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	<title>Jeanne de Vietinghoff - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T23:44:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jeanne_de_Vietinghoff&amp;diff=423560&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lorenz Ernst am 18. Juli 2025 um 12:43 Uhr</title>
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		<updated>2025-07-18T12:43:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jeanne de Vietinghoff.jpg|mini|Jeanne de Vietinghoff, ca. 1905–1910]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jeanne Céline Emma Baronne de Vietinghoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geborene Bricou (* [[31. Dezember]] [[1875]] in [[Schaerbeek]], heute Stadtteil von [[Brüssel]]; †&amp;amp;nbsp;[[15. Juni]] [[1926]] in [[Pully]] bei [[Lausanne]]) war eine französisch schreibende [[Schriftsteller]]in.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Jeanne de Vietinghoff war die Tochter von Alexis Bricou, Kaufmann&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Listes électorales de Schaerbeek, année 1868&amp;#039;&amp;#039;, Schaerbeek, imprimerie de H. Vandenhoute, rue de la Poste, 166, blz. 6-7: &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;Bricou (Alexis-Pierre-Joseph), négociant, rue du Progrès, 121, né en 1824, à Bruxelles&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;. Und auch: &amp;#039;&amp;#039;Moniteur Belge&amp;#039;&amp;#039;, 1873, S. 1–3: &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;M. Alexis Bricou, négociant, demeurant à Schaerbeek, agissant pour lui-même en nom personnel etc....&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;. Auf Grund fehlender Erkundigungen wird er in Biographien über Marguerite Yourcenar als Architekt bezeichnet, z.&amp;amp;nbsp;B. Michèle Goslar &amp;#039;&amp;#039;Yourcenar. Biographie&amp;#039;&amp;#039;, Brüssel, 1998, S. 78: &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;Son mari, architecte, a alors cinquante et un ans&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;. Diese falsche Angabe ist erstmals 1959 im [[Genealogisches Handbuch des Adels|Genealogischen Handbuch des Adels]] veröffentlicht: Hans Friedrich v. Ehrenkrook (Hauptbearbeiter), &amp;#039;&amp;#039;Genealogisches Handbuch des Adels&amp;#039;&amp;#039;, C. A. Starke, vol. 21, 1959, S. 459: &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;Conrad Adalbert Egon Baron v. Vietinghoff, * Salisburg 17. 12. 1870, + Zürich 11. 1. 1957 ; x den Haag 17.4.1902 Jeanne Bricou, * Schaerbeek b. Brüssel 31.12.1875, + Pully b. Lausanne 15.6.1926, T(ochter) d(es) Architekten Alexis B(ricou) in Brüssel und der Emma Storm de Grave&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;. Die falsche Information gab damals Egon von Vietinghoff, der Sohn von Jeanne, dem [[Deutsches Adelsarchiv|Deutschen Adelsarchiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt; von Schwämmen und Sämischledern&amp;lt;ref&amp;gt;H. Tarlier, &amp;#039;&amp;#039;Almanach du commerce et de l&amp;#039;industrie&amp;#039;&amp;#039;, Brüssel, 1857, p. 11: &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;Bricou-Koch (A.) négociant en éponges et peaux de chamois. Nouveau Marché aux Grains, 9&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Brüssel und dann in Schaerbeek. Die Mutter Emma [[Storm de Grave]] stammte aus einem [[Niederlande|holländischen]] [[Patrizier]]geschlecht. Jeanne ging als evangelische Externe in die katholische Klosterschule „Couvent des Dames du Sacré-Coeur de [[Jette-Saint-Pierre]]“ in einem Brüsseler Vorort und befreundete sich dort mit Fernande [[Cartier de Marchienne]], spätere [[de Crayencour]]. Nach einer tragisch endenden Verlobung mit dem schwedischen Grafen Sten [[Lewenhaupt (Adelsgeschlecht)|Lewenhaupt]] suchte sie Heil und Trost im Gebet und in der Religion. 1902 heiratete sie den jungen [[Deutsch-Balten|baltischen]] [[Baron]] Conrad von [[Vietinghoff (Adelsgeschlecht)|Vietinghoff]]. Beide verband eine tiefe gegenseitige menschliche Wertschätzung sowie der gemeinsame Sinn für Kunst, Ethik und Religion. Der Ehe entstammen zwei Söhne: Der jüngere, relativ früh verstorbene Alexis und der Maler [[Egon von Vietinghoff]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1902(?)-1907 lebte die Familie in [[Paris]], von 1907 bis 1913 in [[Wiesbaden]], von 1913 bis 1916 in [[Genf]] und ab 1916 in [[Zürich]]. 1922 erhielt sie das [[Schweizer Bürgerrecht]], da Conrad als [[Russisches Kaiserreich|russischer]] Untertan durch die [[russische Revolution]]en so gut wie staatenlos geworden war. Jeanne führte 25 Jahre lang ein großes Haus als Treffpunkt zu geistigen Anregungen und künstlerischem Austausch. Sie waren mit den [[Literaturnobelpreis]]trägern [[Maurice Maeterlinck]] und [[Romain Rolland]] befreundet sowie mit dem Schriftsteller [[Guy de Pourtalès]] und mit den Musikern [[Pablo Casals]] und [[Carl Schuricht]]. Die Familie reiste oft, so zu ihren Verwandten ins [[Ostseegouvernements|Baltikum]], nach [[Niederlande|Holland]] und Deutschland oder machten Urlaubsfahrten nach [[Italien]], [[Österreich]] und in der [[Schweiz]]. Jeanne ist die Autorin philosophisch gefärbter Werke, deren bekanntestes im Jahre 1910 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;Intelligence