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	<title>Joachim Lipschitz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joachim_Lipschitz&amp;diff=793646&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tartigradesinspace: /* Biografisches */ Typo</title>
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		<updated>2026-03-06T23:04:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Biografisches: &lt;/span&gt; Typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Freiburg Universität; Innensenator Lipschitz von West-Berlin, Porträt vor Publikum - W134Nr.068214b - Willy Pragher (cropped).jpg|mini|Joachim Lipschitz, fotografiert von [[Willy Pragher]] (1961)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joachim Lipschitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. März]] [[1918]] in [[Berlin]]; † [[11. Dezember]] [[1961]] ebenda) war ein deutscher Politiker ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografisches ==&lt;br /&gt;
Als Kind einer sozialdemokratischen Arztfamilie aus [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]] hatte Lipschitz sich als Heranwachsender im „[[Jungbanner]]“, der Jugendorganisation des [[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold|Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold]], sowie im Sozialistischen Schülerbund engagiert. Wegen seines [[Juden|jüdischen]] Vaters galt er in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] als „[[Halbjude]]“ und musste vielfältige Diskriminierungen erleiden. Er durfte nach seinem Abitur 1936 nicht studieren und absolvierte eine kaufmännische Lehre in einer Berliner Elektrofabrik. Danach arbeitete er als Hilfsschlosser.&amp;lt;ref&amp;gt;Dennis Riffel: &amp;#039;&amp;#039;Unbesungene Helden&amp;#039;&amp;#039;. Metropol, Berlin 2007, S. 48f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im April 1939 wurde er zum [[Reichsarbeitsdienst]] einberufen und mit Kriegsbeginn der [[Wehrmacht]] überstellt. Als Soldat wurde er 1941 schwer verwundet (Verlust des linken Arms) und 1942 aus der Wehrmacht entlassen. Ob das „aus rassischen Gründen“ geschah oder wegen seiner Kriegsverletzung, ist nicht klar.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Dennis Riffel: &amp;#039;&amp;#039;Unbesungene Helden&amp;#039;&amp;#039;. Metropol, Berlin 2007, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1944 tauchte er unter, weil im Rahmen der [[Aktion Mitte]] nunmehr auch sogenannte „[[Jüdischer Mischling|Mischlinge ersten Grades]]“ und „jüdisch Versippte“ zur Zwangsarbeit in Lager der [[Organisation Todt]] deportiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Dennis Riffel: &amp;#039;&amp;#039;Unbesungene Helden&amp;#039;&amp;#039;. Metropol, Berlin 2007, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er fand Hilfe und Unterschlupf in der Stühlinger Straße in [[Berlin-Karlshorst]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Rainer Sandvoß: &amp;#039;&amp;#039;Widerstand in Friedrichshain und Lichtenberg.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. [[Gedenkstätte Deutscher Widerstand]] 1998; S. 296/297: &amp;#039;&amp;#039;Joachim Lipschitz taucht unter&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] heiratete Lipschitz im Mai 1945 die spätere Abgeordnete [[Eleonore Lipschitz]]. Er trat im Juni 1945 der SPD bei&amp;lt;ref&amp;gt;Dennis Riffel: &amp;#039;&amp;#039;Unbesungene Helden&amp;#039;&amp;#039;. Metropol, Berlin 2007, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; und war von Ende 1946 bis August 1948 Bezirksstadtrat für Personal und Verwaltung im [[Bezirk Lichtenberg]]. „Im August 1948 [wurde er] von der [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|sowjetischen Militärkommandantur]] aus dem Dienst entfernt und im Anschluss daran in Abwesenheit von einem sowjetischen Militärtribunal zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Brandt]], in: &amp;#039;&amp;#039;Joachim Lipschitz zum Gedenken&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Der Senator für Inneres, Berlin 1962&amp;lt;/ref&amp;gt; Um der drohenden Inhaftierung zu entgehen, flohen er und seine Ehefrau – Gegner der [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED|Zwangsvereinigung von SPD und KPD]] – nach [[West-Berlin]]. Dort leitete er zunächst die zentrale Meldestelle für aus politischen Gründen entlassene [[Ost-Berlin]]er. Von 1949 bis 1955 war er Bezirksstadtrat in [[Berlin-Neukölln|Neukölln]]. Seit 1951 Mitglied des [[Abgeordnetenhaus von Berlin|Berliner Abgeordnetenhauses]], wurde Lipschitz im Januar 1955 vom [[Regierender Bürgermeister von Berlin |Regierenden Bürgermeister]] [[Otto Suhr]] zum [[Innensenator]] ernannt, eine Stellung, die Lipschitz auch unter Suhrs Nachfolger [[Willy Brandt]] behielt. Lipschitz ging „mit äußerster Härte gegen wirkliche oder vermeintliche Kommunisten vor“&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Pross: &amp;#039;&amp;#039;Wiedergutmachung: Der Kleinkrieg gegen die Opfer&amp;#039;&amp;#039;, Athenäum, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-610-08502-9, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; und verweigerte dem Aufrüstungsgegner [[Rudolf Schottlaender]] wegen politischer Betätigung die Fortzahlung seiner Verfolgtenrente.