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	<title>Jehuda Leib Gordon - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-06-25T01:26:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Yehuda Leib Gordon 2.jpeg|mini|Jehuda Leib Gordon]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jehuda Leib Gordon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch bekannt unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leon Gordon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und dem [[Akronym]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Yalag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[7. Dezember]] [[1830]] in [[Vilnius|Wilna]], [[Russisches Kaiserreich]]; gestorben am [[16. Dezember]] [[1892]] in [[Sankt Petersburg]]) war ein [[Geschichte der Juden in Russland|russisch-jüdischer]] [[Autor]] und [[Dichter]] der [[Haskala]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brit&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.britannica.com/EBchecked/topic/239127/Judah-Leib-Gordon |titel=Encyclopædia Britannica – Judah Leib Gordon – Russian writer |zugriff=2015-04-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Gordons erste Sprache war das [[Jiddisch]]e, in der er auch einige [[Satire|satirische]] Gedichte schrieb, sie aber ansonsten, wie viele der [[Maskilim]], für die moderne Welt geringschätzte. Er schrieb vornehmlich in einem neuen, literarischen [[Hebräische Sprache|Hebräisch]]. Sein erster Lehrer war Rabbi Lipa, Schüler eines Anhängers des [[Gaon von Wilna|Gaons von Wilna]]. Nach der Methode des Gaons erlernte der Junge zunächst [[Tanach|Bibel]] und [[Althebräische Grammatik|hebräische Grammatik]] und danach den [[Talmud]]; diese Reihenfolge war in der damaligen traditionellen jüdischen Erziehung ungewöhnlich. Mit 14 Jahren galt Gordon als Wunderkind und erhielt die Erlaubnis, seine Studien ohne Lehrer weiterzuführen. Als Siebzehnjähriger begann Gordon mit dem Studium europäischer Kultur und Sprachen (Russisch, Deutsch, Polnisch, Französisch und Englisch). 1853 absolvierte er das staatliche [[Rabbinerseminar Wilna]] und begann im selben Jahr eine Tätigkeit als Schullehrer in verschiedenen staatlichen jüdischen Schulen in der Provinz [[Kaunas]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Verena Dohrn|Titel=Baltische Reise: Vielvölkerlandschaft des alten Europa|Verlag=FISCHER Digital|Ort= |Datum=2015|ISBN=9783105601198|Online=https://books.google.de/books?id=npklCAAAQBAJ&amp;amp;lpg=PT246&amp;amp;ots=jQxJxit7n2&amp;amp;dq=Israel%20Salanter%20Leiter%20Rabbinerseminar%20wilna&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PT246#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false | Fundstelle= S. 246}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gordons erste Werke waren lange epische Gedichte mit Bezug auf biblische Themen, beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;Ahawat David u-Michal&amp;#039;&amp;#039; („Die Liebe Davids und Michals“, 1857). 1859 erschien &amp;#039;&amp;#039;Mischle Jehuda&amp;#039;&amp;#039; („Jehudas Gleichnisse“), mit Übersetzungen und Adaptationen der Werke von [[Aesop]], [[Phädrus]], [[Jean de La Fontaine|La Fontaine]], [[Gotthold Ephraim Lessing|Lessing]] und [[Iwan Andrejewitsch Krylow|Krylow]]. Dieses Werk wurde im [[Russisches Kaiserreich|Russischen Kaiserreich]] sehr populär. Es wurde auch von [[Karäer|karäischen]] Schülern gelesen und später in einer Anthologie von [[Moritz Steinschneider]] zusammengefasst. Auch in späteren Jahren war Gordon als Übersetzer tätig und übertrug unter anderem den hebräischen [[Pentateuch]] ins Russische (1875) sowie die &amp;#039;&amp;#039;Hebräischen Melodien&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Hebrew Melodies&amp;#039;&amp;#039;) von [[George Gordon Byron|Lord Byron]] ins Hebräische (Semirot Jisrael, 1884).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwerpunkt des Engagements von Gordon lag im Kampf um die Verbesserung der [[Rolle der Frau im Judentum|Lage der Frau im Judentum]]. Sein Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Kozo schel Jod&amp;#039;&amp;#039; („Der Punkt des Jod“, 1876 beendet) schildert die Lage von Bat-Schua, die von ihrem Mann Hillel mit zwei Kindern im Stich gelassen wird und sich scheiden lassen will. Da aber im Get ([[Scheidebrief]]), den sie dem orthodoxen Rabbiner vorlegt, das [[Jod (Hebräisch)|Jod]] im Namen Hillel fehlt, verweigert ihr der Rabbiner, den Scheidebrief zu bestätigen, und sie muss weiterhin als &amp;#039;&amp;#039;Aguna&amp;#039;&amp;#039; (verlassene Frau) in Armut leben. &amp;#039;&amp;#039;Kozo schel Jod&amp;#039;&amp;#039; wurde zum Schlagwort für eine unnachgiebige [[Orthodoxes Judentum|orthodoxe]] Haltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 wurde Gordon Direktor der öffentlichen hebräischen Schule in [[Telšiai|Telz]] und gründete in dieser Stadt ein Mädchenschulhaus. 