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	<title>Jeanette Wolff - Versionsgeschichte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:%E2%B5%93/ARreplace&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:ⵓ/ARreplace (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;⇄&lt;/a&gt;; •1 externer Link geändert• &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:%E2%B5%93/externalURLform&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:ⵓ/externalURLform (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;🌐︎&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jeanette Wolff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geborene Cohen (geboren am [[22. Juni]] [[1888]] in [[Bocholt]]; gestorben am [[19. Mai]] [[1976]] in [[West-Berlin]]) war eine deutsche [[Politiker]]in der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Jeanette Cohen wurde am 22. Juni 1888 in Bocholt als Tochter von Dina Cohen (1859–1938) und Isaac Cohen (1855–1929) geboren und war das älteste von sechs Kindern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Charlotte Misselwitz |url=https://www.bpb.de/themen/deutschlandarchiv/345047/jeanette-wolff-kaempferin-fuer-gerechtigkeit-und-gegen-das-vergessen/ |titel=Jeanette Wolff – Kämpferin für Gerechtigkeit und gegen das Vergessen |sprache=de |abruf=2022-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit 16 Jahren, 1904, begann sie ihre Ausbildung zur Kindergärtnerin in [[Brüssel]] und arbeitete anschließend als Kindergärtnerin und Erzieherin. Sie lebte abwechselnd in Brüssel, wo sie auch der Sozialdemokratischen Partei beitrat, und Bocholt, wo sie den Niederländer Philip Fuldauer kennenlernte. 1908 heirateten die beiden und zogen nach [[Dinxperlo]] in die [[Niederlande]]. Am 4. Dezember desselben Jahres kam die Tochter Margerieta zur Welt, die jedoch noch als Kleinkind im September des folgenden Jahres verstarb, gut zwei Wochen später starb auch Cohens Ehemann Philip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 legte sie das Abitur an einem Abendgymnasium ab. Die junge Witwe zog noch im selben Jahr wieder nach Bocholt und lernte den Kaufmann Hermann Wolff (1888–1945) kennen, den sie 1910 heiratete. Sie ließen sich in Bocholt nieder und kauften dort eine kleine Textilfabrik und führten dort im Jahre 1912 als erstes Unternehmen überhaupt den [[Wochenarbeitszeit#Historische Entwicklung der Wochenarbeitszeit in Deutschland|8-Stunden-Tag]] ein. Der Ehe entstammten die drei Töchter Juliane (1912–1945), Edith (1916–2003) und Käthe (1920–1942).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.juedische-pflegegeschichte.de/das-hospital-der-georgine-sara-von-rothschildschen-stiftung-1870-1941-teil-5/ Das Hospital der Georgine Sara von Rothschild’schen Stiftung (1870–1941)]; Juedische-Pflegegeschichte.de; abgerufen am 10. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1932 zog die Familie nach [[Dinslaken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon kurz nach der [[Machtübernahme]] durch die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] wurde Jeanette Wolff wegen ihres Wahlkampfengagements für die SPD verhaftet und zwei Jahre lang in „[[Schutzhaft (Nationalsozialismus)|Schutzhaft]]“ gehalten. Nach ihrer Entlassung 1935 eröffnete sie eine Pension in Dortmund, die aufgrund der Rechtslage nur Juden offenstand. Dort wurde die Familie Opfer der [[Novemberpogrome 1938]]. Ihr Mann Hermann wurde [[Novemberpogrome 1938#Auswirkungen auf die Betroffenen|im Anschluss]] in das [[KZ Sachsenhausen]] verschleppt und im Dezember wieder entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tochter Käthe wurde im März 1941 in Dortmund und Bochum in Polizeihaft genommen, anschließend ins [[KZ Ravensbrück]] deportiert und von dort im Mai 1942 in die [[Tötungsanstalt Bernburg]] gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Gedenkbuch der Bundesrepublik Deutschland: Wolff, Käthe Friederike&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolff wurde 1942 nach [[Riga]]-Šķirotava deportiert und von dort in das [[Ghetto Riga]];&amp;lt;ref&amp;gt;Jeanette Wolff: &amp;#039;&amp;#039;Sadismus oder Wahnsinn. Erlebnisse in den deutschen Konzentrationslagern im Osten&amp;#039;&amp;#039;. Sachsenverlag, Dresden 1946, S. 8–19.