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	<title>Johann Carl Cramer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T16:53:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;GregorHelms: /* Literatur */</title>
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		<updated>2023-11-13T22:27:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Carl Cramer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Karl Cramer&amp;#039;&amp;#039; geschrieben;&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Beispiel Joseph Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Baptisten. Zweiter Teil von 1848 bis 1870&amp;#039;&amp;#039; (zweite, von F. W. Herrmann völlig neu bearbeitete Ausgabe). Verlag [[J. G. Oncken Nachf.]]: Cassel 1922. S. 37&amp;lt;/ref&amp;gt; * [[24. Mai]] [[1825]] in [[Markt Berolzheim]] / [[Mittelfranken]]; † [[4. August]] [[1850]] in [[Hamburg]]) war ein wandernder [[Tischler]]geselle und Pionier der [[Baptisten|baptistischen]] Bewegung in Nordwestdeutschland, besonders in [[Ostfriesland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Johann Carl Cramer entstammte einer Berolzheimer Bauernfamilie. Sein Vater, der ebenfalls die Vornamen Johann Carl trug, und seine Mutter Margarethe, eine geborene Oldenberger, waren [[Lutheraner|lutherischer]] Konfession.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Angaben entstammen einem Verhörprotokoll: &amp;#039;&amp;#039;Actum Amt Weener den 5ten April 1849&amp;#039;&amp;#039;; das Original befindet sich im &amp;#039;&amp;#039;Landeskirchlichen Archiv&amp;#039;&amp;#039; in Leer.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Schule und [[Konfirmation]] erlernte Cramer das Tischlerhandwerk und ging im Anschluss auf die [[Wanderjahre|Walz]]. Um 1845 gelangte er auf seiner Wanderung nach Hamburg. Hier hatte der [[Varel]]er Kaufmann und &amp;#039;&amp;#039;Agent&amp;#039;&amp;#039; einer britischen Bibelgesellschaft [[Johann Gerhard Oncken]] elf Jahre zuvor die erste deutsche Baptistengemeinde gegründet. Ein Gemeindemitglied, dem Cramer an seinem Arbeitsplatz begegnete, lud ihn zu den Gottesdiensten der Baptisten ein. Die Predigten beeindruckten ihn und führten nach einer längeren Zeit des inneren Kampfes zu seiner [[Bekehrung (Christentum)|Bekehrung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mission4&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen aus dem Leben des im Herrn entschlafenen Bruders Carl Cramer&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Missionsblatt&amp;#039;&amp;#039; (hrsg. von Johann Gerhard Oncken, in Verbindung mit mehreren Missionsfreunden), Hamburg, September 1850, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. Februar 1846 ließ Cramer sich von dem bereits erwähnten Oncken [[Gläubigentaufe|taufen]] und kehrte kurze Zeit später in seine mittelfränkische Heimat zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kirche Weener&amp;quot;&amp;gt;Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Weener (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Baptistengemeinde Weener / Ems&amp;#039;&amp;#039; (Zusammenstellung: Friedel Popkes), Weener 1996, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt; Seiner Absicht, dort unter seinen Familienangehörigen und Bekannten missionarisch zu wirken, war allerdings kein Erfolg beschieden; er „konnte nur eine Seele für den Herrn gewinnen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Baptisten. Zweiter Teil von 1848 bis 1870&amp;#039;&amp;#039; (Zweite, völlig neu bearbeitete Ausgabe von F. W. Herrmann, Prediger in Königsberg i. Pr.), Cassel 1922, S. 37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cramer wandte sich wieder Hamburg zu und traf nach einer kurzen Zwischenstation in [[Magdeburg]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mission4&amp;quot; /&amp;gt; noch 1847 in der Hansestadt ein. Dass er dort und auch im benachbarten [[Bezirk Altona|Altona]] keine Arbeit fand, verstand er als einen Wink Gottes. Er zog – von Oncken zum &amp;#039;&amp;#039;Missionsgehülfen&amp;#039;&amp;#039; ordiniert&amp;lt;ref&amp;gt;Margarete Jelten: &amp;#039;&amp;#039;Unter Gottes Dachziegel. Anfänge des Baptismus in Nordwestdeutschland&amp;#039;&amp;#039;, Bremerhaven 1984, S. 165&amp;lt;/ref&amp;gt; – nach [[Bremen]], wo er auf den kleinen Kreis