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	<title>Jean Ramadier - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Leben */ https</title>
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		<updated>2021-07-07T09:54:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jean Paul Ramadier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Dezember]] [[1913]] in [[Paris]]; † [[19. Februar]] [[1968]] in [[Montpellier]]) war ein [[Frankreich|französischer]] Kolonialbeamter. Er arbeitete zunächst in [[Französisch-Indochina]], danach in den französischen Territorien in [[Afrika]]. Dort war er [[Gouverneur]] von [[Niger]] (1954–1956) und [[Guinea]] (1956–1958) sowie Hochkommissar von [[Cameroun]] (1958).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Jean Ramadier war ein Sohn des Juristen und sozialistischen Politikers [[Paul Ramadier]]. Er wuchs im [[Département Aveyron]] auf, wo er das [[Lycée]] von [[Rodez]] besuchte. Sein Vater war ab 1919 Bürgermeister von [[Decazeville]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jacques Larrue, Jean-Marie Payen |Titel=Jean Ramadier. Gouverneur de la décolonisation |Verlag=Karthala |Ort=Paris |Datum=2000 |ISBN=2-84586-011-0 |Seiten=14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem Vorbereitungskurs am [[Lycée Louis-le-Grand]] begann Jean Ramadier 1936 seine Ausbildung an der [[École nationale de la France d’Outre-Mer]] mit dem Ziel, in den französischen Kolonialdienst zu treten. Zu seinen engsten Studienfreunden zählten [[Louis Rollet]] und [[Henri Gipoulon]], die beide später ebenfalls hohe Ämter in Übersee-Frankreich innehatten. 1937 heiratete er Mauricette Massol. Ein Jahr später wurde ihr erster gemeinsamer Sohn Paul geboren. Ramadier beendete seine Ausbildung 1939. Er hatte Diplome für [[öffentliches Recht]], [[politische Ökonomie]] und [[Vietnamesische Sprache|Vietnamesisch]] erworben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Jahr im Militärdienst wurde Ramadier, entsprechend seiner Ausbildung, im August 1940 Kolonialbeamter und als solcher nach Französisch-Indochina geschickt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jacques Larrue, Jean-Marie Payen |Titel=Jean Ramadier. Gouverneur de la décolonisation |Verlag=Karthala |Ort=Paris |Datum=2000 |ISBN=2-84586-011-0 |Seiten=17–18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während sich sein Vater, der zwischenzeitlich Minister gewesen war, der [[Résistance]] anschloss, war Jean Ramadier in Indochina gegen seine Überzeugung einem Anhänger des [[Vichy-Regime]]s, dem Generalgouverneur [[Jean Decoux]], untergeben. Decoux gestand dem Militär des Verbündeten [[Japan]] weitgehende Rechte zu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jacques Larrue, Jean-Marie Payen |Titel=Jean Ramadier. Gouverneur de la décolonisation |Verlag=Karthala |Ort=Paris |Datum=2000 |ISBN=2-84586-011-0 |Seiten=22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ramadier lebte ab 1943 mit seiner Familie in der Provinzhauptstadt [[Vinh]]. Während dieser Zeit schrieb er, neben seiner Arbeit im Kolonialdienst, an seiner rechtswissenschaftlichen Dissertation über die Geschichte und sozioökonomischen Aspekte der französischen Besitzungen in [[Annam]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jacques Larrue, Jean-Marie Payen |Titel=Jean Ramadier. Gouverneur de la décolonisation |Verlag=Karthala |Ort=Paris |Datum=2000 |ISBN=2-84586-011-0 |Seiten=24–25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kurz nach Beginn der [[Vietnam während des Zweiten Weltkrieges#Japanische Alleinherrschaft|japanischen Alleinherrschaft in Indochina]] im Jahr 1945 wurde er wegen des Verdachts antijapanischer Umtriebe von der [[Kempeitai]] für 108 Tage gefangen gehalten und gefoltert. Zu den Demütigungen gehörte die Zerstörung des Manuskripts seiner Dissertation, dessen Blätter er auf der Gefängnistoilette wiederfand. Nach der [[Kapitulation Japans]] wurde Ramadier erneut für mehrere Wochen inhaftiert, diesmal von den [[Việt