&amp;lt;/ref&amp;gt; sie leistete im [[KZ Riga-Kaiserwald]] Zwangsarbeit, ebenso in dessen [[Liste der Außenlager des KZ Riga-Kaiserwald|Außenlager Mīlgrāvis]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jeanette Wolff: &amp;#039;&amp;#039;Sadismus oder Wahnsinn. Erlebnisse in den deutschen Konzentrationslagern im Osten&amp;#039;&amp;#039;. Sachsenverlag, Dresden 1946, S. 34–39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Auflösung des KZ in Riga wurde Jeanette Wolff im Juli 1944 ins [[KZ Stutthof]] verlegt, wo sie ihren Mann zum letzten Mal sah. Ihre älteste Tochter Juliane starb hier im März 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Gedenkbuch der Bundesrepublik Deutschland: Wolff, Juliane Anne Julia&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Ehemann Hermann Wolff wurde 1944 von Stutthof zum [[KZ Buchenwald]] deportiert, wurde von dort Anfang April 1945 auf einen [[Todesmarsch]] zum [[KZ Flossenbürg]] geschickt und am 23. April in [[Wetterfeld (Roding)|Wetterfeld]] in der Oberpfalz von der [[SS-Totenkopfverbände|SS]] erschossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gunter Lange: &amp;#039;&amp;#039;Jeanette Wolff 1888–1976. Eine Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1988, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1947 kommentierte sie die KZ-Haft in einer Rede:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wir haben gewußt, daß wir Kämpfer gegen die Diktatur und gegen den Faschismus waren. Wir haben gewußt, daß wir um eine neue Welt ringen wollten, daß wir ein neues Leben aufbauen wollten, in dessen Mittelpunkt wir den Menschen stellten. Aber jene Schar von Unzählbaren, die in Öfen verbrannt und in Lagern gemartert wurden, jene unzählige Anzahl von Kindern, deren bloße Füßchen blutend durch die Schneefelder des Ostens in das Verderben hineingetappt sind – sie wußten nicht, warum sie in dieses Verderben gingen –; sie gingen nur, weil eine [jüdische, anm.] Mutter sie geboren hatte.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Rede beim 2. Parteitag der SPD. In: &amp;#039;&amp;#039;Protokoll der Verhandlungen des Parteitages der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands vom 29. Juni bis 2. Juli 1947 in Nürnberg&amp;#039;&amp;#039;. Auerdruck, Hamburg, S. 82–84, Zitat S. 83 ([http://library.fes.de/parteitage/pdf/pt-jahr/pt-1947.pdf online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Familien Wolff und Cohen hatten einzig Jeanette und ihre Tochter Edith den [[Holocaust]] überlebt. Jeanette Wolff und ihre Tochter Edith wurden vom KZ Stutthof zu einem Außenlager deportiert und sollten ins Reichsgebiet verlegt werden. Am Ende eines Todesmarsches durch Westpreußen wurden sie jedoch um den Jahreswechsel 1944/45 im polnischen [[Koronowo]] von der [[Rote Armee|Roten Armee]] befreit.&amp;lt;ref&amp;gt;Jeanette Wolff: &amp;#039;&amp;#039;Sadismus oder Wahnsinn. Erlebnisse in den deutschen Konzentrationslagern im Osten&amp;#039;&amp;#039;. Sachsenverlag, Dresden 1946, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst im Dezember 1945 bekamen sie Reisepapiere und am 2. Januar 1946 konnten sie Berlin erreichen. Beide widmeten sich in den Folgezeit der Sozialarbeit im Entschädigungsamt im Berliner [[Bezirk Neukölln]], Tochter Edith bald als [[Krankenschwester]] im [[Jüdisches Krankenhaus Berlin|Jüdischen Krankenhaus]] in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Gunter Lange: &amp;#039;&amp;#039;Jeanette Wolff 1888–1976. Eine Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Dietz, Bonn 1988, S. 61 und 67–68.