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	<title>Joe Heydecker - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T16:14:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joe_Heydecker&amp;diff=2195192&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bartleby08: /* Bücher */</title>
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		<updated>2026-01-24T14:18:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bücher&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv N 1486 Bild-005, Joe Julius Heydecker.jpg|mini|Joe J. Heydecker (1986)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv N 1486 Bild-002, Warschau, Joe Julius Heydecker als Soldat.jpg|mini|Joe J. Heydecker als Soldat in Warschau (1941)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joe Julius Heydecker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Februar]] [[1916]] in [[Nürnberg]]; † [[17. März]] [[1997]] in [[Wien]]; vollständig: &amp;#039;&amp;#039;Joe Julius Isaak Philipp Heydecker&amp;#039;&amp;#039;) war ein deutscher [[Fotograf]], [[Journalist]] und [[Autor]]. Ab 1960 betätigte er sich in [[Brasilien]] auch als [[Verleger]] und [[Buchhändler]]. Er fotografierte heimlich im [[Warschauer Getto]] und war einer der wenigen deutschen Berichterstatter bei den [[Nürnberger Prozesse]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Weltstaat-Liga Mitgliedskarte vorne.png|mini|Mitgliedskarte der von Heydecker gegründeten Weltstaat-Liga (1949)]]&lt;br /&gt;
Sein Vater Julius Heydecker und seine Mutter Marianne Rath waren Schauspieler, später Geschäftsleute mit bürgerlich-liberaler Gesinnung. Heydecker besuchte die Volksschule, dann zwei Jahre die Landwirtschaftsschule. Nach einigen Probewochen in einer Realschule kehrte er zur Volksschule zurück und absolvierte dort die Schulpflicht. Ab 1931 machte er eine Photographenlehre bei [[Stefan Rosenbauer]] in Frankfurt/Main. 1933 erschien unter dem Namen Joe Heydecker sein erstes Buch &amp;#039;&amp;#039;Coup – Roman eines Revuestars&amp;#039;&amp;#039; im Lipsia-Verlag, Leipzig. Im Juli 1933 verließ Heydecker Deutschland und ging nach [[Luzern]] in die Schweiz, nachdem die Eltern – obwohl weder jüdisch noch politisch gefährdet – ins Ausland gegangen waren. Er arbeitete als Journalist unter anderem für das &amp;#039;&amp;#039;[[Luzerner Tagblatt#Luzerner Tagblatt|Luzerner Tagblatt]]&amp;#039;&amp;#039;. Im Herbst 1933 zog Heydecker zu seinen Eltern nach [[Prag]] und arbeitete im Unternehmen der Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 arbeitete er in [[Wien]] im Fotostudio von Albin Kobé. Nach dem [[Anschluss Österreichs]] wurde Joe Heydecker von den deutschen Behörden gemustert und 1939 am ersten Kriegstag einberufen. Zunächst nahm er als [[Pionier (Militär)|Pionier]] am [[Westfeldzug|Frankreichfeldzug]] teil. 1941 heiratete er in München die Journalistin Marianne Steber. Heydecker wurde in diesem Jahr [[Unteroffizier]]. Als Foto-Laborant einer [[Propagandakompanie]] wurde er nach [[Warschau]] versetzt. Dort fotografierte er heimlich im [[Warschauer Getto]]. Die entstandenen Fotos wurden im Geheimen entwickelt, aber erst 1981 veröffentlicht. Seine Fotos sind Belege der NS-Gräueltaten und der menschenverachtenden Lebensumstände im Getto. 1944 wurde er in die [[Panzerjäger]]abteilung 337 beordert. Er fotografierte die von allen Menschen entleerten Ruinen von Warschau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Heydecker [[Korrespondent]] verschiedener deutscher Blätter, darunter des &amp;#039;&amp;#039;[[Der Kurier|Kurier]]&amp;#039;&amp;#039; (Berlin) und Reporter der &amp;#039;&amp;#039;[[Abendzeitung]]&amp;#039;&amp;#039; (München). Er berichtete auch von den [[Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse]]n und im Radio von dem, was er im Warschauer Getto gesehen hatte. 1947 gründete er die „Weltstaat-Liga“. 1950 ließ er sich von Marianne Heydecker scheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 heiratete er Charlotte Angermeir. Heydecker wurde Textredakteur der [[Münchner Illustrierte]]n. 1955 ging er nach [[Stuttgart]], wo er stellvertretender [[Chefredakteur]] der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Illustrierten&amp;#039;&amp;#039; wurde. In Stuttgart kam 1956 seine Tochter Tita zur Welt, die Malerin wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brasilien ==&lt;br /&gt;
1960 wanderte Joe Heydecker nach Brasilien aus, wo er zusammen mit seiner Ehefrau Charlotte das „Fotostudio 61“ in [[São Paulo]] gründete. In den folgenden Jahren fotografierte er [[Reportage]]n für &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Quick (Zeitschrift)|Quick]]&amp;#039;&amp;#039; und den &amp;#039;&amp;#039;[[Stern (Zeitschrift)|Stern]]&amp;#039;&amp;#039; und bereiste dadurch fast ganz [[Südamerika]]. 1967 kam die zweite Tochter Maju zur Welt, bei der das [[Down-Syndrom]] diagnostiziert wurde. 1969 gründete Joe Heydecker zusammen mit seiner Frau die Versandbuchhandlung und den Verlag „Atlantis Livros“. Anschließend gab er neun Jahre lang wöchentlich eine brasilianische Bibliographie unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Livros Novos&amp;#039;&amp;#039; für ausländische Universitäten heraus. 1982 unterzog er sich in Houston einer Herzklappenoperation. Seine Frau Charlotte trennte sich von ihm und kehrte nach Deutschland zurück. 1985 verkaufte er die Firma „Atlantis Livros“, die heute noch in São Paulo existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien ==&lt;br /&gt;
