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	<title>Johann Briesmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gmünder: /* Leben und Wirken */ schrift üblicherweise nicht wikiverlinkt</title>
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		<updated>2025-09-29T12:44:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Wirken: &lt;/span&gt; schrift üblicherweise nicht wikiverlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Johann-Briesmann.jpg|miniatur|Johann Briesmann]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Briesmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Brießmann, Brismann, Prysmann&amp;#039;&amp;#039;, {{wenS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jan Brězan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}; * [[31. Dezember]] [[1488]] in [[Cottbus]]; †&amp;amp;nbsp;[[1.&amp;amp;nbsp;Oktober]] [[1549]] in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]) war ein deutsch-sorbischer evangelischer Theologe des 16. Jahrhunderts und Reformator.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Johann Briesmann entstammte einer angesehenen Familie, sein Großvater war zweiter Bürgermeister in seiner Geburtsstadt Cottbus. Er trat um 1510 in die [[Sächsische Franziskanerprovinz|Sächsische Provinz]] des [[Franziskaner (OFM)|Franziskanerordens]] ein. 1518 immatrikulierte er sich unter dem Rektorat [[Konrad Wimpina]]s an der [[Brandenburgische Universität Frankfurt|Universität Frankfurt an der Oder]]. Im Januar 1520 wechselte er an die [[Universität Wittenberg]], wo er unter dem Einfluss [[Martin Luther]]s im Oktober 1521 zum [[Lizenziat|Lizentiaten]] der Theologie und am 1.&amp;amp;nbsp;Februar 1522 zum Doktor der Theologie promoviert wurde und damit am 2. Februar 1522 einen Sitz in der Theologischen Fakultät der Universität erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Wittenberger Bewegung]] wurden die Franziskaner durch den Rat der Stadt aus [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]] ausgewiesen. Daher kehrte Briesmann ins [[Franziskanerkloster Cottbus|Kloster in Cottbus]] zurück, hatte aber mit seinen Ordensbrüdern schwere Auseinandersetzungen wegen der [[Ordensgelübde|Mönchsgelübde]] auszustehen. Seinen Standpunkt legte er in dem Sendschreiben &amp;#039;&amp;#039;„Unterricht und Ermahnung&amp;#039;&amp;#039;“ dar, das er in Wittenberg drucken ließ. Ende 1522 kehrte er auf Vermittlung [[Georg Spalatin]]s und auf Intervention Luthers nach Wittenberg zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieder war es Luther, der Briesmann 1523 dem [[Hochmeister]] des Deutschen Ordens [[Albrecht (Preußen)|Albrecht&amp;amp;nbsp;I. von Brandenburg-Ansbach]] als Prediger am [[Königsberger Dom|Dom]] in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] empfahl. Mit dem Einverständnis [[Georg von Polenz]]’ begann er Ende Juni seine Reise in das preußische Königsberg und hielt am 27.&amp;amp;nbsp;September 1523 seine erste Predigt im reformatorischen Sinne und erlangte das volle Vertrauen von Polentz, der in der Folge sein nächster Mitarbeiter wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Predigten waren geistvoll, ernst und auf das Wesen des Evangeliums: die [[Rechtfertigung (Theologie)|Rechtfertigung]] des Sünders vor Gott, gerichtet. Damit andere Prediger eine Anleitung für die reformatorischen Grundlagen erhielten, stellte er 110 Thesen, die „&amp;#039;&amp;#039;Flosculi de homine interiore et exteriore, fide et operibus&amp;#039;&amp;#039;“, auf, die entscheidend zum Durchbruch der [[Reformation]] in Preußen beitrugen, in der Anlehnung an Luthers Traktat von der Freiheit eines Christenmenschen. Verstärkt wurde die durch ihn initiierte Bewegung, als [[Paul Speratus]] 1524 als Schlossprediger nach Königsberg und [[Johann Poliander]] 1525 an die [[Altstädtische Kirche St. Nikolaus (Königsberg)|Altstädtische Kirche St. Nikolaus]] in Königsberg berufen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Albrecht am 8.&amp;amp;nbsp;April 1525 in [[Krakau]] den Huldigungseid ablegte, wurde [[Preußen]] evangelisch. Nun fiel Briesmann die Arbeit zu, eine neue Kirchenordnung aufzustellen. Er ließ zahlreiche Predigten als Traktate drucken und wirkte auch dadurch stark auf die Gemeinden ein. Er hatte am 12. Juni 1525 Elisabeth Sackheim geheiratet, die ehemalige Äbtissin des Marienklosters in [[Löbenicht]] bei Königsberg. Als er die Ehe einging, war er nach Speratus der erste verheiratete Prediger in Preußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seines vielfältigen Engagements und seiner Stellung als Vertrauter des Herzogs Albrecht wurde er Mitglied in dessen Regierungskollegium. Als Ratgeber half er dem Herzog gemeinsam mit [[Andreas Knopke]], 1527 die Reformation in [[Riga]] und [[Livland]] durchzusetzen. Dazu reiste er im Oktober 1527 mit seiner Familie nach Riga und verfasste hier seine Schrift von der &amp;#039;&amp;#039;„Kurzen Ordnung des Kirchendienstes samt einer Vorrede von Ceremonien&amp;#039;&amp;#039;“, in der er sich teilweise wörtlich an die „Königsberger Ordnung“ anschloss. Der grundsätzliche Teil war in Hochdeutsch, die Ausführungsbestimmungen waren in [[Niederdeutsch]] geschrieben. Der Rigenser Stadtrat berief ihn zum [[Domprediger]] und in eine einem [[Superintendent]]en gleichkommende Stellung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erwin Iserloh]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Theologie der Reformation im Grundriß&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Bonifacius-Druckerei, Paderborn 1980, ISBN 3-87088-261-1, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er vier Jahre lang in [[Livland]] gewirkt hatte, kehrte er 1531 als Pfarrer an den Dom zu Königsberg zurück. Gemeinsam mit Speratus und Poliander führte er zunächst einen erbitterten Kampf gegen den Spiritualismus des [[Kaspar Schwenckfeld]]. Sein Wirken wurde auch in anderen deutschen Städten anerkannt. So wollte ihn die Universität Rostock zum Professor und Superintendenten berufen. Jedoch lehnte er diese Berufung ab, widmete der Fakultät aber zum Dank zwei Predigten zum 4.