der 1845 gegründeten [[Baptisten in Bremen|Baptistengemeinde]] traf. Gleich nach seiner Ankunft wurden dem theologisch ungebildeten Tischlergesellen der gottesdienstliche Verkündigungsdienst in Bremen und den umliegenden Gemeindestützpunkten übertragen. Sein Einsatz blieb nicht ohne Erfolg. Schon bald wurde die Leitung der jungen ostfriesischen Baptistenbewegung, die ihre Missionszentrale in [[Ihren]] hatte, auf den bayrischen &amp;#039;&amp;#039;Missionsgehülfen&amp;#039;&amp;#039; und Handwerker aufmerksam. Sie verschaffte ihm für seinen Lebensunterhalt eine Anstellung bei dem [[Weener]]aner Tischlermeister Johann Focken Lüdemann und berief ihn zum „ersten Prediger“ der Ihrener Tochtergemeinde in Weener. Während seiner kurzen Dienstzeit wuchs die Gemeinde auf über 50 getaufte Mitglieder. Es entstanden Predigtstationen in [[Leer (Ostfriesland)|Leer]], [[Bunde]], Möhlenwarf bei Weener, [[Holthusen]] und [[Jemgum]]. In einem Nachruf des baptistischen &amp;#039;&amp;#039;Missionsblattes&amp;#039;&amp;#039; heißt es: „Sein bairischer Dialect war den Ostfriesländern zwar fremd, aber das wusste der Herr durch Salbung Seines Geistes unschädlich zu machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Margarete Jelten 1984, S. 165.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1849 ließ sich auch Cramers Arbeitgeber – beeindruckt durch das Leben und die Predigt seines Gesellen – taufen. Er stellte einen Teil seines Hauses der Gemeinde als gottesdienstliche Versammlungsstätte zur Verfügung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kirche Weener&amp;quot; /&amp;gt; Ende Mai 1849 begab sich Cramer auf eine längere Missionsreise, die ihn über [[Emden]], [[Jever]], [[Varel]] und [[Sehstedt]] nach Bremen führte und von der er im Herbst desselben Jahres nach Weener zurückkehrte.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Johann Gerhard Oncken (Hrsg.) 1850, S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Postskriptum Verhörprotokoll Weener.jpg|mini|Postskriptum eines Verhörprotokolls vom 5. April 1849&amp;lt;ref&amp;gt;Übertragung: &amp;#039;&amp;#039;Comparent&amp;#039;&amp;#039; [erg.: Johann Carl Cramer] &amp;#039;&amp;#039;schien zum Gehorsame wenig geneigt und brachte namentlich auch vor, daß man in solchen Dingen&amp;#039;&amp;#039; [Missionarische Tätigkeit, Taufen, etc.] &amp;#039;&amp;#039;Gott mehr gehorchen müsse als den Menschen. Die Unanwendbarkeit dieses Satzes auf den vorliegenden Fall ward ihm thunlichst bedeutet. in fidem Lodemann - für richtige Abschrift: Lodemann&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
Johann Carl Cramers Missionstätigkeit im südlichen – und später auch im nördlichen – Ostfriesland stieß auf den Widerstand staatlicher und [[Landeskirche|landeskirchlicher]] Behörden. Am 20. Februar 1849 verhaftete ihn die &amp;#039;&amp;#039;Königliche Landgendarmerie der Section Papenburg&amp;#039;&amp;#039; in Ihren und verbrachte ihn noch am selben Tag auf das &amp;#039;&amp;#039;Königliche Amt&amp;#039;&amp;#039; nach Weener. Begründet wurde die Verhaftung unter anderem damit, dass „er schon seit geraumer Zeit hier unter bestehenden Frömmlern Predigten gehalten, erwachsene Leute getauft und sich zu diesem Zwecke abwechselnd einige Tage aufgehalten haben“ soll. Beim polizeilichen Verhör in Weener bestätigte Cramer diese Vorhaltungen im Wesentlichen und berief sich dabei auf seine Bestellung zum &amp;#039;&amp;#039;Missionair&amp;#039;&amp;#039; durch die Hamburger Baptistengemeinde; „er habe zwar nicht studiert, besitze aber zum Lehramte hinreichende Kenntniß des Heiligen Wortes. Die von Christus ausgesandten Apostel hätten ebenso wenig studiert.“  Mit der Mahnung, „Religionsübungen in öffentlichen Versammlungen“ zu unterlassen, wurde Cramer aus dem Arrest entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zitate stammen aus dem Verhörprotokoll des Königlichen Amtes Weener: &amp;#039;&amp;#039;Geschehen Weener im Amte den 20. Februar 1849&amp;#039;&amp;#039;. Eine Abschrift des Protokolls nebst einer Übertragung durch Margarete Jelten befindet sich im Archiv des Evangelisch-Freikirchlichen Landesverbandes [[Baptisten im Nordwesten]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Im April desselben Jahres erhielt er eine weitere Vorladung. Auch die Pastoren der [[Reformierte