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	<title>Jodsalz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T18:14:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jodsalz&amp;diff=141223&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bfr-online-redaktion: /* Jodsalz im Handel */ Hinzufügung Infos aus aktueller BfR-Stellungnahme</title>
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		<updated>2025-09-26T14:46:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Jodsalz im Handel: &lt;/span&gt; Hinzufügung Infos aus aktueller BfR-Stellungnahme&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Iodised salt.JPG|mini|Jodsalz unterscheidet sich äußerlich nicht von gewöhnlichem Speisesalz.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jodsalz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (selten auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Iodsalz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Speisesalz]], das mit [[Iodat]] (in der Schweiz: [[Kaliumiodid|Iodid]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.salz.ch/de/salzwissen/www.salz.ch/de/salzwissen/mensch-und-salz |hrsg=Schweizer Salinen |titel=Mensch und Salz |werk=salz.ch |sprache=de |archiv-url= |archiv-datum= |offline= |abruf=2025-08-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; angereichert ist. Es wird zur Vorbeugung ([[Jodprophylaxe]]) bzw. Behandlung eines [[Jodmangel]]s angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatz ==&lt;br /&gt;
Jodsalz enthält in Deutschland 15 bis 25&amp;amp;nbsp;mg Jod (als [[Iodat]]) pro Kilogramm Salz;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verordnung zur Änderung der Vorschriften über jodiertes Speisesalz&amp;#039;&amp;#039; vom 19.&amp;amp;nbsp;Juni 1989 (BGBl. I S. 1123); BfR: {{Webarchiv|url=http://www.bfr.bund.de/cm/208/nutzen_und_risiken_der_jodprophylaxe_in_deutschland.pdf |wayback=20070612082315 |text=Nutzen und Risiken der Jodprophylaxe in Deutschland }} (PDF; 146&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; das [[Bundesinstitut für Risikobewertung|BfR]] und die [[Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie]] (DGE) sprachen sich 2022 dafür aus, den Jodgehalt auf 30&amp;amp;nbsp;mg pro Kilogramm Salz zu erhöhen.&amp;lt;ref name=zdf/&amp;gt; Jodierung des verkauften Speisesalzes ist bzw. war in der [[Schweiz]], in [[Österreich]], den [[Vereinigte Staaten|USA]] sowie bis zur [[Deutsche Wiedervereinigung|Wiedervereinigung]] in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] vorgeschrieben. Im [[Deutschland|vereinten Deutschland]] ist der Gebrauch von Jodsalz nicht gesetzlich vorgeschrieben. Deutschland gilt (Stand 2022) nach den Kriterien der WHO wieder als Jod-unterversorgt bzw. Jodmangelgebiet, wie schon zuvor in den 1980er Jahren.&amp;lt;ref name=zdf&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/jodmangel-deutschland-gesundheit-100.html |hrsg=ZDF heute |titel=Schilddrüsen-Probleme: Die Rückkehr des Jodmangels |werk=zdf.de |sprache=de-DE |archiv-url= |archiv-datum= |offline= |abruf=2025-08-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazwischen war es dank dem vermehrten Konsum von jodiertem Speisesalz zeitweise kein Jodmangelgebiet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WHO&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Iodine status worldwide: WHO Global Database on Iodine Deficiency.&amp;#039;&amp;#039; Bruno de Benoist &amp;#039;&amp;#039;et al.&amp;#039;&amp;#039; (eds.): Department of Nutrition for Health and Development, World Health Organization, Genf, 2004, ISBN 92-4-159200-1 ([http://whqlibdoc.who.int/publications/2004/9241592001.pdf pdf]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Praktisch alle größeren Gesundheitsorganisationen wie die [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]], [[UNICEF]], [[Weltgesundheitsorganisation|WHO]], Iodine Global Network (früher ICCIDD Global Network)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ign.org/about.htm |wayback=20160304190255 |text=Iodine Global Network }}.