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	<title>Jim Jones - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jim_Jones&amp;diff=374102&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-25735-43: Tipp Felher</title>
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		<updated>2026-04-27T20:03:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tipp Felher&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Sektenführer Jim Jones. Zum Rapper siehe [[Jim Jones (Rapper)]]; zu anderen Personen siehe [[Jimmy Jones]] und [[James Jones]].}}[[Datei:Rev. Jim Jones, 1977 (cropped)2.jpg|mini|Jim Jones (1978)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;James Warren „Jim“ Jones&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Mai]] [[1931]] in [[Crete (Indiana)|Crete]], [[Indiana]], [[Vereinigte Staaten|USA]]; † [[18. November]] [[1978]] in [[Jonestown]], [[Guyana]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.britannica.com/biography/Jim-Jones |titel=Jim Jones {{!}} Biography, Jonestown, Massacre, Peoples Temple, &amp;amp; Facts {{!}} Britannica |datum=2023-11-14 |sprache=en |abruf=2023-11-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein US-amerikanischer [[Sekte]]nführer und der Gründer des [[Peoples Temple]]. Über 900 seiner Anhänger kamen 1978 bei einem von ihm befohlenen [[Massenmord]] bzw. [[Massenselbsttötung|-suizid]] im Urwald von Guyana zu Tode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Familie und Kindheit ===&lt;br /&gt;
Jim Jones wuchs als Einzelkind&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://gw.geneanet.org/tdowling?lang=en&amp;amp;n=jones&amp;amp;oc=0&amp;amp;p=james+warren |titel=Family tree of James Warren Jones |abruf=2022-02-20 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in sehr ärmlichen Verhältnissen im Dorf [[Lynn (Indiana)|Lynn]] im [[Randolph County (Indiana)|Randolph County]] in Indiana auf. Sein Vater war der Kriegsinvalide James Thurman Jones, der im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] aufgrund eines [[Senfgas]]angriffs ein schweres Lungenleiden davongetragen hatte, das ihn lebenslang arbeitsunfähig machte. Seine Mutter Lynetta war Fabrik- und Gelegenheitsarbeiterin, die sich und ihre Familie von der kleinstädtischen Gemeinschaft abschottete. Prägend für sie war ein angeblicher Traum, in dem ihre verstorbene Mutter prophezeite, dass sie einen Sohn gebären würde, &amp;#039;&amp;#039;der alles Unrecht der Welt zurechtrücken würde&amp;#039;&amp;#039;. Nach der Geburt ihres Sohnes war sie überzeugt davon, dass ihr Sohn &amp;#039;&amp;#039;ein [[Messias]] sein würde&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Beinahe-Unglück mit einem Zug nahm ihn eine Nachbarin, Myrtle Kennedy, unter ihre Fittiche. Sie wurde für Jones zu einer Art Ersatzmutter und führte ihn in den Glauben der [[Methodistische und Wesleyanische Kirchen|methodistischen]] [[Kirche des Nazareners]] ein. Erstmals erfuhr er hier eine gefühlsmäßige Zuwendung, die Ordnung und Orientierung in sein bisher weitgehend unstrukturiertes Leben bringen sollte. Er zeigte eine frühe Neigung zum Predigen, blieb aber dennoch immer ein Einzelgänger. Später fand Jim Jones seine Heimat bei der [[Pfingstbewegung]]. Anfang der 1950er-Jahre wurde er aus dieser Gemeinschaft ausgeschlossen.&amp;lt;!-- Gründe? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1940er-Jahre trennten sich seine Eltern und Jim zog mit seiner Mutter und deren neuem Lebensgefährten in die nahegelegene Stadt [[Richmond (Indiana)|Richmond]]. Bereits während seiner Oberschuljahre Ende der 1940er-Jahre begann Jim Jones, sich in ausdrücklicher Abgrenzung von seinem Vater für Rassengleichheit einzusetzen. Eine Universitätsausbildung brach er nach kurzer Zeit ab und begann eine Tätigkeit als Pfleger in einem Krankenhaus. Dort lernte er Marceline Baldwin, eine vier Jahre ältere Krankenschwester, kennen, die er 1949 heiratete. Ein damaliger Zimmernachbar sagte später, Marceline sei eine Art Mutterfigur für Jones gewesen. In dem charismatischen schwarzen Prediger [[Father Divine]] fand Jones um diese Zeit eine Vaterfigur, die ihm zum Vorbild wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prediger und Religionsgründer ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Jim Jones, 1977.jpg|mini|Jim Jones (1977)]]&lt;br /&gt;
