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	<title>Jeanne Immink - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T22:34:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Kuhni74: /* Einzelnachweise */references-tag vereinfacht</title>
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		<updated>2026-03-29T22:32:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt;references-tag vereinfacht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jeanne Immink portrait.jpg|mini|Jeanne Immink, circa 1890]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jeanne Immink&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren als &amp;#039;&amp;#039;Jeannette Frederike Hermine Diest&amp;#039;&amp;#039; am [[10. Oktober]] [[1853]] in [[Amsterdam]]; gestorben am [[20. August]] [[1929]] in [[Mailand]]) ist eine Begründerin des modernen Frauenbergsteigens. Sie war schnell und ausdauernd und in der Lage, den damals höchsten Schwierigkeitsgrad im Klettern zu bewältigen. Ihr gelangen einige Erstbegehungen und -besteigungen vor allem in den Dolomiten. Immink war die erste [[Bergsteigen|Bergsteigerin]], von der es viele Fotos beim Klettern gab, damals eine Sensation. Damit revolutionierte sie mit ihren Touren im steilen Fels das Bild der [[Liste berühmter Bergsteiger|Bergsteigerin]] und machte Frauenbergsteigen populär. Immink gilt auch als Erfinderin des Vorläufers eines Klettergurts und eines Helms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Jeanne Diest wuchs in einer Familie deutsch-jüdischer Herkunft auf. Ihr Vater, von Beruf Börsenmakler, verstarb früh. Er hinterließ Frau und vier Töchter, die es im damals verarmten Amsterdam nicht leicht hatten. Jeanne, die Älteste von drei Töchtern, war eine gute [[Gymnasium|Gymnasiastin]] und genoss eine gute Ausbildung. Sie sprach neben ihrer holländischen Muttersprache auch noch Englisch, Deutsch und Italienisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Runggaldier&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ingrid Runggaldier |Titel=Frauen im Aufstieg : auf Spurensuche in der Alpingeschichte |Verlag=Edition Raetia |Ort=Bozen |Datum=2011 |ISBN=978-88-7283-346-9|Seiten=128}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Frauen hatten jedoch keinen Zugang zur Universität, einen weiblichen Berufsstand gab es nicht. Die Ehe war meist die einzige Existenzgrundlage, daher heiratete sie sehr früh den Schullehrer Karel Immink, mit dem sie 1874 nach [[Südafrika]] auswanderte. 1879 kam ihr erstes Kind, der Sohn Wilhelmus zur Welt. In der Hauptstadt [[Transvaal]]s waren die Lebensumstände kaum besser. Die Ehe scheiterte, sie konnte auch keine Bindung zu ihrem Sohn aufbauen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moroder&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ingrid Runggaldier Moroder |Titel=Gezahnt wie der Kiefer eines Alligators: was Reisende über die Dolomiten schrieben |Verlag=Raetia |Ort=Bozen |Datum=2023 |ISBN=978-88-7283-679-8 |Seiten=154}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie flüchtete in eine Affäre mit dem britischen [[Dragoner]]hauptmann Henry Douglas-Willan, der während der Strafexpedition von 1879 gegen die [[Zulu (Volk)|Zulu]] Karriere machte. Als der spätere Regimentsoberst nach [[Indien]] abkommandiert wurde, reiste Immink mit ihm, sich auf diese Weise einer Vorladung wegen Ehebruchs entziehend. Ihr Kind brachte sie bei Bekannten in [[Pretoria]] unter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Krauß |Titel=Der Träger war immer schon vorher da: die Geschichte des Wanderns und Bergsteigens in den Alpen |Verlag=Nagel &amp;amp; Kimche |Ort=München |Datum=2013 |ISBN=978-3-312-00558-1 |Seiten=57}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Abenteuer in den unruhigen Nordwestterritorien Indiens währte nicht lange. Eine weitere Schwangerschaft von Immink bedeutete das Ende der Liaison. Douglas-Willans Schwadronen waren andauernd im Einsatz, Kinder wurden im Umfeld der Truppe nicht geduldet. 