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	<title>Jehserig - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jehserig&amp;diff=1384174&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie</title>
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		<updated>2024-07-18T11:26:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Alternativname        = Jazorki&lt;br /&gt;
| Gemeindeart           = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename          = Drebkau&lt;br /&gt;
| Breitengrad           = 51/38/15/N&lt;br /&gt;
| Längengrad            = 14/15/12/E&lt;br /&gt;
| Bundesland            = DE-BB&lt;br /&gt;
| Höhe                  = &lt;br /&gt;
| Höhe-von              = 97&lt;br /&gt;
| Höhe-bis              = 136&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug            = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                = 15.87 &amp;lt;!-- Quelle: Gemeindeverzeichnis 1994 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner             = 448&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum = 2016-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle      = &amp;lt;ref&amp;gt;[https://geobroker.geobasis-bb.de/gbss.php?MODE=GetProductInformation&amp;amp;PRODUCTID=33e424b4-972f-421b-9775-1716496f321b &amp;#039;&amp;#039;Gemeinde- und Ortsteilverzeichnis des Landes Brandenburg.&amp;#039;&amp;#039;] Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB), abgerufen am 21. Oktober 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum   = 2001-12-31&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1         = 03116&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2         = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1              = 035602&lt;br /&gt;
| Vorwahl2              = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jehserig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{OrtsnSorb|dsb|Jazorki}} („kleine Seen“), ist ein Dorf und eine ehemalige Gemeinde in der [[Niederlausitz]]. Seit dem 31. Dezember 2001 ist Jehserig ein Ortsteil der Stadt [[Drebkau]] und liegt südwestlich von [[Cottbus]] im [[Landkreis Spree-Neiße]] in [[Brandenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Jehserig liegt unweit des ursprünglichen Drebkauer Stadtgebiets und jeweils 12 km entfernt von [[Cottbus]] und [[Spremberg]]. Der Ort liegt am Rande des durch die [[Elstereiszeit]] aufgeschobenen Höhenzuges „Steinitzer Alpen“ und hat eine Höhe ü.&amp;amp;nbsp;M. von 97&amp;amp;nbsp;m (Merkur) bis 136&amp;amp;nbsp;m (Papproth). Mit 158&amp;amp;nbsp;m ist der Papprother Rodelberg nach der tagebaulichen Abbaggerung der Steinitzer Alpen in den Jahren 2000 bis 2008 nun mit dem Steinitzer Rodelberg die höchste Erhebung der [[Niederlausitz]] westlich der Spree. Der Tagebau [[Welzow]]-Süd hat das Ortsgebiet in den vergangenen zwei Jahrzehnten im Süden gestreift, frühere Abbaggerungsabsichten wurden aufgrund der geringen Stärke des in 80&amp;amp;nbsp;m Tiefe liegenden Kohleflözes fallen gelassen. Die größeren Waldgebiete südwestlich des Ortes sind durch ehemalige Tiefbauschächte zerklüftet und umschließen einen See, der mit Wasser aus der Vorfeldentwässerung des [[Tagebau]]s gespeist wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsgliederung ===&lt;br /&gt;
Zur früheren Gemeinde gehörten neben dem ursprünglichen Dorf Jehserig auch die historisch gewachsenen Dörfer [[Rehnsdorf (Drebkau)|Rehnsdorf]] und [[Papproth]], sowie der aus einer Brikettfabrikssiedlung zu Beginn des letzten Jahrhunderts entstandene Ort [[Merkur (Drebkau)|Merkur]]. Zusammen leben in den vier Orten ca. 450 Bewohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Jehserig ist eine im frühen Mittelalter entstandene [[Sorben|sorbische]] Siedlung, die 1353 erstmals in einem deutschen Dokument erwähnt wurde. [[Sorbische Sprachen|Sorbisch]] heißt der Ort Jazorki und bedeutet „kleine Seen“, was die ursprüngliche Umgebung mit Tümpeln, Sümpfen und Bächen beschreibt. Heute erinnern die Senken im Park, am [[Feuerwehrhaus]], rechts der Kurve am Ortseingang und am Ende des Kiefernwegs an diese Seen, deren Reste im Zuge der Tagebauentwässerung verschwunden sind. Jehserig war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ein [[Niedersorbische Sprache|niedersorbischsprachiges]] Bauerndorf von 10 Gehöften und einem [[Gutshof|Gut]]. Das 2,5-geschossige Gutshaus war Wohnsitz der wechselnden deutschen Besitzer der Ländereien. Beide Sprachen existierten in Jehserig über einen langen Zeitraum parallel. Eintragungen in Dokumenten und Kirchenbüchern geben Auskunft über die Schwierigkeit, für Namen und Flurbezeichnungen einheitliche Bezeichnungen zu finden. In vielen Familien wurde zu Hause Sorbisch gesprochen, während der Kontakt zur Gutsbesitzerfamilie, zum Pfarrer und später auch zum Lehrer im Ort [[Deutsche Sprache|deutsch]] war. Nur wenige Pfarrer, wie der [[Schorbus]]er [[Bogumił Šwjela]], sprachen und predigten auf [[Sorbische Sprachen|Sorbisch]]. Kirchlich gehörte Jehserig immer zur evangelischen Kirchgemeinde [[Wolkenberg]], während Rehnsdorf aufgrund der damaligen preußisch-sächsischen Grenzlinie zu Drebkau eingepfarrt war. Während sich Sorbisch als Haussprache in den Dörfern südlich und östlich noch bis ins 20. Jahrhundert behaupten konnte, war in Jehserig zu dieser Zeit bereits [[Deutsche Sprache|Deutsch]] die hauptsächlich gesprochene Sprache. Einige Flurbezeichnungen (Glina, Huschkusenka u.