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	<title>Jerzy Urban - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-08-24T14:14:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jerzy Urban 2019.jpg|mini|hochkant|Jerzy Urban (2019)&lt;br /&gt;
[[Datei:JerzyUrbanSignature.jpeg|rahmenlos|klasse=notpageimage|Unterschrift von Jerzy Urban]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jerzy Urban&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[3. August]] [[1933]] in [[Łódź]] als &amp;#039;&amp;#039;Jerzy Urbach&amp;#039;&amp;#039;; auch unter den Pseudonymen &amp;#039;&amp;#039;Jerzy Kibic&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Jan Rem&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Klakson&amp;#039;&amp;#039; tätig; gestorben [[3. Oktober]] [[2022]] ebenda) war ein [[Polen|polnischer]] [[Journalist]] und [[Herausgeber]]. Zwischen 1981 und 1989 hatte er hohe Funktionen im Propagandaapparat der [[Volksrepublik Polen]] inne, darunter als Pressesprecher von [[Wojciech Jaruzelski]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lawrence Weschler |Titel=URBAN BLIGHT |Sammelwerk=The New Yorker |Datum=1995-12-03 |ISSN=0028-792X |Online=https://www.newyorker.com/magazine/1995/12/11/urban-blight-2 |Abruf=2024-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Urban wurde in eine [[Assimilation (Soziologie)|assimilierte]] [[Judentum|jüdische]] Familie geboren und wuchs während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] in [[Lemberg|Lwów]] auf. Sein Vater war im [[Allgemeiner Jüdischer Arbeiterbund|Allgemeinen Jüdischen Arbeiterbund]] aktiv und gehörte der [[Polnische Sozialistische Partei|Polnischen Sozialistischen Partei]] an, worauf er nach dem Kriegsende Mitglied des [[Krajowa Rada Narodowa|Landesnationalrates]] wurde. Urban selbst studierte nach dem Abitur zunächst [[Rechtswissenschaft]] und [[Journalistik]] an der [[Universität Warschau]], wurde jedoch dieser aus politischen Gründen verwiesen, weil er sich während des in Polen nach dem Kriegsende herrschenden [[Stalinismus]] in mehreren politischen Jugendbewegungen engagiert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Exmatrikulation fand Urban zuerst eine Anstellung als Redakteur für die Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Nowa Wieś&amp;#039;&amp;#039; und schrieb anschließend für die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Po prostu]]&amp;#039;&amp;#039;, die auf Initiative von [[Władysław Gomułka]], dem damaligen Vorsitzenden der [[Polnische Vereinigte Arbeiterpartei|Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei]], 1957 trotz der [[Polnischer Oktober|Entstalinisierung in Polen]] geschlossen wurde. Ab 1961 arbeitete er schließlich kurzzeitig für das Politikmagazin &amp;#039;&amp;#039;[[Polityka]]&amp;#039;&amp;#039;. Journalistische Aktivitäten wurden ihm jedoch aus politischen Gründen spätestens ab 1963 gänzlich verboten. Erst 1970 kehrte er zu seiner journalistischen Tätigkeit zurück. 1978 sagte er die [[deutsche Wiedervereinigung]] innerhalb der nächsten beiden Jahrzehnte voraus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.polityka.pl/opolityce/2184090,1,jerzy-urban-skandalista-i-fenomen-zawsze-chcial-byc-na-widoku.read &amp;#039;&amp;#039;Jerzy Urban, skandalista i fenomen. Zawsze chciał być na widoku&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;polityka.pl&amp;#039;&amp;#039;, 5. Oktober 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1981 folgte er seinem Chefredakteur [[Mieczysław Rakowski]], der als Vizepremier in die Regierung wechselte, und übernahm das Amt des [[Pressesprecher|Regierungssprechers]], das er bis 1989 innehatte. In diesem Amt wurde er zur Hassfigur weiter Kreise der Gesellschaft, weil er das von General [[Wojciech Jaruzelski]] am 13. Dezember 1981 über Polen verhängte [[Kriegsrecht in Polen 1981–1983|Kriegsrecht]] verteidigte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.jungewelt.de/downloads/pdf.php?id=11651 &amp;#039;&amp;#039;Rechtsruck. Ein Gespräch mit dem polnischen Journalisten und Expolitiker Jerzy Urban über die konservative Wende in seinem Land, die Macht des Klerus dort und seinen historischen Optimismus&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;jungewelt.de&amp;#039;&amp;#039;, 1. August 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Dritte Polnische Republik#Vorgeschichte|Absetzung des kommunistischen Regimes]] gründete Urban 1990 die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Nie (Zeitschrift)|Nie]]&amp;#039;&amp;#039;, deren Eigentümer und Chefredakteur er bis 2022 war. Urban war bekennender [[Atheismus|Atheist]] und galt als [[Klerus|antiklerikal]] sowie [[Politische Linke|politisch links]], kritisierte jedoch auch Vertreter linker Parteien in Polen scharf. Er war Mentor des ehemaligen Abgeordneten und Publizisten [[Andrzej Rozenek]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papstkritik ===&lt;br /&gt;