1882 kehrte Immink alleine nach Europa zurück. In der Schweiz brachte sie ihr uneheliches Kind zur Welt, wiederum einen Sohn, um den sie sich jedoch lebenslang kümmern sollte. Dank großzügiger Alimente von Douglas-Willan, der aus einer angesehenen Militärdynastie stammte, war sie fortan finanziell unabhängig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Zudem hatte sie eine glückliche Hand mit Wertpapieren. Ihr Sohn Louis Joseph Immink wuchs in Internaten in der Schweiz, Italien und Österreich auf und wurde später zuerst niederländischer Vizekonsul und dann Konsul in Mailand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moroder&amp;quot; details=&amp;quot;S. 154&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immink starb 1929 mit 75 Jahren in Mailand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stefan König, Kathrin König |Titel=Alpingeschichte(n): von den Anfängen bis auf den Mount Everest |Verlag=AS Verlag |Ort=Zürich |Datum=2015 |ISBN=978-3-906055-39-8 |Seiten=180}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergsteigerische Leistungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jeanne Immink an der Kleinen Zinne.JPG|mini|Jeanne Immink an der Kleinen Zinne (1893)]]&lt;br /&gt;
In der Schweiz entwickelte sich Jeanne Immink schnell von der bergwandernden Sommerfrischlerin zur ernsthaften Alpinistin. In den [[Walliser Alpen]] überwand sie Höhenunterschiede von 2500 bis 3000 Metern an einem Tag. Das [[Matterhorn]] überschritt sie zweimal, von [[Breuil-Cervinia|Breuil]] und von [[Zermatt]] aus. Sie eröffnete eine neue Route am [[Ortler]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bergwelten.com/a/jeanne-immink-eine-frau-in-den-wolken |titel=Frauen am Berg: Jeanne Immink im Porträt - Bergwelten |sprache=de |abruf=2022-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und stieg vom Talboden auf die [[Zugspitze]], nonstop hin und zurück. Ihre Gewalttouren in Schnee und Eis sowie ihre Gewandtheit im Fels waren sprichwörtlich. Sie war in der Lage, mehrere Gipfel nacheinander und in Rekordzeit zu besteigen. In den Dolomiten war sie die erste Kletterin, die auf diese Weise viele Routen systematisch im damals höchsten Schwierigkeitsgrad durchstieg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moroder&amp;quot; details=&amp;quot;S. 154&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weithin bekannt wurde Jeanne Immink jedoch in den [[Dolomiten]], wo sie Anfang der 1890er Jahre mit besonderen Leistungen Aufsehen erregte. Am 2. September 1891 ging sie mit den zwei Bergführern Antonio Dima und Giuseppe Zecchini die Südwand der Grohmannspitze an. Es gelang ihnen den schwierigsten Teil der Tour, die sogenannte Menschenfalle, zu bewältigen. Schlechtes Wetter erzwang ein Biwak, und der Abstieg über die vereiste Nordwand war schwierig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moroder&amp;quot; details=&amp;quot;S. 155&amp;quot; /&amp;gt; Bereits am nächsten Tag durchstieg die gleiche Seilschaft den &amp;#039;&amp;#039;Schmittkamin&amp;#039;&amp;#039; an der [[Fünffingerspitze]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|oav|||1896|315|Die Fünffingerspitze (2997 m)|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Niemand hatte damit gerechnet, dass die Wiederholung der schwierigen Tour bereits nach einem Jahr und einer Frau gelang. Schmitt, einer der Erstbegeher, hatte geschrieben: „Diese Tour ist bei weitem die schwierigste, die ich jemals unternommen habe.“ Dimai soll vor Freude über die Begehung auf dem Gipfel getanzt haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moroder&amp;quot; details=&amp;quot;S. 155&amp;quot; /&amp;gt; Die Fachwelt sprach der „unerschrockenen Holländerin“ eine „ganz erstaunliche alpin-touristische Leistung“ zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;1891OTZ&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|otz|||1891|219|Zwei Ersteigungen der Fünffingerspitze im Langkofelstock|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem erstieg sie am 19. August 1893 die &amp;#039;&amp;#039;Nordwand&amp;#039;&amp;#039; der [[Drei Zinnen|Kleinen Zinne]] mit den Bergführern [[Sepp Innerkofler]] und [[Veit Innerkofler]]&amp;amp;nbsp;– es war erst die dritte Begehung&amp;amp;nbsp;– in einer Rekordzeit von weniger als 