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	<title>Jesko von Puttkamer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jesko_von_Puttkamer&amp;diff=394183&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Catullus26: /* Nachlass */</title>
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		<updated>2026-01-18T12:35:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nachlass&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Kolonialbeamten Jesko von Puttkamer. Zu anderen Personen siehe [[Jesco von Puttkamer]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Erich Sellin - Jesko von Puttkamer (1905).jpg|mini|Jesko von Puttkamer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss von Puttkamer.jpg|miniatur|200px|Das „Puttkamer-Schlößchen“ in [[Buea]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jesko Albert Eugen von Puttkamer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Juli]] [[1855]] in [[Berlin]]; † [[23. Januar]] [[1917]] in [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]]) war ein deutscher Kolonialbeamter, Gouverneur von [[Kamerun (deutsche Kolonie)|Kamerun]] und Kaiserlicher Kommissar von [[Deutsche Kolonie Togo|Togo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Jesko von Puttkamer entstammte dem [[Pommern|pommerschen]] Adelsgeschlecht [[Puttkamer]]. Nach dem Besuch des [[Königliches Wilhelms-Gymnasium (Berlin)|Wilhelms-Gymnasiums]] in Berlin und der [[Friedrichsschule Gumbinnen]] in [[Ostpreußen]] studierte er [[Rechtswissenschaften]] in [[Straßburg]], [[Leipzig]], [[Freiburg im Breisgau|Freiburg i. Br.]], [[Breslau]] und [[Albertus-Universität Königsberg|Königsberg]]. Nach Ablegung des [[Referendar]]examens schlug er 1881 die konsularische Laufbahn ein und wurde 1883 dem Kaiserlichen Konsulat in [[Chicago]] zugeteilt. 1884 wechselte Puttkamer zur weiteren Ausbildung ins [[Auswärtiges Amt|Auswärtige Amt]] und wurde im Mai 1885 zum Kanzler von Kamerun und Stellvertreter des Gouverneurs [[Julius Freiherr von Soden]] ernannt. Im Juli 1887 wurde er interimistischer Kommissar für die deutsche Kolonie Togo (heute [[Togo]] bzw. Teilgebiet von [[Ghana]]), im August 1888 Konsul in [[Lagos]] und 1889 wieder Kaiserlicher Kommissar für Togo, ab 1893 mit dem Titel eines Landeshauptmanns. Als Nachfolger für [[Eugen von Zimmerer]] übernahm er zum 1. Januar 1895 zunächst vertretungsweise die Geschäfte der Zentralverwaltung und wurde am 13. August 1895 zum Gouverneur von Kamerun ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Puttkamers Amtszeit stand im Zeichen der expandierenden Pflanzungswirtschaft rund um den [[Kamerunberg]], die er massiv förderte. Ebenso unterstützte er die im Reich kritisierte Vergabe von Konzessionen an die [[Gesellschaft Süd-Kamerun]] (GSK) und die [[Gesellschaft Nordwest-Kamerun]] (GNK) in den Jahren 1898/1899. Auf Puttkamers Initiative ging die Verlegung des Regierungssitzes von [[Douala]] nach dem gesünder gelegenen [[Buea]] am Kamerunberg (1901) zurück. Der von ihm dort errichtete Gouverneurspalast (sogenanntes „Puttkamerschlößchen“) brachte ihm wegen seiner verschwenderischen Ausstattung heftige Kritik ein.&lt;br /&gt;
In den Jahren 1898 bis 1903 wurde durch die [[Schutztruppe für Kamerun|Kaiserliche Schutztruppe]] die Okkupation des gesamten Schutzgebietes bis zum [[Tschadsee]] vollzogen, mit dem Krieg gegen den Emir von [[Emirat Adamaua|Adamawa]] und der Besetzung der [[Deutsche Tschadseeländer|Tschadseeländer]] durch den Kommandeur der Schutztruppe, Oberstleutnant [[Curt Pavel|Pavel]], allerdings gegen Puttkamers ausdrückliche Befehle. War er in den ersten Jahren seiner Amtszeit durchaus noch ein Vertreter einer rigiden Eroberungspolitik, wie die Expeditionen gegen die Abo, [[Kpe]] und Bakoko (1894–1896) belegen, wandte er sich unter dem Eindruck zunehmender Probleme mit der Militärverwaltung im Hinterland und seines eigenen, offen ausgetragenen Konflikts mit dem Offizierskorps der Schutztruppe von der Idee der gewaltsamen Expansion ab und bemühte sich um eine nichtmilitärische Integration der indigenen Gesellschaften in den deutschen Hoheitsbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner umstrittenen Konzessionspolitik, vor allem aber wegen seines rigiden, autokratischen Herrschaftsstiles („Puttkamerei“), der u.