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1948 sagte Jeanette Wolff im sogenannten [[Wilhelmstraßen-Prozess]] als Zeugin aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Sie war mehreren der Angeklagten während der Zeit ihrer Gefangenschaft begegnet. Jeanette Wolff starb am 19. Mai 1976 in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Zur Politik fand Jeanette Cohen schon als Jugendliche, als sie 1905 der [[Sozialistische Arbeiter-Jugend|Sozialistischen Arbeiter-Jugend]] beitrat. Während der [[Weimarer Republik]] gehörte sie zu den wenigen Frauen in der westfälischen Kommunalpolitik. Als Stadtverordnete und später Stadträtin vertrat sie zwischen 1919 und 1932 die SPD in ihrer Heimatstadt Bocholt. Sie war Parteitagsdelegierte sowie Vorstandsmitglied des SPD-Bezirks Westliches Westfalen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gunter Lange: &amp;#039;&amp;#039;Jeanette Wolff 1888–1976. Eine Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Neue Gesellschaft / Dietz, Bonn 1988, S. 73/75 ff., S. 115 ff., S. 141&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem gehörte sie zu den Gründerinnen der [[Arbeiterwohlfahrt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits wenige Wochen nach dem Eintreffen in Berlin engagierte sie sich in der SPD, zunächst in der Bezirksverordnetenversammlung in Neukölln, dann in der Stadtverordnetenversammlung in der Viermächtestadt Berlin. Vehement stritt sie an der Seite von [[Franz Neumann (Politiker)|Franz Neumann]] und [[Otto Suhr]] gegen die [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED]]. Stadtverordnete blieb sie von 1946 bis 1951. Aufgrund einer Erhöhung der Zahl der Berliner Abgeordneten rückte sie am 1. Februar 1952 in den ersten [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] nach und gehörte ihm bis 1961 an. Als Delegierte zu den SPD-Parteitagen war Jeanette Wolff eine leidenschaftliche Debattenrednerin. Sie setzte sich engagiert für das 1953 vom Bundestag beschlossene [[Bundesentschädigungsgesetz]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Jansen: &amp;#039;&amp;#039;Die vergessene Abgeordnete. Die jüdische SPD-Politikerin Jeanette Wolff gehörte zu den bedeutenden Frauen der Bonner Republik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 2. September 2025, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie war eine der Initiatorinnen des in den 1970er Jahren eingerichteten SPD-Seniorenrates.&amp;lt;ref&amp;gt;Gunter Lange: &amp;#039;&amp;#039;Jeanette Wolff 1888–1976. Eine Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Neue Gesellschaft / Dietz, Bonn 1988,  S. 61 und 67–68&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim zweiten Parteitag der SPD nach Kriegsende 1947 plädierte sie für ein scharfes Entnazifizierungsgesetz und nahm dabei auch Bezug auf die eigenen Erfahrungen und Verluste: „Denkt an die vielen Opfer, an das Meer von Blut, an das zerstörte und verbrannte Hab und Gut, an die 12 Jahre, die so sinnlos uns verflossen, lasst sie nicht untertauchen, die Parteigenossen!“&amp;lt;ref&amp;gt;Rede beim 2. Parteitag der SPD, [http://library.fes.de/parteitage/pdf/pt-jahr/pt-1947.pdf Protokoll der Verhandlungen des Parteitages der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands VOM 29. JUNI BIS 2 JULI 1947 IN NÜRNBERG], Auerdruck GmbH Hamburg, S. 