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	<title>Jerichow - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jerichow&amp;diff=19001&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jacinto-Miróbriga: /* Stadtgliederung */ Ortschaften+Ortsteile Karow und Roßdorf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jerichow&amp;diff=19001&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-16T13:57:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Stadtgliederung: &lt;/span&gt; Ortschaften+Ortsteile Karow und Roßdorf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Art               = Stadt&lt;br /&gt;
|Wappen            = DE-ST 15-0-86-080 Jerichow COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 52/29/54 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 12/01/30 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Jerichow in JL.png&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Jerichower Land&lt;br /&gt;
|Höhe              = 37 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|PLZ               = 39307 &amp;lt;small&amp;gt;(Brettin, Demsin, Kade, Karow, Klitsche, Roßdorf, Schlagenthin, Zabakuck)&amp;lt;/small&amp;gt;,&amp;lt;br /&amp;gt;39319 &amp;lt;small&amp;gt;(Jerichow, Nielebock, Redekin, Wulkow)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 03933, 039341, 039343, 039347, 039348&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 15086080&lt;br /&gt;
|LOCODE            = DE JCW&lt;br /&gt;
|Adresse           = Karl-Liebknecht-Str. 10 39319 Jerichow&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.stadt-jerichow.de/ www.stadt-jerichow.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Cathleen Lüdicke&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel = Bürgermeisterin&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jerichow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈjeːʁɪçoː}}] ist eine Stadt im [[Landkreis Jerichower Land]] in [[Sachsen-Anhalt]]. Mit fast 270&amp;amp;nbsp;km² gehört Jerichow zu den [[Liste der 100 flächengrößten Gemeinden Deutschlands|nach Fläche größten Gemeinden Deutschlands]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Die Stadt Jerichow liegt an einem alten [[Elbe|Elbarm]] zwischen [[Stendal]] und [[Genthin]]. Durch das Stadtgebiet zieht der [[Elbe-Havel-Kanal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt erstreckt sich von der Kernstadt nach Osten entlang der Nordgrenze des Landkreises Jerichower Land bis zur Landesgrenze nach Brandenburg und von dort in einem Streifen weiter nach Süden. Die südlichen Gebiete liegen teilweise auf der eiszeitlich gebildeten Hochfläche der [[Karower Platte]], teilweise im Niederungsgebiet [[Fiener Bruch]]. Höchster Punkt ist der Westhang des in Brandenburg liegenden [[Gollwitzer Berg]]es. Einziges natürliches Fließgewässer der Karower Platte ist der Steinbach. Er fließt der Havel über den Karower Landgraben und den Fiener Hauptvorfluter dem Elbe-Havel-Kanal zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtgliederung ===&lt;br /&gt;
Die Stadt Jerichow ist eine [[Einheitsgemeinde]] und besteht aus 12 Ortschaften, die wiederum in 33 Ortsteile gegliedert sind&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url= https://daten.verwaltungsportal.de/dateien/legalframework/4/2/1/5/5/Lesefassung_Hauptsatzung_Stand_28.02.2026.pdf |titel=Hauptsatzung der Einheitsgemeinde Stadt Jerichow |datum=2026-02-28 |format=PDF |abruf=2026-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 12 kleinere Ansiedlungen (in Klammern):&amp;lt;ref&amp;gt;Ortsteilverzeichnis Land Sachsen-Anhalt (Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile), Gebietsstand Januar 2014, Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Brettin]] mit OT Brettin und Annenhof&lt;br /&gt;
* [[Demsin]] mit OT [[Kleinwusterwitz]], [[Kleindemsin]] und Großdemsin (mit Dreihäuser, Binnenheide und Werdershof)&lt;br /&gt;
* Jerichow mit OT Jerichow &amp;#039;&amp;#039;(mit Bucher Brack)&amp;#039;&amp;#039;, [[Klietznick]], [[Steinitz (Jerichow)|Steinitz]], [[Mangelsdorf (Jerichow)|Mangelsdorf]] und [[Klein-Mangelsdorf]]&lt;br /&gt;
* [[Kade (Jerichow)|Kade]] mit OT Kade (mit Ziegelei, Forsthaus und Röthlake), [[Belicke]], [[Neubuchholz (Jerichow)|Neubuchholz]] und [[Kader-Schleuse]]&lt;br /&gt;
* [[Karow (Jerichow)|Karow]] (mit Elisenau und Sophienhorst)&lt;br /&gt;
* [[Klitsche (Jerichow)|Klitsche]] mit OT [[Altenklitsche]] und [[Neuenklitsche]] (mit Wilhelmsthal und Schäferei)&lt;br /&gt;
