<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Jobrotation</id>
	<title>Jobrotation - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Jobrotation"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jobrotation&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-29T14:33:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jobrotation&amp;diff=75927&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Velmorianyx am 1. April 2026 um 11:59 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jobrotation&amp;diff=75927&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-01T11:59:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jobrotation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist im [[Personalwesen]] ein [[Anglizismus]], der allgemein bei [[Arbeitnehmer]]n den Wechsel von [[Aufgabe (Pflicht)|Aufgaben]] oder [[Funktion (Organisation)|Funktionen]] in Form des [[Rotationsprinzip]]s beschreibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der Begriff hat seit ihrer Einführung in den [[Deutsche Sprache|deutschen Sprach]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;raum eine begriffliche Entwicklung erfahren und wird inzwischen mit folgenden [[Konnotation]]en verwendet:&lt;br /&gt;
* als [[Funktion (Organisation)|Funktion]] der [[Arbeitsorganisation]], in der sich die [[Arbeitskraft|Arbeitskräfte]] eines [[Arbeitssystem]]s planmäßig oder regelmäßig an den [[Arbeitsplatz|Arbeitsplätzen]] abwechseln,&lt;br /&gt;
* ohne Gruppenbezug:&lt;br /&gt;
** als [[Kriminalprävention]]: [[Arbeitgeber]] lassen Mitarbeiter nur kurze Zeit auf [[Stelle (Organisation)|Stellen]], die zu [[Kriminelle Handlung|kriminellem Handeln]] verführen könnten oder können,&lt;br /&gt;
** als [[Personalentwicklung]], in der Mitarbeiter auf eine [[Führungskraft (Wirtschaft)|Führungsaufgabe]] vorbereitet werden und&lt;br /&gt;
* als Methode der [[Arbeitsmarktpolitik]] der [[Arbeitsagentur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jobrotation wird in [[Unternehmen]] und zunehmend auch in der [[öffentliche Verwaltung|öffentlichen Verwaltung]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jobrotation als Arbeitsorganisation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsplatz-Rotation ist ein systematischer [[Arbeitsplatz]]- oder Aufgabenwechsel innerhalb eines [[Arbeitssystem]]s. Sie wurde erstmals 1951 durch [[Eric Lansdown Trist]] und [[Ken Bamforth]] beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=E. L. Trist, K. W. Bamforth |Titel=Some Social and Psychological Consequences of the Longwall Method of Coal-Getting: An Examination of the Psychological Situation and Defences of a Work Group in Relation to the Social Structure and Technological Content of the Work System |Sammelwerk=Human Relations |Band=4 |Nummer=1 |Datum=1951-02 |ISSN=0018-7267 |DOI=10.1177/001872675100400101 |Seiten=3–38 |Online=https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/001872675100400101 |Abruf=2026-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfolgt dieser Wechsel innerhalb &amp;#039;&amp;#039;eines&amp;#039;&amp;#039; [[Anforderungsermittlung|Anforderungsniveaus]] spricht man auch von [[Tätigkeitserweiterung]] ([[Jobenlargement]], &amp;#039;&amp;#039;horizontale&amp;#039;&amp;#039; Umstrukturierung). Handelt es sich um Tätigkeiten in unterschiedlich hohen Anforderungsniveaus so spricht man von [[Arbeitsbereicherung]] ([[Jobenrichment]], &amp;#039;&amp;#039;vertikale&amp;#039;&amp;#039; Umstrukturierung). Die Jobrotation stellt somit eine [[Arbeitsorganisation]] dar, welche aus den [[Arbeitsstrukturierung]]en &amp;#039;&amp;#039;Tätigkeitserweiterung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsbereicherung&amp;#039;&amp;#039; entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wird unter Jobrotation der systematische Wechsel von Arbeitsplätzen in Wechselrhythmen von teilweise unter einer Stunde verstanden, mit dem Hauptziel einen [[Arbeitsstrukturierung#Arbeitsingenieurwesen: Beanspruchung, Pausen und Erholung|Belastungsausgleich]] zu realisieren. Hierbei rotieren beispielsweise fünf Arbeiter in einem Arbeitssystem über ihre fünf Arbeitsplätze in kurzen Abständen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Beispiel: &lt;br /&gt;
Bei der (früheren) visuellen Kontrolle von Glühbirnen durch Mitarbeiter hatte diese Arbeit nach gut 20 Minuten nur noch Alibifunktion. Durch den so genannten [[Vigilanz]]effekt wurden nach dieser Zeit genauso viele Glühbirnen, die eigentlich in Ordnung waren, ausgesondert ([[Fehler]] 1. Ordnung) wie fehlerhafte durchgelassen (Fehler 2. Ordnung). Konsequenz: Die Arbeit konnte sinnvollerweise nicht länger als 20 Minuten ausgeführt werden, dann musste der Mitarbeiter abgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Übernahme einer anderen Arbeit kann die jetzt eigentlich erforderliche [[Erholungszeit]] vermieden werden. Schon eine Rotation über nur zwei (verschiedenartige) Arbeitsplätze steigert im genannten Beispiel nicht nur die Qualität des [[Arbeitsergebnis]]ses erheblich, es fördert auch die Effizienz. Für Jobrotation wird jeweils höher qualifiziertes Personal benötigt als bei der ursprünglichen [[Einzelarbeit]]. Es macht in kurzzyklischen Rotationssystemen die Arbeit für den Mitarbeiter erträglicher, oft auch interessanter (beachte: [[Arbeitsorientierung]]) und kann die Identifikation mit [[Arbeitsinhalt]]en und -zielen steigern, zieht jedoch oft aber auch eine Erhöhung des [[Arbeitsentgelt|Entgeltes]] nach sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jobrotation ohne Gruppenbezug ==&lt;br /&gt;