1872 gab er die Lehrtätigkeit auf und zog nach St. Petersburg, wo er Sekretär der jüdischen Gemeinde und Leiter der „Gesellschaft zur Förderung der Kultur unter Juden“ war. Dort war er nicht nur für die Belange der St. Petersburger Judenschaft, sondern darüber hinaus der des gesamten russischen Reiches zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;Dan Diner: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur, Band III (He–Lu)&amp;#039;&amp;#039;, J. B. Metzler, 2012, ISBN 978-3-476-01218-0, S. 433&amp;lt;/ref&amp;gt; 1879 wurde er unter dem Vorwurf der „antizaristischen Tätigkeit“ ein Jahr lang in [[Pudosch]] in der Provinz [[Olonez]] verbannt. In dieser Zeit schrieb er &amp;#039;&amp;#039;König [[Zedekia]] im Gefängnis&amp;#039;&amp;#039;, ein historisches biblisches Gedicht, in dem er seine Gefängniserfahrungen verarbeitete. 1880 durfte er nach St. Petersburg zurückkehren, konnte jedoch seine frühere Tätigkeit nicht wieder aufnehmen und nahm eine Stelle als Herausgeber und Redakteur der hebräischen Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Ha-Meliz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brit&amp;quot; /&amp;gt; an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Pogrom]]e in Südrussland nach dem Attentat auf Zar [[Alexander II. (Russland)|Alexander II.]] waren für Gordon ein weiterer schwerer Schlag. Als überzeugter Vertreter der [[Jüdische Aufklärung|Aufklärung]] hatte Gordon zunächst das Konzept der [[Assimilation (Soziologie)|Assimilation]] der Juden in Russland gefördert und war der Meinung, die Umgangssprache [[Jiddisch]], die er als „Jargon“ betrachtete, müsse durch Russisch ersetzt werden. Nach den gewalttätigen Ausschreitungen in den Achtzigerjahren kam er jedoch vom Gedanken der Assimilation ab und sah in der Auswanderung in den Westen, vor allem in die [[USA]], die einzige rettende Möglichkeit. Eine [[Alija|Auswanderung]] nach [[Erez Israel]] schien ihm zu diesem Zeitpunkt nicht angebracht,&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Künzli: &amp;#039;&amp;#039;L. L. Zamenhof (1859-1917) - Esperanto, Hillelismus (Homaranismus) und die „jüdische Frage“ in Ost- und Westeuropa&amp;#039;&amp;#039;, Harrassowitz Verlag, Wiesbaden, 2010, ISBN 978-3-447-06232-9, S. 238&amp;lt;/ref&amp;gt; da die korrupten Herrscher des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]] die jüdische [[Alija|Auswanderung]] in die Provinz Palästina blockierten. Trotzdem war Gordon ein Befürworter der [[zionistisch]]en Idee und veröffentlichte auf Hebräisch und Russisch eine positive Kritik über den Essay [[Autoemanzipation]] von [[Leo Pinsker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kol Shire Yehuda Lib Gordon. Yeshanim Gam Hadashim Be-Arba&amp;#039;ah Sefarim&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Shire Higayon&amp;#039;&amp;#039;. G.F. Pins ve-Yeshei Tsederboym, St. Peterburg 1884.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopedia Judaica]].&amp;#039;&amp;#039; 1972, Bd. 7, Sp. 797–803.&lt;br /&gt;
* John F. Oppenheimer (Red.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Judentums.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh u.&amp;amp;nbsp;a. 1971, ISBN 3-570-05964-2, Sp. 253.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Theologische Realenzyklopädie]].&amp;#039;&amp;#039; Studienausgabe. Teil I, Band 14, Walter de Gruyter, Berlin, New York 1993, ISBN 3-11-013898-0, S. 514.&lt;br /&gt;
* [[Michael Stanislawski]]: &amp;#039;&amp;#039;Koẓo shel Yud.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dan Diner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur&amp;#039;&amp;#039; (EJGK). Band 3, Metzler, Stuttgart/Weimar 2012, S. 431–434&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Yehuda Leib Gordon|Jehuda Leib Gordon}}&lt;br /&gt;
* [http://jafi.jewish-life.de/zionismus/people/Jehuda_Leib_Gordon.html Jehuda Leib Gordon]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128775114|LCCN=n/81/110526|VIAF=51697870}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gordon, Jehuda Leib}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Hebräisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Jiddisch)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Übersetzer ins Hebräische]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Russische]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Judentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1830]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gordon, Jehuda Leib&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=hebräischer Dichter, Herausgeber&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Dezember 1830&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Vilnius|Wilna]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Dezember 1892&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sankt Petersburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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