* [[Nielebock]] mit OT Nielebock und [[Seedorf (Jerichow)|Seedorf]] &amp;#039;&amp;#039;(mit Fährstelle)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Redekin]] mit OT Redekin (mit Eduardshof), [[Scharteucke]] und [[Neuredekin]]&lt;br /&gt;
* [[Roßdorf (Jerichow)|Roßdorf]] (mit Dunkelforth)&lt;br /&gt;
* [[Schlagenthin]] mit OT Schlagenthin &amp;#039;&amp;#039;(mit Milower Weg, Jungviehhof, Hahnenhütte und Forsthaus)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Top50 CD, Amtliche Topographische Karte, Sachsen-Anhalt, 2003&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Kuxwinkel]]&lt;br /&gt;
* [[Wulkow (Jerichow)|Wulkow]] mit OT Großwulkow, Kleinwulkow, Hohenbellin, Altbellin, Havemark und Blockdamm&lt;br /&gt;
* [[Zabakuck]] mit OT Zabakuck und Güssow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Jerichow Luft.jpg|mini|Burgstall der Burg Jerichow]]&lt;br /&gt;
[[Datei:JerichoMonastery.jpg|mini|[[Kloster Jerichow]]]]&lt;br /&gt;
Der Ortsname ist slawischen Ursprungs – „Burg des Tapferen“ – also nicht biblisch&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.jerichow.de/texte/seite.php?id=67150 |text=Klosterstadt Jerichow: Geschichte - wie alles begann |wayback=20180913002359 |archiv-bot=2022-03-03 19:52:36 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bereits die [[Slawe]]n legten die [[Burg Jerichow]] zur Verteidigung ihrer Westgrenze an.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadtverwaltung Jerichow (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;850 Jahre Kloster- und Stadtgeschichte Jerichow&amp;#039;&amp;#039;, Jerichow 1994, Seite 18&amp;lt;/ref&amp;gt; Jerichow wurde Ende des Jahres 1144 erstmals urkundlich erwähnt. Anlass war die Gründung des [[Kloster Jerichow|Klosters Jerichow]] durch [[Prämonstratenser]]-[[Kanoniker|Chorherren]] aus Besitzungen des [[Grafschaft Stade|Grafen von Stade]] (Bestätigung durch den [[Römisch-deutscher König|römisch-deutschen König]] [[Konrad III. (HRR)|Konrad III.]]). Im folgenden Jahr ließen sich Prämonstratenser-Chorherren aus dem [[Kloster Unser Lieben Frauen]] in [[Magdeburg]] im Ortszentrum nieder. 1148 verlegten die Prämonstratenser-Chorherren den Standort wegen des störenden Markttreibens an den heutigen Platz. Sie errichteten von 1149 bis 1172 die [[Stift (Kirche)|Stiftskirche]] als [[Kirchenschiff|dreischiffige]] [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] sowie den Ostflügel der Klausur. Die Gebäude gelten als wichtige Werke der [[Backsteinromanik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jerichow erhielt 1336 das Stadtrecht, woran ein Denkmal in der Karl-Liebknecht-Straße erinnert. Im gleichen Jahr wurde die Stadt durch ein [[Elbe|Elbhochwasser]] fast vollständig zerstört. Um 1530 hielt mit der [[Reformation]] die lutherische Lehre Einzug und 1552 folgte die [[Säkularisation]] des Klosters durch Hans von Krusemark; ein Teil der Stiftsgebäude wurde als kurfürstliche Domäne genutzt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] fanden 1631 in der Stadt Zerstörungen und Plünderungen statt. Seit 1680 gehört die Stadt zum [[Brandenburg-Preußen|brandenburg-preußischen]] [[Herzogtum Magdeburg]] und lag im damaligen [[Jerichower Kreis]]. 1684/85 wurde die Klosterkirche durch den Großen Kurfürsten [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Friedrich Wilhelm]] für eine neue [[Reformierte Kirche|Reformierte Gemeinde]] instand gesetzt. Die Neustadt wurde im 18. Jahrhundert gegründet.[[Datei:Ortsfeuerwehr Jerichow 03.jpg|mini|Wappen der Feuerwehr]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1853 bis 1856 restaurierte [[Ferdinand von Quast]] auf Wunsch König [[Friedrich Wilhelm IV.]] die Klosterkirche. Um 1870 wurden die Stiftsgebäude als Brauerei, Sprit- und Branntweinbrennerei genutzt. Im selben Zeitraum erfolgte eine umfangreiche Restaurierung der Klosterkirche mit weitgehender Wiederherstellung des [[Romanik|romanischen]] Zustands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 wurde die Ortsfeuerwehr Jerichow gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stadt-jerichow.de/verzeichnis/visitenkarte.php?mandat=41747 .stadt-jerichow.de/Feuerwehr], abgerufen am 27. September 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902 wurde ein [[Psychiatrie|psychiatrisches]] Fachkrankenhaus eingeweiht, anfangs als Nebenstelle des Krankenhauses in [[Uchtspringe]]. Es firmiert heute als [[Arbeiterwohlfahrt|AWO]]-Fachkrankenhaus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.awo-sachsen-anhalt.de/khbg/startseite/aktuelleskhbg/277-awo-fachkrankenhaus-jerichow-besteht-seit-110-jahren |text=Bericht der AWO zum 110-jährigen Bestehen |wayback=20130122014423}}, abgerufen am 7. Dezember 