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	<title>Jean de Sperati - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T11:24:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jean_de_Sperati&amp;diff=264907&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thmsfrst: /* Weblinks */ jetzt mit Wayback Link</title>
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		<updated>2023-05-27T08:26:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; jetzt mit Wayback Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:sperati.png|mini|Speratifälschung des [[Schwarzer Einser|Schwarzen Einsers]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jean de Sperati&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Oktober]] [[1884]] in [[Pistoia]]&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Maassen: &amp;#039;&amp;#039;Wer ist wer in der Philatelie?&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, ISBN 978-3-928277-46-4, S. 216&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[27. April]] [[1957]] in [[Aix-les-Bains]]) war einer der berühmtesten [[Briefmarkenfälschung|Briefmarkenfälscher]] der Welt. Seine [[Fälschung]]en waren so gut, dass selbst [[Briefmarkenprüfung|Briefmarkenprüfer]] aus seiner Zeit sie als echt attestierten. Von Beruf war er [[Drucker (Beruf)|Drucker]] und [[Graveur]]. Auf Grund seiner herausragenden Fähigkeit, das [[Motiv (Bildende Kunst)|Motiv]], das [[Papier]] sowie den [[Drucktechnik|Druck]] nachzuahmen, wurde er auch „[[Peter Paul Rubens|Rubens]] der [[Philatelie]]“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend ===&lt;br /&gt;
Jean de Sperati wurde 1884 in Italien geboren, verbrachte jedoch den Großteil seines Lebens in Frankreich. Bereits in seiner Jugend in Pisa und später in Frankreich begann er mit dem [[Briefmarkensammeln]]. Er interessierte sich außerdem besonders für die [[Drucktechnik]]en der damaligen Zeit sowie für die damals noch junge [[Fotografie]]. Verwandte besaßen eine [[Ansichtskarte]]nfabrik sowie eine [[Papier]]fabrik. Dadurch erlangte Jean de Sperati zahlreiche fotografische, drucktechnische wie auch chemische Kenntnisse. Dies waren die Grundlagen für seine weitere Karriere als Briefmarkenfälscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die ersten Fälschungen ===&lt;br /&gt;
Die ersten Versuche, [[Briefmarke]]n zu kopieren, gelangen Jean de Sperati außergewöhnlich gut. Es handelte sich dabei um wertvolle Marken von [[San Marino]], die allesamt von Briefmarkenexperten als echt erklärt wurden. Daraufhin begann Sperati mit zahlreichen weiteren Kopien von wertvollen Briefmarken aus der ganzen Welt. Es entstanden weit über 500 meisterliche Fälschungen aus über 100 verschiedenen Ausgabegebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1942 geriet der Briefmarkenfälscher zum ersten Mal in seinem Leben in Konflikt mit dem Gesetz. Eine [[Wertsendung]] von Sperati nach [[Portugal]] wurde vom französischen [[Zoll (Abgabe)|Zoll]] abgefangen. Sie enthielt mehrere gefälschte deutsche Briefmarken. Jean de Sperati wurde wegen &amp;#039;&amp;#039;unerlaubter Kapitalausfuhr&amp;#039;&amp;#039; angezeigt. Er beteuerte jedoch seine Unschuld. Er erklärte der Polizei, dass es sich bei den vermeintlich wertvollen Raritäten aus [[Deutschland]] lediglich um Kopien handelte, die er selbst angefertigt hatte. Daraufhin rief die Polizei die besten Briefmarkenexperten des Landes herbei, um den Sachverhalt zu klären. Diese kamen zu dem Urteil, dass es sich bei allen Briefmarken um Originale handle und diese ausgesprochen wertvoll seien. Den Vorsitz der Experten hatte der [[Forensik]]er [[Edmond Locard]] aus [[Lyon]] inne. Jean de Sperati konnte zwar die Polizei noch von der Falschheit der Raritäten überzeugen, wurde jedoch dadurch wegen [[Betrug (Frankreich)|Betruges]] angeklagt. Der [[Prozess (Recht)|Prozess]] gegen ihn fand im April 1948 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Prozess 1948 ===&lt;br /&gt;
Jean de Sperati versuchte dem Gericht zu erklären, dass er beim Verkauf der Briefmarken keine betrügerischen Absichten hatte. Er fühle sich als Künstler und nicht als Fälscher. Weiterhin erklärte er dem Gericht, dass er nur vergessen habe, die Briefmarken als Fälschungen zu kennzeichnen, er werde dies aber in Zukunft nachholen. Tatsächlich war es so, dass er die seltenen Briefmarken zu etwa 1 % des normalen Marktpreises angeboten und so dem einfachen Sammler zu diesen Raritäten verholfen hatte. Dennoch wurde Jean de Sperati von der [[Paris]]er Strafkammer zu einem Jahr Gefängnis, 10.000 [[Franc]]s Geldstrafe sowie zu 300.000 Francs [[Sühne]]leistung verurteilt. Die Pariser Strafkammer verurteilte ihn nicht auf Grund der Imitationen, sondern wegen seiner „betrügerischen Absichten“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Schuldspruch ===&lt;br /&gt;
