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	<title>Jebel Barkal - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-12-11T07:21:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; Anführungszeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{{Infobox Berg&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=18/32/12.21/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD=31/49/42.09/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=SD-NO&lt;br /&gt;
|HÖHE = 287&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG = SD&lt;br /&gt;
|LAGE = [[Sudan]]&lt;br /&gt;
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|TYP = &lt;br /&gt;
|ALTER = &lt;br /&gt;
|ERSTBESTEIGUNG = &lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN = &lt;br /&gt;
|BILD = Gebel Barkal.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = Dschebel Barkal&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{{Infobox Hieroglyphen&lt;br /&gt;
|TITEL = Berg Barkal&lt;br /&gt;
|NAME = &amp;lt;hiero&amp;gt;Dw:Z1 O39 A6 N18:N18:N18 niwt&amp;lt;/hiero&amp;gt; &lt;br /&gt;
|NAME-TRANSKRIPTION = &lt;br /&gt;
|NAME-ERKLÄRUNG = &amp;#039;&amp;#039;Der Reine Berg&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|ANMERKUNGEN = &amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;in einer Inschrift von [[Arikamaninote]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jebel Barkal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ArS|جبل البركل|d=Ǧabal al-Barkal|w=Dschabal al-Barkal}}; [[Ägyptische Sprache|ägyptisch]] &amp;#039;&amp;#039;ḏw wˁb&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;der reine Berg&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gebel Barkal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dschebel Barkal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, das erste Wort ist jeweils die Transkription für das arabische Wort „Berg“, &amp;#039;&amp;#039;Barkal&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „heilig“) ist ein kleiner Berg im Norden [[Sudan]]s mit {{Höhe|287|link=true}} Höhe. Der Jebel Barkal ist von einem ausgedehnten Ruinenfeld umgeben, das mehrere Tempelanlagen, bedeutende [[Profanbau]]ten („Paläste“) sowie eine Pyramiden-[[Nekropole]] umfasst. Die Bauten bilden zusammen mit den Funden in [[Sanam]] die antike Stadt [[Napata]]. Daher erhielten der Berg Barkal, Sanam und weitere Fundstätten der Umgebung 2003 von der [[UNESCO]] den Status [[Weltkulturerbe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Der Jebel Barkal liegt ca. 30 Kilometer flussabwärts vom 4. Nilkatarakt und vom neuen [[Merowe-Staudamm]], am rechten Ufer des [[Nil]]s, etwa zwei Kilometer südwestlich von [[Karima]] und rund 400 Kilometer nördlich von [[Khartum]]. Die Entfernung zum Nil beträgt etwa 1,5 Kilometer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Napata Map German.png|mini|links|Jebel Barkal und dessen Umgebung]]&lt;br /&gt;
Der [[Tafelberg]] ragt etwa 100 Meter aus dem Umland heraus, die fast senkrechten Sandsteinflanken sind 80 bis 95 Meter hoch, lediglich die Nordflanke ist weniger steil.&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jebel Barkal + Amun Temple.jpg|mini|Blick vom Jebel Barkal nach Nordosten. Amuntempel, die Stadt [[Karima]] und die [[Flussoase]] des Nils]]&lt;br /&gt;
Spätestens seit [[Thutmosis III.]] im 15. Jahrhundert v. Chr., von dem die frühesten ausgegrabenen Ruinen stammen, galt den Ägyptern der Jebel Barkal als südliches Gegenstück zur Tempelanlage in [[Karnak]] und als Wohnort des Gottes [[Amun]]. Bis zur 20. Dynastie war der Jebel Barkal das wichtigste religiöse Zentrum der Ägypter in Nubien. Während dieser Dynastie zogen sich die Ägypter allmählich aus Nubien zurück, der Jebel Barkal blieb ein politisch ungesichertes Gebiet, und der Amun-Kult verschwand für eine Übergangszeit. Nach 1000 v. Chr. herrschten lokale nubische Fürsten. Mit der Entstehung des [[Reich von Kusch|kuschitischen Reiches]], dessen erste Hauptstadt im 8. Jahrhundert v. Chr. [[Napata]] mit dem Jebel Barkal als Zentrum war, wurde der Amun-Kult wiederbelebt. Unter [[Kaschta]] (regierte um 760–747) begann die Erneuerung und Erweiterung der ägyptischen Tempel. Sein Sohn und Nachfolger [[Pije]] (regierte um 747–716) ließ den großen [[Amuntempel vom Jebel Barkal]] renovieren und erweitern.&lt;br /&gt;
