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	<title>Johan Laidoner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gener: /* Frühe Jahre */</title>
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		<updated>2023-04-24T15:20:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Frühe Jahre&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Johan Laidoner.jpg|miniatur|hochkant|Johan Laidoner in jungen Jahren 1920.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johan Laidoner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Februar]] [[1884]] in der Gemeinde [[Viiratsi|Wieratz]] im [[Gouvernement Livland]], [[Kaiserreich Russland]]; † [[13. März]] [[1953]] im Gefängnis Wladimir bei [[Kirow]], [[Sowjetunion]]) war ein [[Estland|estnischer]] Militär und Politiker. Er spielte eine wichtige Rolle in der estnischen Geschichte als [[Oberbefehlshaber]] während des [[Estnischer Freiheitskrieg|Freiheitskrieges]] 1918 und als Anführer des [[Staatsstreich vom 12. März 1934|Staatsstreiches von 1934]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
Johan Laidoner entstammte einfachen Verhältnissen. Er besuchte von 1892 bis 1900 die Schule in Viiratsi. 1901 trat er als Freiwilliger in die [[Kaiserlich Russische Armee|russische Armee]] ein. Er wurde zunächst in einer [[Infanterie]]einheit in [[Kaunas]] stationiert. Von September 1902 bis Mai 1905 besuchte er die [[Militärschule Vilnius]], die er als [[Unterleutnant]] abschloss. Danach machte er in der [[Kaiserlich Russische Armee|Armee]] des [[Russisches Kaiserreich|zaristischen Russland]] Karriere. Von Oktober 1909 bis Mai 1912 war er in der [[Militärakademie|Generalstabsakademie]] in [[Sankt Petersburg]] beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] diente er in [[Jerewan]]; während des Krieges in verschiedenen Stäben im russischen Militär, vor allem in [[Galizien]], [[Belarus]] und im [[Kaukasus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Estnischer Oberbefehlshaber ===&lt;br /&gt;
[[Datei:EstArmyHighCommnd1920.jpg|mini|Laidoner (sitzend, 3. v.l.) im estnischen Oberkommando, 1920]]&lt;br /&gt;
Am 2. Dezember 1917, kurz nach der [[Oktoberrevolution]] in Russland, wurde er zum Kommandeur der ersten estnischen Division berufen. Bis zum 19. Februar 1918 befehligte er die nationalen estnischen Verbände, bis er von den [[Bolschewiki]] entlassen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. Februar 1918 wurde die souveräne [[Estland|Republik Estland]] ausgerufen, die sich von [[Sowjetunion|Sowjetrussland]] abspaltete. Einen Tag später besetzten [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|deutsche Truppen]] Estland. Für die im Untergrund arbeitende [[Provisorische Regierung (Estland)|Provisorische Regierung Estlands]] &amp;#039;&amp;#039;(Eesti Ajutine Valitsus)&amp;#039;&amp;#039; war Laidoner militärischer Vertreter in Sowjetrussland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Beginn des [[Estnischer Freiheitskrieg|Estnischen Freiheitskrieges]] 1918 kam Laidoner über [[Finnland]] nach Estland zurück. Am 14. Dezember 1918 wurde er zum Oberbefehlshaber des estnischen Operativstabs ernannt, neun Tage später zum [[Oberbefehlshaber]] der nationalen [[Estnische Verteidigungsstreitkräfte#Geschichte|estnischen Streitkräfte]]. 1919 gründete er die estnische Militärakademie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Frieden von Dorpat|Friedensvertrag von Tartu]] endete am 2. Februar 1920 der Krieg für Estland siegreich. Estland konnte sich als Staat behaupten und gewann sowohl die Anerkennung Sowjetrusslands als auch der Westmächte. Am 26. März 1920 trat Laidoner auf eigenen Wunsch als Oberbefehlshaber der Streitkräfte zurück. Von 1921 bis 1929 war er Abgeordneter im [[Riigikogu|estnischen Parlament]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem gescheiterten [[Putschversuch vom 1. Dezember 1924|Putschversuch der Kommunisten in Estland vom 1. Dezember 1924]] wurde Laidoner erneut zum Oberbefehlshaber der estnischen Streitkräfte berufen. Mit harter Hand ging er gegen die Putschisten vor, von denen einige [[standrecht]]lich [[Erschießung|erschossen]] oder [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]] wurden. Er hatte das Amt bis 1925 inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politiker ===&lt;br /&gt;
Danach widmete sich Laidoner wieder der estnischen und der internationalen Politik. 1925 war er Vorsitzender einer Kommission des [[Völkerbund]]s, die den Grenzstreit zwischen der [[Türkei]] einerseits dem [[Irak]] und [[Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland|Großbritannien]] andererseits schlichten sollte. Die Stadt [[Mosul|Mossul]] mit ihren Ölvorkommen beispielsweise wurde von der Kommission dem Irak zugesprochen. Daneben wurde er Präsident des [[Estnisches Olympiakomitee|Estnischen Olympiakomitees]] und hatte weitere prestigeträchtige nationale und internationale Stellungen inne. 1933 wurde Laidoner Mitglied des Staatsverteidigungsrats &amp;#039;&amp;#039;(Riigikaitsenõukogu)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatsstreich ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Johan Laidoner and Hugo Österman 1938 in Tallinn.png|mini|hochkant|Johan Laidoner (rechts) und der Kommandeur der finnischen Armee [[Hugo Österman]] in Tallinn im Jahre 1938]]&lt;br /&gt;