Jean de Sperati musste auf Grund seines hohen Alters – er war bereits über 64 Jahre alt – nicht ins Gefängnis. 1954 verkaufte er schließlich seine restlichen Fälschungen sowie alle [[Druckstock|Druckstöcke]] an die &amp;#039;&amp;#039;„British Philatelic Association“&amp;#039;&amp;#039; für eine enorme Geldsumme. Er zog sich danach vollkommen aus diesem Geschäft zurück und versprach, nie wieder eine Briefmarke zu fälschen. Durch den Verkauf aller seiner Fälschungen und Druckstöcke wollte er außerdem verhindern, dass jemand in Besitz derselbigen kommt und ihn nachahmen könnte. Drei Jahre später starb Jean de Sperati im Alter von 73 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Die Briefmarkenfälschungen von Jean de Sperati gehören zu den besten der Welt. Viele von ihnen schlummern wahrscheinlich noch heute unentdeckt in so mancher [[Sammeln|Sammlung]]. Jean de Sperati fälschte ausschließlich die wertvollsten Raritäten der [[Philatelie]]. Er tat dies mit einer unnachahmlichen Präzision, wie sie von kaum einem anderen Fälscher je erreicht wurde. Jean de Sperati achtete beim Fälschen der Briefmarken auch sehr auf die Ortswahl des [[Poststempel]]s. So ahmte er nur Poststempel größerer Städte nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Sperati-Fälschung ist heute keineswegs wertlos. Sie werden von Philatelisten als besondere Sammelobjekte betrachtet und erzielen oftmals hohe Preise. Qualitativ minderwertige Briefmarkenfälschungen sind hingegen oft wertlos, falls sie nicht zu Vergleichs- oder Forschungszwecken gesucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Briefmarkenfälschung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Sperati-Story.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Briefmarke&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe Nr.&amp;amp;nbsp;1/2011, S.&amp;amp;nbsp;14–17.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jean de Sperati – Gefangen in der eigenen Falle!&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang Maassen: &amp;#039;&amp;#039;Echt oder falsch? Fälschungen und Fälscher der Philatelie&amp;#039;&amp;#039;, Phil Creativ Verlag, Schwalmtal 2003, ISBN 3-932198-48-4, S.&amp;amp;nbsp;151–161.&lt;br /&gt;
* M. Burzan: &amp;#039;&amp;#039;Speratis Meisterstücke&amp;#039;&amp;#039; (Artikelserie), In: &amp;#039;&amp;#039;[[philatelie (Zeitschrift)|philatelie]]&amp;#039;&amp;#039; ab Ausgabe Nr. 413 von November 2011.&lt;br /&gt;
* M. Burzan: &amp;#039;&amp;#039;Wer war Jean de Sperati?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Briefmarken-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 5/2015, S.&amp;amp;nbsp;18–22 (Titelgeschichte).&lt;br /&gt;
* R. Lowe und C. Walske: &amp;#039;&amp;#039;The Work of Jean de Sperati II&amp;#039;&amp;#039;, The [[Royal Philatelic Society London]], London 2001.&lt;br /&gt;
* Varro E. Tyler.: &amp;#039;&amp;#039;Philatelic Forgers: Their Lives and Works.&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, Verlag: Linn&amp;#039;s Stamp News, USA 1991, S.&amp;amp;nbsp;122–125.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Maassen: &amp;#039;&amp;#039;Wer ist wer in der Philatelie?&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, S, Phil Creativ, Schwalmtal, 3. Auflage, 2023, ISBN 978-3-928277-46-4, S. 216–217&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.gnomevillage.com/gnews/StampNews/Sperati.asp |wayback=20150605104243 |text=Das Leben des Jean de Sperati}} (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.pro-philatelie.info/faelschungen/sperati/sperati.html Jean de Sperati (1884–1957) – &amp;#039;Rubens der Philatelie&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://jeandesperati.wordpress.com/ Blog über Sperati]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123323770|LCCN=nb/2001/54647|VIAF=918130}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sperati, Jean de}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Briefmarkenfälscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstfälscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sperati, Jean de&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rubens der Philatelie&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Briefmarkenfälscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Oktober 1884&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pistoia]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. April 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Aix-les-Bains]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thmsfrst</name></author>
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