<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Johann_August_Zeune</id>
	<title>Johann August Zeune - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Johann_August_Zeune"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Johann_August_Zeune&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-26T22:51:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Johann_August_Zeune&amp;diff=323430&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Johann_August_Zeune&amp;diff=323430&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-02T18:08:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Johann August Zeune wb.jpg|mini|Johann August Zeune]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann August Zeune&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Mai]] [[1778]] in [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]]; † [[14. November]] [[1853]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Pädagoge]], [[Geograph]], [[Germanist]] und der Begründer der [[Johann-August-Zeune-Schule für Blinde|Berliner Blindenanstalt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er prägte 1808 den Begriff der Großregion „[[Balkanhalbinsel]]“, die bis dahin in [[Westeuropa]] hauptsächlich als „&amp;#039;&amp;#039;Europäische Türkei&amp;#039;&amp;#039;“ bekannt war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Marie-Janine Calic]] |Titel=Geschichte des Balkans: von den Anfängen bis zur Gegenwart |Nummer= |Auflage= |Verlag=C.H. Beck |Ort=München |Datum=2023 |Reihe=C.H. Beck Wissen |ISBN=978-3-406-80674-2 |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Gipsstr 11 (Mitte) Johann August Zeune.jpg|mini|150px|[[Gedenktafel]] am Haus, Gipsstraße 11, in [[Berlin-Mitte]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Mittelstr 16 (Wittenberg) Johann August Zeune.jpg|mini|[[Gedenktafel]] in [[Wittenberg]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Augst Zeune (Schule), Georg Meyer-Steglitz 1906 Berlin.jpg|mini|Zur 100-Jahr-Feier am 13. Oktober 1906 enthülltes Relief in der Blindenschule von [[Georg Meyer-Steglitz]]]]&lt;br /&gt;
Johann August Zeune wurde am 12. Mai 1778 in Wittenberg als Sohn des [[Johann Karl Zeune]], Professor für Griechisch an der Universität Wittenberg, geboren. In seinem Elternhaus wurde er durch seinen Vater und Hauslehrer erzogen. 1798 ließ sich Zeune an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Wittenberger Universität]] immatrikulieren. Er wurde für seine [[Dissertation]] über die Geschichte der Geographie [[Promotion (Doktor)|promoviert]] und bekam für eine kurze Zeit die Würde eines akademischen Dozenten, einer Quasiprofessur für Geographie, verliehen. Seine neuartige „Höhenschichten-Karte“ der Erde machte ihn in akademischen Kreisen bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;1815 erschien &amp;#039;&amp;#039;Erdansichten oder Abriss einer Geschichte der Erdkunde vorzüglich der neuesten Fortschritte in dieser Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039; ([https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10430347_00005.html online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1803 siedelte er nach Berlin über und wurde dort Lehrer am [[Gymnasium zum Grauen Kloster]].&lt;br /&gt;
In Berlin, wo er als Privatgelehrter lebte, verkehrte er freundschaftlich mit [[Johann Gottlieb Fichte]] und dem Historiker [[Johannes Peter Müller|Johannes von Müller]]. Erfolglos bewarb er sich auf eine Expedition ins Innere Afrikas und begab sich kurz darauf in die „innere Welt der [[Blindheit|Blinden]]“. Auf dem Gebiet der [[Augenheilkunde]] erweiterte Zeune sein Wissen beim Gründer der ersten europäischen Blindenanstalt, [[Valentin Haüy]] in [[Paris]]. König [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;III.]] verfügte am 11. August 1806 die Gründung einer Blindenanstalt in Berlin und gab Zeune den Auftrag dazu. Am 13. Oktober 1806 konnte er mit dem Unterricht beginnen. Es war die erste [[Blindenschule]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Geld von Freunden und seinem eigenen Vermögen rettete er die Schule durch die Kriegswirren des [[Vierter Koalitionskrieg|Vierten Koalitionskrieges]]. Im Jahre 1809 überließ Johann August dem [[Holzbronze]]fabrikanten [[Carl August Mencke]] die Produktion seiner Relief-Globen, die bis 1818 weltweit versandt wurden. 1810 wurde Zeune in Berlin Professor der Geographie. Von 1811 bis 1821 las er an der Berliner Universität auch über deutsche Sprache und Literatur. Pädagogische Begabung bekunden sein Handbuch der Blindenerziehung „Belisar“ (1808) und das Werk „Gea. Versuch einer wissenschaftlichen Erdkunde“ (1808).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Franzosenzeit|französischen Besatzung]] trat er als politischer Publizist von entschieden patriotischer Färbung hervor. Er beklagte wortreich die Erniedrigung des deutschen Volkes durch [[Napoleon Bonaparte]] als „ein Thier ohne Willen, vertauscht, verschenkt, abgetreten“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Brendan Simns |Titel=Kampf um Vorherrschaft. Eine deutsche Geschichte Europas 1453 bis heute. |Auflage=2. |Verlag=Deutsche Verlags-Anstalt |Datum=2014 |ISBN=9783421043979 |Seiten=238}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Germanist stand Zeune im Banne romantischer Vorstellungen; er kämpfte gegen Fremdwörter und machte sich besonders um die Einbringung des [[Nibelungenlied]]es verdient, von dem er eine Prosaübersetzung (1813) und eine Taschenbuchausgabe (1815) veröffentlichte. Er zählte 1828 mit [[Johann Jacob Baeyer]] u.&amp;amp;nbsp;a. zu den Mitstiftern der [[Gesellschaft für Erdkunde]] zu Berlin.&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabmal Johann August Zeune.jpg|mini|Grabmal]]&lt;br /&gt;
