<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Jerzy_Sosnowski</id>
	<title>Jerzy Sosnowski - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Jerzy_Sosnowski"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jerzy_Sosnowski&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T05:36:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jerzy_Sosnowski&amp;diff=1296956&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Commons hinzugefügt, Links optimiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jerzy_Sosnowski&amp;diff=1296956&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-10-30T16:10:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commons hinzugefügt, Links optimiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jerzy-sosnowski.jpg|mini|Jerzy Sosnowski etwa 1920]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jerzy Sosnowski&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bis 1918 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Ritter von Sosnowski&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* 3. oder [[4. Dezember]] [[1896]] in [[Lemberg]] ([[Österreich-Ungarn]]); † [[26. Mai]] [[1942]] in [[Saratow]] ([[Sowjetunion]])) war ein [[Gemeinsame Armee|österreichischer]] Offizier, [[Zweite Polnische Republik|polnischer]] Major und [[Agent (Nachrichtendienst)|Agent]] des polnischen [[Nachrichtendienst|Geheimdienstes]]. Von 1926 bis 1934 beschaffte er wichtige militärische Informationen aus dem deutschen [[Reichswehrministerium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Anfänge ==&lt;br /&gt;
Georg von Sosnowski wurde am 3. oder 4. Dezember 1896 als Sohn eines polnischen Ingenieurs in Lemberg (heute [[Lwiw]] in der [[Ukraine]]) geboren. Seine Familie gehörte zur [[Nałęcz (Wappengemeinschaft)|Wappengemeinschaft &amp;#039;&amp;#039;Nałęcz&amp;#039;&amp;#039;]] und war eine in Österreich-Ungarn anerkannte [[Szlachta|polnische Adelsfamilie]]. Sosnowski trug bis 1918 offiziell den Nachnamen &amp;#039;&amp;#039;Ritter von Nalecz-Sosnowski&amp;#039;&amp;#039; oder kurz &amp;#039;&amp;#039;Ritter von Sosnowski&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Ranglisten des kaiserlich und königlichen Heeres 1916, k. k. Hof- und Staatdruckerei, Wien 1916 (S. 617).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Abschaffung der Adelsprivilegien in Polen 1921 führte er den Namen &amp;#039;&amp;#039;Jerzy Sosnowski&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] trat Sosnowski als Freiwilliger in die [[Polnische Legionen (1914–1918)|Polnischen Legionen]] der [[Österreich-Ungarns Heer im Ersten Weltkrieg|österreichischen Streitkräfte]] und wurde österreichischer [[Offizier]]. 1916 wechselte er in das [[k.u.k. Ulanenregiment „Ritter von Brudermann“ Nr. 1|k.u.k. Ulanenregiment Nr. 1]]. Ab 1917 wurde er zu den [[k.u.k. Luftfahrtruppen]] kommandiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Verordnungsblatt für das k. u. k. Heer, Beiblatt Nr. 34 (4. Juli 1917), Bd. 24, K. K. Hof- und Staatsdruckerei., 1917, S. 327.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er beherrschte daher die [[deutsche Sprache]] akzentfrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1920 nahm er am [[Polnisch-Sowjetischer Krieg|Polnisch-Sowjetischen Krieg]] teil und wurde mit [[Virtuti Militari]] ausgezeichnet. Seine Fähigkeiten nutzte Sosnowski nach dem Krieg als Nachrichtenoffizier im [[Major]]srang für den polnischen Geheimdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Agententätigkeit in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Sosnowski führte sich unter seinem alten Familiennamen &amp;#039;&amp;#039;von Sosnowski&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Ritter von Nalecz&amp;#039;&amp;#039; in Berliner Kreise des deutschen Adels ein, der traditionell mit dem deutschen Militär verwoben war. Der polnische Geheimdienst unterstützte dieses Vorhaben mit finanziellen Zuwendungen. Ab 1926 hatte Sosnowski die Frauen Irene [[Jena (Adelsgeschlecht)|von Jena]], [[Benita von Falkenhayn]] und [[Renate von Natzmer]] für Spionagetätigkeiten gegen das Deutsche Reich angeworben. Vor allem von Natzmer beschaffte Sosnowski wichtige Unterlagen aus dem [[Reichswehrministerium]], unter anderem Informationen über Truppenstärken und Aufmarschpläne der deutschen [[Reichswehr]]. Seine Vorgesetzten bezweifelten jedoch vor allem wegen Sosnowskis aufwändigem Lebensstil die Echtheit der Dokumente und verdächtigten ihn, ein [[Doppelagent]] der deutschen Seite zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Enttarnung und Verurteilung ==&lt;br /&gt;
