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	<title>Jochen Steffen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jochen_Steffen&amp;diff=433685&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Sachbücher */ Klammer entlinkt</title>
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		<updated>2025-12-04T15:42:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sachbücher: &lt;/span&gt; Klammer entlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F039418-0005, Hannover, SPD-Bundesparteitag, Steffen.jpg|mini|Jochen Steffen (1973)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F039418-0033, Hannover, SPD-Bundesparteitag, Schmidt, Steffen.jpg|mini|Jochen Steffen im Gespräch mit [[Helmut Schmidt]], 1973]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1. Mai-DGB-Veranstaltung 1967 mit Jochen Steffen in Neumünster.JPG|mini|1. Mai-DGB-Veranstaltung (Plakat) 1967 mit Jochen Steffen in Neumünster]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stele (Grabstein) Jochen Steffens.JPG|mini|Stele Jochen Steffen im Garten der [[Gustav Heinemann Bildungsstätte]] in [[Malente]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Joachim Jürgen Steffen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. September]] [[1922]] in [[Kiel]]; † [[27. September]] [[1987]] ebenda) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] der [[SPD Schleswig-Holstein]]. Unter anderem war er von 1965 bis 1975 Landesvorsitzender seiner Partei. Über seine politische Tätigkeit hinaus erlangte er Bekanntheit als [[Kabarettist]] mit seiner Figur &amp;#039;&amp;#039;Kuddl Schnööf&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studium und Beruf ==&lt;br /&gt;
Jochen Steffen studierte ab 1946 an der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]]  [[Politikwissenschaft]], [[Philosophie]], [[Psychologie]] und [[Soziologie]]. Anschließend war er mehrere Jahre Assistent von [[Michael Freund (Politikwissenschaftler)|Michael Freund]] am &amp;#039;&amp;#039;Seminar für Wissenschaft und Geschichte der Politik&amp;#039;&amp;#039;, verzichtete dann aber auf eine [[Promotion (Doktor)|Promotion]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Munzinger|00000011487|Jochen Steffen|2022-07-11|}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch diese Tätigkeit war Steffen ein Kollege von [[Gerhard Stoltenberg]], seinem späteren politischen Gegner. Danach arbeitete er als Redakteur in der SPD-Presse, etwa für das Wochenblatt &amp;#039;&amp;#039;Flensburger Presse&amp;#039;&amp;#039;, die [[Schleswig-Holsteinische Volkszeitung|&amp;#039;&amp;#039;Kieler Volkszeitung&amp;#039;&amp;#039;]] und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Herbst 1974 zählte Steffen zum Beratergremium des neu gegründeten Magazins &amp;#039;&amp;#039;Technologie und Politik&amp;#039;&amp;#039;, dessen Herausgeber [[Freimut Duve]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Mandate ==&lt;br /&gt;
Jochen Steffen wurde 1954 zum Landesvorsitzenden der [[Jusos|Jungsozialisten]] gewählt. Von 1958 bis 1977 war er Mitglied des [[Schleswig-Holsteinischer Landtag|Schleswig-Holsteinischen Landtages]]. 1965 wählte der Landesparteitag ihn zum Vorsitzenden der SPD in [[Schleswig-Holstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit von 1966 bis 1973 war Steffen als Oppositionsführer im Landtag tätig und trat zweimal erfolglos als Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten an ([[Landtagswahl in Schleswig-Holstein 1967|1967]] und [[Landtagswahl in Schleswig-Holstein 1971|1971]]). Im Wahlkampf 1970/71 wurde die [[SPD Schleswig-Holstein|schleswig-holsteinische SPD]] von der &amp;#039;&amp;#039;Wählerinitiative Nord&amp;#039;&amp;#039; ([[Siegfried Lenz]], [[Günter Grass]], [[Eberhard Jäckel]]) unterstützt. Nach der Wahlniederlage 1971 gegen Gerhard Stoltenberg ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]) zog sich Jochen Steffen schrittweise aus der Politik zurück. Während des Wahlkampfes gab es eine bundesweite Kampagne gegen Steffen. Besonders die [[Axel Springer SE|Springer Medien]] kolportierten seitenlange Angriffe gegen ihn.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter C. Walther: Die Kampagne gegen Steffen, Zeitschrift links, Mai 1971 S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;rote Jochen&amp;#039;&amp;#039; – so genannt weniger wegen seiner Haarfarbe, sondern wegen seines linken politischen Standorts – brach mit der Wachstumsideologie und trat gegen Kernkraftwerke und für Naturschutz ein. 1973 legte er den Vorsitz der SPD-Fraktion im Kieler Landtag nieder. Als sein Nachfolger wurde [[Klaus Matthiesen]] gewählt. 1975 trat Steffen vom Vorsitz des SPD-Landesverbandes zurück und verließ auch die [[Grundwertekommission der SPD]]. 1977 verzichtete er auf sein Landtagsmandat und den Sitz im SPD-Bundesvorstand. 1980 verließ er die Partei aus Enttäuschung über den seiner Meinung nach zu [[kapitalismus]]freundlichen Kurs der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Tätigkeit als Politiker wirkte Jochen Steffen als Kabarettist. Er lebte bis zu seinem Tod in [[Kiel-Holtenau]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.apt-holtenau.de/holtenau-info/history/steffen-jochen.htm Holtenauer Geschichte: &amp;#039;&amp;#039;Jochen Steffen&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kabarettistisches Wirken ==&lt;br /&gt;
Jochen Steffen alias Kuddl Schnööf hielt kabarettistische Vorträge im Kieler [[Missingsch]]. Häufig wurde er mit der Figur des [[Jürgen von Manger|Adolf Tegtmeier]] verglichen, unterschied sich von dieser eher unpolitischen Figur jedoch durch die ausgeprägte politische Komponente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnung ==&lt;br /&gt;
* 1978: [[Deutscher Kleinkunstpreis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