Vor der senkrechten Felswand am Südende des Berges befindet sich eine etwa 70 Meter hohe freistehende Felsnadel. Früher wurde angenommen, es handle sich um eine stark verwitterte Kolossalstatue. Neuere Untersuchungen konnten das widerlegen, doch scheint diese Spitze schon in der Antike von Bedeutung gewesen zu sein. Der Felsen lässt sich als [[Uräusschlange (Symbol)|Uräusschlange]] deuten, dem Symbol ägyptischer Könige. [[Taharqa]] (um 690–664 v. Chr.) und [[Nastasen]], der in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. regierte, haben hier ihre Namen anbringen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tempelbezirk ==&lt;br /&gt;
In der Ebene im Osten, direkt am Fuße des Berges befinden sich die Ruinen einiger Tempel und Grabbauten, die 1916–1920 von George A. Reisner ausgegraben wurden. Eine erneute Untersuchung der Tempelruinen erfolgt mit Unterbrechungen seit 1987 durch das [[Museum of Fine Arts, Boston]] unter der Leitung von Timothy Kendall.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jebelbarkal.org/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=66&amp;amp;Itemid=76 &amp;#039;&amp;#039;VI. Current Archaeological Teams.&amp;#039;&amp;#039;] jebelbarkal.org&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amun-Tempel === &lt;br /&gt;
Zum Tempelbezirk gehört der &amp;#039;&amp;#039;B.500&amp;#039;&amp;#039; genannte [[Amuntempel vom Jebel Barkal|Amun-Tempel]]. Der älteste Teil des Tempels stammt aus dem Neuen Reich und ist teilweise aus Steinblöcken im Format &amp;#039;&amp;#039;[[Talatat]]&amp;#039;&amp;#039; errichtet, das vor allem gegen Ende der [[Neues Reich#18. Dynastie|18. Dynastie]] üblich war. Wesentlich erweitert wurde der Bau unmittelbar vor Beginn der [[3. Zwischenzeit#25. Dynastie|25. Dynastie]] unter König [[Pije]]. Die Säulen und Eingänge bestanden aus Sandstein, während für die meisten Mauern ungebrannte Lehmziegel verwendet wurden. Pije und [[Taharqa]] versahen den Tempel mit reliefierten Barkenuntersätzen aus Granit. Die Bauweise sollte ägyptische Traditionen fortsetzen. Ab der 25. Dynastie entwickelte sich der Amuntempel zu einer Art Nationalheiligtum, in dem zahlreiche kuschitischen Könige Stelen mit Berichten über ihre Taten aufstellen ließen, um diese vor der Gottheit zu rechtfertigen. Diese Stelen stellen heute eine der umfassendsten Schriftquellen zur Geschichte der 25. Dynastie und der napatanischen Zeit dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tempel von Mut und Hathor ===&lt;br /&gt;
[[Datei:B300 Columns Barkal.jpg|miniatur|hochkant|[[Hathorsäule|Hathor-Säulen]] des Tempels B&amp;amp;nbsp;300]]&lt;br /&gt;
Die nach dem Amun-Tempel am besten erhaltenen Ruinen des &amp;#039;&amp;#039;B.300&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;[[Tempel der Mut am Jebel Barkal|Tempel der Mut]]&amp;#039;&amp;#039;, liegen knapp 200 Meter westlich von diesem an der Südspitze des Jebel Barkal unterhalb der Felsnadel. Der ursprüngliche Bau für die Göttin [[Mut (Ägyptische Mythologie)|Mut]] aus der Zeit des [[Neues Reich|Neuen Reiches]] war ein freistehender Tempel. Unter [[Taharqa]] wurde ein neuer Tempel mit einem Pylon und axialen Säulenreihen im Innern um 680 v. Chr. zur Hälfte in den Felsen hineingebaut. Zwei Säulen des Mut-Tempels mit Kapitellen, die Hathorgesichter zeigen, wurden wieder aufgerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25 Meter westlich befand sich der ähnlich große und ebenso teilweise in den Felsen gebaute Tempel B.200 für die Göttin [[Hathor]]. Beide Tempel huldigen einem Sonnenkult, dem Mythos vom [[Auge des Re]]. Der Hathor-Tempel besaß drei Altarräume, für Hathor, [[Tefnut]] und eine weitere unbekannte Göttin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Tempel innerhalb des Tempelbezirks ===&lt;br /&gt;