&amp;amp;nbsp;a.) und auch Familiennamen erinnern heute noch an das Sorbische. Auch haben sich das [[Zampern]] und zum Teil [[Kirchweih|Kirmes]] aus dieser Zeit erhalten. Jehserig lag lange Zeit an oder Nahe der sächsisch-preußischen Grenze. Durch die unterschiedlichen Zukäufe und Ländereiaufgaben im 18. und 19. Jahrhundert waren zwischen [[Cottbus]] und [[Ortrand]] eine Vielzahl von Grenzverläufen zwischen [[Preußen|preußischen]], [[Sachsen|sächsischen]] und [[Schlesien|schlesischen]] Besitztümern. Einen Höhepunkt bildete dabei der so genannte Bierkrieg, der auch im Jehseriger Gasthaus ausgetragen wurde. Das für seine zur damaligen Zeit vielen Brauereien bekannte Drebkau kämpfte dabei um die Schankhoheit im preußischen Jehserig gegen die [[Spremberg]]er Brauerei. In den Jahren der Industrialisierung und der folgenden Erschließung von Tiefbauanlagen südlich und südwestlich von Jehserig wanderten meist deutsche Arbeiterfamilien ein, die sich im neu gegründeten Merkur ansiedelten. Viele Tiefbaustollen wurden in den Lausitzer Sand um den Ort Göhrigk, südwestlich Jehserig, getrieben um die Braunkohle in die Brikettfabrik in Merkur zu befördern. Mehrere Arbeiterwohnhäuser, ein stattliches Fabrikbesitzerhaus, Reste der Fabrik sowie viele Wohnhäuser der sich ansiedelnden Arbeiter erinnern an diese Zeit. Der Göhrigker See ist infolge des Abbaus auf dem Gemeindegebiet entstanden. Der Ort Göhrigk musste in den 70er Jahren und in seinen baulichen Überresten schlussendlich in den 90er Jahren aufgrund der einstürzenden Tiefbauschächte unter dem Ort weichen. Heute gibt es in Jehserig neben den Bauerngehöften mit seinen z.&amp;amp;nbsp;T. historischen Bauwerken (Feldsteinscheune aus dem Jahre 1863 in der Straße am Park 5) und dem restaurierten Gutshaus mit seinem Park einige neue Häuser von Zugezogenen und neben der Durchfahrtsstraße von [[Drebkau]] nach Spremberg auch eine direkte Anbindung am westlichen Ortsausgang an die B&amp;amp;nbsp;169 (Senftenberg–Cottbus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Dezember 2001 ging Jehserig mit seinen Ortsteilen Rehnsdorf (Eingemeindung am 10. Januar 1973)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt&amp;lt;/ref&amp;gt;, Papproth und Merkur in der neu gegründeten Gemeinde Stadt Drebkau auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/Namens-Grenz-Aenderung/2001.html StBA: Gebietsänderungen vom 01.01. bis 31.12.2001]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ortsvorsteher in Jehserig ist Mario Zucker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Für seine Statistik über die [[Sorben|sorbische Bevölkerung]] in der Lausitz ermittelte [[Arnošt Muka]] in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts für Jehserig eine Bevölkerungszahl von 123 Einwohnern, davon waren 66 [[Sorben]] (54 %) und 57 Deutsche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Muka&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ernst Tschernik]] |Titel=Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Jahr=1954}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereine ==&lt;br /&gt;
In Jehserig gibt es als Vereine die [[Freiwillige Feuerwehr]], den Dorfclub Jehserig, den Billardclub, und einen Anglerverein. In Rehnsdorf ansässig ist seit Anfang der 1990er Jahre das Betreute Wohnen Rehnsdorf e.&amp;amp;nbsp;V. (Rehabilitation suchtkranker Menschen). Legendär war auch das Jehseriger Dorftheater. Gleich fünfmal wurde die Truppe mit dem Titel [[Medaille ausgezeichnetes Volkskunstkollektiv der Deutschen Demokratischen Republik|Hervorragendes Volkskunstkollektiv der DDR]] ausgezeichnet, auch den [[Carl-Blechen-Preis]] gab es.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lr-online.de/lausitz/cottbus/jehseriger-erinnern-das-gute-alte-dorftheater-38267682.html Jehseriger Dorftheater] in der Lausitzer Rundschau –online vom 24. Mai 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* [[Richard von Wentzel]] (1850–1916), preußischer Verwaltungsjurist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/landschleicher/beitraege/spree-neisse/aktuell_20051211_jehserig_spn.html Jehserig] in der RBB-Sendung Landschleicher vom 11. Dezember 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile der Stadt Drebkau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7727132-4|VIAF=235291494}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Spree-Neiße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Niederlausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Drebkau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Spree-Neiße)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1353]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2001]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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