du Bien&amp;#039;&amp;#039; erschien und in drei Sprachen übersetzt wurde (dt. 1919 &amp;#039;&amp;#039;Die Weisheit des Guten&amp;#039;&amp;#039;). Jeanne starb mit nur 50 Jahren an [[Leberkrebs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren fungierte sie als Patin für die spätere Schriftstellerin [[Marguerite Yourcenar]], mit deren Mutter sie eine innige Freundschaft verband. Jeanne de Vietinghoff war das Idol dieser Schriftstellerin, was schon in ihren frühen kleinen Werken belegt ist: &amp;#039;&amp;#039;Sieben Gedichte für eine Tote&amp;#039;&amp;#039; (1927/28, 1956, 1984), &amp;#039;&amp;#039;Im Andenken an Diotima&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Die neue Eurydike&amp;#039;&amp;#039; (1931). Auch in mehreren Romanen inspirierte Jeanne die Schriftstellerin Yourcenar, jedoch nicht im Sinne von Biographien, sondern mit viel literarischer Freiheit. Die Ehe Jeannes mit Conrad von Vietinghoff stellt die Vorlage für Yourcenars Roman &amp;#039;&amp;#039;Alexis oder der vergebliche Kampf&amp;#039;&amp;#039; dar (1929, dt. 1956). Sie selbst erscheint im Yourcenarschen Werk in unterschiedlichen Frauengestalten, am deutlichsten als [[Plotina]] in den fiktiven Memoiren des Kaisers [[Hadrian (Kaiser)|Hadrian]] (fr. 1951, dt. 1953 &amp;#039;&amp;#039;Ich zähmte die Wölfin&amp;#039;&amp;#039;) und als Valentina in &amp;#039;&amp;#039;Anna, sorror ...&amp;#039;&amp;#039; (1981, dt. 2003).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Die ersten vier folgenden Bücher sind psychologisch-philosophische Betrachtungen über das Leben, das Wesen der Seele, Chancen menschlicher Krisen, die Bedeutung geistiger Entwicklung und die göttliche Dimension des Daseins. Konsequent entwickelte sie die Sichtweise einer Frau von unerschütterlicher innerer Stärke und formuliert Werte, für die es sich zu leben lohnt. Das fünfte ist ein Roman mit autobiografischen Zügen, der allgemein als weniger gelungen gilt. Das sechste wurde aus Texten ihres Nachlasses postum zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#  &amp;#039;&amp;#039;Impressions d’Ame.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1909.&lt;br /&gt;
#  &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;Intelligence du Bien.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1910.&lt;br /&gt;
#  &amp;#039;&amp;#039;La Liberté intérieure.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1912.&lt;br /&gt;
#  &amp;#039;&amp;#039;Au Seuil d´un monde nouveau.&amp;#039;&amp;#039; Genf 1921.&lt;br /&gt;
#  &amp;#039;&amp;#039;L’Autre devoir - Histoire d&amp;#039;une âme.&amp;#039;&amp;#039; Genf 1924.&lt;br /&gt;
#  &amp;#039;&amp;#039;Sur l&amp;#039;Art de vivre.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1927. (postum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzungen von „L&amp;#039;intelligence du Bien“&lt;br /&gt;
* Deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Die Weisheit des Guten.&amp;#039;&amp;#039; Zürich 1919.&lt;br /&gt;
* Englisch: &amp;#039;&amp;#039;The Understanding of Good - Thoughts on Some of Life&amp;#039;s Higher Issues.&amp;#039;&amp;#039; London / New York 1921.&lt;br /&gt;
* Englische Neuauflage: &amp;#039;&amp;#039;The Understanding of Good: Thoughts on Some of Life&amp;#039;s Higher Issues&amp;#039;&amp;#039;, mit einer Einleitung von Christine Mary McGinley, Gleam of Light Press, LLC, Lakeland, Michigan, USA, 2016, ISBN 978-0-9972204-0-7&lt;br /&gt;
* Niederländisch: &amp;#039;&amp;#039;De Wijsheid van het Hart.&amp;#039;&amp;#039; Zeist 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christine Mary McGinley: &amp;#039;&amp;#039;The Words of a Woman - A literary mosaic.&amp;#039;&amp;#039; New York 1999.&lt;br /&gt;
* [[Michèle Goslar]]: &amp;#039;&amp;#039;Marguerite Yourcenar et les von Vietinghoff.&amp;#039;&amp;#039; éd. Cidmy, Brüssel 2013, ISBN 2-9600248-9-3.&amp;lt;!-- nur 10-stellige ISBN --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Noten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|126941157}}&lt;br /&gt;
* [https://www.vietinghoff.org/download/de/Jeanne-alleine-01-2017-ultimo.pdf Biografie und Nachruf] auf www.vietinghoff.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126941157|LCCN=nb2016011215|VIAF=72400273}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Vietinghoff, Jeanne de}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Französisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Vietinghoff|⚭Jeanne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiherr (Vietinghoff)|Jeanne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belgier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Vietinghoff, Jeanne de&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Vietinghoff, Jeanne Céline Emma de; Bricou, Jeanne (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=belgisch-schweizerische Schriftstellerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Dezember 1875&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schaerbeek]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Juni 1926&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Pully]] bei [[Lausanne]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lorenz Ernst</name></author>
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