2&amp;amp;nbsp;Stunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|oav|||1908|384|Die Gruppe der drei Zinnen in den Sextener Dolomiten|AUTOR=Adolf Witzenmann|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Diese beiden Berge galten um 1890 als besondere Herausforderungen des Klettersports. Immink selbst verfasste für den [[Österreichischer Alpenklub|Österreichischen Alpenklub]] einen Bericht, in dem es unter anderem hieß: „Da wir weibliche Berggymnasten nach einer schwierigen Tour leider nur zu oft verleumdet werden, so möchte ich anmerken, dass ich an keiner Stelle wie ein Rucksack am Seil hinaufbefördert worden bin und ohne besondere Hilfe von Seiten der Führer die Besteigung gemacht habe.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Felsgeherin beteiligte sich Immink energisch an der neuen Orientierung des Alpinismus im ausgehenden [[19. Jahrhundert]]: Nicht der Gipfel, sondern der Weg wurde zum Ziel. Die &amp;#039;&amp;#039;Imminkführe&amp;#039;&amp;#039; am [[Cusiglio]] in der [[Palagruppe]] ist das früheste Beispiel einer solchen rein sportlichen [[Kletterroute|Kletterführe]]. Jeanne Immink war die erste Frau, die ständig im dritten und vierten, dem damals höchsten [[Schwierigkeitsskala (Klettern)|Schwierigkeitsgrad]] kletterte. [[Felshaken|Haken]] und [[Karabinerhaken|Karabiner]] kamen erst um 1900 auf. Hanfseile boten wenig Sicherheit und wurden bei Nässe steif. Daher war Klettern mit einer hohen Gefahr verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immink unternahm Neutouren auf bis dahin unbetretenen Gipfeln wie [[Bosconero]], [[Tàmer]] am 11. September 1892,&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|oav|||1902|381|Monte Tamer, 2547 m&amp;amp;nbsp;– Cime di Gardezzana (Nordöstliche 2448 m, Südwestliche 2444 m)|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder [[Vette Feltrine|Cimonega]]. Zu ihren wichtigsten Touren gehören beispielsweise die Erstbesteigung des [[Bosconerogruppe#Gipfel|Sasso di Toanella]] und der Rocchetta Alta, die erste Ersteigung der nach ihr benannten [[Cima Immink]] in der Palagruppe oder eine neue Route am [[Zahnkofel]]. Sie kannte fast alle Routen in der Umgebung der wichtigsten Kletterzentren ([[Cortina d’Ampezzo]], [[Sexten]], [[Gröden]], [[San Martino di Castrozza]]). Vielen Touren fügte sie etwas Neues hinzu, einen Schnelligkeitsrekord ([[Cima della Madonna]], [[Santnerspitze]]), eine Variante ([[Langkofel]], [[Sass Maor]]) oder eine erste Überschreitung ([[Fünffingerspitze]], Zahnkofel). Die ersten Winterbegehungen der [[Croda-da-Lago-Gruppe|Croda da Lago]], des [[Croda-da-Lago-Gruppe|Becco di Mezzodì]], der [[Drei Zinnen|Kleinen Zinne]] oder des [[Monte Averau]] gehen auch auf ihr Konto.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Runggaldier&amp;quot; details=&amp;quot;S. 129&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gehörte zwei leistungsbezogenen [[Alpiner Verein|alpinen Vereinen]] an: der [[Alpiner Verein#Organisation|Sektion]] [[Turin]] des [[Club Alpino Italiano]] sowie ab 1890 dem bis heute exklusiven [[Österreichischer Alpenklub|Österreichischen Alpenklub]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moroder&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung im Alpinismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jeanne Immink.jpg|mini|Jeanne Immink in den Dolomiten (undatiert, vermutlich 1893)]]&lt;br /&gt;
Jeanne Immink war die Erste, die sich intensiv Gedanken um die Ausrüstung machte. Sie gilt als Erfinderin des [[Klettergurt]]s, bzw. dessen Vorläufers: einen Ledergürtel mit Stahlringen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moroder&amp;quot; details=&amp;quot;S. 157&amp;quot; /&amp;gt; Ihren Kopf schützte sie mit einer Reiterkappe, Vorläuferin heutiger [[Steinschlaghelm]]e. Sie trug eine Hose, brach so mit den Konventionen und änderte das Bild der Frau im Gebirge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Krauß |Titel=Der Träger war immer schon vorher da: die Geschichte des Wanderns und Bergsteigens in den Alpen |Verlag=Nagel &amp;amp; Kimche |Ort=München |Datum=2013 |ISBN=978-3-312-00558-1 |Seiten=58}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit ihrem Ehrgeiz maß sie sich an der männlichen Konkurrenz. Sie wusste, dass sie den Leistungen der Männer gewachsen war, sie sogar herausfordern konnte: „Ich .... fordere die Herren Alpinisten auf, meinen Schritten zu folgen“, schrieb sie nach einer Erstbesteigung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moroder&amp;quot; details=&amp;quot;S. 157&amp;quot; /&amp;gt; Sie besorgte den jungen, später ruhmvollen Bergführern [[Michele Bettega]], [[Antonio Dimai]] und [[Sepp Innerkofler]] die ersten großen Aufträge. Jeanne Immink bestimmte stets selbst das Ziel und die Schwierigkeit einer Tour. Darüber hinaus unternahm sie auch Solotouren und Bergfahrten auf eigene Faust. Oft führte sie ihren kleinen Sohn auf einen schwierigen Gipfel. Ihr Verdienst ist, dass sie die Berge den Frauen leichter zugänglich machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der frauenfeindlichen Umwelt des damaligen Bergsteigens war Immink eine Ausnahmeerscheinung, die jedoch von den Männern akzeptiert wurde. In der Öffentlichkeit wurde sie vor allem bekannt durch ihre Zusammenarbeit mit Theodor Wundt, dem Pionier der Bergfotografie. So entstanden 1893 die ersten Bilder einer Frau beim Klettern im ausgesetzten Fels. Die Aufnahme von Immink an der Kleinen Zinne mitten im Fels war damals eine Sensation.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhold Messner |Titel=Vertical 100 Jahre Kletterkunst |Ort=München |Datum=2002 |ISBN=978-3-405-16420-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie entstanden durch Mühe und Gefahr sowohl für den Fotografen als auch das Modell: die unhandliche Kamera musste über Felswände geschleppt werden und das Modell stillstehen, um zufriedenstellende Aufnahmen zu erzielen. Insgesamt entstanden so 26 Bilder von Immink beim Klettern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moroder&amp;quot; details=&amp;quot;S. 156&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immink hatte auch einen feministischen Ansatz, sie schrieb selbst: „Nichts ist zuträglicher auch für die Frau, sowohl körperlich wie geistig, als das Bergsteigen. Da bekommt man erst das Gefühl seiner Kraft, die keineswegs so gering ist, wie man gewöhnlich glaubt. Nichts hebt so das Selbstvertrauen, die Geistesgegenwart und den Mut, Eigenschaften, welche die Frau ebenso gut gebrauchen kann wie der Mann..... Ist .... alles in Ordnung, so kann eine gesunde Frau ebenso viel aushalten und leisten wie ein Mann“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Runggaldier&amp;quot; details=&amp;quot;S. 132&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ruf von Jeanne Immink hat bis heute überdauert. So wird sie als eine der wichtigsten frühen Kletterinnen gesehen, die die schwierigsten Dolomitenrouten ihrer Zeit bewältigte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ed Douglas, Ulrike Frey, Philip Parker, Richard Gilbert |Titel=Bergsteiger: auf den Spuren großer Alpinisten |Verlag=Dorling Kindersley Verlag GmbH |Ort=München |Datum=2020 |ISBN=978-3-8310-4025-4 |Seiten=315}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der italienische Bergführer und Extremkletterer Donato Zagonel (*&amp;amp;nbsp;1963) wiederholte viele Routen von „La Immink“. Er schätzt die Abenteuerlust und Charakterfestigkeit der ersten Frau, „die das sportliche Bergsteigen zum Lebensinhalt erhob“. Ihre Bedeutung lag auch darin, dass Immink als eine der ersten nicht nur den Gipfel als erstrebenswert ansah, sondern auch den Weg dahin und die dabei zu überwindenden Schwierigkeiten. Damit hatte sie ein heute sehr modern anmutendes Verhältnis zum Alpinismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei nebeneinanderliegende Dolomitengipfel in der Palagruppe wurden nach ihr benannt, die [[Cima Immink]] und der daneben stehende [[Campanile Giovanna]] (= Jeanne).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erstbegehungen und -besteigungen und wichtige Wiederholungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