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1952 bis 1994 lag Jerichow im [[Kreis Genthin]] (1952 bis 1990 im [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-[[Bezirk Magdeburg]], dann im Land Sachsen-Anhalt). Seitdem ist die Stadt Teil des [[Landkreis Jerichower Land|Landkreises Jerichower Land]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eingemeindungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. November 1928 wurde der [[Gutsbezirk]] Jerichow mit der Stadtgemeinde Jerichow vereinigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AB-RB-Magdeburg&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Regierungsbezirk Magdeburg |Titel=Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg |Ort=Magdeburg |Datum=1928 |Seiten=253 |ZDB=3766-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden [[Klietznick]] und [[Steinitz (Jerichow)|Steinitz]] nach Jerichow eingemeindet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;2VO-LSA-1950&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. August 2002 wurde Mangelsdorf eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/NamensGrenzAenderung/NamensGrenzAenderung.html StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Gebietsänderungsvertrag haben die Gemeinderäte der folgenden Gemeinden beschlossen, dass ihre Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Einheitsgemeinde mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Stadt Jerichow&amp;#039;&amp;#039; vereinigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=15em |liste=&lt;br /&gt;
* [[Brettin]] (am 28. Mai 2009)&lt;br /&gt;
* [[Demsin]] (am 28. Mai 2009)&lt;br /&gt;
* [[Kade (Jerichow)|Kade]] (am 14. Mai 2009)&lt;br /&gt;
* [[Karow (Jerichow)|Karow]] (am 28. Mai 2009)&lt;br /&gt;
* [[Klitsche (Jerichow)|Klitsche]] (am 27. Mai 2009)&lt;br /&gt;
* [[Nielebock]] (am 18. Mai 2009)&lt;br /&gt;
* [[Redekin]] (am 25. Mai 2009)&lt;br /&gt;
* [[Roßdorf (Jerichow)|Roßdorf]] (am 28. Mai 2009)&lt;br /&gt;
* [[Schlagenthin]] (am 14. Mai 2009)&lt;br /&gt;
* [[Wulkow (Jerichow)|Wulkow]] (am 25. Mai 2009)&lt;br /&gt;
* [[Zabakuck]] (am 26. Mai 2009)&lt;br /&gt;
* Stadt Jerichow (am 28. Mai 2009)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Landkreis Jerichower Land |Titel=Amtsblatt |Band=3. Jahrgang |Nummer=16 |Ort=Burg |Datum=2009-08-21 |Seiten=688 ff. |Online=https://www.lkjl.de/media/dokumente/politik_und_verwaltung/amtsblatt/2009/amtsblatt_nr._16-03-09_210809_2.pdf |Format=PDF |KBytes=6800 |Abruf=2019-01-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum selben Zeitpunkt hörte auch die [[Verwaltungsgemeinschaft Elbe-Stremme-Fiener]] auf zu existieren, da sich alle ehemaligen Mitgliedsgemeinden zur neuen &amp;#039;&amp;#039;Stadt Jerichow&amp;#039;&amp;#039; zusammenschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990 || 2.235&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005 || 2.327&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010 || 7.461&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015 || 7.019&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020 || 6.787&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2021 || 6.788&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2022 || 6.669&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2023 || 6.588&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2024 || 6.571&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres (Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://statistik.sachsen-anhalt.de/themen/bevoelkerung-mikrozensus-freiwillige-haushaltserhebungen/bevoelkerung/berichte-bevoelkerung#c324546 |titel=Bevölkerung der Gemeinden |werk=statistik.sachsen-anhalt.de |abruf=2025-08-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, ab 2011 auf Basis des [[Volkszählung in der Europäischen Union 2011|Zensus 2011]], ab 2022 auf Basis des [[Volkszählung in Deutschland 2022|Zensus 2022]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der starke Anstieg der Einwohnerzahl zwischen 2005 und 2010 ist auf Eingemeindungen zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Um 1530 hielt mit der [[Reformation]] die lutherische Lehre Einzug in Jerichow, das damals zum [[Erzstift Magdeburg]] gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Stadtkirche Jerichow|Stadtkirche]] in Jerichow und die ehemalige [[Kloster Jerichow|Prämonstratenserstiftskirche]] &amp;#039;&amp;#039;St. Marien und St. Nikolai&amp;#039;&amp;#039; gehören zur Kirchengemeinde Jerichow im Pfarrbereich Jerichow des [[Kirchenkreis]]es Stendal der [[Evangelische Kirche in Mitteldeutschland|Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland]]. Zum Pfarrbereich Jerichow gehören neben der Kirchengemeinde Jerichow auch die Kirchengemeinden [[Briest (Wust-Fischbeck)|Briest]], [[Fischbeck (Elbe)|Fischbeck]], [[Mangelsdorf (Jerichow)|Groß Mangelsdorf]], [[Wulkow (Jerichow)|Groß Wulkow]], [[Kabelitz (Wust-Fischbeck)|Kabelitz]], [[Klein-Mangelsdorf|Klein Mangelsdorf]], Klein Wulkow, [[Melkow]], [[Nielebock]], [[Redekin]], [[Steinitz (Jerichow)|Steinitz]], [[Sydow (Wust-Fischbeck)|Sydow]] und [[Wust (Wust-Fischbeck)|Wust]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ekmd.de/kirche/kirchenkreise/stendal/jerichow/ &amp;#039;&amp;#039;Pfarrbereich Jerichow.