1986 ließ er sich mit seiner Lebensgefährtin [[Mara Kraus]] in Wien nieder. Zuletzt arbeitete er an seiner [[Autobiografie]]. 1997 starb Joe Heydecker an [[Herzinsuffizienz|Herzversagen]]. Er ist auf dem Friedhof der [[Feuerhalle Simmering]] bestattet (Abteilung E19, Nummer 977). Sein Nachlass liegt im deutschen [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]]. Sein fotografischer Nachlass mit über 25.000 Negativen befindet sich seit 2001 im Bildarchiv der [[Österreichische Nationalbibliothek|Österreichischen Nationalbibliothek]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bildarchivaustria.at/Pages/PraesentationInfo.aspx?p_iAusstellungInfoID=1701465 Werksübersicht des Bildarchivs]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Coup: Der Roman eines Revuestars&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig: Lipsia-Verlag 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fatos da Parapsicologia: Introdução Às Ciências Ocultas&amp;#039;&amp;#039;. Freitas Bastos, São Paulo 1984.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Schwestern der Venus&amp;#039;&amp;#039;. Heyne, München 1994 (ungekürzte Taschenbuchausgabe).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Nürnberger Prozeß&amp;#039;&amp;#039;. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1995 (dort erschien 2003 auch die überarbeitete Neuausgabe).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der große Krieg 1914–1918&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein, Berlin 1997 (ungekürzte Ausgabe).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mein Krieg&amp;#039;&amp;#039;. Mara Kraus, Wien 2007 (als E-Book dort 2010).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Hitler-Bild&amp;#039;&amp;#039;. Residenz-Verlag,  St. Pölten 2008.&lt;br /&gt;
* Mara Kraus (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ein Mann mit Eigenschaften. Joe J. Heydeckers autobiografische Aufzeichnungen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Bibliothek der Provinz, Wien 2019, ISBN 978-3-99028-828-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildbände ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wo ist dein Bruder Abel&amp;#039;&amp;#039;. Atlantis Livros, São Paulo 1981.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Warschauer Ghetto&amp;#039;&amp;#039;. dtv, München 1983 (Neuausgabe 1999).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Un soldat allemand dans le Ghetto de Warsovie 1941&amp;#039;&amp;#039;. Denoel, Paris 1986.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Krieg gesehen&amp;#039;&amp;#039;. Stadtmuseum München (Katalog), München 1988.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Warsaw Ghetto&amp;#039;&amp;#039;. I.B. Tauris, London 1990.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Stille der Steine. Warschau im November 1944&amp;#039;&amp;#039;. [[Dirk Nishen]], Berlin 1994.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Il ghetto di Varsavia&amp;#039;&amp;#039;. La Giuntina, Florenz 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Joe Julius Heydecker}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|115600949}}&lt;br /&gt;
* [http://members.chello.at/heydecker/ Seite über Joe Heydecker]&lt;br /&gt;
* [http://www.dhm.de/magazine/fotografen/heydecker.html Seite des Deutschen Historischen Museums über Heydecker als Fotografen]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20160304050431/http://www.bundesarchiv.de/oeffentlichkeitsarbeit/bilder_dokumente/01017/index-0.html.de Seite des Bundesarchivs über den Nachlass Heydeckers]&lt;br /&gt;
* [http://www.bildarchivaustria.at/Pages/Praesentation.aspx?p_iAusstellungID=1701405&amp;amp;p_iCollectionID=-1 Heydeckers Nachlass im Bildarchiv Austria]&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/f9f7d2d4-ecd4-44ae-8ef0-e7cf91d795f3/ Nachlass Bundesarchiv N 1486]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=115600949|LCCN=n82066817|VIAF=78775938}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Heydecker, Joe}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger einer Propagandakompanie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (Brasilien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist bei den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (São Paulo)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1997]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Heydecker, Joe&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Heydecker, Joe Julius Isaak Philipp (vollständiger Name); Heydecker, J. Joe; Heydebreck, Joe&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Fotograf, Journalist und Autor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Februar 1916&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nürnberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. März 1997&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bartleby08</name></author>
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