Johann August Zeune verstarb am 14. November 1853 in Berlin, nachdem er im Alter das Augenlicht verloren hatte. Er wurde auf dem [[Friedhof I der Georgen-Parochialgemeinde|Alten Georgenfriedhof]] in der [[Greifswalder Straße]] 229/234 beigesetzt. Sein Grab ist als [[Liste der Ehrengräber in Berlin|Ehrengrab der Stadt Berlin]] gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Zeune wurden in [[Berlin-Steglitz]] die [[Johann-August-Zeune-Schule für Blinde]] und die Zeunepromenade benannt &amp;#039;&amp;#039;(Zu beiden siehe [[Rothenburgstraße (Berlin)|Rothenburgstraße]])&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Goea – Versuch einer wissenschaftlichen Erdbeschreibung&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Berlin 1811 ([https://books.google.de/books?id=pU1DAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gothische Sprachformen und Sprachproben, zu Vorlesungen entworfen&amp;#039;&amp;#039;, Maurer, Berlin 1825 ([https://books.google.de/books?id=dIlFAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Warta und Weichsel, die alten Grenzflüsse zwischen Germanen und Sarmaten&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Annalen der Erd-, Völker- und Staatenkunde&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, Berlin 1831, S. 521–527 ([https://books.google.de/books?id=zLVQAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA521 online]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über Schädelbildung zur festern Begründung der Menschenrassen&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1846 ([https://books.google.de/books?id=9M4sAAAAYAAJ&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat])&lt;br /&gt;
; als Herausgeber&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Nibelungenlied. Die Urschrift nach den besten Lesarten neu bearbeitet, und mit Einleit und Wortbuch zum Gebrauch für Schulen versehen&amp;#039;&amp;#039;. Mit einem Holzschnitt von Gubitz. Maurer, Berlin 1815 ([https://books.google.de/books?id=D19lAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Krieg auf Wartburg nach Geschichten und Gedichten des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1818 ([https://books.google.de/books?id=Th5SAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|45|121|128|Zeune, August|[[Ludwig Fraenkel]]|ADB:Zeune, August}}&lt;br /&gt;
* [Anonym]: &amp;#039;&amp;#039;Expedition in die innere Welt der Blinden&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 26. Januar 2004&lt;br /&gt;
* Heinrich Kühne (Text), Heinz Motel (Zeichnungen): &amp;#039;&amp;#039;Berühmte Persönlichkeiten und ihre Verbindung zu Wittenberg&amp;#039;&amp;#039;. Verlag des Göttinger Tageblatt, Göttingen 1990, ISBN 3-924781-17-6.&lt;br /&gt;
* Hartmut Mehlitz: &amp;#039;&amp;#039;Johann August Zeune. Berlins Blindenvater und seine Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Bostelmann &amp;amp; Siebenhaar, Berlin 2003, ISBN 3-936962-05-7.&lt;br /&gt;
* [[Rotary Club]]: &amp;#039;&amp;#039;Berühmte Wittenberger und ihre Gäste&amp;#039;&amp;#039;. Wittenberg, s.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
* Friedrich Dreves: „... leider zum größten Theile Bettler geworden ...“. Organisierte Blindenfürsorge zwischen Aufklärung und Industrialisierung (1806–1860). Freiburg im Br. 1998&amp;lt;ref&amp;gt;(auch Hörbuchfassung: Deutsche Blinden-Bibliothek der Deutschen Blindenstudienanstalt e.&amp;amp;nbsp;V. Marburg, Nr. 9998, Sprecher: Hans-J. Domschat. Marburg 2000).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Hans-Eugen Schulze]]: Rezension zu: Friedrich Dreves: ...leider zum größten Theile Bettler geworden... - Organisierte Blindenfürsorge in Preußen zwischen Aufklärung und Industrialisierung (1806–1860). In: Horus. Marburger Beiträge zur Integration Blinder und Sehbehinderter / Hrsg.: [[Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf]] e.&amp;amp;nbsp;V. und Deutsche Blindenstudienanstalt e.&amp;amp;nbsp;V., Marburg, Lahn. 61. Jg., 1999,  H. 2, S. 79–81.&lt;br /&gt;
* Hartmut Mehlitz, Johann August Zeune: &amp;#039;&amp;#039;Berlins Blindenvater und seine Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2003.&lt;br /&gt;
* [[Alexander Mell]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Encyklopädisches Handbuch des Blindenwesens&amp;#039;&amp;#039;. Wien/Leipzig, 1900; {{archive.org |bub_gb_NjAaAAAAYAAJ |Blatt=}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116984465}}&lt;br /&gt;
* [http://www.blindenschule-berlin.de/ Johann-August-Zeune-Schule für Blinde Berlin]&lt;br /&gt;
* [https://luise-berlin.de/kalender/jahr/1806.htm Berlin im Jahr 1806.] In: &amp;#039;&amp;#039;Jahreskalender&amp;#039;&amp;#039; des [[Luisenstädtischer Bildungsverein|Luisenstädtischen Bildungsvereins]]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.blindenschule-berlin.de/history.html |text=Geschichte der Johann-August-Zeune-Schule |wayback=20060127085213}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116984465|LCCN=nr2002027804|VIAF=69696382}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zeune, Johann August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geograph (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geograph (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kartograf (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Leucorea)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blindenpädagoge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1778]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1853]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zeune, Johann August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Blindenlehrer, Pädagoge, Geograph, Germanist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Mai 1778&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. November 1853&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>