1950 zogen Jones und seine Frau nach [[Indianapolis]]. Ohne richtig ausgebildet und [[Ordination|ordiniert]] zu sein, übernahm er dort als erst Neunzehnjähriger eine Pfarrstelle in der methodistischen Gemeinde. Er vertrat dort liberale Ansichten über [[Bürgerrechtsbewegung|Bürgerrechte]] und engagierte sich aktiv für die [[Gleichberechtigung|Rassenintegration]]. Konservative innerhalb der Kirche reagierten darauf mit Anfeindungen – unter anderem wurden tote Tiere in die Kirche geworfen. Wegen dieser Anfeindungen gründete er am 4. April 1955 eine Sekte mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Wings of Deliverance&amp;#039;&amp;#039;, die er ab 1956 &amp;#039;&amp;#039;Gemeinschafts-Einheits-Kirche&amp;#039;&amp;#039; (Assembly of God Church) nannte. Während einer im selben Jahr von ihm geleiteten Predigtreihe im Cadle Tabernacle in Indianapolis erhielt er die Unterstützung des als [[Geistheilung|Geistheiler]] und Prophet auftretenden [[William Branham]]. 1956 eröffnete Jim Jones seine eigene Kirche, den Peoples Temple in Indianapolis. Dahinter stand sein Traum von einer vollkommenen Harmonie unter den Rassen innerhalb einer utopischen Gemeinschaft, ohne Hass und ohne Gewalt. Die [[Theologie]] des Peoples Temple war höchst [[Synkretismus|synkretistisch]]. Die [[Pfingstbewegung]] wurde mit Elementen der [[Ideologie]]n von [[Karl Marx]], Father Divine, [[Josef Stalin]], [[Mahatma Gandhi]], [[Martin Luther King]] und [[Fidel Castro]] verbunden. Jim Jones sprach mit seinen Lehren, einer Mischung aus [[Sozialismus]] und christlichem [[Erlösung]]sglauben, vor allem Benachteiligte, Bedürftige und Desorientierte an. Seine Anschauungen über Rassenintegration untermauerte er durch die Adoption von sieben Kindern unterschiedlicher Herkunft in seine Familie. Wegen seiner Gesichtszüge und seiner tiefschwarzen Haare entwickelte er später den Mythos, seine Mutter sei eine [[Indianer]]in gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1964 machte Jim Jones seinen [[Bakkalaureus|Bachelor-Abschluss]] und wurde offiziell zum Pfarrer der [[Methodistische und Wesleyanische Kirchen|Methodistenkirche]] ordiniert. 1961 wurde er vom Bürgermeister von Indianapolis zum Leiter der dortigen Menschenrechtskommission ernannt. Angriffe von Befürwortern der [[Segregation (Soziologie)|Segregation]] gegen ihn und seine Familie nahmen zu dieser Zeit vor dem Hintergrund der Bürgerrechtsbewegung zu; gleichzeitig wuchs Jones’ Selbstidealisierung, und er erwartete von seinen Anhängern absolute Loyalität. Während eines längeren Aufenthalts in Südamerika, wo er seine Familie vor einem [[Atomkrieg]] in Sicherheit bringen wollte, hielt sich Jones 1963 erstmals kurz in Guyana auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1963 taufte Jones seine Kirche endgültig in Peoples Temple um und unternahm in der Folge Erweckungsreisen, auf denen er auch zunehmend seine angebliche Fähigkeit zum [[Geistheilung|Gesundbeten]] praktizierte. 1965 zog er mit etwa 150 treuen Jüngern, darunter vielen Schwarzen, auf eine Farm in dem angeblich atombombensicheren Ort [[Redwood Valley]] nahe [[Ukiah]] in Kalifornien, 200&amp;amp;nbsp;km nördlich von [[San Francisco]]. Innerhalb kurzer Zeit wuchs die Zahl seiner Anhänger dort auf das Doppelte. Durch soziale Aktivitäten gewann Jones in der Folge in San Francisco und Umgebung dermaßen an Einfluss, dass er 1967 zum Mitglied und Sprecher des Bezirksschwurgerichts (County Grand Jury) berufen wurde. Ende der 1960er-Jahre wurde seine Anhängerschaft auf bis zu 400 Personen geschätzt. In San Francisco gewann die Sekte nicht zuletzt dadurch Zulauf, dass sie in ihrem Zentrum im [[Fillmore (San Francisco)|Fillmore-Bezirk]], einem Ghetto der Stadt, kostenlose Gesundheitstests und Kinderbetreuung anbot. Seine Jünger rekrutierten sich überwiegend aus Outcasts der Gesellschaft, Unzufriedenen, Entwurzelten, Versehrten und Idealisten – aus Menschen, denen er aufgrund seiner eigenen Lebensgeschichte nahestand. Seine Gedanken und Reden kreisten zunehmend um das Thema [[Sexualität]]. Verwandte von Sektenmitgliedern erhoben um diese Zeit den Vorwurf, Jones würde weibliche Sektenmitglieder verführen und habe mehrere von ihnen geschwängert. Am 13. Dezember 1973 wurde er in [[Los Angeles]] vorübergehend inhaftiert, da er einen [[Verdeckter Ermittler|Undercover-Agenten]] der Polizei angeblich zu [[Homosexualität|homosexuellen]] Handlungen in einem Park hatte verleiten wollen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wise&amp;quot;&amp;gt;{{cite web |last=Wise |first=David |title=Sex in Peoples Temple |language=en |date=2013-03-09 |publisher=San Diego State University |url=https://jonestown.sdsu.edu/?page_id=17014 |website=Alternative Considerations of Jonestown and Peoples Temple |location=San Diego, California}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Massensuizid ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Jonestown-Massaker}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- ausbauen --&amp;gt;Um sich dem wachsenden Druck zu entziehen, verließen Jones und seine ergebensten Anhänger schließlich das Land und siedelten nach Guyana um, wo sie im Urwald Jonestown gründeten. Hier herrschte Jones unumschränkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Katja Iken |Titel=Massenselbstmord von Jonestown 1978 |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2008-11-17 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/geschichte/massenselbstmord-von-jonestown-1978-a-948013.html |Abruf=2023-11-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als eine Delegation des US-Kongresses anreiste, um Vorwürfen nachzugehen, dass dort viele US-Bürger gegen ihren Willen festgehalten und misshandelt würden, veranlasste Jones am 18. November 1978 zunächst einen Mordanschlag auf die Delegation und organisierte anschließend einen Massenmord bzw. -selbstmord, bei dem er, neben über 900 Menschen, auch selbst den Tod fand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jones’ Leiche wurde mit einer Schussverletzung an der linken Schläfe vorgefunden. Bis heute ist nicht abschließend geklärt, ob er sich selbst getötet hat. Eine am 15. Dezember 1978 anberaumte und durchgeführte Autopsie der [[United States Air Force]] konnte eine mögliche Fremdtötung nicht ausschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentationen ==&lt;br /&gt;
Im Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;Jonestown – Todeswahn einer Sekte&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahre 2006 beschreibt Filmemacher [[Stanley Nelson]] die Geschichte von Jim Jones. Mit Original-Bild- und Tonmaterial sowie Zeitzeugengesprächen dokumentiert der Film den totalitären Sektenstaat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cinema|1315066|Jonestown: The Life and Death of Peoples Temple}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Dokumentationsserie &amp;#039;&amp;#039;How to Become a Cult Leader&amp;#039;&amp;#039; des Senders [[Netflix]] wird unter anderem auf Jones eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jeff Guinn: &amp;#039;&amp;#039;The Road to Jonestown: Jim Jones and Peoples Temple&amp;#039;&amp;#039;, Simon &amp;amp; Schuster, New York, NY 2017, ISBN 978-1-4767-6383-5&lt;br /&gt;
* Tom Reiterman: &amp;#039;&amp;#039;Raven: The Untold Story of Rev. Jim Jones and His People&amp;#039;&amp;#039;, E. P. Dutton Inc. (1982), 2008&lt;br /&gt;
* David Chidester: &amp;#039;&amp;#039;Salvation and Suicide: Jim Jones, the Peoples Temple, and Jonestown.&amp;#039;&amp;#039; Verbesserte Auflage. Indiana University Press, Bloomington 2003, ISBN 978-0-253-34324-6.&lt;br /&gt;
* Charles A. Krause: &amp;#039;&amp;#039;Die Tragödie von Guayana [sic.]&amp;#039;&amp;#039; Ullstein, 1978, ISBN 978-3-548-34501-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Jim Warren Jones}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118558285}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0428385}}&lt;br /&gt;
* Marian K. Towne: &amp;#039;&amp;#039;[https://indyencyclopedia.org/james-warren-jim-jones/ James Warren (Jim) Jones.]&amp;#039;&amp;#039; Eintrag in &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of Indianapolis&amp;#039;&amp;#039;, 1994, zuletzt aktualisiert im März 2021. &lt;br /&gt;
* {{Findagrave|1452}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118558285|LCCN=n79017289|NDL=00620895|VIAF=10637491}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jones, Jim}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Neue Religiöse Bewegung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Communist Party USA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1931]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1978]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jones, Jim&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Jones, James Warren&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Sektenführer und der Gründer des Peoples Temple&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Mai 1931&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Crete (Indiana)|Crete]], [[Indiana]], [[USA]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. November 1978&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Jonestown]], [[Guyana]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-25735-43</name></author>
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