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Fachgesellschaften (ATA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.thyroid.org/ American Thyroid Association].&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[European Thyroid Association|ETA]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.eurothyroid.com/ European Thyroid Association].&amp;lt;/ref&amp;gt;, Sektion Schilddrüse der [[Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie|Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie]], [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung]] (DGE),&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGE&amp;quot;&amp;gt;[[Deutsche Gesellschaft für Ernährung|DGE]]-Info: [http://www.dge.de/modules.php?name=News&amp;amp;file=article&amp;amp;sid=356 &amp;#039;&amp;#039;Mit Jodsalz und ausgewogener Ernährung konsequent, effektiv und sicher gegen Jodmangel.&amp;#039;&amp;#039;] In: Forschung, Klinik und Praxis 11/2003.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung]] (BZgA)) empfehlen daher den Konsum von Jodsalz zur [[Krankheitsprävention|Prophylaxe]] des Jodmangels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund und Medizingeschichte ==&lt;br /&gt;
Seitens der [[Weltgesundheitsorganisation|WHO]] wird geschätzt, dass weltweit etwa 750 Millionen bis 1 Milliarde Menschen von Jodmangel betroffen sind.&amp;lt;ref name=WHO/&amp;gt;&amp;lt;ref name=DGE/&amp;gt; In [[Westeuropa|West-]] und [[Mitteleuropa|Zentraleuropa]] betrifft dies mehr als 380 Millionen Menschen. Hauptursachen des Jodmangels sind zum einen jodarme Böden, die wiederum jodarme Agrarprodukte hervorbringen, und zum zweiten ein geringer Konsum von Seefisch, da Fische aus Binnengewässern (Seen und Flüssen) nur wenig Jod enthalten. Dementsprechend sind vom Jodmangel vorwiegend Gegenden betroffen, die weitab der Küsten liegen. In Europa waren dies klassischerweise die Alpenländer und der Balkan. In Nordamerika waren es insbesondere die Gegenden um die [[Große Seen|großen Seen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
Ab 1918 führte der Schweizer Arzt [[Otto Bayard]] in den Gemeinden seines Praxisgebietes des [[Nikolaital]]s ein durch eine richtig dosierte Beimischung von [[Kaliumiodid|Jodkali]] zum [[Speisesalz]] jodiertes Salz ein und zeigte, dass sich damit die Entwicklungsstörungen, die Vergrößerung der [[Schilddrüse]], die [[Struma|Kropf-]] und [[Schilddrüsenknoten|Knoten]]bildung ohne unerwünschte Beeinträchtigungen und Schädigungen erfolgreich behandeln lassen. Darauf aufbauend empfahl die im Jahre 1922 durch das [[Bundesamt für Gesundheit]] gegründete Schweizerische Kropfkommission der Bevölkerung und den fünfundzwanzig [[Kanton (Schweiz)|kantonalen]] Behörden den Gebrauch von Jodsalz, wobei sie auf Basis dieser [[Empirie|empirischen]] Studien die Menge des Jodkalizusatzes zum Speisesalz bestimmte. Die in den folgenden Jahren gesamtschweizerisch durchgesetzte Einführung einer strukturierten [[Jodprophylaxe]] nach Bayard hatte weltweiten Pioniercharakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
In Österreich wurde erstmals 1923 eine ministerielle Empfehlung ausgegeben, Vollsalz zu jodieren, gesetzlich geregelt wurde die Speisesalzjodierung jedoch erst 1963.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schilddruesengesellschaft.at/sites/osdg.at/files/upload/MTA_16_S08.pdf Jodversorgung in Österreich], Medical Tribune • 42. Jahrgang • Nr. 16 • 21. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 1990 wurde in einer Novelle des Speisesalzgesetzes die verpflichtende Jodierung von 10 mg auf 20 mg Kaliumjodid pro kg Salz erhöht. In einer Gesetzesänderung von 1999 wurde festgelegt, dass Speisesalz mit mindestens 15 und höchstens 20 mg Kaliumjodid oder Jodat pro kg Salz versehen werden muss; auf ausdrückliches Verlangen des Kunden darf auch unjodiertes Speisesalz verkauft werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;amp;Gesetzesnummer=10010311 |hrsg=.gv.at |titel=RIS - Speisesalzgesetz - Bundesrecht konsolidiert, Fassung vom 26.08.2025 |werk=gv.at |archiv-url= |archiv-datum= |offline= |abruf=2025-08-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von der DGE empfohlene tägliche Aufnahme von Jod ==&lt;br /&gt;