&amp;#039;&amp;#039;] Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, abgerufen am 6. Februar 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950]] ließen sich im bislang evangelisch geprägten Gebiet um Jerichow Katholiken in größerer Zahl nieder, so dass es am 11. August 1953 in Jerichow zur Gründung einer [[Römisch-katholische Kirche|katholischen]] Kirchengemeinde kam.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Joppen: &amp;#039;&amp;#039;Das Erzbischöfliche Kommissariat Magdeburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 32, Teil 12, &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Rechtsstellung von der Gründung der DDR bis zur Ernennung des Apostolischen Administrators.&amp;#039;&amp;#039; [[St. Benno Verlag]], Leipzig 1989, S. 79–84.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die katholische Kirchengemeinde Jerichow gehörte als [[Kuratie]] zur [[Pfarrei]] [[Maria Rosenkranzkönigin (Genthin)|Genthin]]. Am 8. Dezember 1964 wurde in Jerichow eine katholische [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] eingeweiht, die an der Karl-Liebknecht-Straße / Ecke Rosa-Luxemburg-Str. lag. 2006 wurde die Kapelle wieder aufgegeben,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kath-kirche-genthin.de/wa_files/genthin_c.htm Katholische Kapelle auf Internetpräsenz der Pfarrei Genthin] Eingesehen am 11. März 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; nachdem sich die Zahl der Katholiken wieder verringert hatte. Heute gehören Katholiken in Jerichow zur Pfarrei Genthin, die nächstliegende katholische Kirche ist jedoch die rund zehn Kilometer entfernte [[Dreifaltigkeitskirche (Tangermünde)|Dreifaltigkeitskirche]] in [[Tangermünde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Der Stadtrat von Jerichow besteht aus 20 Mitgliedern und dem Bürgermeister. Die [[Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt 2024|Kommunalwahl am 9. Juni 2024]] führte bei einer Wahlbeteiligung von 68,7 % zu folgendem Ergebnis:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://votemanager.kdo.de/20240609/15086080/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=1709&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_-2656_id_3077 Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Partei / Wählergruppe || Stimmenanteil&amp;lt;br /&amp;gt;2019&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lkjl.de/de/datei/download/id/8051,1239/amtsblatt_nr._14_13_19_vom_06.06.2019.pdf |titel=Wahlergebnis der Stadtratswahl vom 26. Mai 2019 in der Einheitsgemeinde Stadt Jerichow |werk=lkjl.de |datum=2019-06-06 |seiten=362–365 |format=PDF |abruf=2025-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || Sitze&amp;lt;br /&amp;gt;2019 !! rowspan=&amp;quot;15&amp;quot;| !! Stimmenanteil&amp;lt;br /&amp;gt;2024 || Sitze&amp;lt;br /&amp;gt;2024&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Freie Wählergemeinschaft Jerichow || 58,4 % || 12|| 49,1 % || 10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Alternative für Deutschland|AfD]] || 11,1 % || {{0}}2 || 21,7 % || {{0}}4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] || {{0}}9,9 % || {{0}}2 || 12,0 % || {{0}}3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Unabhängige Wählergruppe Brettin || – || – || {{0}}6,8 % || {{0}}1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Die Linke]] || {{0}}6,3 % || {{0}}1 || {{0}}2,4 % || {{0}}1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] || {{0}}5,1 % || {{0}}1 || {{0}}2,2 % || {{0}}1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Freie Wähler (Partei)|Freie Wähler]] || – || – || {{0}}1,9 % || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Einzelbewerber]] Andreas Große || – || – || {{0}}1,5 % || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Einzelbewerber Gordon Gleiche || {{0}}1,2 % || – || {{0}}1,3 % || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Freie Demokratische