&amp;amp;nbsp;Kapitel des [[1. Buch Mose|1. Buchs Mose]]. Stattdessen war er an der Ordnung und Festigung des evangelischen Gottesdienstes in seiner Gemeinde interessiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1544 eine neue Kirchenordnung nötig wurde, arbeitete er diese als &amp;#039;&amp;#039;„Ordnung vom äußerlichen Gottesdienst und Artikel der Zeremonien, wie es in den Kirchen des Herzogtums zu Preußen gehalten wird&amp;#039;&amp;#039;“ aus. Sie stellt im Wesentlichen den Abschluss der Reformation in Preußen dar. Als die [[Albertus-Universität Königsberg|Universität Königsberg]] gegründet wurde, war Briesmann einer der maßgeblichen Beteiligten. Er übernahm die Geschäftsführung, erstellte Gutachten und setzte seine Anweisungen auch durch. Deshalb wurde er 1546 zum Präsidenten und [[Superintendent]]en des [[Samland|samländischen]] Bistums erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch erkrankte Briesmann. Da er die an ihn gestellten Anforderungen nicht mehr erfüllen konnte, legte er sein Amt nieder. Im März 1549 kam es zum [[Osiandrischer Streit|Osiandrischen Streit]], bei dem sich Briesmann entschieden gegen [[Andreas Osiander|Osiander]] wandte. Da es bei diesem Streit um Grundartikel des christlichen Glaubens ging, wünschte er eine Entscheidung im Lande, ohne dass Gutachten von auswärts eingeholt wurden. Mit diesem Protest endet seine öffentliche Wirksamkeit. Er fiel der [[Pest]] zum Opfer und wurde im Chor des [[Königsberger Dom]]s begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Flosculi de homine interiore et exteriore de fide et operibus&amp;#039;&amp;#039;, 1523&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Sermon von dreierlei heilsamer Beichte für die einfältigen Laien&amp;#039;&amp;#039;, 1524&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Etliche Trostsprüche für die furchtsamen und schwachen Gewissen&amp;#039;&amp;#039;, 1525&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Annotationes in apocalypsin&amp;#039;&amp;#039;, 1527&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Konrad Gadebusch]]: &amp;#039;&amp;#039;Livländische Bibliothek in alphabetischer Ordnung&amp;#039;&amp;#039;. Erster Theil. Hartknoch, Riga 1777, [http://books.google.de/books?id=b1cDAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA118 S.&amp;amp;nbsp;118–127.]&lt;br /&gt;
* [[Robert Stupperich]]: &amp;#039;&amp;#039;Reformatorenlexikon&amp;#039;&amp;#039;. Max Mohn, Gütersloh 1984, ISBN 3-579-00123-X&lt;br /&gt;
* Heinz Endermann: &amp;#039;&amp;#039;Johannes Briesmann – ein Reformator aus Cottbus&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Gegenwart des Bezirkes Cottbus (Niederlausitzer Studien)&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 22, Cottbus 1988, S.&amp;amp;nbsp;78–86.&lt;br /&gt;
* {{ADB|3|329|331|Briesmann, Johannes|[[David Erdmann]]|ADB:Briesmann, Johannes}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20080113143807/http://www.bautz.de/bbkl/b/briesmann_j.shtml |autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]] |artikel=BRIESMANN, Johannes|band=1|spalte=749}}&lt;br /&gt;
* {{RE3|3|398|405|Brießmann, Johannes|David Erdmann}}&lt;br /&gt;
* {{Zedler Online|4|720|1409|1409|Brismann oder Briesmann, Johannes}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|612|613|Briesmann, Johannes|[[Fritz Gause]]|118660071}}&lt;br /&gt;
* [[Trudla Malinkowa]]: &amp;#039;&amp;#039;Sorbische Denkmale. Handbuch sorbischer Gedenk- und Erinnerungsstätten&amp;#039;&amp;#039;. Domowina Verlag, Bautzen 2022, ISBN 978-3-7420-2647-7, S. 208.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118660071}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118660071|VIAF=77109545}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Briesmann, Johann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Theologe (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Königsberg, Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Sächsische Franziskanerprovinz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformator]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cottbus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sorbe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1488]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1549]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Briesmann, Johann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Prysmann, Johann; Brießmann, Johann; Brismann, Johann; Brězan, Jan&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Theologe und Reformator&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Dezember 1488&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Cottbus]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Oktober 1549&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gmünder</name></author>
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