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	<title>Johann Adam Becker - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T03:13:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Johann_Adam_Becker&amp;diff=1818070&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2026-03-07T13:09:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Die Bayern bei Düppel 1849JS.jpg|mini|Die Bayern auf den Düppeler Schanzen, am 13. April 1849]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bayerische Tapferkeitsdmedaille Vorderseite JS.jpg|mini|hochkant|Bayerische Tapferkeitsmedaille, Vorderseite]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bayerische Tapferkeitsdmedaille Rückseite JS.jpg|mini|hochkant|Bayerische Tapferkeitsmedaille, Rückseite]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Adam Becker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Juni]] [[1823]] in [[Grünstadt]]; † [[12. Januar]] [[1871]] ebenda) war im Zivilberuf [[Geodät]]. Als Soldat im 2. Bayerischen Jägerbataillon hatte er 1849, im [[Schleswig-Holsteinische Erhebung|Bundesfeldzug gegen Dänemark]], für außergewöhnliche persönliche Tapferkeit bei der Erstürmung der [[Düppeler Schanzen]], die [[Bayerische Tapferkeitsmedaille]] erhalten; für Nicht-Offiziere der höchste Militärorden des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste Jahre und Kriegseinsatz 1849  ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Adam Becker stammte aus ärmlichen Verhältnissen und wurde als Sohn der [[Tagelöhner]]sleute Philipp Ludwig Becker und Anna Maria geb. Wild in Grünstadt geboren. Aus dem Versuch [[Königreich Dänemark|Dänemarks]], sich die deutschen Herzogtümer [[Herzogtum Schleswig|Schleswig]] und [[Herzogtum Holstein|Holstein]] einzuverleiben bzw. zu teilen, resultierte [[Schleswig-Holsteinische Erhebung]], dessen Hauptabschnitt der [[Bundesheer (Deutscher Bund)|Bundesfeldzug]] gegen Dänemark 1849 bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut [[Deutscher Bund|Bundesbeschluss]] wurde eine [[Bundesheer (Deutscher Bund)|Armee]] unter Führung des [[preußisch]]en Generalleutnants [[Karl von Prittwitz]] aufgestellt und nach Schleswig-Holstein entsandt. Sie bestand aus drei [[Division (Militär)|Divisionen]] und einer Reservebrigade; darunter auch eine [[Bayerische Armee|bayerische]] [[Brigade]]. Das bayerische Kontingent, zu dem Johann Adam Becker aus Grünstadt gehörte, setzte sich zusammen aus vier [[Bataillon]]en [[Infanterie]], dem 2. Bayerischen Jägerbataillon, dem [[Königlich Bayerisches 6. Chevaulegers-Regiment „Prinz Albrecht von Preußen“|6. Königlich Bayerischen Chevaulegers-Regiment]] und 16 Geschützen Artillerie mit Mannschaften. Diese Truppen bildeten die Brigade des Generalmajors [[Christian von Schmaltz]] innerhalb der 1. Bundesdivision, welche der bayerischen Generalleutnant [[Eduard von Sachsen-Altenburg]] und dessen Generalstabschef Freiherr [[Ludwig von der Tann-Rathsamhausen]] kommandierten. Die bayerische Brigade hatte am 12. März 1849 den Befehl erhalten, sich am 24. in [[Halle (Saale)]] einzufinden. Über [[Harburg an der Elbe]] und [[Bezirk Altona|Altona]] erreichten die Bayern per Eisenbahn schließlich bis zum 1. April [[Schleswig]], in dessen Umgegend sich die 1. Bundesdivision sammelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dort stieß die Truppe gegen Norden vor. Das erste größere Gefecht, an dem sich die bayerischen Verbände beteiligten, war die Erstürmung der Schanzen auf den [[Düppeler Schanzen|Düppeler Höhen]], am 13. April 1849. Hierbei tat sich besonders das 2. Bayerische Jägerbataillon hervor, &amp;#039;&amp;#039;das mit seinen, als flexiblen Einzelkämpfern ausgebildeten [[Jäger (Militär)|Jäger-Soldaten]], die Spitze bildete&amp;#039;&amp;#039;. Die dem Schlachtfeld eigenen, zahllosen Feldumfriedungen, „[[Wallhecke|Knicks]]“ genannt, beeinflussten Gangbarkeit, Übersicht und Waffenwirkung sehr wesentlich und erschwerten die Führung der Truppen außerordentlich. Das heckenartig gezogene Buschwerk auf den etwa 1,50 m hohen Erdwällen (Knicks) war zur Erleichterung des Weidebetriebs zu fast undurchdringlichen Zäunen verwachsen. Auf der zentralen und höchsten Stelle der Befestigung, stand weithin sichtbar, als Landmarke, eine [[Windmühle]]. Die Bayern traten um 01.45 Uhr nachts den Angriff auf die Düppeler Schanzen von Süden her an. Gegen 06.00 Uhr morgens war die Schlüsselstellung erobert und befand sich in deutscher Hand. Die [[Brigade]] sammelte sich nördlich der Windmühle, welche bei einsetzender Helligkeit eine günstige Zielmarkierung für die dänische [[Artillerie]] abgab. Aufgrund dänischer Gegenangriffe aus Richtung [[Sønderborg|Sonderburg]], wogten die Kämpfe noch bis gegen 9 Uhr abends Abend hin und her. Die deutschen Truppen – hauptsächlich [[Königreich Bayern|Bayern]], unterstützt von wenigen [[Kurfürstentum Hessen|kurhessischen]] [[Hessen-kasselsche Armee|Formationen]] – konnten jedoch das Terrain behaupten und errangen den feldzugsentscheidenden Sieg. Die eigenen Verluste lagen bei 3 toten Offizieren und 50 toten Mannschaften; 10 Offiziere und 150 Mann erlitten Verwundungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei diesem, oftmals als „Ehrentag der bayerischen Armee“ bezeichneten Sturm auf die [[Düppeler Schanzen]] zeichnete sich der Jäger Johann Adam Becker aus Grünstadt, als Angehöriger des 2. Bayerischen Jägerbataillons derart aus, dass er die Bayerische Tapferkeitsmedaille in Silber verliehen bekam – den höchsten Tapferkeitsorden des Landes; verbunden mit einem Ehrensold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kreuz 1849 vorn.jpg|miniatur|hochkant|Bayern, Armee-Denkzeichen für den Bundesfeldzug 1849]]&lt;br /&gt;
