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	<title>Johann Daniel Jacobj - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T15:35:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Johann_Daniel_Jacobj&amp;diff=1203594&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Altsprachenfreund: /* Literatur */</title>
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		<updated>2023-06-30T20:07:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Daniel Jacobj&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1798]] in [[Lübeck]]; † [[1847]] ebenda) war ein wirtschaftlich erfolgreicher Lübecker Kaufmann und Kunstsammler der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GrPetersgrube19.JPG|mini|Portal der Gr. Petersgrube 19]]&lt;br /&gt;
Jacobj&amp;lt;ref&amp;gt;Namensschreibweise nach Klaus Bernhard: &amp;#039;&amp;#039;Plastik in Lübeck – Dokumentation der Kunst im öffentlichen Raum (1436–1985),&amp;#039;&amp;#039; Lübeck 1986, Nr. 7 &amp;lt;/ref&amp;gt; wuchs als Sohn des Lübecker Kaufmanns &amp;#039;&amp;#039;Daniel Jacobj&amp;#039;&amp;#039; in der [[Große Petersgrube|Großen Petersgrube]]&amp;lt;ref&amp;gt;Lübeckisches Addreß-Buch 1798: Große Petersgrube Nr. 416 im Marienquartier&amp;lt;/ref&amp;gt; der Lübecker Altstadt auf und besuchte das [[Katharineum zu Lübeck|Katharineum]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bruns199&amp;quot;&amp;gt;Bruns: &amp;#039;&amp;#039;Szenen aus dem Reisebuch&amp;#039;&amp;#039; S. 199&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Geburtshaus steht nicht mehr. Jacobj ließ es 1825 abbrechen und von dem Architekten [[Joseph Christian Lillie]] im Stil des [[Klassizismus]] neu aufbauen.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus J. Groth: &amp;#039;&amp;#039;Weltkulturerbe Lübeck – Denkmalgeschützte Häuser.&amp;#039;&amp;#039; Lübeck 1999, S. 216 ff., ISBN 3795012317&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der modernen Hausnummer 19 steht es heute als Teil des historischen Gebäudekomplexes der [[Musikhochschule Lübeck|Musikhochschule]] unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner kaufmännischen Lehre in [[Hamburg]] machte er sich von 1821 auf seine [[Grand Tour]] durch nahezu ganz Europa, von der die Reisebeschreibung bis zu seiner Rückkehr nach Lübeck im Jahr 1823 in vier handschriftlichen Bänden fast vollständig, bis auf einen wohl verloren gegangenen weiteren Band, im [[Archiv der Hansestadt Lübeck]] erhalten und ausführlich dokumentiert ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bruns199&amp;quot;/&amp;gt; Der vielseitig interessierte Jacobj nutzt die Reise nicht nur zum Gewinn von nützlichen geschäftlichen Beziehungen, sondern auch zu intensivster Befassung mit Kunst, Kultur und der Damenwelt. In Rom trifft er auf seinen Bekannten, den [[Nazarener (Kunst)|Kapitoliner]] [[Theodor Rehbenitz]], einen Schwager von [[Friedrich Overbeck]] aus Lübeck, der ihn zu und durch die Sehenswürdigkeiten Roms führt. Trotz der mitgeführten Empfehlungsschreiben aus Lübeck kommt es in der gesetzten Zeit nicht zu dem erhofften Porträt durch Overbeck, der gerade am &amp;#039;&amp;#039;Einzug Christi in Jerusalem&amp;#039;&amp;#039; für die [[Marienkirche (Lübeck)|Lübecker Marienkirche]] arbeitet. Rehbenitz als [[Fremdenführer|Cicerone]] verweist Jacobj schließlich an den Nazarener [[Carl Eggers]]. Das von diesem 1823 gefertigte Porträt des angehenden Kaufmanns wurde vor dem Zweiten Weltkrieg zunächst als Werk Overbecks durch die Stadt Lübeck angekauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Overbeck-Erwerbungen des Behnhauses.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Der Wagen]] 1939, S. 142–145.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute hängt es als Werk Carl Eggers im Museum [[Behnhaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Lübeck zurückgekehrt übernahm er 1823 das Geschäft des Vaters und wurde Mitglied der Korporation der [[Schonenfahrer]]. Die Stadt befand sich nach der [[Lübecker Franzosenzeit|Franzosenzeit]] in politisch einer ausgesprochen restaurativen Phase und litt noch Jahrzehnte an der aufgebürdeten Schuldenlast. Die wirtschaftliche Entwicklung der Zeit war rezessiv. Hiergegen begehrte der weltläufige und liberale Jacobj auf. Trotz seines großen Erfolgs als Kaufmann, der sein Vermögen vervielfachte, eckte er mit dem regierenden [[Patrizier|Patriziat]] der Hansestadt an und galt diesem bald als ausgesprochener Querulant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jacobj