Kirchen|Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde]] Weener intervenierten und baten um ein vorsichtiges, aber gezieltes Vorgehen gegen den bayrischen Baptistenmissionar. Zu einer Ausweisung aus dem [[Königreich Hannover]], zu dem Ostfriesland zu jener Zeit gehörte, kam es im Februar 1850 nach einer Missionsreise Cramers in das [[Norderland]]. Sie war aufgrund einer Einladung der [[Ehemalige Herrnhuter Brüdergemeine in Norden (Ostfriesland)|Norder Herrnhuter Brüdergemeine]] erfolgt. Der Ortsgeistliche der [[Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers|lutherischen Kirchengemeinde]] Norden war offiziell über die mit Cramer geplanten Veranstaltungen informiert worden und hatte sofort beim städtischen &amp;#039;&amp;#039;Magistrat zu Norden&amp;#039;&amp;#039; Anzeige erstattet. Daraufhin wurde Johann Carl Cramer als unerwünschter Ausländer ausgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Margarete Jelten 1984, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Ausweisung reiste Cramer nach Hamburg und kam dort, gezeichnet von einer schweren Krankheit,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Joseph Lehmann 1922, S. 37; Lehmann spricht von [[Auszehrung|Schwindsucht]].&amp;lt;/ref&amp;gt; am 20. März 1850 an.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Johann Gerhard Oncken (Hrsg.) 1850, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zu seinem Tod im August desselben Jahres wurde er von Mitgliedern der Baptistengemeinde gepflegt. Sein kurzer, aber erfolgreicher Pionierdienst wurde in zahlreichen Veröffentlichungen gewürdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Weener (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Baptistengemeinde Weener / Ems&amp;#039;&amp;#039; (Zusammenstellung: Friedel Popkes), Weener 1996&lt;br /&gt;
* [[Margarete Jelten]]: &amp;#039;&amp;#039;Unter Gottes Dachziegel. Anfänge des Baptismus in Nordwestdeutschland&amp;#039;&amp;#039;, Bremerhaven 1984, S. 165–167&lt;br /&gt;
* Rudolf Donat: &amp;#039;&amp;#039;Wie das Werk begann. Entstehung der deutschen Baptistengemeinden&amp;#039;&amp;#039;, Kassel 1958, S. 110f&lt;br /&gt;
* Joseph Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Baptisten. Zweiter Teil von 1848 bis 1870&amp;#039;&amp;#039; (Zweite, völlig neu bearbeitete Ausgabe von F. W. Herrmann, Prediger in Königsberg i. Pr.), Cassel 1922, S. 37–39&lt;br /&gt;
* Artikel: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen aus dem Leben des im Herrn entschlafenen Bruders Carl Cramer&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Missionsblatt&amp;#039;&amp;#039; (hrsg. von Johann Gerhard Oncken, in Verbindung mit mehreren Missionsfreunden), Hamburg, September 1850, S. 3–6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.baptisten-weener.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=98&amp;amp;Itemid=124 Baptistengemeinde Weener: &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Baptistengemeinde Weener&amp;#039;&amp;#039;]; eingesehen am 25. Juni 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.baptisten.de/fileadmin/user_upload/mitarbeiter/Diakonat/Vikariatsarbeiten/Wiesner__Sabine.pdf Sabine Wiesner: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte des Baptismus in Nordwestdeutschland und ihre Bedeutung für die Gemeindearbeit heute&amp;#039;&amp;#039; (Vikariatsarbeit, 2009)] (PDF; 177&amp;amp;nbsp;kB); eingesehen am 25. Juni 2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cramer, Johann Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baptistischer Geistlicher (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1825]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1850]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Markt Berolzheim]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Cramer, Johann Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Cramer, Carl; Cramer, Karl&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=baptistischer Pionier in Ostfriesland&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Mai 1825&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Markt Berolzheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. August 1850&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GregorHelms</name></author>
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