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	<title>Jenny Schaffer-Bernstein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T00:10:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>192.76.161.252: /* Literatur */</title>
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		<updated>2024-08-21T15:42:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jenny Schaffer in der Komödie &amp;#039;Kameraden&amp;#039;, 1916.jpg|mini|[[Hugo Erfurth]]: Jenny Schaffer in der Komödie &amp;#039;&amp;#039;Kameraden&amp;#039;&amp;#039; (1916)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jenny Schaffer-Bernstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[27. Juli]] [[1888]] als &amp;#039;&amp;#039;Eugenie Schaffer&amp;#039;&amp;#039; in [[Wien]], [[Österreich-Ungarn]]; gestorben Frühjahr [[1943]] im [[KZ Auschwitz-Birkenau]]) war eine österreichische [[Schauspieler]]in an deutschen Bühnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Die gebürtige Eugenie „Jenny“ Schaffer hatte eine Szene auswendig gelernt und diese dem Leiter des in ihrer Heimatstadt Wien gastierenden [[Berliner Theater]] vorgespielt, in der Hoffnung, „entdeckt“ zu werden. Jenny Schaffer wurde daraufhin als Volontärin mit nach [[Berlin]] genommen, wo sie von [[Ludwig Hartau]] eine professionelle Ausbildung erhalten sollte. Zwei Monate darauf holte [[Max Reinhardt]] sie zu sich und stellte ihr die Schauspielerin [[Tilla Durieux]] als Lehrerin zur Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre offizielle Bühnenlaufbahn begann Jenny Schaffer im Februar 1911 an dem von Reinhardt geleiteten [[Deutsches Theater Berlin|Deutschen Theater]] mit kleinen und mittelgroßen Rollen: sie spielte eine Elfe in [[William Shakespeare|Shakespeares]] &amp;#039;&amp;#039;[[Ein Sommernachtstraum]],&amp;#039;&amp;#039; die Wendla Bergmann in [[Frank Wedekind|Wedekinds]] &amp;#039;&amp;#039;[[Frühlings Erwachen]]&amp;#039;&amp;#039; und eine Nymphe in [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethes]] &amp;#039;&amp;#039;[[Goethes Faust|Faust]]&amp;#039;&amp;#039;. Ein halbes Jahr darauf wechselte sie an das soeben gegründete &amp;#039;Neue Theater&amp;#039; in [[Frankfurt am Main]], wo sie zwei Spielzeiten blieb. Dort lernte Jenny Schaffer den Schauspieler-Kollegen [[Otto Bernstein]] kennen, den sie später heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1913 wechselte die Künstlerin ans &amp;#039;&amp;#039;Königliche Hoftheater&amp;#039;&amp;#039; nach [[Dresden]] und wirkte dort die gesamte Dauer des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]]. 1919 folgte Jenny Schaffer-Bernstein einem Ruf ans [[Staatsschauspiel Dresden|Dresdner Schauspielhaus]], wo sie bis 1933 blieb. In diesen knapp anderthalb Jahrzehnten trat sie an der Seite von so renommierten Kollegen wie [[Erich Ponto]], [[Adolf Wohlbrück]], [[Martin Hellberg]] und [[Ernst Josef Aufricht]], dem späteren Leiter von Berlins [[Theater am Schiffbauerdamm]], auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Machtergreifung|Machtübernahme]] durch die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] beendete schlagartig die zwanzig Jahre währende Karriere der jüdischen Schauspielerin in der Elbmetropole. Jenny-Schaffer-Bernstein wurde wie ihr Mann vom Spielbetrieb ausgeschlossen und kehrte daraufhin nach Berlin zurück. Dort schloss sie sich am 1. Oktober 1933 dem soeben gegründeten [[Kulturbund Deutscher Juden|Jüdischen Kulturbund]] an und gab ihren Einstand als Sittah in [[Gotthold Ephraim Lessing|Lessings]] &amp;#039;&amp;#039;[[Nathan der Weise]]&amp;#039;&amp;#039;. Weitere Auftritte in den kommenden acht Jahren absolvierte sie in: [[Arthur Schnitzler]]s &amp;#039;&amp;#039;Im Spiel der Sommerlüfte&amp;#039;&amp;#039;, in [[Bruno Frank]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Sturm im Wasserglas (Bruno Frank)|Sturm im Wasserglas]]&amp;#039;&amp;#039; (als Lisa), als &amp;#039;&amp;#039;Candida&amp;#039;&amp;#039; (in [[George Bernard Shaw]]s gleichnamigem Stück), in [[Friedrich Hebbel|Hebbels]] &amp;#039;&amp;#039;Judith&amp;#039;&amp;#039;, in [[Sophokles]]’ &amp;#039;&amp;#039;[[Antigone (Sophokles)|Antigone]]&amp;#039;&amp;#039;, in [[Ferenc Molnár]]s &amp;#039;&amp;#039;Große Liebe&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Delila&amp;#039;&amp;#039;, in [[Henrik Ibsen]]s Stützen der Gesellschaft und &amp;#039;&amp;#039;[[Gespenster (Ibsen)|Gespenster]]&amp;#039;&amp;#039;, in [[William Shakespeare]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Ein Wintermärchen]]&amp;#039;&amp;#039;, in [[Molière]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Der eingebildete Kranke]]&amp;#039;&amp;#039; sowie in [[Carlo Goldoni]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Mirandolina]]&amp;#039;&amp;#039;. Ihren letzten Auftritt gab die Künstlerin im Juni 1941 in dem Stück &amp;#039;&amp;#039;Señor Alan aus dem Fegefeuer&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Schließung dieser letzten Juden offenstehenden kulturellen Einrichtung im [[NS-Staat|Deutschen Reich]] im September 1941 wurde die bereits 1934 aus der [[Reichstheaterkammer]] entlassene Jenny Schaffer-Bernstein als Arbeiterin [[NS-Zwangsarbeit|zwangsverpflichtet]] und dem Glühbirnenkonzern [[Osram]] zugeteilt. Als die große [[Deportation von Juden aus Deutschland|Deportationswelle]] im Frühjahr 1943 auch die letzten in Berlin verbliebenen Juden erfasste, wurde das Ehepaar Bernstein ins [[KZ Auschwitz-Birkenau]] deportiert und dort kurz nach der Ankunft [[Gaskammern und Krematorien der Konzentrationslager Auschwitz|vergast]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Kay Weniger]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Bühne und Baracke. Lexikon der verfolgten Theater-, Film- und Musikkünstler 1933 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. Mit einem Geleitwort von [[Paul Spiegel]]. Metropol, Berlin 2008, ISBN 978-3-938690-10-9, S. 304.&lt;br /&gt;
* [[Hannes Heer]]; Sven Fritz; Heike Drummer; Jutta Zwilling: &amp;#039;&amp;#039;Verstummte Stimmen  : die Vertreibung der &amp;quot;Juden&amp;quot; und &amp;quot;politisch Untragbaren&amp;quot; aus den hessischen Theatern 1933 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. Berlin : Metropol, 2011, ISBN 978-3-86331-013-4, S. 363f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117100765|LCCN=|VIAF=57383688}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schaffer-Bernstein, Jenny}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterschauspieler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Darstellender Künstler (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schaffer-Bernstein, Jenny&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schaffer, Eugenie (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichische Theaterschauspielerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Juli 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Auschwitz-Birkenau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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