Minh]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jacques Larrue, Jean-Marie Payen |Titel=Jean Ramadier. Gouverneur de la décolonisation |Verlag=Karthala |Ort=Paris |Datum=2000 |ISBN=2-84586-011-0 |Seiten=29–30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Freilassung verbrachte er noch zehn Monate in Vinh und kehrte im August 1946 nach Frankreich zurück, wo sein Vater ein halbes Jahr später Premierminister wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jacques Larrue, Jean-Marie Payen |Titel=Jean Ramadier. Gouverneur de la décolonisation |Verlag=Karthala |Ort=Paris |Datum=2000 |ISBN=2-84586-011-0 |Seiten=32}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Januar 1948 begann Jean Ramadier seine Tätigkeit in den französischen Besitzungen in Afrika. Er war zunächst Kabinettschef von [[Paul Béchard]], des [[Generalgouverneur]]s von [[Französisch-Westafrika]] in [[Dakar]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jacques Larrue, Jean-Marie Payen |Titel=Jean Ramadier. Gouverneur de la décolonisation |Verlag=Karthala |Ort=Paris |Datum=2000 |ISBN=2-84586-011-0 |Seiten=43}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im April 1952 wurde er auf seinen Wunsch hin Kreisleiter von [[Bouaké]] in der [[Elfenbeinküste]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jacques Larrue, Jean-Marie Payen |Titel=Jean Ramadier. Gouverneur de la décolonisation |Verlag=Karthala |Ort=Paris |Datum=2000 |ISBN=2-84586-011-0 |Seiten=49}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er übte dieses Amt bis Juni 1954 aus und erwarb sich dabei einen guten Ruf bei seinen Vorgesetzten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jacques Larrue, Jean-Marie Payen |Titel=Jean Ramadier. Gouverneur de la décolonisation |Verlag=Karthala |Ort=Paris |Datum=2000 |ISBN=2-84586-011-0 |Seiten=57–58}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Dezember 1954 wurde Ramadier Gouverneur des Überseegebiets Niger. Er folgte Gouverneur [[Jean Toby]] im Amt nach, der noch vom [[Vichy-Regime]] eingesetzt worden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WSM_Niger&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.worldstatesmen.org/Niger.htm |titel=Niger |hrsg=WorldStatesmen.org |zugriff=2013-03-12 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Niger befand sich die noch junge Parteienlandschaft in einer Umbruchsphase. Die auf Initiative von Jean Toby gegründete pro-französische [[Union unabhängiger Nigrer und Sympathisanten]] brach langsam auseinander, etwa durch die Abspaltung des [[Nigrischer Aktionsblock|Nigrischen Aktionsblocks]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mamoudou Djibo |Titel=Les enjeux politiques dans la colonie du Niger (1944–1960) |Sammelwerk=Autrepart |Nummer=27 |Datum=2003 |Seiten=47 |Online=[https://horizon.documentation.ird.fr/exl-doc/pleins_textes/autrepart2/010032246.pdf ird.fr] |Format=PDF |KBytes=507 |Abruf=2013-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jean Ramadier wurde nach zwei Jahren aus Niger abberufen und mit dem 3. Juni 1956 als Nachfolger von [[Charles-Henri Bonfils]] zum Gouverneur des Überseegebiets Guinea bestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WSM_Guinea&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.worldstatesmen.org/Guinea.html |titel=Guinea |hrsg=WorldStatesmen.org |zugriff=2013-03-12 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein eigener Nachfolger in Niger wurde [[Paul Bordier]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;WSM_Niger&amp;quot; /&amp;gt; Die Ernennung war für Ramadier prestigemäßig ein Aufstieg, Guinea galt als bedeutenderes Territorium als Niger.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jacques Larrue, Jean-Marie Payen |Titel=Jean Ramadier. Gouverneur de la décolonisation |Verlag=Karthala |Ort=Paris |Datum=2000 |ISBN=2-84586-011-0 |Seiten=77}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die politische Situation in Guinea, wo es infolge der [[loi-cadre Defferre]] zur Bildung einer eigenen Regierung kam, war noch instabiler als in Niger.