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Pross: &amp;#039;&amp;#039;Wiedergutmachung: Der Kleinkrieg gegen die Opfer&amp;#039;&amp;#039;, Athenäum, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-610-08502-9, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig setzte er sich als Vorsitzender des Wiedergutmachungsausschusses des [[Bundesrat (Deutschland)|Bundesrats]] für eine großzügige Verfahrensweise bei der Handhabung des [[Bundesentschädigungsgesetz]]es ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich 1957 an der Freien Universität Berlin die [[Deutsch-Israelische Studiengruppen|Deutsch-Israelische Studiengruppe]] gründete, trat Lipschitz dem Kuratorium der studentischen Vereinigung bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Jonas Hahn: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsch-Israelischen Studiengruppen und die frühen studentischen Kontakte mit Israel 1948–1972,&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2025, S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der folgenden Jahre war Lipschitz einer der zentralen Unterstützer der Berliner Studiengruppe, die sich für die NS-Aufarbeitung, gegen den Antisemitismus und für die Annäherung mit Israel einsetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Jonas Hahn: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsch-Israelischen Studiengruppen und die frühen studentischen Kontakte mit Israel 1948–1972,&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2025, S. 127ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab-ehepaar-lipschitz-2017.jpg|mini|Grab des Ehepaars Lipschitz]]&lt;br /&gt;
In Erinnerung geblieben ist auch seine 1958 ins Leben gerufene Initiative „Unbesungene [[Held]]en“, eine Aktion, mit der erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland jene Berliner geehrt wurden, die [[Nationalsozialismus|NS]]-Verfolgten Unterschlupf gewährt hatten. Die Ehrungen wurden nur bis 1966 fortgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Dennis Riffel: &amp;#039;&amp;#039;Unbesungene Helden. Die Ehrungsinitiative des Berliner Senats 1958 bis 1966.&amp;#039;&amp;#039; Metropol, Berlin 2007, ISBN 978-3-938690-22-2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Joachim Lipschitz starb 1961 unerwartet an einem Herzinfarkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Lipschitz zu Ehren und zum Gedenken, Hrsg. Bund politisch, rassisch, religiös Verfolgter (BUND PRV), Berlin, Dezember 1962, S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist auf dem [[Kirchhof Sankt Simeon und Sankt Lukas]] in [[Berlin-Britz]] bestattet. Sein Grab ist seit 1965 als [[Liste der Ehrengräber in Berlin|Ehrengrab der Stadt Berlin]] gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Büste Auerbacher Str 7 (Grune) Joachim Lipschitz.jpg|mini|[[Büste]], Auerbacher Straße 7, in [[Berlin-Grunewald]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Stühlinger Str 15 (Karl) Joachim Lipschitz.jpg|mini|Gedenktafel am Haus Stühlinger Straße 15, in [[Berlin-Karlshorst]]]]&lt;br /&gt;
In der zum Berliner [[Bezirk Neukölln]] gehörenden [[Berlin-Gropiusstadt|Gropiusstadt]] sind die Lipschitzallee und der Lipschitzplatz sowie der [[U-Bahnhof Lipschitzallee]] nach dem Politiker benannt. In [[Berlin-Spandau]] trug die dortige Polizeischule seinen Namen, heute heißt sie [[Polizeiakademie Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Judenretter]]&lt;br /&gt;
* [[Senat Suhr]] – [[Senat Brandt I]] – [[Senat Brandt II]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783980330343|Seiten=170}}&lt;br /&gt;
* [https://www.berlin.de/sen/inneres/ueber-uns/berliner-innensenatoren/joachim-lipschitz/artikel.548757.php Biografische Notiz zu den Berliner Innensenatoren]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117057908}}&lt;br /&gt;
* [https://www.spd.berlin/partei/unsere-geschichte/personen/l-z/lipschitz-joachim SPD Berlin – Biographie]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|autor= |url=https://www.ardmediathek.de/video/rbb-retro-berliner-abendschau/polizei-uniformen/rbb-fernsehen/Y3JpZDovL3JiYl80MWJkOTdkMS1jYTM4LTRmZTktYWMzMS0yYTg5NTdiZjUzZDZfcHVibGljYXRpb24 |titel=Berliner Abendschau: Senator Lipschitz stellt neue Polizei-Uniformen vor |werk=ardmediathek.de |datum=1961-01-07 |abruf=2023-01-24}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor= |url=https://www.ardmediathek.de/video/rbb-retro-berliner-abendschau/interview-mit-senator-joachim-lipschitz/rbb/Y3JpZDovL3JiYl8wYzUwNzJlNC00NzM2LTRjOTItYWE3Ny0wNzhhYmUwOWRiMTJfcHVibGljYXRpb24 |titel=rbb Retro – Berliner Abendschau: Interview mit Senator Joachim Lipschitz |werk=ardmediathek.de |datum= 1959-08-21|abruf=2025-03-16}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Berliner Innensenatoren}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117057908|VIAF=13074806}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lipschitz, Joachim}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Reichsbanner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innensenator (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Flüchtling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirksstadtrat (Bezirk Lichtenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirksstadtrat (Bezirk Neukölln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1961]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lipschitz, Joachim&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Politiker (SPD), MdA und Berliner Senator&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. März 1918&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Dezember 1961&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tartigradesinspace</name></author>
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