2002 sorgte Urban für Aufsehen, als er [[Johannes Paul II.]] während eines seiner Besuche in Polen in einem satirischen Artikel als „[[Leonid Iljitsch Breschnew|Breschnew]] des Vatikans“ und „impotenten alten Mann“ bezeichnete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Katrin Evers |url=https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/geldstrafe-fuer-verleger-wegen-papst-beleidigung |titel=Geldstrafe für Verleger wegen Papst-Beleidigung |werk=[[Reporter ohne Grenzen|reporter-ohne-grenzen.de]] |datum=2005-01-27 |abruf=2022-10-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Jugendorganisation der Partei [[Recht und Gerechtigkeit]] brachte ihn daraufhin vor Gericht. Er verteidigte hierbei seine Äußerungen, indem er darauf aufmerksam machte, dass ein [[Atheismus|Atheist]] die Religion ebenso kritisieren dürfe, so wie ihre Anhänger vor dem [[Papst]] in Ekstase verfallen dürften. Das Wiener [[International Press Institute]] verteidigte Urban und die von ihm in Anspruch genommene [[Pressefreiheit]]. Es warf dem Gericht vor, Zensur durch die Hintertür zu betreiben, um die [[Trennung von Religion und Staat]] in Polen auszuhebeln. Eine ähnliche Haltung für Urban nahmen auch [[Reporter ohne Grenzen]] ein. Trotz internationaler Proteste von Menschenrechtsgruppen wurde Urban zu einer Geldstrafe verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.rp-online.de/public/article/gesellschaft/medien/76169/Verleger-wegen-Papstbeleidigung-verurteilt.html |titel=Polnische Satire: Verleger wegen Papstbeleidigung verurteilt |werk=[[Rheinische Post|RP Online]] |datum=2005-01-25 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20090617081205/http://www.rp-online.de/public/article/gesellschaft/medien/76169/Verleger-wegen-Papstbeleidigung-verurteilt.html |archiv-datum=2009-06-17 |abruf=2022-10-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er brachte daraufhin den Fall vor den [[Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte|Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte]]. Dieser schloss das Verfahren 2011 jedoch, weil Urban zuvor nicht alle möglichen und nötigen Maßnahmen ergriffen hatte, das Verfahren beispielsweise vor den [[Verfassungsgerichtshof (Polen)|Polnischen Verfassungsgerichtshof]] zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jan Stanisław Skorupski]]: &amp;#039;&amp;#039;…um die Polen zu verstehen: Die längste Ballade der Welt; meine Gespräche mit… Jerzy Urban (u. a.).&amp;#039;&amp;#039; Aufbau-Verlag, Berlin 1991, ISBN 3-7466-0045-6.&lt;br /&gt;
* Dorota Karaś, Marek Sterlingow: &amp;#039;&amp;#039;Urban. Biografia&amp;#039;&amp;#039;. Znak, Krakau 2023, ISBN 978-83-240-6537-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.radiodienst.pl/ekel-jerzy/ Ekel Jerzy] – ausführlicher Nachruf bei Radiodienst Polska&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119119102|LCCN=n86068961|VIAF=102379732}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Urban, Jerzy}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitungsverleger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chefredakteur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pressesprecher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertreter des Atheismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2022]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Urban, Jerzy&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Urbach, Jerzy&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnischer Journalist und Publizist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. August 1933&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Łódź]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Oktober 2022&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Łódź]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tohma</name></author>
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