Am 12. März 1934 unternahm Johan Laidoner zusammen mit dem damaligen estnischen Staatsoberhaupt [[Konstantin Päts]] einen unblutigen [[Staatsstreich vom 12. März 1934|Staatsstreich]] in Estland. Päts und Laidoner wollten damit den wachsenden politischen Einfluss des rechtsextremen [[Estnischer Bund der Freiheitskämpfer|Estnischen Bunds der Freiheitskämpfer]], im Volksmund &amp;#039;&amp;#039;Vapsid&amp;#039;&amp;#039; genannt, eindämmen. Päts verbot die Parteien und schränkte die politischen Rechte ein. Sein autoritäres Regime stützte sich auf das Militär unter dem Oberbefehl Laidoners, den Päts im März 1934 zum Oberbefehlshaber der Streitkräfte ernannte. 1935 wurde eine neue, ganz auf Päts zugeschnittene Präsidialverfassung verabschiedet. Das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit blieb faktisch abgeschafft, allerdings ließ Päts 1938 wieder halbwegs freie Wahlen zu. Am 24. Februar 1939 ernannte er Laidoner zum General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deportation und Tod ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Johan Laidoner NKVD.jpg|mini|Johan Laidoner, letztes bekanntes Foto, 1952]]&lt;br /&gt;
Am 17. Juni 1940 besetzten sowjetische Truppen im Zuge des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] Estland. Laidoner wurde am 22. Juni 1940 als Oberbefehlshaber der estnischen Streitkräfte formell abgesetzt. Am 19. Juli 1940 wurden er und seine Frau durch das [[Innenministerium der Sowjetunion|NKWD]] verhaftet und über [[Moskau]] nach [[Pensa]] ins Innere Russlands [[Deportation (Estland)|deportiert]]. Im Juni 1941 wurden beide erneut festgenommen und in der Folge in zahlreichen Gefängnissen in Russland inhaftiert. Von 1945 bis 1952 war Laidoner Gefangener in der Haftanstalt von [[Iwanowo]]. Über Moskau wurde er 1953 in das Gefängnis von Wladimir bei [[Kirow]] verlegt, wo er im selben Jahr starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privates ===&lt;br /&gt;
Johan Laidoner war verheiratet mit der [[Polen (Ethnie)|Polin]] Maria Skarbek-Kruszewska (1888–1978), die er 1902 in [[Litauen]] kennengelernt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
Johan Laidoner wird heute von vielen Esten als Patriot, Held des Estnischen Freiheitskriegs (1918–1920), Bewahrer der estnischen Demokratie beim kommunistischen Putschversuch 1924 und eine der charismatischsten estnischen Persönlichkeiten der Zwischenkriegszeit gesehen. Von 1934 bis zur sowjetischen Besetzung 1940 sicherte er mit militärischer Gewalt das autoritäre Regime unter Präsident Päts, das zwar eine mögliche faschistische Machtergreifung verhinderte, aber die pluralistische Demokratie und die individuellen Freiheitsrechte stark beschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Viimsi]] ist heute ein Museum seinem Leben gewidmet. In [[Viljandi]] erinnert ein [[Reiterstandbild]] von Terje Ojaver an ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl Heinz Gräfe: &amp;#039;&amp;#039;Vom Donnerkreuz zum Hakenkreuz. Die baltischen Staaten zwischen Diktatur und Okkupation&amp;#039;&amp;#039;. Edition Organon, Berlin 2010, ISBN 978-3-931034-11-5, Kurzbiographie S. 436&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://esm.ee/en/ Estonian War Museum – General Laidoner Museum]&lt;br /&gt;
* [https://www.britannica.com/biography/Johan-Laidoner Biografie] &amp;#039;&amp;#039;(Encyclopædia Britannica)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://esm.ee/exhibition/general-johan-laidoner Lebenslauf] (Estonian War Museum – General Laidoner Museum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119105616|LCCN=no/92/2940|VIAF=71559865}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Laidoner, Johan}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befehlshaber der estnischen Streitkräfte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:General (Estland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Riigikogu-Abgeordneter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Estnischen Freiheitskrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Stalinismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Weißen Adlerordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Freiheitskreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Adlerkreuzes (I. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Estnischen Roten Kreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des weißen Sterns]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Honorary Knight Commander des Order of St. Michael and St. George]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Tartu]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Este]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1953]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Laidoner, Johan&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=estnischer Militär und Politiker, Mitglied des Riigikogu&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Februar 1884&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Viiratsi|Wieratz]], [[Gouvernement Livland|Livland]], heute [[Kreis Viljandi]], [[Estland]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. März 1953&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Gefängnis Wladimir bei [[Kirow]], [[Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gener</name></author>
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