Imminks aktivste Zeit als Kletterin und Bergsteigerin erstreckte sich von 1889 bis 1894. Sie war da bereits Ende Dreißig, Anfang Vierzig und galt bereits nicht mehr als junge Frau. In dieser Zeit gelangen ihr folgende Besteigungen und Begehungen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Runggaldier&amp;quot; details=&amp;quot;S. 134&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1890: [[Drei Zinnen|Große und Kleine Zinne]], Dolomiten&lt;br /&gt;
* 1890: [[Croda-da-Lago-Gruppe|Croda da Lago]] (zweimal)&lt;br /&gt;
* 1891: [[Tofana di Mezzo]], Überschreitung West-Ost&lt;br /&gt;
* 1891: Campanile di Val di Roda, Normalroute, zweite Wiederholung&lt;br /&gt;
* 1891: [[Cima Immink]], Erstbesteigung&lt;br /&gt;
* 1891: [[Grohmannspitze]], Eröffnung einer neuen Route&lt;br /&gt;
* 1891, [[Fünffingerspitze]], erste Wiederholung des Schmittkamins&lt;br /&gt;
* 1891: Becco di Mezzodi, erste Winterbegehung&lt;br /&gt;
* 1891: Croda da Lago, erste Winterbegehung&lt;br /&gt;
* 1892: [[Monte Averau]], erste Winterbegehung&lt;br /&gt;
* 1892: Tamer Davanti, Erstbesteigung&lt;br /&gt;
* 1892: [[Matterhorn]], Überschreitung Zermatt-Breuil&lt;br /&gt;
* 1892: Elfer, zweite Wiederholung&lt;br /&gt;
* 1893: Kleine Zinne (Begehung mit Fotografien)&lt;br /&gt;
* 1893: Sorapis, erste Wiederholung&lt;br /&gt;
* 1893: Rocchetta Alta, Erstbesteigung&lt;br /&gt;
* 1893: Sasso di Toanella, Erstbesteigung&lt;br /&gt;
* 1893: Kleine Zinne, Nordwand, zweite Wiederholung&lt;br /&gt;
* 1893: [[Zahnkofel]], Erstbegehung einer neuen Route&lt;br /&gt;
* 1893: [[Langkofel]], Erstbegehung einer neuen Variante&lt;br /&gt;
* 1893: [[Vajolet-Türme]]&lt;br /&gt;
* 1894: [[Breithorn (Zermatt)|Breithorn]], Normalroute&lt;br /&gt;
* 1894: Matterhorn&lt;br /&gt;
* 1894: [[Dent Blanche]]&lt;br /&gt;
* 1894: Kleine Zinne, Nordwand, erste Winterbegehung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Muré, Harry |Titel=Het mysterie Jeanne Immink (de vrouw die naar de wolken klom) |Ort= |Verlag=Elmar |Jahr=2003 |Kommentar=Niederländisch, 247&amp;amp;nbsp;Seiten |ISBN=90-38914-33-4}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Muré, Harry |Titel=Jeanne Immink Die Frau, die in die Wolken stieg |Ort=Innsbruck |Verlag=Tyrolia |Jahr=2010 |Kommentar=Deutsch, 272 Seiten |ISBN=978-3-7022-3075-3}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Wundt, Theodor |Titel=Wanderungen in den Ampezzaner Dolomiten |Ort=Berlin |Verlag=Deutsche Verlagsanstalt |Jahr=1894}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Richter, Eduard |Titel=Die Erschließung der Ostalpen |Ort=Berlin |Verlag=Verlag des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins |Jahr=1894}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ingrid Runggaldier Moroder |Titel=Gezahnt wie der Kiefer eines Alligators: was Reisende über die Dolomiten schrieben |Verlag=Raetia |Ort=Bozen |Datum=2023 |ISBN=978-88-7283-679-8 |Seiten=154-158}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/jeanne-immink Biografie, Literatur &amp;amp; Quellen zu Jeanne Immink] Fembio des Instituts für Frauen-Biographieforschung&lt;br /&gt;
* [https://www.derstandard.at/consent/tcf/1277339306358/gipfelstuermerinnen-der-berg-ist-eine-frau &amp;#039;&amp;#039;Der Berg ist eine Frau&amp;#039;&amp;#039;] die Standard, 30. Juli 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=14161398X|VIAF=122279609}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Immink, Jeanne}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergsteiger (Niederlande)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederländer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erfinder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1853]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Immink, Jeanne&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Jeanne Diest (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=niederländische Alpinistin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Oktober 1853&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Amsterdam]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. August 1929&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mailand]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kuhni74</name></author>
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