-1964-09&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=46163207|Titel=Wieder aktiv|Jahr=1964|Nr=9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Antrag auf Wiederaufnahme wurde von Richter Konrad Sattler 1964 abgelehnt. Sattler gab in den 1950ern wochenlang Seminare beim Bundesnachrichtendienst in Pullach über Verfassungsrecht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel-2001-20&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=19181390|Titel=Das Geheimnis von Pöcking|Jahr=2001|Nr=20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein neuer Zeuge, Hans Joachim Seidenschnur, sagte, Otto Praun soll nach [[Algerien]] gereist und für einen Waffenhändler gehalten worden sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit-1965-40&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zeit.de/1965/40/ein-mann-mit-namen-seidenschnur &amp;#039;&amp;#039;Ein Mann mit Namen Seidenschnur&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 40/1965&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zeuge [[Roger Hentges]] gab im Herbst 1967 an, Otto Praun hätte am [[Gründonnerstag]] 14. April 1960 bei ihm in Frankfurt angerufen und Geld verlangt, worauf sich umgehend [[Werner Repenning]] und ein Oberstleutnant Schröder gekümmert hätten. Den entsprechenden Antrag auf Wiederaufnahmeverfahren stellte Dr.&amp;amp;nbsp;Maximilian Girth (früher Regierungs- und Kriminalrat).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Tatwaffe im Doppelmord Elfriede Kloo/Otto Praun war eine [[Pistole]] &amp;#039;&amp;#039;[[Fabrique Nationale Herstal#Produkte der FN Herstal|FN Baby Browning]]&amp;#039;&amp;#039;. Der ermittelnde Kriminalobermeister Karl Rodatus erschoss am 20. April 1960, einen Tag nach dem Auffinden der beiden Leichen, mit der Tatwaffe Prauns den halbverhungert aufgefundenen [[English Cocker Spaniel|Spaniel]] und vernichtete damit mögliche Spuren an der Waffe. Praun hatte zwei Pistolen dieses Modells. Renate Meyer (* 15. Juli 1918 [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]; † 1. Februar 1969 [[München]]) war Sprechstundenhilfe bei Otto Praun bis zu dessen Tod. Gegenüber dem Würzburger Journalisten Hans-Dieter Orttner&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel-1970-15&amp;quot; /&amp;gt; (alias Peter Anders) soll Frau Meyer nach Angaben Orttners eine Woche vor ihrem Tod eingeräumt haben, es hätte sich bei einer Pistole, welche in der Praxis von Dr.&amp;amp;nbsp;Praun nicht mehr aufgefunden wurde, um eine &amp;#039;&amp;#039;FN Modell Baby&amp;#039;&amp;#039; gehandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anders.156&amp;quot;&amp;gt;Peter Anders: &amp;#039;&amp;#039;Tödliche Intrigen Der Fall Vera Brühne&amp;#039;&amp;#039;. Jasmin Eichner, Offenburg 1995, Seite 156&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Darstellung, welche Frau Meyer, eine der für die Urteilsfindung aussagekräftigsten Zeuginnen, als Mittäterin erscheinen ließ. [[Reinhard Gehlen]], Präsident des [[Bundesnachrichtendienst|BND]], ließ angeblich gegen [[Franz Josef Strauß]] wegen einer möglichen Verwicklung in die vorgeblichen Waffengeschäfte Prauns ermitteln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit-1971-42&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zeit.de/1971/42/was-gehlen-verschwieg/komplettansicht |titel=Was Gehlen verschwieg |datum=2016-03-07 |abruf=2023-01-02 |archiv-datum=2016-03-07 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160307042645/https://www.zeit.de/1971/42/was-gehlen-verschwieg/komplettansicht |offline= |archiv-bot=2025-08-12 11:13:21 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierauf basierten die Wiederaufnahmeanträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118532472|VIAF=54939756}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ferbach, Johann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mordfall)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1970]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ferbach, Johann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Spieß&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Auftragsmörder&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. August 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Juni 1970&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Straubing]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Martin67</name></author>
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