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	<title>Johann Fart - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T20:44:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Johann_Fart&amp;diff=2489910&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Komma ergänzt, ISBN-Format</title>
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		<updated>2024-07-20T18:12:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Komma ergänzt, ISBN-Format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Fart&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Benediktiner|OSB]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, oft auch &amp;#039;&amp;#039;Johann Fart von Deidesheim&amp;#039;&amp;#039; (* um [[1420]] in [[Deidesheim]], damals [[Hochstift Speyer]], heute [[Rheinland-Pfalz]]; † [[1. Juni]] [[1491]] [[Abtei Laach]]) war ein katholischer [[Priester (Christentum)|Priester]], [[Benediktiner]] und [[Abt]] der Abtei Laach, heute [[Abtei Maria Laach|Maria Laach]]. Er war ein bedeutender Reformer des klösterlichen Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Frühe Tätigkeit ===&lt;br /&gt;
Über das frühe Leben des [[Pfalz (Region)|Pfälzers]] ist nichts Näheres bekannt. Er stammte aus dem politisch und religiös zum Hochstift Speyer gehörenden Deidesheim und war nicht-adeliger Herkunft, wie es das [[Kruft]]er Schöffenbuch ausdrücklich festhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bertram Resmini: &amp;#039;&amp;#039;„Das Erzbistum Trier“ &amp;#039;&amp;#039;, 1993, Seite 373, ISBN 3-11-013657-0&amp;lt;/ref&amp;gt; Möglicherweise über den Speyerer Fürstbischof [[Raban von Helmstatt]] († 1439), der 1430 auch Trierer Kurfürst wurde, kam Johann Fart schon jung in die [[Kartause]] St. Alban zu Trier, der er zeitlebens verbunden blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.klosterlexikon-rlp.de/mosel-saar/konz-kloster-st-alban.html Zur Kartause St. Alban in Trier, später verlegt nach Konz]&amp;lt;/ref&amp;gt; Von dort brachte er offenbar seine dezidierte Frömmigkeit, seine ausgeprägte Marienverehrung und seine Wertschätzung für das dort besonders gepflegte [[Rosenkranz]]gebet mit, welche mehrere zeitgenössische Quellen an ihm hervorheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1450 wurde Fart Benediktiner und trat in das Trierer [[Kloster St. Marien|Kloster St. Maria ad martyres]] ein; lange Zeit war er dort der [[Cellerar]]. Dieser Konvent schloss sich am 11. Juni 1455 der [[Bursfelder Kongregation|Bursfelder Reform-Kongregation]] an. Hierbei wird Fart namentlich als Konventuale des Trierer Klosters aufgelistet. Die auf den Grundsätzen der [[Devotio moderna]] fußende Reform wurde vom Trierer Erzbischof [[Johann II. von Baden]] (1456–1503) nachhaltig gefördert. Dieser protegierte schließlich 1470 auch Johann Fart als Abt des ihm geistlicherseits unterstehenden Benediktinerklosters Laach, um dort jene Reform durchführen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abt in Laach ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maria Laach de04.jpg|mini|hochkant|Die Laacher Abteikirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mlaach1.jpg|mini|hochkant|Historische Aufnahme des Klosters]]&lt;br /&gt;
Schon der im Januar 1470 verstorbene Laacher Vorgängerabt Johannes Reuber hatte mit Unterstützung von Adam Villicus, des aus Trier stammenden Abtes von [[Groß St. Martin|St. Martin in Köln]], versucht die Bursfelder Reform einzuführen, war jedoch damit gescheitert. Der Trierer Erzbischof empfahl den Reformwilligen in Laach, Johann Fart zum Abt zu wählen. Die anderen Mönche hatten den Konvent verlassen und Fart wurde noch im gleichen Jahr zum 21. Abt von Laach gewählt. Die außerhalb des Klosters befindlichen Reformgegner wünschten als Abt den knapp 21-jährigen [[Abtei Prüm|Prümer]] Propst Graf Ruprecht [[Virneburg (Adelsgeschlecht)|von Virneburg]], den [[Ruprecht von der Pfalz (Köln)|Ruprecht von der Pfalz]], der damalige Erzbischof von Köln, als Landesherr von Laach, sofort bestätigte bzw. investierte, da ein schwacher Abt seinen eigenen Einfluss dort stärkte. Sein Bruder, der Pfälzer Kurfürst [[Friedrich I. (Pfalz)|Friedrich I.]], warnte ihn eindringlich davor, da Virneburg &amp;#039;&amp;#039;„völlig ungeeignet“&amp;#039;&amp;#039; und vor der drohenden Reform aus dem eigenen Kloster geflohen sei, ferner an einer körperlichen Behinderung leide und das kanonische Alter von 21 Jahren noch nicht erreicht habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Elke-Ursel Hammer: &amp;#039;&amp;#039;„Monastische Reform zwischen Person und Institution“&amp;#039;&amp;#039;, Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, 2001, ISBN 3-525-35300-6, Seiten 150 und 151&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Erzbischof von Trier, als geistlicher Herr des Klosters, beharrte auf der rechtmäßig zustande gekommenen Wahl Farts, die er am 14. März 1470 bestätigte und diesbezüglich nach Rom appellierte, wo Papst [[Sixtus IV.]] das Gleiche tat. Das Eintreffen der päpstlichen Konfirmation dauerte allerdings bis ins Jahr 1472. Manche Quellen geben für Farts Wahl und seine bischöfliche Bestätigung auch das Jahr 1469 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen waren die Reformgegner wieder im Kloster Laach eingezogen und es kam erneut zu Streitigkeiten. Die Reformer wurden letztlich gewaltsam aus dem Kloster vertrieben und riefen den Bischof von Trier um Hilfe an. Dieser beauftragte seinen Amtmann Georg [[Leyen (Adelsgeschlecht)|von der Leyen]], den rechtmäßigen Abt wieder in seine Rechte einzusetzen und die Revoltierenden zu entmachten. Der Amtmann und die Bürger der Stadt [[Mayen]] drangen am 20. August 1474 in das verbarrikadierte Kloster ein und beendeten die Herrschaft der Reformgegner. Diese mussten den Konvent nun endgültig verlassen und durften nicht mehr zurückkehren. Der Tag wurde bis zur Aufhebung der Abtei Laach 1802, als Klosterfeiertag begangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Elke-Ursel Hammer: &amp;#039;&amp;#039;„Monastische Reform zwischen Person und Institution“&amp;#039;&amp;#039;, Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, 2001, ISBN 3-525-35300-6 [https://books.google.de/books?id=u0NWx7wDSTIC&amp;amp;pg=PA150&amp;amp;dq=Fart+Deidesheim&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=IqroTv-vO4OSswahr-y-Bw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=Fart%20Deidesheim&amp;amp;f=false Auszug aus der Quelle, über die Vorgänge bei der Wahl Johann Farts]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun konnte Johann Fart endlich die Reform des Klosters beginnen. Schon kurze Zeit danach, am 1. September des Jahres wurde Laach auf dem Bursfelder Jahreskapitel zu [[St. Michael (Hildesheim)|St. Michael in Hildesheim]] in die Reformkongregation aufgenommen.&lt;br /&gt;
Die Erneuerung des Klosters machte sehr bald spürbare Fortschritte. Fart selbst trug die Reform mit großem Eifer voran. Neben seiner geistlichen Tätigkeit widmete er sich auch schriftstellerischen Arbeiten. Sein Biograf [[Johannes Butzbach]] nennt ihn in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;„Auctarium“&amp;#039;&amp;#039; einen &amp;#039;&amp;#039;„in den heiligen Schriften bewanderten und eifrig studierenden Mann“&amp;#039;&amp;#039; und fährt fort, &amp;#039;&amp;#039;„dieser beste Vater“&amp;#039;&amp;#039; habe auf Bitten seiner Mitbrüder, die ihn als eifrigen Marienverehrer kannten, ein sehr frommes und heilsames Marien-Gebetbüchlein verfasst.&lt;br /&gt;
Der gelehrte Prior Jakob von Vreden (1440–1511) – welcher flüssiger Latein als Deutsch gesprochen habe – war einer seiner tatkräftigsten Mitarbeiter.&amp;lt;ref&amp;gt;Bertram Resmini: &amp;#039;&amp;#039;„Das Erzbistum Trier“&amp;#039;&amp;#039;, 1993, Seite 373, ISBN 3-11-013657-0;  [https://books.google.de/books?id=b_ayGDRVelAC&amp;amp;pg=PA416&amp;amp;dq=Jakob+von+Vreden&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=7OznTq3DMMWOsAbGrZCjBw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=Jakob%20von%20Vreden&amp;amp;f=false Auszug aus der biografischen Quelle zu Jakob von Vreden]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Kloster Laach erreichte schließlich wieder eine solche geistige Höhe, dass viele deutsche Klöster um Entsendung von dortigen Mönchen baten, um auch bei ihnen die Reformen zu stützen; so etwa die Konvente [[Kloster St. Marien |Trier]], [[Schottenkloster