Die von Sosnowski angeworbenen deutschen Spione im Reichswehrministerium fielen durch ungewöhnlich verschwenderischen Lebenswandel auf. Im Jahr 1932 wurde zudem die angeblich nichtadelige Identität Sosnowskis publik. Eine Agententätigkeit konnte ihm von der deutschen militärischen [[Abwehrabteilung|Abwehr]] nicht nachgewiesen werden. Die Abwehr observierte ab diesem Zeitpunkt Sosnowski und seine deutschen Kontakte. Erst zwei Jahre später fand man ausreichend Beweise, um ihn und seine Helferinnen von Falkenhayn, von Natzmer und von Jena am 27.&amp;amp;nbsp;Februar 1934 zu verhaften. Die Spionageaffäre gilt deshalb als Misserfolg der Abwehr, die in dieser Zeit wegen Kompetenzgerangel mit der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] und der [[Röhm-Putsch|Ermordung]] ihres früheren Leiters, [[Ferdinand von Bredow]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;Ferdinand von Bredow war von 1929 bis 1932 Leiter der Abteilung Abwehr des Reichswehrministeriums, mit der Berufung Generals von Schleichers zum Reichswehrminister im Juni 1932 war er als dessen persönlicher Beauftragter in den Stab des Reichswehrministers gewechselt, sein Nachfolger war Kapitän zur See Conrad Paetzig, der im Juni Leiter der Abteilung Abwehr wurde&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht effizient arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jahr nach ihrer Verhaftung wurden alle Beteiligten der Spionageaffäre des Hoch- und Landesverrats angeklagt und vom 3.&amp;amp;nbsp;Senat des [[Volksgerichtshof]]es in [[Berlin]] innerhalb eines Tages für schuldig befunden. Renate von Natzmer und Benita von Falkenhayn wurden [[Todesstrafe|zum Tode]] durch [[Enthauptung]] verurteilt und umgehend in [[Berlin-Plötzensee]] hingerichtet. Der Leiter des Auslandspresseamts [[Ernst Hanfstaengl]] kritisierte diese Exekution, denn sie habe wegen ihrer Brutalität „im gesamten Ausland zu schweren, in absehbarer Zeit kaum wieder gut zu machenden Schädigungen des deutschen Kulturansehens und zu erneutem erheblichen Sympathieverlust für Deutschland geführt.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Richard J. Evans |Titel=Rituale der Vergeltung Die Todesstrafe in der deutschen Geschichte 1532 - 1987 |Auflage=1. Aufl |Ort=Berlin |Datum=2001 |ISBN=978-3-463-40400-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irene von Jena wurde zu einer [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslangen]] [[Zuchthaus]]strafe verurteilt. Jerzy Sosnowski galt wegen seiner [[Polnische Staatsangehörigkeit|polnischen Staatsangehörigkeit]], im Gegensatz zu den Mitangeklagten, nicht als Verräter und wurde ebenfalls zu lebenslanger Zuchthausstrafe verurteilt. Bereits ein Jahr nach seiner Verurteilung wurde er gegen mehrere in Polen inhaftierte deutsche Agenten ausgetauscht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerd Buchheit |Titel=Der deutsche Geheimdienst |Auflage= |Verlag=Paul List Verlag |Ort=München |Datum=1967 |ISBN= |Seiten=46ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Letzter Lebensabschnitt ==&lt;br /&gt;
In Polen wurde Jerzy Sosnowski umgehend verhaftet und in einem Strafverfahren wegen Landesverrat zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Nach der [[Sowjetische Besetzung Ostpolens|sowjetischen Besetzung Ostpolens]] 1939 geriet er verwundet in sowjetische Gefangenschaft und starb am 26.&amp;amp;nbsp;Mai 1942 unter ungeklärten Umständen in einem Gefangenenlager bei [[Saratow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfilmungen ==&lt;br /&gt;
Die Spionageaffäre diente als Motiv für mehrere Verfilmungen.&lt;br /&gt;
* deutscher Kinofilm &amp;#039;&amp;#039;[[Rittmeister Wronski]]&amp;#039;&amp;#039; von 1954, mit den Schauspielern [[Willy Birgel]] und [[Irene von Meyendorff]] in den Hauptrollen nach den Realfiguren Sosnowski und von Falkenhayn. Der Inhalt weicht jedoch in einigen Punkten vom tatsächlichen Geschehen ab.&lt;br /&gt;
* Fernsehfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Kostenpflichtig zum Tode verurteilt]]&amp;#039;&amp;#039; von 1966 mit den Schauspielern [[Ernst Stankovski]] und [[Doris Schade]] in den Hauptrollen.&lt;br /&gt;
* Polnische Fernsehserie „Pogranicze w ogniu“ (Brennende Grenze) von 1991 mit Tomasz Stockinger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Graf Soltikow]]: &amp;#039;&amp;#039;Rittmeister Sosnowski.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Stern Bücher, Erstausgabe 1954, Roman nach Motiven der Spionageaffäre&lt;br /&gt;
* [[Janusz Piekałkiewicz]]: &amp;#039;&amp;#039;Weltgeschichte der Spionage&amp;#039;&amp;#039;. Wien, Komet Verlag, 2002, ISBN 3-933366-31-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.coldwarhistory.us/Exhibitions/History/Love__Espionage__and_the_Ax/body_love__espionage__and_the_ax.html Dreisprachige Beschreibungen der Spionageaffäre]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;A&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129966282|LCCN=n/2012/37343|VIAF=1105886}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sosnowski, Jerzy}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Polnisch-Sowjetischen Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nachrichtendienstliche Person (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agent (Nachrichtendienst)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Major (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sosnowski, Jerzy&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Sosnowski, Georg von; Nalecz-Sosnowski, Georg von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnischer Major und Agent des polnischen Geheimdienstes&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Dezember 1896 oder 4. Dezember 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lemberg]], [[Russisches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Mai 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Saratow]], [[Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>