Partei|FDP]] || {{0}}1,9 % || {{0}}1 || {{0}}1,0 % || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Einzelbewerberin Gudrun Ganske || {{0}}2,6 % || {{0}}1 || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Einzelbewerber Henry Bliemeister || {{0}}1,8 % || – || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Einzelbewerber Burkard Dertz || {{0}}1,7 % || – || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Insgesamt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;100 %&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;20&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;100 %&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;20&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
* 2010–2022: Harald Bothe&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.statistischebibliothek.de/mir/servlets/MCRFileNodeServlet/STHeft_derivate_00000113/6B702_2011.pdf |titel=Wahlen. Landräte und Bürgermeister |werk=statistischebibliothek.de |datum=2011-12 |seiten=19 |format=PDF |abruf=2025-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* seit 2023: Cathleen Lüdicke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bothe wurde bei der Bürgermeisterwahl am 6. November 2016 mit 95,4 % der gültigen Stimmen in seinem Amt bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.volksstimme.de/lokal/genthin/95-4-prozent-der-stimmen-fur-harald-bothe-786063 |titel=95,4 Prozent der Stimmen für Harald Bothe |werk=[[Volksstimme]] |datum=2016-11-06 |abruf=2025-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er verstarb am 28. Oktober 2022.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.volksstimme.de/lokal/genthin/plotzlicher-tod-von-burgermeister-harald-bothe-lost-im-jerichower-land-besturzung-aus-3475004 |titel=Plötzlicher Tod von Bürgermeister Harald Bothe löst im Jerichower Land Bestürzung aus |werk=Volksstimme |datum=2022-10-30 |abruf=2025-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lüdicke wurde bei der Bürgermeisterwahl am 29. Januar 2023 mit 68,6 % der gültigen Stimmen zu seiner Nachfolgerin gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.volksstimme.de/lokal/genthin/paukenschlag-klarer-sieg-fur-cathleen-ludicke-3535064 |titel=Paukenschlag: Klarer Sieg für Cathleen Lüdicke |werk=Volksstimme |datum=2023-01-29 |abruf=2025-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Amtszeit beträgt sieben Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://mi.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MI/MI/4._Service/Publikationen/3._Abteilung_3/Kommunales/Kommunalrecht2018_1.pdf Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt, § 61]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Jerichow wurde am 11. Mai 2011 durch den Landkreis Jerichower Land genehmigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Blasonierung = In Blau zwei silberne Kirchtürme mit beknauftem goldenen Spitzdach, Rundbogenfenstern, Schalllöchern und Simsen, dazwischen ein silbernes Kirchenschiff, golden bedacht, mit Fenstern und Simsen. Die Türme begleitet von zwei goldenen Ähren. Der goldene Schildfuß belegt mit einem blauen Wellenbalken.&lt;br /&gt;
|Quelle = {{Webarchiv |url=https://www.lkjl.de/media/dokumente/politik_und_verwaltung/amtsblatt/2011/amtsblatt_nr._11-05-11_300611.pdf |text=Amtsblatt des Landkreises Nr. 10/2011 Seite 454 |wayback=20150721220034 |archiv-bot=2022-03-03 19:52:36 InternetArchiveBot}}&lt;br /&gt;
|ref = Amtsblatt&lt;br /&gt;
| Begründung = Das Wappen wurde vom Kommunalheraldiker [[Jörg Mantzsch]] gestaltet und präsentiert in zentraler Mitte die stilisierte Stiftskirche des Klosters Jerichow auf einem Schildfuß, der mit einem Wellenbalken belegt ist. Der Wellenbalken symbolisiert die Elbe, die in der Früh- und Vorgeschichte eine wesentliche Bedeutung für die Ansiedlung hatte. Zwei begleitende Ähren mit je zwölf Körnern bilden anhand einer Zahlensymbolik den Bezug zu den zwölf der früher eigenständigen und nun zur neuen Einheitsgemeinde &amp;#039;&amp;#039;„Stadt Jerichow“&amp;#039;&amp;#039; vereinten Gemeinden, deren Hauptwirtschaftszweig über viele Jahrhunderte die Landwirtschaft war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jörg Mantzsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Wappen der Stadt Jerichow, Dokumentation zum Genehmigungsverfahren&amp;#039;&amp;#039;, Hinterlegt beim Landkreis Jerichower Land 2010 (Gutachten: Landeshauptarchiv Magdeburg)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farben der Stadt sind: Weiß-Blau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wappen des Ortsteils Jerichow ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Jerichow.svg|mini|hochkant=0.6|Wappen des Ortsteils Jerichow]]&lt;br /&gt;
