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	<title>Johan Willem Beyen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T00:32:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Onkelkoeln: PD-Wartung Name und Titel abweichend (Nr. 259)</title>
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		<updated>2026-04-12T14:30:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:Personendaten/Wartung/Fehlerliste&quot; title=&quot;Wikipedia:Personendaten/Wartung/Fehlerliste&quot;&gt;PD-Wartung&lt;/a&gt; Name und Titel abweichend (Nr. 259)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Johan Willem Beyen.jpg|mini|Wim Beyen (1952)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johan Willem Beijen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Rufname &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wim Beyen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Mai]] [[1897]] in [[Utrecht]]; † [[29. April]] [[1976]] in [[Den Haag]]) war ein [[Niederlande|niederländischer]] Bankier, Politiker und Diplomat. Dem EU-Historiker [[Christoph Driessen]] zufolge war er der Ideengeber für den europäischen Binnenmarkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Driessen: &amp;#039;&amp;#039;Griff nach den Sternen. Die Geschichte der Europäischen Union.&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 2024, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönliches ==&lt;br /&gt;
Der offizielle Nachname von Johan Willem (Wim) Beyen war Beijen, aber er zog es vor, seinen Namen als Beyen zu schreiben, weil er der Meinung war, dass dieser Name besser zu seinen internationalen Verbindungen passte (der Digraph „ij“ kommt nur im Niederländischen vor).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater, Karel Hendrik Beijen, war Rechtsanwalt. Er war Betriebssekretär einer niederländischen Eisenbahngesellschaft. Beyens Mutter, Louisa Maria Coenen, stammte aus einer Musikerfamilie. Er hatte zwei Brüder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1922 heiratete Wim Beyen Petronella J.G. (Nelly) Hijmans van Anrooij. Sie bekamen zwei Söhne und eine Tochter. Ende der 1930er Jahre hatte Beyen eine Beziehung mit der Österreicherin Margaretha Antonia (Gretel) Lubinka. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde seine erste Ehe aufgelöst und er heiratete Gretel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beyen starb im Jahr 1976.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ru.nl/publish/pages/816038/beyen-jw-20_march2018.pdf |titel=Johan Willem Beyen |werk=www.ru.nl |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190616115830/https://www.ru.nl/publish/pages/816038/beyen-jw-20_march2018.pdf |archiv-datum=2019-06-16 |abruf=2024-05-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Wim Beyen wuchs in [[Utrecht]] und in der Nachbarstadt Bilthoven auf. Er studierte [[Rechtswissenschaft]]en an der [[Universität Utrecht]] und erhielt 1918 seinen Abschluss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://european-union.europa.eu/system/files/2021-06/eu-pioneers-johan-willem-beyen_en_0.pdf |titel=Johan Willem Beyen: a plan for a common market |werk=european-union.europa.eu |sprache=en |abruf=2024-05-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
Nach seinem Studium wurde Beyen als Aushilfsbeamter im niederländischen Finanzministerium eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1924 hatte Beyen verschiedene Positionen in der Wirtschaft inne: Sekretär des Vorstands von [[Philips]], Leiter der niederländischen Niederlassung der Zentralbank von Niederländisch-Ostindien, Direktor einer der Vorgängerbanken der AMRO Bank, Vizepräsident und ab 1937 Präsident der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in [[Basel]] und Direktor von [[Unilever]]. Er wurde 1931 Mitglied der [[Liberale Staatspartij]] (LSP), aus der er aber 1935 wieder austrat.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.parlement.com/biografie/mr-jw-wim-beyen Mr. J.W. (Wim) Beyen], Parlement.com&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs war er neben seiner Position bei Unilever auch Finanzberater der niederländischen Exilregierung in [[London]]. Im Jahr 1944 leitete er die niederländische Delegation auf der [[Konferenz von Bretton Woods]], auf der die Grundlagen für die Weltbank und den [[Internationaler Währungsfonds|Internationalen Währungsfonds]] (IMF) gelegt wurden. Ab 1946 war er der niederländische Vertreter im Vorstand der Weltbank und ab 1948 auch im Vorstand des IMF.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parteilose Beyen war von September 1952 bis Oktober 1956 [[Außenminister]] der Niederlande im [[Kabinett Drees II|dritten Kabinett]] von [[Willem Drees]]. Faktisch teilte er sich das Amt mit [[Joseph Luns]] von der [[Katholieke Volkspartij|Katholischen Volkspartei]] (KVP), der Beyen offiziell als [[Minister ohne Portefeuille]] beigeordnet war. Dies war ein Kompromiss zwischen der KVP, die das Außenministerium für Luns beansprucht hatte, und dem sozialdemokratischen Premierminister Drees, der eine Dominanz katholischer Politiker bei den Verhandlungen zur Gründung der Europäischen Gemeinschaften befürchtete, sowie der Königin [[Juliana (Niederlande)|Juliana]], die sich für Beyen starkmachte und Luns für zu unerfahren hielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul van der Steen: &amp;#039;&amp;#039;Een man van de wereld. Johan Willem Beyen, de vergeten architect van de Europese samenwerking.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biografie Bulletin&amp;#039;&amp;#039;, Jahrgang 16 (2006), S. 49–54, hier S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während seiner Zeit als Minister hatte er maßgeblichen Anteil am Zustandekommen der [[Europäische Wirtschaftsgemeinschaft|Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft]] (EWG).