&amp;amp;nbsp;a. 1906 zu einer Petition des Akwa-Klanes an den „allerdurchlauchtigsten allergnädigsten [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|deutschen Reichstag]] Berlin“ führte, die auf die Missstände in Kamerun hinwies, geriet Puttkamer unter erheblichen öffentlichen Druck. Unter anderem wurden der Kolonialverwaltung unter seiner Ägide willkürliche Enteignungen, Zwangsumsiedlungen und ein erhebliches Maß an Brutalität vorgeworfen. Die Verhängung drakonischer Gefängnisstrafen gegen die Unterzeichner der Petition führte schließlich zu einem politischen [[Kolonialskandal|Skandal]]. [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrum]] und [[Sozialdemokratie|Sozialdemokraten]] prangerten die Misswirtschaft Puttkamers an, woraufhin er zur Berichterstattung nach Berlin zurückbeordert wurde, was seiner Absetzung gleichkam. Die Absetzung Puttkamers basierte bezeichnenderweise nicht auf den obengenannten Vorwürfen, sondern auf einigen kleineren Affären, die er sich hatte zuschulden kommen lassen, wie etwa einer Passfälschung zugunsten einer Lebedame, mit der er näher bekannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. April 1907 begann vor der kaiserlichen Disziplinarkammer in [[Potsdam]] ein Prozess gegen Puttkamer wegen Passfälschung und Begünstigung. Er hatte seiner Geliebten, die er nach Kamerun mitgenommen hatte, einen falschen Reisepass unter dem Namen einer Freiin v. Eckardtstein ausgestellt; zum Zeitpunkt des Prozesses war die Frau mit einem Herrn von Germar verheiratet. In die Begünstigung in Form von &amp;#039;&amp;#039;Ehrenanteilscheinen&amp;#039;&amp;#039; soll u.&amp;amp;nbsp;a. die westafrikanische Pflanzungsgesellschaft „Viktoria“ verwickelt gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nfp|25|04|1907|34|Der Prozess gegen den Exgouverneur v. Puttkamer}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Verteidiger Puttkamers in der von zahlreichen Zuschauern verfolgten Verhandlung war Justizrat [[Erich Sello]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|ptb|25|04|1907|31|Der Prozess Puttkamer}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verfahren endete mit einem Verweis sowie einer Verurteilung zu einer Geldstrafe von 1.000&amp;amp;nbsp;[[Mark (1871)|ℳ]] (entspricht heute etwa {{Inflation|DE|1000|1907|r=-2}}&amp;amp;nbsp;[[EUR]]&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Zahl wurde mit der [[Vorlage:Inflation]] ermittelt, ist auf volle 100&amp;amp;nbsp;EUR gerundet und bezieht sich auf Januar {{JETZIGES_JAHR}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nfp|26|04|1907|12|Berlin, 25. April}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritiker Puttkamers, die im Reichstag das [[Geflügeltes Wort|geflügelte Wort]] „Königreich Puttkamerun“ hatte aufkommen lassen, feierten das Urteil als Ende seiner kolonialen Laufbahn.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|tpt|27|04|1907|3|Verurteilung Jeskos von Puttkamer}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In zweiter und letzter Instanz entschied der Disziplinarhof am 13. Januar 1908 „in Erwägung der wertvollen Dienste, die der Angeklagte dem Reiche in Afrika geleistet hat“, dass seine „Vergehen einer milden Betrachtung würdig“ seien, und hob die Geldstrafe auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|zei|14|01|1908|6|Die Affäre des Gouverneurs von Puttkamer}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Frau von Germar kündigte im Juni 1907 an, die Presse und Jesko Puttkamer wegen Beleidigung gerichtlich zu belangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nwj|06|06|1907|10|Ein Nachspiel zur Affäre Puttkamer}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Puttkamer, der am 9. Mai 1907 in den [[Einstweiliger Ruhestand|einstweiligen Ruhestand]] versetzt und einem [[Disziplinarverfahren]] unterzogen worden war, wurde 1908 pensioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1914, im Alter von 59 Jahren, heiratete Jesko von Puttkamer die mehr als 30 Jahre jüngere [[Elisabeth Passow]]. Aus der Ehe ging ein Sohn hervor, der jedoch nach wenigen Monaten, im Juni 1915, verstarb. Puttkamer nahm sich 1917 das Leben. Es wird angenommen, dass der Verlust seines einzigen Sohnes der Grund war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gouverneursjahre in Kamerun.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, Georg Stilke, 1912.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|21|22|Puttkamer, Jesko Freiherr von|Ralph Erbar|104131136}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Kolonial-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band 3. Leipzig 1920, S. 117. ([http://www.ub.bildarchiv-dkg.uni-frankfurt.de/Bildprojekt/Lexikon/php/suche_db.php?suchname=Puttkamer online])&lt;br /&gt;