Später bezeichnete man mit Jobrotation auch den systematischen Wechsel mit etwa monatelangem Rhythmus sogar über Arbeitsplätze anderer Abteilungen oder Werke hinweg mit unterschiedlichen Zielen. Hierbei spricht man auch dann von „Rotation“, wenn der freiwerdende Arbeitsplatz nicht von einem anderen Mitarbeiter, der ebenfalls „rotiert“ eingenommen wird. Die Rotation findet also lediglich aus Sicht des einzelnen Mitarbeiters statt, der die Aussicht hat, nach mehreren Wechseln schließlich wieder den alten Arbeitsplatz einzunehmen. Das Ziel ist in der Regel, den Mitarbeiter über alle Tätigkeiten eines Bereiches umfassend zu orientieren, damit er beispielsweise die Führung dieses Bereiches übernehmen kann. In diesem Sinne ist Jobrotation auch wesentlicher Bestandteil von [[Trainee]]programmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer Grund kann [[Kriminalprävention]] sein:&lt;br /&gt;
* So wird im Einkauf damit einem zu persönlichen Kontakt zu den Lieferanten vorgebeugt und so das Risiko von [[Korruption]] verringert.&lt;br /&gt;
* Bei der Quittierung von Wareneingängen beispielsweise und der Freigabe von Zahlungen vermindert man die Wahrscheinlichkeit von Netzwerken, die gegebenenfalls Sicherheitsmängel in den [[Benutzerrolle]]n und [[Workflow]]s ausnutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jobrotation als Methode der Arbeitsmarktpolitik ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Jobrotation&amp;#039;&amp;#039; ist auch eine in [[Dänemark]] entwickelte Methode der [[Arbeitsmarkt]]politik. Ziel ist die Förderung der Weiterbildung in Betrieben – vor allem in denen mit weniger als 250&amp;amp;nbsp;[[Angestellte]]n (sogenannte kleine und mittlere Betriebe: [[Kleine und mittlere Unternehmen|KMU]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Karin Ernst-Betocchi, Arbeit und Leben gGmbH (Hrsg.): {{Webarchiv | url=http://www.arbeit-und-leben.de/download/projekteabgeschljobrotation.pdf| wayback=20050320075558 | text=&amp;#039;&amp;#039;Job Rotation : Abschlussdokumentation des Projektes (1998–2002).&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möchte ein Betrieb sein eigenes Personal weiterbilden, erhält er für die Zeit der Weiterbildung einen Stellvertreter. Dieser kommt aus dem Personenkreis der Arbeitslosen. Der Stellvertreter wird vor der eigentlichen Vertretung auf die konkrete Arbeitsstelle eingearbeitet. Erst wenn dies erfolgreich abgeschlossen ist, kann der betriebliche Mitarbeiter in die Weiterbildung gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Endet die betriebliche Weiterbildung, scheidet der Stellvertreter wieder aus. Sehr häufig erwirbt sich das Unternehmen durch die Weiterbildung neue betriebliche Kompetenzen, so dass der weitergebildete Mitarbeiter eine neue Funktion erhält. In diesem Fall sind die Chancen sehr groß, dass der Stellvertreter einen festen [[Arbeitsplatz]] erhält, da er in der Zeit der Vertretung unter realistischen Bedingungen zeigen konnte, ob er in der Lage ist die geforderte Leistung zu erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich der Leistungsüberprüfung ist Jobrotation erheblich realitätsnaher als jedes betriebliche Praktikum, in dem oft keine echte Leistungsüberprüfung erfolgt. Durch die Weiterbildung steigert der Betrieb in aller Regel auch seine Wettbewerbsfähigkeit und sichert so auch die bisher bestehenden Arbeitsplätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jobrotation wurde seit 1996 in verschiedenen Mitgliedsländern der [[Europäische Union|Europäischen Union]] erprobt. In Deutschland wurde sie im Jahr 2002 in das [[Arbeitsförderungsgesetz]] ([[Sozialgesetzbuch]] III) aufgenommen. Die Anwendung der Jobrotation durch die [[Bundesagentur für Arbeit]] erfolgt allerdings sehr zögerlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird Jobrotation durch den Bundesverband Jobrotation&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jobrotation.de/ob/bundesverband/bv.php Bundesverband Jobrotation], Zugriff: 19. Februar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Sitz in [[Berlin]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heidi Oschmiansky, Günther Schmid, Bettina Uhrig: &amp;#039;&amp;#039;Qualifikation und Beschäftigung : Jobrotation als Instrument der Weiterbildung und Integration von Arbeitslosen&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 2001, ISBN 3-86077-970-2. [http://library.fes.de/fulltext/asfo/01051toc.htm (online)]&lt;br /&gt;
* P. F. Coyne: &amp;#039;&amp;#039;An evidence-based model of job rotation.&amp;#039;&amp;#039; Doctorate Middlesex University (plus publications and research studies), 2011. [http://www.workrotation.wordpress.com/ (online)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4542840-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeits- und Organisationspsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsstudium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personalwesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Velmorianyx</name></author>
	</entry>
</feed>