griff Überkommenes unbefangen und nachhaltig an. Es gelang ihm 1832 mit seiner logischen Vorgehensweise, beispielsweise vom Senat die Änderung eines antiquierten und ungerechten [[Zoll (Abgabe)|Zoll]]systems zu erzwingen, das eigentlich nach dem Buchstaben des Gesetzes schon undurchführbar geworden war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Antjekathrin Graßmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, 2. A. 1989, S. 579&amp;lt;/ref&amp;gt; 1843 überzieht er für Lübecker Verhältnisse mit dem Hinweis auf [[Korruption]] beim [[Lübecker Militär (1814–1867)|Lübecker Militär]], die dagegen einsetzende Strafverfolgung durch das [[Niedergericht]] der Stadt kommt erst durch seinen Tod zum Abschluss.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruns: &amp;#039;&amp;#039;Szenen aus dem Reisebuch&amp;#039;&amp;#039; S. 207 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Luebeck HT lion left.jpg|mini|Einer von Jacobjs Löwen]]&lt;br /&gt;
Die [[Lübecker Löwen]] von [[Christian Daniel Rauch]], heute vor dem [[Holstentor]], erwarb er 1840 und stellte sie vor seinem Haus in der Großen Petersgrube auf. Das brachte ihm in Lübeck den Spottnamen &amp;#039;&amp;#039;Daniel aus der Löwengrube&amp;#039;&amp;#039; ein. Zwei weitere, steinerne Löwen wurden um 1860 auf seiner heute nicht mehr vorhandenen Grabanlage auf dem [[Burgtorfriedhof]] aufgestellt. Sie gelangten nach 1961 an die [[Parchamsche Stiftung]] und bewachen heute deren [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]] in Paddelügge.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruns: &amp;#039;&amp;#039;Szenen aus dem Reisebuch&amp;#039;&amp;#039; S. 208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1846 ließ er ein Jahr vor seinem Tod durch [[Alessandro Sanguinetti]], den Bruder von Rauchs Lieblingsschüler [[Francesco Sanguinetti]], von sich eine Marmorbüste fertigen, die aus dem Nachlass seiner Verwandten &amp;#039;&amp;#039;Olga Rodde&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls an das Behnhaus gelangte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Hasse (Kunsthistoriker)|Max Hasse]]: &amp;#039;&amp;#039;Katalog Behnhaus&amp;#039;&amp;#039; Lübeck 1969, S. 146 #294 Bildnis Johann Daniel Jacobj 1846. Marmor, H 51, bezeichnet: A. Sanguinetti fee. 1846. Inv. Nr. 1941/428. Aus dem Nachlass Olga Rodde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alken Bruns: &amp;#039;&amp;#039;Szenen aus dem Reisebuch des Kaufmanns Johann Daniel Jacobj.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das Gedächtnis der Hansestadt Lübeck: Festschrift für Antjekathrin Graßmann zum 65. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In Verbindung mit dem Verein für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde und dem Hansischen Geschichtsverein hrsg. von [[Rolf Hammel-Kiesow]] und Michael Hundt. Lübeck: Schmidt-Römhild 2005, S. 199–208, ISBN 3-7950-5555-5&lt;br /&gt;
* Ilsabe von Bülow: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Christian Lillie (1760–1827).&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2008, S. 116 ff. ISBN 9783422066106&lt;br /&gt;
* Alken Bruns: &amp;#039;&amp;#039;Johann Daniel Jacobj&amp;#039;&amp;#039; in: Biographisches Lexikon für Schleswig-Holstein und Lübeck, Band 12 Neumünster 2006, S. 225 ff., ISBN 3529025607&lt;br /&gt;
* Jan Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Zieht die Löwen aus dem Verkehr! Restaurierung erforderlich – Umsetzung wünschenswert&amp;#039;&amp;#039;. In: Lübeckische Blätter 162 (1997), S. 358–361.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1067407359|VIAF=314865669}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Jacobj, Johann Daniel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Lübeck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schonenfahrer (Lübeck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1798]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1847]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jacobj, Johann Daniel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Lübecker Kaufmann und Kunstsammler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1798&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lübeck]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1847&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lübeck]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Altsprachenfreund</name></author>
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