B.600 war ein kleiner Tempel, der unter [[Thutmosis IV.]] um etwa 1400 erstmals errichtet wurde, durch einen Steinschlag zerstört worden sein musste und vermutlich gegen Ende der [[Reich von Kusch#Napatanische Phase|napatanischen Zeit]] neu aufgebaut wurde. Um dieselbe Zeit wurde auch der durch Steinschlag beschädigte, daneben liegende und aus dem 7. Jahrhundert stammende B.700 wiederhergestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den ursprünglich aus Lehmziegeln errichteten Tempel B.800 &amp;#039;&amp;#039;(Tempel des Alara)&amp;#039;&amp;#039; ließ Kaschta mit einem Pylon aus Steinquadern erweitern und dessen Zugang mit einer Reihe Steinwidder säumen. Zwischen diesen Tempeln wurden geringe Reste von weiteren Tempeln und Profanbauten ausgegraben. Die erste Bauphase des Palasten (B.1200) aus Lehmziegeln fällt vermutlich auch in die Zeit von Kuschta.&amp;lt;ref&amp;gt;Kendall 1998, S. 163&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadt und Nekropole ==&lt;br /&gt;
Östlich des Tempelbezirks ergrub ein Team der [[Sapienza Universität von Rom|Universität Rom]] die Reste mehrerer, überwiegend aus der [[Reich von Kusch#Meroitische Phase|meroitischen]] Zeit stammender Profangebäude, darunter eines großen Palastes aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. 1994 fanden die Italiener dort zwei Löwenstatuen.&lt;br /&gt;
Auf der gegenüberliegenden westlichen Seite des Berges sind von der Durchgangsstraße aus die meroitischen [[Pyramiden vom Jebel Barkal]] zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Berge oder Erhebungen in Sudan]]&lt;br /&gt;
* [[Liste des UNESCO-Welterbes (Sudan)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dows Dunham]]: &amp;#039;&amp;#039;The Barkal Temples. Excavated by [[George Andrew Reisner]].&amp;#039;&amp;#039; Museum of Fine Arts, Boston MA 1970.&lt;br /&gt;
* Timothy Kendall: &amp;#039;&amp;#039;Excavations at Gebel Barkal, 1996. Report of the Museum of Fine Arts, Boston, Sudan Mission.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kush.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 17, 1997, {{ISSN|0075-7349}}, S. 320–343.&lt;br /&gt;
* Timothy Kendall: &amp;#039;&amp;#039;Die Könige vom Heiligen Berg. Napata und die Kuschiten-Dynastie.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dietrich Wildung]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Pharaonen des Goldlandes. Antike Königreiche im Sudan.&amp;#039;&amp;#039; Reiss-Museum, Mannheim 1998, ISBN 3-8030-3090-0, S. 161–171.&lt;br /&gt;
* {{EAAE|Timothy Kendall|Gebel Barkal|325–28|}}&lt;br /&gt;
* [[Karl Richard Lepsius|Richard Lepsius]]: &amp;#039;&amp;#039;Denkmäler aus Aegypten und Aethiopien.&amp;#039;&amp;#039; Text-Band 5: [[Walter Wreszinski]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://edoc3.bibliothek.uni-halle.de/lepsius/textb.html Nubien, Hammamat, Sinai, Syrien und europäische Museen.]&amp;#039;&amp;#039; Hinrich, Leipzig 1913, S. 256ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Jebel Barkal}}&lt;br /&gt;
* {{Weblink Welterbe |Nummer=1073}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.agenziaitalianaeg.com/ncam/barkal.htm | wayback=20100613030604 | text=Timothy Kendall: &amp;#039;&amp;#039;The NCAM Mission at Jebel Barkal.&amp;#039;&amp;#039; NCAM, Sudan}}&lt;br /&gt;
* [http://www.arkamani.org/arkamani-library/napatan/barkal_ancient_nubia.htm Timothy Kendall: &amp;#039;&amp;#039;Gebel Barkal and Ancient Napata.&amp;#039;&amp;#039; ARKAMANI Sudan Electronic Journal of Archaeology and Anthropology]&lt;br /&gt;
* [http://rmcisadu.let.uniroma1.it/nubiaconference/kendall.doc Timothy Kendall: &amp;#039;&amp;#039;Napatan Temples: A Case Study from Gebel Barkal.&amp;#039;&amp;#039;] ([[Microsoft Word|MS Word]]; 430&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.swr.de/schaetze-der-welt/gebel-barkal/-/id=5355190/nid=5355190/did=5983788/pmttjs/index.html Gebel Barkal – Der heilige Berg der schwarzen Pharaonen. In „Schätze der Welt. Erbe der Menschheit“.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Welterbe Sudan}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz im Sudan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg im Sudan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebel Barkal und die Stätten der Napata-Region]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Asch-Schamaliyya]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Altsprachenfreund</name></author>
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