Blasonierung: „In Blau [[Georg (Heiliger)|St. Georg]] in silberner [[Rüstung (Schutzkleidung)|Rüstung]], in der Rechten eine silberne Kreuzlanze, die Linke gestützt auf einen rot-silbern geteilten Schild mit einer silbernen doppeltürmigen Kirche im oberen Feld, rechts ein goldener [[Drache (Wappentier)|Drache]].“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jerichow besaß bis 1999 kein offiziell genehmigtes Wappen, führt jedoch seit Jahrhunderten in sich zeitweilig wandelnder Form das Bild des [[Heiliger|Heiligen]] Georg in Rüstung mit Lanze und Drachen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Archivunterlagen Kloster Jerichow.png|mini|links|Archivunterlagen von 1779]]&lt;br /&gt;
Aus der christlichen Ikonografie sind zahlreiche Darstellungen von St. Georg überliefert. Bei den frühen Darstellungen ist er mit einfachem Gewand bekleidet, oft auf dem niedergestochenen Drachen stehend; erst im Spätmittelalter und dann wieder zum Ende des 19. Jahrhunderts wandelten sich diese Bilder in kriegerische Erscheinungen, das heißt gerüstet mit Helm, Rüstung, Schild und anderem mehr. Es ist anzunehmen, dass auch das Jerichower Wappenbild eine solche Wandlung erfuhr, denn 1779 wurde das Bild noch anders beschrieben. Im Archiv des Klosters Jerichow findet sich eine Akte mit dem Titel „Nachrichten von der Stadt Jerichow de Anno 1779“. Darinnen beantwortet der Bürgermeister verschiedene Fragen zur Stadt. Die Frage Nr. 31 lautet: „Was die Stadt im Wappen führe.“ Die Antwort: „Den Ritter St. George der den Lindwurm ersticht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Jerichow ist die Stadtkirche dem Heiligen Georg geweiht; hierin erklärt sich der Zusammenhang zum Wappenbild. Erste bildliche Zeugnisse des Jerichower Wappens zeigen eine recht naturalistische Darstellung mit Beiwerk und in falschen Tinkturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Redesign des Wappens übernahm 1999 der Kommunalheraldiker [[Jörg Mantzsch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Historisches Wappen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Jerichow historisch.png|mini|hochkant=0.6|Ehemaliges Wappen Jerichows]]&lt;br /&gt;
Blasonierung (ehemaliges Wappen): „In Blau auf grünem Boden ein Ritter in silberner Rüstung, in der Rechten eine silberne Kreuzlanze, in der Linken einen rot-silbernen geteilten Schild mit schwarzen Doppelzinnenbalken haltend, rechts ein fauchender brauner Drache, zu beiden Seiten grüne Pflanzen mit roten Blüten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen von Jerichow wurde in Gewohnheitsrecht geführt. Über den Zusammenhang des Wappeninhalts zueinander liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor. Der Zinnenbalken im kleinen Schild wird als Symbol für die Prämonstratenserstiftkirche gedeutet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flagge ===&lt;br /&gt;
Die Flagge der Einheitsgemeinde Stadt Jerichow ist blau-weiß-blau (1:4:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Wappen der Einheitsgemeinde belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amtsblatt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flagge des Ortsteils ====&lt;br /&gt;
Die Flagge ist blau-weiß-blau gestreifte Flagge mit dem aufgelegten Wappen der Stadt Jerichow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gutshaus karow jerichower land 2.jpg|mini|Gutshaus Karow nach Süden zum Park]]&lt;br /&gt;
Eine Auflistung sämtlicher ausgewiesener [[Kulturdenkmal]]e der Gemeinde findet sich im Artikel &amp;#039;&amp;#039;[[Liste der Kulturdenkmale in Jerichow]]&amp;#039;&amp;#039;, eine Auflistung der [[Bodendenkmal]]e im Artikel &amp;#039;&amp;#039;[[Liste der Bodendenkmale in Jerichow]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kloster Jerichow|Klosterkirche]] und Klostermuseum (mit Stadtkirche Teil der „[[Straße der Romanik]]“)&lt;br /&gt;
* Romanische [[Stadtkirche Jerichow|Stadtkirche]] St. Georg, 1200–1220 errichteter Backsteinbau. Der Fachwerkturm wurde im 17. Jahrhundert hinzugefügt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts sowie 1991 wurde die Kirche renoviert.&lt;br /&gt;
* [[Holländerwindmühle|Holländermühle]] auf dem künstlich angelegten Mühlenberg, in der Nähe des ehemaligen Bahnhofs. Bereits 1736 wurde eine Mühle in Jerichow urkundlich erwähnt. 1857 wurde sie umgebaut. Der technische Innenaufbau ist vollständig erhalten. 1936 wurde die Mühle auf Motorantrieb umgestellt und diente bis 1976 als elektrisch betriebene Schrotmühle. Um 1960 mussten die Flügel und der drehbare Turmkranz wegen Baufälligkeit demontiert werden. Im Rahmen einer Restaurierung, die 1997 begann und 2007 abgeschlossen wurde, erhielt die Mühle im Mai 2005 neue Flügel von 10 m Länge.&lt;br /&gt;