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Sozialarbeiterin im Berliner Bezirk Neukölln engagierte sie sich gewerkschaftlich, zunächst in der Gewerkschaft der Büro- und kaufmännischen Angestellten (GkB), der späteren Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG) in Berlin; im Dissens mit dem SED-orientierten [[Freier Deutscher Gewerkschaftsbund|Freien Deutschen Gewerkschaftsbund]] (FDGB) beteiligte sie sich 1948 am Aufbau der [[Unabhängige Gewerkschaftsopposition|Unabhängigen Gewerkschaftsorganisation (UGO)]], aus der 1950 [[DGB]] und DAG in West-Berlin entstanden. Bis 1963 gehörte Jeanette Wolff als stellvertretende Vorsitzende dem ehrenamtlichen Gewerkschaftsrat der [[Deutsche Angestellten-Gewerkschaft|Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG)]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;Gunter Lange: &amp;#039;&amp;#039;Jeanette Wolff 1888–1976. Eine Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Neue Gesellschaft / Dietz, Bonn 1988, S. 90&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jüdisches Engagement ==&lt;br /&gt;
Ab 1946 beteiligte sich Jeanette Wolff am Wiederaufbau der Jüdischen Gemeinde in Berlin, vor allem dem [[Jüdischer Frauenbund|Jüdischen Frauenbund]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gunter Lange: &amp;#039;&amp;#039;Jeanette Wolff 1888–1976. Eine Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Neue Gesellschaft / Dietz, Bonn 1988,  S. 68 u. S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie war Mitbegründerin (1949), Jüdische Stellvertretende Vorsitzende (1949–1970) und Jüdische Vorsitzende (1970–1976) der [[Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin]]. Außerdem war sie Mitbegründerin der [[Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten#Entwicklung in West-Berlin|VVN Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://luise-berlin.de/kalender/jahr/1948.htm &amp;#039;&amp;#039;1948&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Jahreskalender&amp;#039;&amp;#039; des [[Luisenstädtischer Bildungsverein|Luisenstädtischen Bildungsvereins]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1965 bis 1975 bekleidete sie die Position der stellvertretenden Vorsitzenden des [[Zentralrat der Juden in Deutschland|Zentralrats der Juden in Deutschland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jüdischer Friedhof Heerstraße Berlin Okt.2016 - 6.jpg|mini|Grabstätte]]&lt;br /&gt;
1967 wurde Jeanette Wolff mit dem Ehrentitel [[Stadtältester von Berlin|Stadtälteste von Berlin]] ausgezeichnet und an ihrem 80. Geburtstag im Jahr darauf zum Ehrenmitglied der [[Internationale Liga für Menschenrechte (Berlin)|Internationalen Liga für Menschenrechte]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beigesetzt ist Wolff in einem [[Liste der Ehrengräber in Berlin|Ehrengrab der Stadt Berlin]] auf dem [[Jüdischer Friedhof Heerstraße|Friedhof der jüdischen Gemeinde]] in [[Berlin-Westend]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Nerger |url=http://knerger.de/html/wolffjeapolitiker_75.html |titel=Das Grab von Jeanette Wolff |werk=knerger.de |abruf=2023-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Straßen wurden nach ihr benannt in Berlin-Neukölln,&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=a |bez=14 |id=J57 |zlb98=949 |kaupert=Jeanette-Wolff-Strasse-12355-Berlin |name=Jeanette-Wolff-Straße}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kleve und Dortmund; in Dortmund gibt es auch eine &amp;#039;&amp;#039;Jeanette-Wolff-Schule&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://jeanette-wolff-schule-dortmund.de/wordpress/ Website der Jeanette-Wolff-Schule] bei [[WordPress]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus erinnern der &amp;#039;&amp;#039;Jeanette-Wolff-Weg&amp;#039;&amp;#039; und das &amp;#039;&amp;#039;Jeanette-Wolff-Seniorenzentrum&amp;#039;&amp;#039; in ihrer Geburtsstadt Bocholt heute an sie. Auch die jüdische Seniorenwohnanlage in [[Berlin-Charlottenburg]] trägt ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Dinslaken]] trug früher eine Realschule in der Wiesenstrasse ihren Namen; seit September 2018 dient dort eine Skulptur der Erinnerung an sie, am Platz neben der Neutor-Galerie am Rutenwall.