Nach den siegreichen Kämpfen von [[Dybbøl Sogn|Düppel]] setzten die deutschen Truppen den Vormarsch mit kleineren Gefechten nordwärts fort. Am 15. Juli schlossen Dänemark und der Deutsche Bund, auf Druck Englands einen Waffenstillstand zu Berlin; die Bayern und anderen nicht-preußischen Bundestruppen kehrten in ihre Heimat zurück.&lt;br /&gt;
König [[Maximilian II. Joseph|Maximilian II.]] von Bayern stiftete für alle bayerischen Feldzugsteilnehmer ein Erinnerungskreuz (Armee-Denkzeichen), welches unter anderem Becker erhielt; im Armeebefehl vom 9. Oktober 1849 sprach der Monarch allen bayerischen Feldzugsteilnehmern seine Anerkennung und seinen Dank aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zivilleben nach dem Kriegseinsatz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Vermerk im Heiratsakt des [[Standesamt]]es hatte Johann Adam Becker mit Datum vom 11. Juni 1850 seinen Abschied aus der [[Bayerische Armee|bayerischen Armee]] genommen und heiratete am 26. desselben Monats in Grünstadt seine Braut Johannetta Althöhn von [[Kerzenheim]]. Aus der Verbindung gingen 7 Kinder hervor. In seinen Heiratsunterlagen und den Geburtsurkunden der ersten beiden Kinder heißt es, Becker sei ein [[Tagelöhner]]. Aber schon bei der Geburt der Tochter Elise, 1856, wurde der Kriegsveteran als &amp;#039;&amp;#039;„Gehilfe des Bezirksgeometers“&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet; ein sozialer Aufstieg, den er sicherlich nicht zuletzt dem enormen Renommee seines hohen Tapferkeitsordens verdankte. Johann Adam Becker starb mit nur 47 Jahren am 12. Januar 1871. Zu dieser Zeit hatte er sich offensichtlich als Vermesser selbständig gemacht, denn die Sterbeurkunde nennt ihn einen „Privatgeometer“. Seine Witwe überlebte ihn um 25 Jahre; sie verstarb am 29. Dezember 1896 in Grünstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bundesfeldzug gegen Dänemark kam es lediglich zu 18 Verleihungen der [[Bayerische Tapferkeitsmedaille|Bayerischen Tapferkeitsmedaille]] (5 goldene, 13 silberne), Johann Adam Becker trug eine davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1898 publizierte, 3-bändige Werk &amp;#039;&amp;#039;Der bayerische Soldat im Felde&amp;#039;&amp;#039; widmet dem Grünstadter und einem weiteren dekorierten Kameraden,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der bayerische Soldat im Felde.&amp;#039;&amp;#039; Band 2 S. 13 u. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein eigenes Kapitel mit dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;Brave Düppel-Stürmer&amp;#039;&amp;#039;. Der zeitgenössische Bericht konstatiert:{{Zitat|&amp;#039;&amp;#039;Becker bewies &amp;#039;&amp;#039;mutvolle Entschlossenheit und unermüdliche Ausdauer&amp;#039;&amp;#039;, indem er bei jedem Angriff in geöffneter Ordnung vorwärts eilte und den Drang sich hervorzuthun deutlich erkennen ließ. Bei der anfänglichen Dunkelheit ermunterte er seine Kameraden, sich durch die verschiedenen Annäherungshindernisse nicht zu lange aufhalten zu lassen. Als das Bataillon sich auf höheren Befehl zurückzog und noch im Bereiche des feindlichen Feuers Stellung genommen hatte, damit die gänzlich ermüdete Mannschaft etwas ausruhen konnte, rief der Bataillonskommandant Freiwillige vor die Front, um zurückgebliebene Verwundete aufsuchen und in Sicherheit bringen zu lassen. Wieder trat Becker trotz seiner Erschöpfung augenblicklich vor, welchem Beispiele dann noch andere folgten, so daß mehrere Verletzte des 4. u. 8. Infanterie-Regiments zurückgeschafft werden konnten. &amp;#039;&amp;#039;| Der Bayerische Soldat im Felde, Band 2, 1898}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bayerisches Kriegsarchiv: &amp;#039;&amp;#039;Der bayerische Soldat im Felde.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, München 1898, S. 13 u. 14&lt;br /&gt;
* Joachim Specht: &amp;#039;&amp;#039;Träger von Helmen und Pickelhauben – Grünstadter Johann Adam Becker erstürmte 1849 die Düppeler Schanzen.&amp;#039;&amp;#039; Heimatjahrbuch der Kreisverwaltung Bad Dürkheim, 2007, ISBN 3-926775-49-1, S. 101–106.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Becker, Johann Adam}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in der Schleswig-Holsteinischen Erhebung (Deutscher Bund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Grünstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1823]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1871]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Becker, Johann Adam&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Ritter der Bayerischen Tapferkeitsmedaille&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Juni 1823&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Grünstadt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Januar 1871&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Grünstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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