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	<title>Jernkontoret - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T10:50:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jernkontoret&amp;diff=1666762&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: Kategorie genauer</title>
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		<updated>2025-05-28T19:40:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie genauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jernkontoret 2008.jpg|mini|Das alte Jernkontoret-Haus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gamla Jernkontoret Fries 1.jpg|mini|Detail vom Fries des alten Jernkontoret-Hauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gamla Jernkontoret 2009a.jpg|mini|Die gusseisernen Leuchter am Haupteingang des alten Jernkontoret-Hauses]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jernkontoret&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („Eisenbüro“) ist der [[Interessenverband]] der [[Schweden|schwedischen]] [[Stahlindustrie]]. Es befasst sich mit Fragen des Stahlhandels, der Forschung und Ausbildung, der Normensetzung, Umwelt- und Steuerfragen, der Statistik für die Eisen- und Stahlindustrie und der Erforschung der Geschichte des schwedischen [[Eisenerz]]-[[Bergbau]]s. Jernkontoret hat [[öffentlich-rechtlich]]en Status. Es ist jedoch kein [[Arbeitgeberverband]], denn das Jernkontoret kooperiert bei seiner Tätigkeit nicht mit privaten Unternehmen als ganzes, sondern über Partnerschaften mit den einzelnen Stahlwerken. Die Rolle des Arbeitgeberverbandes der Branche hat der [[Stål och Metall Arbetsgivareförbundet]] inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Eisenerzbergbau und die Stahlindustrie – mit Abbaugebieten wie [[Bergslagen]] (vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert das bedeutendste Bergbaugebiet des Landes) [[Malmberget]] und [[Kiruna]] sowie Konzernen wie [[LKAB|Luossavaara-Kiirunavaara AB]] (LKAB), [[Boliden AB]], [[SSAB Svenskt Stål AB|Svenskt Stål AB]] (SSAB) und [[Sandvik|Sandvik AB]] – hat in Schweden eine lange Tradition und eine große Bedeutung für den heutigen wirtschaftlichen Reichtum des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Jernkontoret wurde von der &amp;#039;&amp;#039;Bruks-Societät&amp;#039;&amp;#039;, einem auf Anregung der Regierung entstandenen Zusammenschluss einiger Eigentümer schwedischer Eisenhüttenwerke (die großen sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Bruks-Patrone&amp;#039;&amp;#039; und die kleinen &amp;#039;&amp;#039;Bergslager&amp;#039;&amp;#039;), ursprünglich als Unterstützungsorganisation für ihre Mitglieder bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten gegründet. Nach und nach wurden alle schwedischen Eisen- und Stahlunternehmen Mitglied. Im Kern geht die Errichtung des Jernkontoret als Selbsthilfeeinrichtung der Wirtschaft auf die in Schweden bahnbrechenden Ideen von [[Anders Nordencrantz]] (1697–1772), Verfasser von wirtschaftslibertären und gegenüber der Staatsverwaltung äußerst kritischen nationalökonomischen und politischen Schriften, zurück. Der Begriff „Eisenbüro“ wurde von dem schwedischen Buchdrucker und Publizisten [[Lars Salvius]] (1706–1773) geprägt; zuvor waren Begriffe wie „Eisenvereinigung“ oder „Eisenunternehmung“ gebräuchlich, die aber wegen ihrer gedanklichen Nähe zum Begriff [[Monopol]] in der Öffentlichkeit negativ besetzt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Regelungen des Jernkontoret wurden durch ein Stiftungsschreiben aus dem Jahr 1747 vom deutschstämmigen König [[Friedrich (Schweden)|Friedrich I.]] genehmigt, so dass dieses Jahr als Gründungsdatum anzusehen ist und somit der Jernkontoret als die älteste schwedische Wirtschaftsorganisation und eine der ältesten Europas gilt (das &amp;#039;&amp;#039;[[Bergskollegium]]&amp;#039;&amp;#039;, die staatliche schwedische Kontrollbehörde für das Bergbau- und Hüttenwesen, existiert bereits seit 1630; der schwedische Staat betreibt allerdings seit der Regierungszeit von Königin [[Christina (Schweden)|Christine]] Mitte des 17. Jahrhunderts keinen eigenen Bergbau