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt die Zufuhr von 180–200 µg Jod/Tag für Erwachsene (bei Schwangeren und Stillenden etwas mehr) und 40–200 µg für Kinder und Jugendliche. Die tatsächliche Jodaufnahme in Deutschland wurde 2003 auf 110–120&amp;amp;nbsp;µg Jod/Tag bei Erwachsenen geschätzt.&amp;lt;ref name=DGE/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jodsalz im Handel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fluoridiertes Jodsalz.JPG|mini|Handelsübliches Jodsalz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konventionelle Produkte sind beispielsweise mit [[Jod]] angereichertes [[Tafelsalz]]. Auch Fertiggerichte können Jodsalz enthalten. Auf der Packung muss ein Hinweis „mit jodiertem Speisesalz“ oder „mit Jodsalz“ gegeben werden. Durch die Zugabe von Jod im Tierfutter wird der Jodgehalt von Fleisch, Eiern und Milchprodukten erhöht, ohne dass dies angegeben werden muss. Die Verwendung in [[Backwaren]] und [[Wurst]] ohne Deklaration ist ebenfalls verbreitet. Jodiertes Salz benötigt außerdem ein Haltbarkeitsdatum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von jodiertem Speisesalz sind in Deutschland bisher nur Jodate zugelassen, und zwar als Verbindung mit den Mineralstoffen Natrium oder Kalium (Natrium- und Kaliumjodat). Jodat und Jodid sind unterschiedliche chemische Verbindungen des Elements Jod. Einer wissenschaftlichen Bewertung vom [[Bundesinstitut für Risikobewertung]] (BfR) und [[Max Rubner-Institut|&amp;lt;abbr&amp;gt;M&amp;lt;/abbr&amp;gt;&amp;lt;abbr&amp;gt;ax Rubner-Institut&amp;lt;/abbr&amp;gt;]] &amp;lt;abbr&amp;gt;(MRI)&amp;lt;/abbr&amp;gt; zufolge ist es für Verbraucherinnen und Verbraucher aus gesundheitlichen Gründen nicht notwendig, die genaue Jodverbindung im Jodsalz zu kennen: Die durch Jodsalz aufgenommene Menge an Kalium oder Natrium ist im Vergleich zu der aufgenommenen Menge an Kalium oder Natrium aus der üblichen Ernährung verschwindend gering. Auch die Kenntnis der chemischen Verbindung (Jodat oder Jodid) ist aus gesundheitlichen Gründen nicht relevant, da aufgenommenes Jodat im Körper nahezu vollständig in Jodid umgewandelt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bfr.bund.de/stellungnahme/salz-mit-kalium-oder-natriumjodat-die-vereinfachte-angabe-jodsalz-ist-aus-gesundheitlicher-sicht-ausreichend/ |titel=Salz mit Kalium- oder Natriumjodat: Die vereinfachte Angabe &amp;quot;Jodsalz&amp;quot; ist aus gesundheitlicher Sicht ausreichend |datum=2025-09-23 |sprache=de |abruf=2025-09-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fluoridiertes Salz ==&lt;br /&gt;
Salz wird in Deutschland und in der Schweiz auch mit Zusatz von [[Fluoride|Fluorid]] angeboten. Bei regelmäßigem Gebrauch soll fluoridiertes Salz [[Karies]] reduzieren können – kontrollierte Untersuchungen hierzu liegen allerdings nur für Fluoridtabletten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Iodunverträglichkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.jodmangel.de/ Arbeitskreis Jodmangel]&lt;br /&gt;
* [http://terra-xpress.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/e87692c5-fc3d-343f-9919-3c272096d86f/20283532?generateCanonicalUrl=true Terra Xpress: In unserem Essen versteckt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speisesalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgemisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheitspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährungswissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Iod]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bfr-online-redaktion</name></author>
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