Würzburg|Würzburg]], [[Benediktinerabtei St. Mauritius (Tholey)|Tholey]], [[Abtei Mettlach|Mettlach]], [[Abtei Deutz|Deutz]], [[Kloster Siegburg|Siegburg]] und [[Kloster Schönau (Strüth)|Schönau]]. In Farts Heimatdiözese Speyer wurde damals ein Laacher Benediktiner zum Prior des [[Kloster Limburg|Klosters Limburg]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fart arbeitete engagiert im Kreise der Bursfelder Reform-Kongregation. Er besuchte die Generalkapitel zwischen 1477 und 1482, sowie 1485; 1486 fungierte er dort als Mitpräsident, 1487 und 1489 als [[Definitor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Februar 1490 wird Johann Fart als krank bezeichnet. Er trat am 27. Mai 1491 von seinem Amt als Abt zurück und starb bereits am 1. Juni des Jahres. Man begrub ihn auf der Südseite des Kapitelsaales zum [[Kreuzgang]] hin, unter einem quadratischen Stein mit eingemeißelter Inschrift. Grabstein und Grab sind heute verschollen (2011). Das Totenbuch der Abtei vermerkt ihn unter dem 1. Juni als &amp;#039;&amp;#039;„Ehrwürdigen Vater und Herrn Johannes von Dediszheym, ersten Abt dieses Klosters, nach der Reform“&amp;#039;&amp;#039;. Johannes Butzbach schreibt, Fart sei &amp;#039;&amp;#039;„völlig gottergebenen Sinnes und im Ruf der Heiligkeit“&amp;#039;&amp;#039; gestorben. Außerdem erwähnt er den Mönch [[Rutger Sycamber]], &amp;#039;&amp;#039;„den hervorragenden Reimeschmied“&amp;#039;&amp;#039; aus dem [[Kloster Höningen]], in Farts pfälzischer Heimat, der ihm ein dreiteiliges Gedicht gewidmet habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Beriger: &amp;#039;&amp;#039;„Windesheimer Klosterkultur um 1500. Vita, Werk und Lebenswelt des Rutger Sycamber“ &amp;#039;&amp;#039;, Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, ISBN 3-484-36596-X; [https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-7988 Onlinerezension zum Buch, mit näheren Angaben zu Rutger Sicamber]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christian von Stramburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Denkwürdiger und nützlicher rheinischer Antiquarius...&amp;#039;&amp;#039;, Abt. 3, Band 5 [https://books.google.de/books?id=LaIOAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA442&amp;amp;dq=Fart+Deidesheim&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=pOTnTqCTEYPssgaz_5nHBw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=Fart%20Deidesheim&amp;amp;f=false Digital], 1858, S. 442 im Kap. Abtei Laar&lt;br /&gt;
* Ernst Nick: &amp;#039;&amp;#039;Johann Fart aus Deidesheim, Abt von Maria Laach (1469–1491)&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte|Archiv für Mittelrheinische Kirchengeschichte]], 6. Jg., 1954 [https://www.dilibri.de/rlb/periodical/pageview/221603 Onlineausgabe des Artikels]&lt;br /&gt;
* Bertram Resmini: &amp;#039;&amp;#039;Das Erzbistum Trier&amp;#039;&amp;#039;. 1993, ISBN 3-11-013657-0, S. 373–376; [https://books.google.de/books?id=b_ayGDRVelAC&amp;amp;pg=PA373&amp;amp;lpg=PA373&amp;amp;dq=Fart+Deidesheim&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=39bRhFcfPi&amp;amp;sig=psUvyy_Ug2I1QaaEMke5GlUGNAk&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=xVbnTtm0HsbR4QS_2-TPCA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=Fart%20Deidesheim&amp;amp;f=false Digitalscan]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=105115250X|VIAF=308711143}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fart, Johann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abt (Maria Laach)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deidesheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1491]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fart, Johann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Johann Fart von Deidesheim; Fart, Johannes&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Benediktinerabt in Laach&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1420&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Deidesheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Juni 1491&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Abtei Laach]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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