&amp;lt;ref&amp;gt;Gunter Lange: &amp;#039;&amp;#039;Jeanette Wolff 1888–1976. Eine Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Neue Gesellschaft / Dietz, Bonn 1988,  Bonn 1988, S. 135&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1961 erhielt Wolff das &amp;#039;&amp;#039;Große [[Bundesverdienstkreuz]]&amp;#039;&amp;#039;, 1973 erhielt sie in Berlin die &amp;#039;&amp;#039;[[Ernst Reuter]]-Plakette&amp;#039;&amp;#039;, 1975 wurde sie mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Leo Baeck]]-Preis&amp;#039;&amp;#039; gewürdigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolpersteine Dortmund Münsterstraße 42 JeanetteWolff.jpg|mini|Stolperstein für Jeanette Wolff in Dortmund]]&lt;br /&gt;
Am 9. Februar 2012 wurde in der Münsterstraße 42 in der nördlichen Dortmunder Innenstadt zum Gedenken an Jeanette Wolff ein [[Stolperstein]] verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2019 wird die &amp;#039;&amp;#039;Jeanette-Wolff-Medaille&amp;#039;&amp;#039; von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jüdische Allgemeine]] 21. Juni 2021: [https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/holocaust-ueberlebende-friedlaender-erhaelt-jeanette-wolff-medaille/ &amp;#039;&amp;#039;Schoa-Überlebende Friedländer erhält Jeanette-Wolff-Medaille&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sadismus oder Wahnsinn. Erlebnisse in den deutschen Konzentrationslagern im Osten&amp;#039;&amp;#039;. Sachsenverlag, Dresden 1946 ([https://digisam.ub.uni-giessen.de/download/pdf/2799307.pdf Digitalisat der 2., von Ernst Bretfeld vetriebenen Aufl. 1947] durch die Universitätsbibliothek Gießen); Neuausgabe: Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin 2025, ISBN 978-3-942240-45-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gunter Lange (Gewerkschafter)|Gunter Lange]]: &amp;#039;&amp;#039;Jeanette Wolff 1888–1976. Eine Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Neue Gesellschaft / Dietz, Bonn 1988, ISBN 3-87831-468-X.&lt;br /&gt;
* [[Birgit Seemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Jeanette Wolff. Politikerin und engagierte Demokratin (1888–1976).&amp;#039;&amp;#039; Campus, Frankfurt 2000, ISBN 3-593-36465-4.&lt;br /&gt;
* [[Bernd Faulenbach]] (Hrsg.), Anja Wißmann: &amp;#039;&amp;#039;„Habt den Mut zu menschlichem Tun.“ Die Jüdin und Demokratin Jeanette Wolff in ihrer Zeit (1888–1976)&amp;#039;&amp;#039;. Klartext, Essen 2002, ISBN 3-89861-168-X&lt;br /&gt;
* Willy Albrecht: &amp;#039;&amp;#039;Jeanette Wolff, [[Jakob Altmaier]], [[Peter Blachstein]]. Die drei jüdischen Abgeordneten des Bundestags bis zum Beginn der sechziger Jahre&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Julius H. Schoeps]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Leben im Land der Täter&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2001, ISBN 3-934658-17-2, S. 236–253&lt;br /&gt;
* Martina Weinem: &amp;#039;&amp;#039;Jeanette Wolff: „Es gehört mehr Mut zur Liebe als zum Hass.“&amp;#039;&amp;#039; In: Frauengeschichtskreis [[Dinslaken]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der andere Blick. Frauenleben in Dinslaken.&amp;#039;&amp;#039; Essen 2001, ISBN 3-89861-020-9, S. 152–160&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Werner Grimm]], Red.: &amp;#039;&amp;#039;Die Berliner Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Geschichte(n) im Spiegel ihrer Quellen.&amp;#039;&amp;#039; In: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Im Gespräch. 50 Jahre Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.&amp;amp;nbsp;V. Eine Festschrift.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1999&lt;br /&gt;
