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	<title>Johann Egestorff - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T05:52:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Johann_Egestorff&amp;diff=921086&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: gr</title>
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		<updated>2024-04-22T15:39:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;gr&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Johann Egestorff.jpg|mini|Johann Egestorff, genannt „Kalkjohann“ mit knapp 60 Jahren. Ölgemälde von [[Burchard Giesewell]] (1785–1856)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1905 circa Am Lindener Berg IGS Linden Mittelschule Kalkbrennerhäuschen, kolorierte Ansichtskarte.jpg|mini|Blick um 1905 vom Turm der [[St. Martin (Linden)|Martinskirche]] in Richtung [[Wasserhochbehälter auf dem Lindener Berg|Wasserhochbehälter]]; links das Gelände rund um das sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Kalbrennerhäuschen&amp;#039;&amp;#039;, rechts die ehemalige &amp;#039;&amp;#039;Städtische Mittelschule&amp;#039;&amp;#039; (heute Teil der [[IGS Linden]]);&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[[Kolorieren|kolorierte]] [[Ansichtskarte]]&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Hinrich Egestorff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Oktober]] [[1772]] in [[Lohnde]] bei [[Seelze]]; † [[30. März]] [[1834]] in [[Linden (Hannover)|Linden]]), genannt „Kalkjohann“, war ein deutscher Industrieller der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er gilt heute als einer der ersten modernen Unternehmer im Raum [[Hannover]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.seelze.de/seelze/wissenswert/stadtgeschichte/geschichte-der-stadtteile/lohnde/ Ortsgeschichte Lohnde] auf den Webseiten der Stadt [[Seelze]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Johann Egestorff wurde 1772 in Lohnde, einer kleinen Gemeinde westlich von Hannover als Sohn eines Kleinbauern und Leinefischers geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.seelze.de/seelze/wissenswert/stadtgeschichte/besondere-themen/johann-egestorff/ „Johann Egestorff“ auf www.seelze.de].&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1795 begann er eine Ausbildung zum [[Küfer|Böttcher]] und arbeitete in einer [[Kalkbrennen|Kalkbrennerei]] am [[Lindener Berg]] bei Linden (heute Stadtteil von Hannover).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. April 1801 heiratete er Anna Dorothea Eccard, eine Tochter des Johann Adam Eccard, königlicher Füllen-Wärter in Lohnde. Nachdem diese 1816 verstorben war, heiratete er im gleichen Jahr Dorothea Margarete Gaffki, die Tochter eines hannoverschen Tischlermeisters.&amp;lt;ref&amp;gt;Hannoversche Geschichtsblätter, Bände 35–38, 1981, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Konkurs der Kalkbrennerei im Jahr 1803 übernahm Egestorff das Unternehmen und zog in das so genannte „Kalkbrennerhaus“ (1969 abgerissen), weshalb er fortan spöttisch „Kalkjohann“ gerufen wurde. Er rationalisierte die Produktion der Kalksteine und baute weitere Unternehmen auf. 1807 erwarb er das Recht, die Steinkohlenfelder des [[Deister]]s bei [[Wennigsen (Deister)|Wennigsen]] zu bewirtschaften. 1816 gehörten ihm 16 Kalkbrennereien in Linden und der Umgebung. Im [[Leinetal]] legte er große Ziegeleien an, eröffnete Steinbrüche für Fundamentsteine und gründete einen ausgedehnten Nutzholzhandel. Später erwarb er auch eine Zuckerfabrik in [[Bremen]] und exportierte Kalk in baustoffarme Gegenden Nordwestdeutschlands, auch nach Bremen. Dazu ließ er an der [[Ihme]] in Hannover einen Hafen anlegen, von dem wöchentlich 20 Schiffe abfuhren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfangs war sein härtester Konkurrent der Adlige Freiherr [[Knigge (Adelsgeschlecht)|von Knigge]] aus [[Bredenbeck]], der Kohlengruben, Steinbrüche und die [[Glashütte]] im Bredenbeckschen Ortsteil [[Steinkrug (Wennigsen)|Steinkrug]] betrieb. Später verbündete sich der Bauernsohn Egestorff mit der traditionsreichen Adelsfamilie. Er verpflichtete sich zur Abnahme der Kniggeschen Produkte, dafür zogen sich die Knigge aus Linden und Hannover zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein im Jahr 1802 geborener Sohn [[Georg Egestorff]] lernte zunächst in [[Hildesheim]] Böttcher, wurde dann aber von dem Vater nach Linden zurückgerufen, um für die ausgedehnten Geschäfte eine bis dahin völlig fehlende Buchführung einzurichten. Vater und Sohn schlossen sich in Bremen zu einer [[Kommanditgesellschaft]] zusammen und erweiterten den Betrieb aller einzelnen Unternehmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 ließ er sich von [[Georg Ludwig Friedrich Laves]] auf dem Lindener Berg neben der Mühle ein Berggasthaus bauen (1878 abgerissen). 1831 baute er in [[Empelde]] eine [[Ziegelei]]. Im gleichen Jahr gründete sein Sohn selbstständig am Lindener Berg eine [[Saline]]. Nachdem Johann Egestorff 1834 gestorben war, übernahm Georg die Leitung der gesamten Geschäfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode Georg Egestorffs wurde dieser vor der St. Martinskirche in Linden in einer unter dem Mausoleum liegenden Gruft beigesetzt – das Mausoleum wurde während der [[Luftangriffe auf Hannover]] 1943 zerstört. Vom ehemaligen Dorffriedhof um die Kirche ist heute nur noch die Gruft von Georg Egestorff erhalten. Der Bienenkorbgrabstein vom „Kalkjohann“ Johann Egestorff, dem Vater von Georg, wurde auf die Gruft des Sohnes umgesetzt. Das Grab des Kalkjohann ist nicht erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover, freigelegter Ziegelstein mit dem Firmenstempel von der Ziegelei von Johann Hinrich Egestorff.jpg|Ziegelstein mit dem Firmenstempel &amp;#039;&amp;#039;Egestorff&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Johann Egestorff Denkmal.jpg|Johann Egestorff Denkmal von [[Georg Herting]] in Hannover-Linden&lt;br /&gt;