* In der Hauptstraße erinnert ein aus einem [[Findling]] gestaltetes Denkmal an die Verleihung der Stadtrechte 1336.&lt;br /&gt;
* [[Gutshaus Karow (Jerichow)|Gutshaus Karow]], [[barock]]es [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]]. Weitere zum historischen [[Rittergut]] gehörende Gebäude wurden unter Denkmalschutz gestellt. Nach Süden erstreckt sich ein ausgedehnter Gutspark.&lt;br /&gt;
* Der Burghügel ist ein künstlich aufgeschichteter Hügel mit einer ebenen Fläche von 70 × 90 m, der ursprünglich unmittelbar an der Elbe lag. Die Elbe änderte ihren Lauf jedoch mehrfach nach Hochwassern. Auf dem Hügel wurde im 12. Jahrhundert eine Turmhügelburg errichtet, die von einem doppelten Graben, einer Ringmauer und von Wällen umgeben war. Sie wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Ihre Reste wurden ab dem 18. Jahrhundert abgetragen, zuletzt auch der Anfang des 19. Jahrhunderts noch vorhandene Wehrturm. Die Stadt Jerichow erwarb das Gelände gegen 1875 und ließ einen Obstgarten anlegen. Seit 2010 wird das Gelände umgestaltet, damit der ursprüngliche Zweck wieder erkennbar wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Förder- und Heimatverein Stadt und Kloster Jerichow e.&amp;amp;nbsp;V.: &amp;#039;&amp;#039;Burgberg Jerichow&amp;#039;&amp;#039;, o.&amp;amp;nbsp;J.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Stadtkirche Jerichow.jpg|Stadtkirche Jerichow&lt;br /&gt;
 Jerichow Wasserturm Krankenhaus-01.jpg|Wasserturm und ehem. Krankenhaus&lt;br /&gt;
 Jerichow Windmuehle.jpg|Windmühle&lt;br /&gt;
 Elbe-Jerichow.jpg|Blick von Tangermünde nach Jerichow&lt;br /&gt;
 JerichowGedenkstein.jpg|Denkmal zum Stadtrechte&lt;br /&gt;
 JerichowRathaus.jpg|Rathaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gedenkstätten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Denkmal auf dem Ortsfriedhof zur Erinnerung an [[Fritz Schulenburg]], den Gründer der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]-Ortsgruppe, der zu Beginn der [[Zeit des Nationalsozialismus]] mit hundert anderen in einem Keller des [[Tangermünde]]r Stadthauses eingesperrt wurde und an den Folgen der dort erlittenen Misshandlungen 1933 starb&lt;br /&gt;
* Gedenktafel in der Ortsmitte für die [[Opfer des Faschismus]]&lt;br /&gt;
* Gedenksteinensemble für die rund 930 Opfer der [[Nationalsozialismus|NS]]-[[Aktion T4]] auf dem Gelände des AWO-Fachkrankenhauses, damals Landesheilanstalt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schutzgebiete ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das [[Fiener Bruch]] im Süden des Stadtgebietes eines von nur noch drei Brutgebieten der in Deutschland vom [[Aussterben]] bedrohten [[Großtrappe]]n, des schwersten flugfähigen Vogels ist, wurde im Gebiet der Gemeinden Tucheim, Karow und Paplitz bereits 1979 das Großtrappenschongebiet Karow im damaligen [[Bezirk Magdeburg]] mit einer Größe von 5.780 Hektar eingerichtet. In den 1990er Jahren wurde die Niederung im Rahmen des [[Natura 2000|Natura-2000]]-Netzes als EU-[[Vogelschutzgebiet Fiener Bruch]] ausgewiesen. Innerhalb des sachsen-anhaltischen Teilgebietes erfolgte 1997 die Ausweisung des 143 Hektar großen [[Naturschutzgebiet Fiener Bruch|Naturschutzgebietes Fiener Bruch]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kerstin Mammen, Ubbo Mammen, Gunthard Dornbusch, Stefan Fischer: &amp;#039;&amp;#039;EU SPA Vogelschutzgebiet Fiener Bruch&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Die Europäischen Vogelschutzgebiete des Landes Sachsen-Anhalt&amp;#039;&amp;#039;. Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt. Oktober 2013. {{ISSN|0941-7281}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitten im Fiener Bruch befindet sich beim zu Tucheim gehörenden Vorwerk [[Königsrode]] die [[Vogelwarte]], der Beobachtungsturm Königsroder Hof. Im Königsroder Hof betreibt der Förderverein Großtrappenschutz e. V. ein Informationszentrum, in dem regelmäßige Veranstaltungen rund um den Großtrappenschutz stattfinden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.koenigsroder-hof.de/index.php/museum &amp;#039;&amp;#039;Museum&amp;#039;&amp;#039;]. Eingesehen am 13. Mai 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Verbrennungstriebwagen 772 174-9 im Bahnhof Jerichow.jpg|mini|Schienenbus im Bahnhof Jerichow, 1991]]&lt;br /&gt;