* [[Pnina Navè-Levinson]]: &amp;#039;&amp;#039;Was wurde aus Saras Töchtern? Frauen im Judentum.&amp;#039;&amp;#039; Siebenstern TB 495, Gütersloh 1989, ISBN 3-579-00495-6, S. 156–158.&lt;br /&gt;
* Hrsg. [[Hans Lamm]] mit von G. [[David Grossmann]] und Nora Walter: Jeanette Wolff: &amp;#039;&amp;#039;„Mit Bibel und Bebel“ Ein Gedenkbuch.&amp;#039;&amp;#039; Vorwort [[Herbert Wehner]]. Verlag Neue Gesellschaft, Bonn Bad Godesberg 1981, ISBN 3-87831-351-9.&lt;br /&gt;
* Dieter Oelschlägel: &amp;#039;&amp;#039;„Habt den Mut zu menschlichem Tun!“ Jeanette Wolff 1888–1976&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Sabine Hering]] (Hrsg.), mit Sandra Schönauer: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Wohlfahrt im Spiegel von Biographien&amp;#039;&amp;#039; (Schriftenreihe Geschichte der jüdischen Wohlfahrt in Deutschland, 2). Hrsg. Hering, Gudrun Maierhof, Ulrich Stascheit. Fachhochschulverlag, Frankfurt 2007, ISBN 3-936065-80-2, S. 424–433 (mit 1 Foto)&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ulrike Schneider |Titel=Biographien jüdischer Frauen: Jeanette Wolff (1888–1976) – Jüdin, Sozialdemokratin und Frauenrechtlerin. |Sammelwerk=Medaon |Band=20 |Datum=2017-11 |Online=https://www.medaon.de/pdf/medaon_20_Schneider.pdf |Format=PDF |KBytes=194}}&lt;br /&gt;
* Natalie Weis: [https://www.zeit.de/2024/47/jeanette-wolff-spd-deutscher-bundestag-schoa-ueberlebende/komplettansicht &amp;#039;&amp;#039;Jeanette Wolff : Die Unerschütterliche&amp;#039;&amp;#039;] (Schweigen? Niemals! Die Schoah-Überlebende Jeanette Wolff saß für die SPD im ersten Deutschen Bundestag – und erhob furchtlos das Wort.) In Die ZEIT Nr. 47/2024 vom 6. November 2024 (auch online)&lt;br /&gt;
* [[Julia Franck]]: &amp;#039;&amp;#039;„Wenn man Demokrat ist, dann muss man misstrauisch sein“. Julia Franck über die SPD-Abgeordnete Jeanette Wolff.&amp;#039;&amp;#039; In: Deutscher Bundestag (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der nächste Redner ist eine Dame. Die Frauen im ersten Deutschen Bundestag.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Ch. Links Verlag, Berlin 2024, ISBN 978-3-96289-210-4, S. 44–63.&lt;br /&gt;
* Natalie Weis: &amp;#039;&amp;#039;Jeanette Wolf (1888–1976), SPD.&amp;#039;&amp;#039; In: Deutscher Bundestag (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der nächste Redner ist eine Dame. Die Frauen im ersten Deutschen Bundestag.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Ch. Links Verlag, Berlin 2024, ISBN 978-3-96289-210-4, S. 248–251.&amp;lt;ref&amp;gt;[[deutschlandfunk.de]] &amp;#039;&amp;#039;Information und Musik&amp;#039;&amp;#039; 20. Mai 2024, Interview mit [[Nathalie Weis]]: [https://www.deutschlandfunk.de/historikerin-natalie-weis-ueber-frauen-im-ersten-deutschen-bundestag-dlf-ae9d3be6-100.html &amp;#039;&amp;#039;über Frauen im ersten Deutschen Bundestag&amp;#039;&amp;#039;] (20. Mai 2024)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Deutscher Bundestag]] und [[Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas]] (als [[Herausgeber]]): Jeanette Wolff: &amp;#039;&amp;#039;Sadismus oder Wahnsinn. Erlebnisse in den deutschen Konzentrationslagern im Osten&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2025, ISBN 978-3-942240-45-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118634801}}&lt;br /&gt;
