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	<title>Jenny Stucke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T10:38:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jenny_Stucke&amp;diff=2563197&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: https, deutsch, Kleinkram</title>
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		<updated>2021-04-18T10:53:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;https, deutsch, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jenny Stucke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geb. &amp;#039;&amp;#039;Gusyk;&amp;#039;&amp;#039; * [[29. Mai]] [[1897]] in Wilkowischky, heute [[Vilkaviškis]], [[Litauen]]; † [[2. Januar]] [[1944]] im [[KZ Auschwitz]]) war eine [[Judentum|jüdische]] und [[Politische Linke|politisch &amp;#039;&amp;#039;links&amp;#039;&amp;#039;]] eingestellte Frau mit [[Türkei|türkischer]] Staatsangehörigkeit, die als erste Studentin und Ausländerin an der [[Universität zu Köln]] [[Immatrikulation|immatrikuliert]] wurde. Sie wurde in Auschwitz ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Jenny war das erste Kind der Eheleute Leon und Diana Gusyk, geb. Kawan, die damals in der Kleinstadt &amp;#039;&amp;#039;Wilkowischky&amp;#039;&amp;#039; im zaristischen Gouvernement [[Suwałki]] des russisch besetzten [[Kongresspolen]] lebten. Wegen der [[Pogrom]]e, die seit dem [[Attentat]] auf [[Alexander II. (Russland)|Alexander II.]] verstärkt erfolgten, zog die Familie 1911 in den Westen nach [[Gräfrath]] bei [[Solingen]], wo ihr Vater eine Stahlwarenfabrik kaufte und mit [[Essbesteck|Bestecken]] handelte. Da er in [[Konstantinopel]] geboren war, was in seinem Pass vermerkt war, konnte er 1913 für sich und seine Familie die [[Osmanisches Reich|osmanische/türkische]] Staatsangehörigkeit reklamieren, um so anti-jüdisch-russischen Ressentiments zu entgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1918 starben ihre Mutter und einen Tag später ihr 16-jähriger Bruder Paul an der weltweit grassierenden Epidemie der [[Spanische Grippe|Spanischen Grippe]]. Ihre beiden verbliebenen Geschwister zogen daraufhin zur Schwester nach Köln. Ihr Vater gab die Fabrik auf, die seine Tochter nun [[Abwicklung (Wirtschaft)|abwickeln]] musste. Er zog nach Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der [[Mittlere Reife|Mittleren Reife]] am &amp;#039;&amp;#039;Lyzeum an der Friedrichstraße,&amp;#039;&amp;#039; der späteren [[August-Dicke-Schule]], und einer anschließenden kaufmännischen Lehre mit Kaufmannsgehilfenprüfung beim [[Barmer Bankverein]] besuchte Jenny Gusyk ab Sommer 1917 die [[Handelshochschule Köln]]. Mit deren Einbeziehung in die neugegründete Universität war sie dort an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät die erste Studentin und Ausländerin. Sie schloss nach sieben Semestern im Wintersemester 1920/21 ihr Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Wirtschaftsgeschichte als Nebenfach und einer Diplomarbeit über den [[Sozialismus|Sozialisten]] und [[Pazifismus|Pazifisten]] [[Jean Jaurès]] als [[Diplom-Kaufmann]] mit Auszeichnung ab, als einzige Frau unter 51 Absolventen. Während des Studiums nannte sie sich in Verehrung für die [[Feminismus|feministischen]] Ideen der russischen Schriftstellerin und späteren weltweit ersten [[Diplomat]]in [[Alexandra Michailowna Kollontai]] „Genia“. Ihre Dissertation wurde von dem konservativen Doktorvater [[Christian Eckert (Wirtschaftswissenschaftler)|Christian Eckert]] nicht akzeptiert, da sie „zu sehr kommunistisch durchdrungen“ sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfolgung und Tod ===&lt;br /&gt;