* Florian Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Okkupation und Militärverwaltung in Kamerun. Etablierung und Institutionalisierung des kolonialen Gewaltmonopols 1891–1914.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2007.&lt;br /&gt;
* [[Andreas Eckert]]: &amp;#039;&amp;#039;Kamerun als deutsche Kolonie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Damals. Magazin für Geschichte und Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Februar 1996.&lt;br /&gt;
* [[Ellinor von Puttkamer]] (Bearbeiterin): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Geschlechts v. Puttkamer.&amp;#039;&amp;#039; (= Deutsches Familienarchiv, Band 83–85). 2. Auflage. Degener, Neustadt an der Aisch 1984, ISBN 3-7686-5064-2, S. 695–696.&lt;br /&gt;
* Jürg Schneider: Berlin-Kamerun: Der Gouverneur und eine Berliner Halbweltdame, in: Ulrich van der Heyden und Joachim Zeller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kolonialismus hierzulande – Eine Spurensuche in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Sutton Verlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-269-8, S. 195–200.&lt;br /&gt;
* Richard Tsogang Fossi: &amp;#039;&amp;#039;Puttkamer, Jesko (von)&amp;#039;&amp;#039;. In: [https://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/reader/download/1219/1219-16-103984-1-10-20230530.pdf Atlas der Abwesenheit. Kameruns Kulturerbe in Deutschland] (Hrsg. kollektiv), Heidelberg 2023, ISBN 978-3-496-01700-4, S. 422–423.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachlass ==&lt;br /&gt;
Puttkamers Nachlass befindet sich im Bundesarchiv Berlin (N 2231).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20170313221516/http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=P&amp;amp;person_id=10872&amp;amp;asset_id=11803&amp;amp;sid=7ba72bd458c684b9054f0 &amp;#039;&amp;#039;Bestandsdetails&amp;#039;&amp;#039;] in der Nachlassdatenbank des Bundesarchivs. https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/fee63d71-a927-4bcb-a539-7fb7aa775315/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|104131136}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|104131136}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/013937}}&lt;br /&gt;
* [https://www.puttkamer.org/index.php/startseite/persoenlichkeiten/103-jesko-albert-eugen-v-puttkamer-xix-1249 Jesko von Puttkamer] auf der Seite des Verbandes des Geschlechts von Puttkamer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Gouverneure (Deutsch-Kamerun)&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Gouverneure (Deutsch-Togoland)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=104131136|LCCN=nr/2005/15708|VIAF=61981404}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Puttkamer, Jesko von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouverneur (Kamerun)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouverneur (Togo, Kolonie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeshauptmann (deutsche Kolonialgeschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Kolonialgeschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Puttkamer|Jesko]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1855]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1917]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Puttkamer, Jesko von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Puttkamer, Jesko Albert Eugen von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kolonialbeamter und Gouverneur von Kamerun&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Juli 1855&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Januar 1917&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Catullus26</name></author>
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