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jacques Larrue, Jean-Marie Payen |Titel=Jean Ramadier. Gouverneur de la décolonisation |Verlag=Karthala |Ort=Paris |Datum=2000 |ISBN=2-84586-011-0 |Seiten=80}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Formell stand der Gouverneur der Regierung vor, doch Ramadier gewährte dem gewählten stellvertretenden Regierungschef [[Ahmed Sékou Touré]] große Freiheiten bei der Amtsausübung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jim Hudgens, Richard Trillo |Titel=The Rough Guide to West Africa |Verlag=Rough Guides |Ort=London |Datum=2003 |ISBN=1-84353-118-6 |Seiten=545}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So blieb Ramadiers interimsmäßiger Nachfolger Gouverneur [[Jean Mauberna]] – ab 29. Januar 1958&amp;lt;ref name=&amp;quot;WSM_Guinea&amp;quot; /&amp;gt; – nur rund neun Monate im Amt und Guinea wurde am 2. Oktober 1958 als erste ehemalige Kolonie Frankreichs in Afrika ein unabhängiger Staat. Jean Ramadier wurde mit 29. Januar 1958 Hochkommissar von Cameroun. Sein Amtsvorgänger war [[Pierre Messmer]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.worldstatesmen.org/Cameroon.html |titel=Cameroon |hrsg=WorldStatesmen.org |zugriff=2013-03-12 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die autonome Republik stand kurz vor der Unabhängigkeit von Frankreich. Ramadier geriet in einen Konflikt mit dem einheimischen Premierminister [[André-Marie Mbida]] bezüglich der Frage, wer das Land durch den Unabhängigkeitsprozess führen sollte: der Hochkommissar oder der Premierminister. Mbida musste letztlich als Premierminister zurücktreten, erreichte jedoch, dass auch Ramadier nach nur 22 Tagen im Amt, am 19. Februar 1958, von der Pariser Regierung als Hochkommissar von Cameroun abberufen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniel Abwa |Titel=André-Marie Mbida, premier premier ministre camerounais: 1917–1980 |Verlag=Rough Guides |Ort=Paris |Datum=1993 |ISBN=2-7384-1593-8 |Seiten=79–80}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jean Ramadier verbrachte seine letzten Lebensjahre in Frankreich, wo er nach einer langen Krankheit im Alter von 55 Jahren starb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jacques Larrue, Jean-Marie Payen |Titel=Jean Ramadier. Gouverneur de la décolonisation |Verlag=Karthala |Ort=Paris |Datum=2000 |ISBN=2-84586-011-0 |Seiten=13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* [[Croix de guerre]]&lt;br /&gt;
* [[Médaille de la Résistance]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jacques Larrue, Jean-Marie Payen |Titel=Jean Ramadier. Gouverneur de la décolonisation |Verlag=Karthala |Ort=Paris |Datum=2000 |ISBN=2-84586-011-0 |Seiten=31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Jacques Larrue, Jean-Marie Payen&lt;br /&gt;
   |Titel=Jean Ramadier. Gouverneur de la décolonisation&lt;br /&gt;
   |Verlag=Karthala&lt;br /&gt;
   |Ort=Paris&lt;br /&gt;
   |Datum=2000&lt;br /&gt;
   |ISBN=2-84586-011-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123310148|LCCN=no/2001/72975|VIAF=35360679}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ramadier, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Französisch-Indochina)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Guinea)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kamerun)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouverneur (Niger)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1968]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ramadier, Jean&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ramadier, Jean Paul (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Kolonialbeamter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Dezember 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Februar 1968&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Montpellier]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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