mehr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Jernkontoret wurden unter anderem technische Unternehmensberater zur Verfügung gestellt, Vorschüsse gegeben, Preise reguliert und die Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Eisenproduktion gefördert. In den 1760er Jahren erhielt Jernkontoret das (heute nicht mehr ausgeübte) Recht zum Geldverleih, so dass Jernkontoret formal gesehen das zweitälteste Geldinstitut des Landes nach der [[Schwedische Reichsbank|Schwedischen Reichsbank]] ist. Jernkontoret schickte Repräsentanten in die Länder Europas, um die Märkte für den Eisenhandel zu beobachten und früh auf technische Neuerungen reagieren zu können. Die erhaltenen Protokolle dieser Jernkontoret-Vertreter (zum Beispiel das Reisetagebuch von [[Reinhold Rücker Angerstein]], der auch für das Bergskollegium tätig war) sind heute eine wichtige Quelle der europäischen Industriegeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jernkontoret 2009.jpg|mini|links|Heutiger Sitz des Jernkontoret in der Kungsträdgårdsgata 10, [[Norrmalm]], [[Stockholm]]]]&lt;br /&gt;
Bis 1875 war das Jernkontoret in einem Haus in der Stora Nygatan in der Altstadt ([[Gamla stan]]) von Stockholm angesiedelt. Dann zog es in einen von dem Architekten [[Axel Kumlien]] im Stil der französischen Renaissance entworfenen Bau im Zentrum von [[Stockholm]] (Stadtbezirk [[Norrmalm]]) an der [[Kungsträdgården|Kungsträdgårdsgatan]] (Königsgartenstraße) 6 um. In den an der Fassade angebrachten Medaillons sind von dem Bildhauer [[Johan Frithiof Kjellberg]] geschaffene Reliefs bedeutender schwedischer Wissenschaftler und Industrieller aus dem Bereich der Mineralogie und Chemie, des Bergbaus und der Montanindustrie dargestellt, wie zum Beispiel [[Jöns Jacob Berzelius]], [[Johan Gottschalk Wallerius]], [[Nils Gabriel Sefström]], [[Torbern Olof Bergman]], [[Christopher Polhem]], [[Carl Wilhelm Scheele]], [[Louis De Geer (Industrieller, 1587)|Louis de Geer]], [[Erik Nordewall]], [[Axel Frederic Cronstedt|Axel Fredrik Cronstedt]], [[Sven Rinman]], [[Emanuel Swedenborg]], [[Johan Gottlieb Gahn]], [[Daniel Tilas]], [[Anton von Swab]]. Ein Fries unterhalb der Dachtraufe beschreibt die Geschichte der schwedischen Metallverarbeitung von der Antike bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Den Haupteingang an der Ecke Kungsträdgårdsgatan/Arsenalsgatan zieren aufwändig gestaltete [[Gusseisen|gusseiserne]] Wandleuchter, gehalten von sagenhaften [[Bergmännchen]] in typischer Kapuzentracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1962 bis 1967 entstand auf dem Jernkontoret-Grundstück der Sitz der Stockholms Enskilda Bank (heute [[Skandinaviska Enskilda Banken]]). Von der Innenausstattung des alten Jernkontoret-Gebäudes ist durch den Umbau nichts mehr erhalten. Heute befindet sich der Sitz des Jernkontoret in der Kungsträdgårdsgatan 10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bertil Boëthius]]: &amp;#039;&amp;#039;Jernkontorets historia&amp;#039;&amp;#039;. Stockholm: Jernkontoret, 1947–1968 (in mehreren Teillieferungen erschienene Festschrift)&lt;br /&gt;
* Jernkontoret (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jernkontoret 1747 – 1997: 250 Years in Serving the Swedish Iron and Steel Industry&amp;#039;&amp;#039;. Stockholm: Jernkontoret, 1997&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.jernkontoret.se/ Offizielle Website] (schwedisch und englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=8734-8|LCCN=n/82/164785|VIAF=145445239}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsorganisation (Schweden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Stockholm)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industriegeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stahlindustrie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eisenerzbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Historismus in Stockholm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verbandsgründung 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neorenaissancebauwerk in Schweden]]&lt;/div&gt;</summary>
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