=== Schriften (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Strukturelle Revolution. Von der Wertlosigkeit der Sachen.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1974, ISBN 3-498-06105-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Krisenmanagement oder Politik?&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1974, ISBN 3-499-11826-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kuddl Schnööfs achtersinnige Gedankens und Meinungens von die sozeale Revolutschon und annere wichtige Sachens&amp;#039;&amp;#039;. Mit wat vornwech von Siegfried Lenz. Hoffmann und Campe, Hamburg 1972, ISBN 3-455-07420-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nu komms du!: Kuddl Schnööfs noie achtersinnige Gedankens un Meinungens&amp;#039;&amp;#039;. Hoffmann und Campe, Hamburg 1975.&lt;br /&gt;
* mit Adalbert Wiemers: &amp;#039;&amp;#039;Auf zum letzten Verhör. Erkenntnisse des verantwortlichen Hofnarren der Revolution [[Karl Radek]]&amp;#039;&amp;#039;. Bertelsmann, München 1977, ISBN 3-570-00561-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Da kanns auf ab: Kuddl Schnööfs noieste achtersinnige Gedankens un Meinungens&amp;#039;&amp;#039;. Hoffmann und Campe, Hamburg 1981.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vonnas Leben – noieste un olle Gedankens, Kuddl Schnööf&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von Jens-Peter Steffen. Mit einem Vorwort Siegfried Lenz, Karikaturen Liz Crossley. Agimos, Kiel 1997, ISBN 3-931903-11-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diskographie ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jochen Steffen &amp;amp; Kuddl Schnööf&amp;#039;&amp;#039;. Schallplatte BASF 20 21789-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Sachbücher ===&lt;br /&gt;
* Jens-Peter Steffen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jochen Steffen. Personenbeschreibung. Biographische Skizzen eines streitbaren Sozialisten.&amp;#039;&amp;#039; Agimos, Kiel 1997, ISBN 3-931903-09-5.&lt;br /&gt;
* [[Uwe Danker]]: &amp;#039;&amp;#039;Wir machen die Zukunft wahr! – Landespolitik in den 70er Jahren, Ära Stoltenberg-Steffen.&amp;#039;&amp;#039; In: Uwe Danker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Jahrhundert-Story.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Flensburg 1999, S. 228–247.&lt;br /&gt;
* [[Gert Börnsen]]: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Jochen Steffen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Demokratische Geschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 20, Herausgeber: Gesellschaft für Politik und Bildung Schleswig-Holstein e.&amp;amp;nbsp;V., Malente 2010, ([https://www.beirat-fuer-geschichte.de/fileadmin/pdf/band_20/Demokratische_Geschichte_Band_20_Essay_12.pdf online], abgerufen am 10. Dezember 2017).&lt;br /&gt;
* Siegfried Heimann: &amp;#039;&amp;#039;Jochen Steffen - Querdenker der SPD&amp;#039;&amp;#039;. in: [[Michael R. Krätke]], Max Reinhardt, Thilo Scholle, Stefan Stache (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;SPD-Linke zwischen Revolution, linken Bewegungen und radikalem Reformismus. Linker Aufbruch in Geschichte und Biografien&amp;#039;&amp;#039;. Dortmund (spw Verlag), Baden-Baden (edition sigma), 2021. ISBN 978-3-922489-33-7. S. 323–327&lt;br /&gt;
* Uwe Danker, Jens-Peter Steffen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jochen Steffen. Ein politisches Leben.&amp;#039;&amp;#039; (= Sonderveröffentlichung des Beirats für Geschichte. 24). Malente 2018, ISBN 978-3-933862-53-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Presseartikel ===&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Augstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Ist der Fortschritt immer rot?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 17/1971, S. 28.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Schreiber (Journalist)|Hermann Schreiber]]: &amp;#039;&amp;#039;Und führe uns, wohin wir nicht wollen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 17/1971, S. 28.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Schmidt]] im &amp;#039;&amp;#039;Zeitmagazin.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 38, 2010.&lt;br /&gt;
* (Titelgeschichte): &amp;#039;&amp;#039;Wahlen in Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 17/1971, S. 28.&lt;br /&gt;
* [[Stefan Appelius]]: &amp;#039;&amp;#039;Einen an den Latz hauen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Vorwärts (Deutschland)|&amp;#039;&amp;#039;Vorwärts&amp;#039;&amp;#039;]]. 10/1992, S. 20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Jochen Steffen|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118617079}}&lt;br /&gt;
* {{Landtag Schleswig-Holstein|110}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ardmediathek.de/video/panorama/kampagne-gegen-joachim-steffen/das-erste/Y3JpZDovL25kci5kZS8wNzA5OGNhYi1iZTVlLTQwZmEtOTNhYi01ZDkzODhhZDg0ZTI Kampagne gegen Joachim Steffen, Panorama 1973]&lt;br /&gt;
* [https://www.spd-geschichtswerkstatt.de/wiki/Jochen_Steffen SPD Geschichtswerkstatt Jochen Steffen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Landesvorsitzende der SPD Schleswig-Holstein&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste SPD-Fraktionsvorsitzende im Schleswig-Holsteinischen Landtag&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118617079|LCCN=n50054095|VIAF=268911601}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Steffen, Jochen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Schleswig-Holstein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fraktionsvorsitzender (SPD Schleswig-Holstein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabarettist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1987]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsitzender der SPD Schleswig-Holstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Steffen, Jochen&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kuddl Schnööf&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SPD), MdL&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. September 1922&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kiel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. September 1987&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kiel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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