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://europa.eu/european-union/sites/europaeu/files/docs/body/johan_willem_beyen_de.pdf |wayback=20170418000000 |text=Europäische Kommission: Johan Willem Beyen – Ein Plan für einen gemeinsamen Markt}}. In: &amp;#039;&amp;#039;Website der Europäischen Union&amp;#039;&amp;#039;. (PDF, 145 kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Beyen das Geld- und Bankenwesen als seine Bestimmung wahrnahm, bezeichnete er die Zeit als Außenminister als die angenehmste und fruchtbarste Periode seines Lebens. Jedoch war seine Beziehung zu seinem Kollegen Joseph Luns von Kompetenzstreitigkeiten geprägt und galt als konflikthaft. Nach der Legislaturperiode wurde Luns alleiniger Außenminister und Beyen wurde [[Liste der niederländischen Botschafter in Frankreich|niederländischer Botschafter in Paris]] (1958 bis 1963).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Haus aus [[Protestantismus|Protestant]], sein Vater war Mitglied der [[Algemene Doopsgezinde Sociëteit]] und seine Mutter [[Remonstranten|Remonstrantin]], konvertierte er später zum [[Katholizismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begründer der europäischen Integration ==&lt;br /&gt;
Am 4. April 1955 schlug Beyen in einer Denkschrift an den belgischen Außenminister [[Paul-Henri Spaak]] vor, dass die sechs Mitgliedsstaaten der [[Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl|Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl]] einen gemeinsamen Wirtschaftsraum ohne Zollschranken und nationale Sondervorschriften bilden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Driessen: &amp;#039;&amp;#039;Griff nach den Sternen. Die Geschichte der Europäischen Union.&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 2024, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Motivation war laut [[Christoph Driessen]], dass die Niederlande mit ihrer stark exportorientierten Wirtschaft mit mehreren großen Konzernen wie Philips, Royal Dutch/Shell und Unilever einen größeren Absatzmarkt benötigten. Als Vorbild diente Beyen auch die 1944 im [[Benelux-Vertrag]] begründete Kooperation zwischen den [[Niederlande]]n, [[Belgien]] und [[Luxemburg]]. Die Idee wurde auf der [[Konferenz von Messina]] angenommen und führte 1957 zu den Römischen Verträgen und 1958 zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und von Euratom.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://european-union.europa.eu/principles-countries-history/history-eu/eu-pioneers/johan-willem-beyen_de |titel=Johan Willem Beyen – EU-Pionier |werk=Europäische Union |sprache=de |abruf=2024-05-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönliches ==&lt;br /&gt;
Beyen war ein zurückhaltender und bescheidener Mann, der die Vorbereitung der Römischen Verträge seinem Kollegen Spaak überließ.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Driessen: &amp;#039;&amp;#039;Griff nach den Sternen. Die Geschichte der Europäischen Union.&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 2024, S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei deren Unterzeichnung war er nur noch als Zaungast dabei. Beyen war zudem ein so großer Musikliebhaber, dass er selbst als Außenminister jeden Tag ein bis zwei Stunden Geige spielte.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Driessen: &amp;#039;&amp;#039;Griff nach den Sternen. Die Geschichte der Europäischen Union.&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 2024 S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1952)|Großes Goldenes Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.parlament.gv.at/dokument/XXIV/AB/10542/imfname_251156.pdf Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952] (PDF; 6,6&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; (1955)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Johan Willem Beyen}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=https://resources.huygens.knaw.nl/bwn1880-2000/lemmata/bwn2/beijen|titel=Beijen, Johan Willem|autor=A.E. Kersten|datum=2008|hrsg=Instituut voor Nederlandse Geschiedenis|zugriff=10. Februar 2010}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/001676}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christoph Driessen]]: &amp;#039;&amp;#039;Griff nach den Sternen. Die Geschichte der Europäischen Union.&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Friedrich Pustet Regensburg 2024, ISBN 978-3-7917-3474-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Niederländische Außenminister}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124233155|LCCN=no94029626|VIAF=93585571}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beyen, Johan Willem}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenminister (Niederlande)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederländischer Botschafter in Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person der europäischen Integration]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens am Bande für Verdienste um die Republik Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens von Oranien-Nassau (Großoffizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Mont Pèlerin Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:LSP-Mitglied (Niederlande)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederländer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1976]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Beyen, Johan Willem&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Beijen, Johan Willem; Beyen, Wim&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=niederländischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Mai 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Utrecht]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. April 1976&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Den Haag]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Onkelkoeln</name></author>
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