[[Datei:JerichowEhemBahnhof.jpg|mini|Ehemaliger Bahnhof Jerichow 2022]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jerichow war bis 1999 Zentrum eines [[Nebenbahn]]netzes. Die Strecken [[Bahnstrecke Genthin–Schönhausen|nach Schönhausen bzw. Genthin]] und [[Bahnstrecke Güsen–Jerichow|nach Güsen]] waren von der [[Kleinbahn-AG in Genthin]] erbaut worden. Zugleich besaß Jerichow ein [[Bahnbetriebswerk]] zur Unterhaltung von [[Schienenbus]]sen der Baureihe [[DR-Baureihe VT 2.09]] und ihrer Nachfolgebaureihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Öffentlicher Personennahverkehr|öffentliche Personennahverkehr]] wird unter anderem durch den [[Landesbedeutsame Buslinie|PlusBus]] des [[Bahn-Bus-Landesnetz Sachsen-Anhalt]] erbracht. Folgende Verbindung, betrieben von der Nahverkehrsgesellschaft Jerichower Land, führt durch Jerichow:&lt;br /&gt;
* Linie 790: [[Stendal Hauptbahnhof|Stendal]]/[[Tangermünde]] ↔ [[Fischbeck (Elbe)|Fischbeck]] ↔ Jerichow ↔ [[Redekin]] ↔ [[Bahnhof Genthin|Genthin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürger ===&lt;br /&gt;
20. April 2008: [[René Leudesdorff]] (1928–2012), evangelischer Geistlicher, engagierte sich für den Erhalt der Klosteranlage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Wilhelm von Werder]] (1747–1820), preußischer Generalmajor und Oberhofmarschall, geboren auf Kade&lt;br /&gt;
* [[Scipio Ludwig Karl von Taubenheim]] (1787–1844), preußischer Generalmajor, geboren in Kleinmangelsdorf&lt;br /&gt;
* [[Udo von Tresckow]] (1808–1885), preußischer General der Infanterie, leitete die Belagerung von Belfort&lt;br /&gt;
* [[Werner Genest]] (1850–1920), Ingenieur und Fernmeldegerätefabrikant&lt;br /&gt;
* [[Otto Baer (Politiker)|Otto Baer]] (1881–1966), Oberbürgermeister von [[Magdeburg]]&lt;br /&gt;
* [[Werner Usbeck (Ingenieur)|Werner Usbeck]] (1881–1947), Eisenbahningenieur und Präsident der Reichsbahndirektion Halle&lt;br /&gt;
* [[Fritz Schulenburg]] (1894–1933), Kommunist und Opfer der NS-Diktatur&amp;lt;ref&amp;gt;[{{MBL|ID=0282|Linktext=nein}} Biografie auf www.uni-magdeburg.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Helmut Halupka]] (1948–2023), Politiker und Landtagsabgeordneter&lt;br /&gt;
* [[Sylvester Groth]] (* 1958), Schauspieler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten mit Bezug zu Jerichow ===&lt;br /&gt;
* [[Albert Eiteljörge]] (1864–1941), Heimatforscher, veröffentlichte Arbeiten zur Geschichte Jerichows, des Klosters und der Umgebung, lebte seit 1902 in Jerichow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Der 2009 gestartete Kinofilm &amp;#039;&amp;#039;[[Jerichow (Film)|Jerichow]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Christian Petzold (Regisseur)|Christian Petzold]] spielt in dieser Stadt, wurde jedoch nicht hier, sondern unter anderem in der [[Prignitz]] und in [[Mecklenburg-Vorpommern]] gedreht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Jerichow&amp;#039;&amp;#039; genannte Handlungsort in mehreren Werken von [[Uwe Johnson]] hat nichts mit dieser Stadt zu tun. Vorbild für Johnsons Werke ist vermutlich die [[mecklenburg]]ische Kleinstadt [[Klütz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{GOV |objekt=Jerichow |val=object_376414}}&lt;br /&gt;
* [http://www.strasse-der-romanik.net/nordroute/ Jerichow an der Straße der Romanik]&lt;br /&gt;
* [https://www.stadt-jerichow.de/ Offizielle Internetseite der Stadt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;2VO-LSA-1950&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Hrsg=Landesregierung Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
 |Titel=Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161)&lt;br /&gt;
 |Sammelwerk=Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
 |Nummer=18&lt;br /&gt;
 |Ort=Halle (Saale)&lt;br /&gt;
 |Datum=1950-08-05&lt;br /&gt;
 |Seiten=279&lt;br /&gt;
 |Online=[[commons:File:Gesetz- und Amtsblatt Land Sachsen-Anhalt-1950-Nr.18.pdf|PDF]]&lt;br /&gt;
 |ZDB=511105-5}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Ortsteile von Jerichow&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Jerichower Land&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4109127-9|VIAF=147042526}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1144]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Jerichower Land]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt in Sachsen-Anhalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrechtsverleihung im 13. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Ortsname slawischer Herkunft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jacinto-Miróbriga</name></author>
	</entry>
</feed>