Jenny Gusyk zog nun zu ihrem Vater nach Berlin, arbeitete dort als Buchhalterin und heiratete den linken Journalisten [[Karl Stucke (Journalist)|Karl Stucke]], der vor allem für die kommunistische Parteizeitung [[Die Rote Fahne]] schrieb. Am 27. November 1927 wurde ihr einziger Sohn (Hans) Thomas geboren. 1933 wurde Karl Stucke in [[Schutzhaft]] genommen und in ein [[Konzentrationslager]] gebracht; 1939 erneut verhaftet und ins [[KZ Sachsenhausen]] eingewiesen, starb er dort am 14. Januar 1940. Damit verlor Jenny alle etwa noch möglichen Rechte aus dieser [[Mischehe (Nationalsozialismus)|Mischehe]]. So gefährdet, tauchte sie unter, blieb aber in Berlin, wahrscheinlich aus Sorge um den alten Vater, der im Januar 1943 im [[Altersheim der Jüdischen Gemeinde zu Berlin]] starb, während ihre Schwester Rebekka noch 1942 mit einem Ausreise-Visum über Frankreich und Portugal in die USA ausreisen konnte. Ihr eigenes Visum, das sie seit dem Frühjahr 1940 für sich und ihren Sohn besaß, konnte sie 1943 nicht mehr nutzen. Nach einer Denunziation wurde sie im Juni 1943 in das [[Prinz-Albrecht-Palais|Gestapo-Gefängnis]] in der [[Niederkirchnerstraße|Prinz-Albrecht-Straße]] verbracht. Nach einigen Verlegungen wurde sie, wie vorher ihr Bruder Max und dessen Frau Lydia, nach [[KZ Auschwitz|Auschwitz]] [[Deportation von Juden aus Deutschland|deportiert]], wo sie am Sonntag, dem 2. Januar 1944 ermordet wurde. Ihr Sohn Thomas überlebte in Berlin dank der Hilfe der Freunde seines Vaters und reiste im Oktober 1946 zu seiner Tante nach New York aus; er starb 2013.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mcculloughfh.com/obituary/Thomas-Stucke/Byron-GA/1159177 Thomas Stucke Todesanzeige]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:SG Stolperstein - Wuppertaler Straße 36 - Jenny Stucke DSC 6866.jpg|mini|Stolperstein für Jenny Stucke geb. Gusyk]]&lt;br /&gt;
Das Lese- und Handbuch für Studentinnen, herausgegeben von der [[Gleichstellungsbeauftragte]] der Universität zu Köln, trägt zu Ehren von Jenny deren [[Nickname]] &amp;#039;&amp;#039;Genia&amp;#039;&amp;#039; als Titel&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität zu Köln schreibt seit 2009 einen mit jährlich 5000 Euro dotierten Gleichstellungspreis für Projekte innerhalb der Hochschule zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern aus, der mit der Zustimmung ihres im US-Bundesstaat New York lebenden Sohnes den Namen „Jenny-Gusyk-Preis“ erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Solingen hat durch den Künstler [[Gunter Demnig]] in der Wuppertaler Straße 36, ihrem dortigen letzten Wohnsitz, einen [[Stolpersteine|Stolperstein]] verlegen lassen. Stolpersteine für Max und Lydia Gusyk befinden sich in [[Berlin-Köpenick]], Hirschgartenstraße 2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Solinger Schriftsteller und ehemalige Realschullehrer Wilhelm Rosenbaum, Träger des [[Rheinlandtaler]]s, schrieb 2003 ihre Biographie, basierend auf der 1995 erschienenen Publikation von Marina Wittka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Marina Wittka |Titel=Geschichte des Frauenstudiums |Hrsg=Frauenbeauftragte der Universität zu Köln |Sammelwerk=Genia – Nur für Frauen |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=m&amp;amp;t Verlag |Ort=Köln |Datum=1995 |ISBN=3-9804489-0-8 |Seiten=13-96}}&lt;br /&gt;
* Wilhelm Rosenbaum: &amp;#039;&amp;#039;Jenny Gusyk. Jüdin, Türkin, Solingerin. Die Biografie der ersten Studentin an der Universität zu Köln.&amp;#039;&amp;#039; Solingen (Stadtarchiv), 2003, ISBN 3-928956-13-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Jenny Gusyk}}&lt;br /&gt;
* [https://www.solingen.de/de/archiv/stolperstein-stucke-jenny-geborene-gusyk-gusyk-jenny-verheiratete-stucke-94200/ Jenny Gusyk bei Stadtarchiv Solingen] (Zugriff Januar 2020)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124733875|VIAF=42779250}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stucke, Jenny}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Solingen ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die im Bezirk Treptow-Köpenick ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität zu Köln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Türke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stucke, Jenny&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gussy, Jenny (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=türkische Person; erste Studentin und Ausländerin an der Universität zu Köln&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Mai 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Vilkaviškis]], [[Gouvernement Suwałki]], [[Russisches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Januar 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Auschwitz]], besetztes [[Polen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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