Johann Egestorff Kupfer.jpg|Denkmalausschnitt mit Johann Egestorff&lt;br /&gt;
Alte Martinskirche in Linden.png|[[St. Martin (Linden)|St. Martin]] und das Egestorff-[[Mausoleum]] vor den [[Luftangriffe auf Hannover|Luftangriffen auf Hannover]]&lt;br /&gt;
Grabstein Egestorff 01.jpg|Grundmauern des Mausoleums, Grab- und Gedenkstein im Jahr 2007&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Günter Gebhardt: &amp;#039;&amp;#039;Die Industriepioniere Egestorff, ihr Bergbau und andere Betriebe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Militärwesen, Wirtschaft und Verkehr in der Mitte des Kurfürstentums und Königreichs Hannover 1692–1866.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur niedersächsischen Landesgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 1.) ibidem (Edition Noëma), Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8382-0184-9, S. 141 ff.&lt;br /&gt;
* [[Waldemar R. Röhrbein]]: &amp;#039;&amp;#039;Georg Egestorff&amp;#039;&amp;#039; In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Stadtlexikon Hannover]]. Von den Anfängen bis in die Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 145.&lt;br /&gt;
* {{ADB|5|657|658|Egestorff, Georg|[[Karl Karmarsch]]|ADB:Egestorff, Georg}} (Nebeneintrag Johann bei seinem Sohn Georg E.)&lt;br /&gt;
* {{NDB|4|329|329|Johann Hinrich Egestorff|Marianne Leber|123496543}}&lt;br /&gt;
* Otto Philipps: &amp;#039;&amp;#039;Johann und Georg Egestorff. Leben und Wirken zweier niedersächsischer Wirtschaftsführer.&amp;#039;&amp;#039; Oldenburg 1936 (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge der Wirtschaftswissenschaftlichen Gesellschaft zum Studium Niedersachsens&amp;#039;&amp;#039;, Heft 35.)&lt;br /&gt;
* Käthe Mittelhäußer: &amp;#039;&amp;#039;Die Industrie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Landkreis Hannover.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 1963, S. 176 ff.&lt;br /&gt;
* Erna Schneppe, Friedrich Schneppe: &amp;#039;&amp;#039;Dorfschule in Lohnde 1700–1945.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ortsgeschichte Lohnde.&amp;#039;&amp;#039; Stadtarchiv Seelze, Seelze 1992, S. 163 ff.&lt;br /&gt;
* Alfred Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Kirchenbuchkartei für das Kirchspiel Seelze.&amp;#039;&amp;#039; (mit Ergänzungen aus anderen Quellen) Stadtarchiv Seelze, o. J.&lt;br /&gt;
* Heinrich Wittmeyer: &amp;#039;&amp;#039;Chronik des Kirchspiels Seelze.&amp;#039;&amp;#039; unveröffentlichtes Manuskript / Typoskript im Stadtarchiv Seelze, 1948. (Anhang Nr. 44)&lt;br /&gt;
* Hans Georg Röhrbein: &amp;#039;&amp;#039;Zur Herkunft der Familie Egestorff.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hannoversche Geschichtsblätter]]&amp;#039;&amp;#039;, Neue Folge, Band 36 (1982), Heft 3–4, S. 203–212.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Zimmermann (Archivar)|Helmut Zimmermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Lindener Egestorffs und ihr Verwandtschaftskreis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hannoversche Geschichtsblätter&amp;#039;&amp;#039;, Neue Folge, Band 36 (1982), Heft 3–4, S. 213–222.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Johann Hinrich Egestorff}}&lt;br /&gt;
*[https://www.linden-entdecken.de/stadtteil/stadtteilrundgaenge/mixtour-entdecke-den-lindener-berg/ Fotografie des 1969 abgerissenen Kalkbrennerhauses in Linden]&lt;br /&gt;
*[https://www.linden-entdecken.de/stadtteil/stadtteilrundgaenge/mixtour-entdecke-den-lindener-berg/ Fotografie der alten Martinskirche in Linden]&lt;br /&gt;
* Horst Deuker: [http://www.lebensraum-linden.de/internet/page.php?site=902000442&amp;amp;typ=2 Wie es dazu kam, dass Rumänien mitten in Linden lag], Projekt &amp;#039;&amp;#039;Lebensraum Linden&amp;#039;&amp;#039; von [[FAUST]]&lt;br /&gt;
* [http://www.postkarten-archiv.de/hannover-linden/lindener-geschichtsbuch/georg-egestorff-das-egestorff-mausoleum.html Lageskizze der Grabstätten, nämlich von Georg Egestorff I.) und seinem Vater „Kalkjohann“ Johann Egestorff III.)] bei postkarten-archiv.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123496543|VIAF=50136739}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Egestorff, Johann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Hannover)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Linden (Hannover)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1772]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1834]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Egestorff (Familie)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Egestorff, Johann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kalkjohann&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Oktober 1772&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lohnde]] bei [[Seelze]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. März 1834&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Linden (Hannover)|Linden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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