* {{WestfAutoren|950}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.juedischeliteraturwestfalen.de/index.php?valex=101&amp;amp;vArticle=1&amp;amp;author_id=00000007&amp;amp;id=1 |titel=Jeanette Wolff |werk=Jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Westfalen |hrsg=Hrsg. von [[Hartmut Steinecke]] u.&amp;amp;nbsp;a. |kommentar=umfangreiche Informationen |archiv-url=https://archive.today/20130206151702/www.juedischeliteraturwestfalen.de/index.php?valex=101&amp;amp;vArticle=1&amp;amp;author_id=00000007&amp;amp;id=1 |archiv-datum=2013-02-06 |abruf=2026-02-18 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.petrinum-dorsten.de/lebenswege/wolff.html |titel=Jeanette Wolff Biographie |werk=Jüdische Lebenswege in Westfalen: Ein Schülerprojekt des [[Gymnasium Petrinum Dorsten]] |datum=2005-06 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110917192506/http://www.petrinum-dorsten.de/lebenswege/wolff.html |archiv-datum=2011-09-17 |abruf=2026-02-18 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.gegen-diktatur.de/beispiel.php?beisp_id=200&amp;amp;tafel_id=18&amp;amp;thema=1 |titel=Jeanette Wolff |werk=[[Gedenkstätte Deutscher Widerstand|gegen-diktatur.de]] |datum=2013-03-05 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20161227145725/http://www.gegen-diktatur.de/beispiel.php?beisp_id=200&amp;amp;tafel_id=18&amp;amp;thema=1 |archiv-datum=2016-12-27 |abruf=2026-02-18 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/finde/langDatensatz.php?urlID=643&amp;amp;url_tabelle=tab_person |titel=Wolff, Jeanette (1888-06-22 – 1976-05-19) |werk=[[LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte|Internet-Portal „Westfälische Geschichte“]] |datum=2010-09-20 |kommentar=mit Auszug aus: [[Gisbert Strotdrees]]: &amp;#039;&amp;#039;Es gab nicht nur die Droste: sechzig Lebensbilder westfälischer Frauen.&amp;#039;&amp;#039; Landwirtschaftsverlag, Münster-Hiltrup, 1992, ISBN 978-3-7843-2523-1, S. 128–130 |abruf=2026-02-18 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* [http://www.juedisches-leben.net/tonsequenzen/index.php?id_tonsequenzen=10 Audio: Bundestagsrede aus dem Jahr 1955 gegen die Verharmlosung neonazistischer Aktivitäten]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.europeana.eu/de/search?query=Jeanette%20Wolff&amp;amp;page=1&amp;amp;view=grid |titel=Jeanette Wolff |werk=[[Europeana|uropeana]] |kommentar=Bilder und Dokumente |abruf=2026-02-18 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118634801|LCCN=n86826167|VIAF=30330119}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wolff, Jeanette}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DAG-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Stutthof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Riga-Kaiserwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überlebender des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Dortmund ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der VVN-BdA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ILMR-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Stadtverordnetenversammlung (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berliner Bundestagsabgeordneter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (christlich-jüdischer Dialog)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtältester von Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bocholt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AWO-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Ernst-Reuter-Plakette]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1976]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wolff, Jeanette&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Cohen, Jeanette (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Politikerin (SPD), MdB und jüdische Funktionärin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Juni 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bocholt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Mai 1976&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ⵓ</name></author>
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