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	<title>Jean Paul Hasse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T06:31:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jean_Paul_Hasse&amp;diff=2329088&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Leerzeichen vor/nach Bindestrich korrigiert (laut Original-Cover, https://publikationsserver.tu-braunschweig.de/receive/dbbs_mods_00036319)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jean_Paul_Hasse&amp;diff=2329088&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2021-07-17T10:06:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Bindestrich korrigiert (laut Original-Cover, https://publikationsserver.tu-braunschweig.de/receive/dbbs_mods_00036319)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jean Paul Hasse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Dezember]] [[1830]] in [[Rotenburg (Wümme)]]; † [[6. Februar]] [[1898]] in [[Königslutter am Elm]]) war ein deutscher [[Psychiater|Anstaltspsychiater]] und ein Vertreter der [[Illenau|„Illenauer Schule“]]. Er war Mitbegründer und langjähriger Leiter der [[Herzogtum Braunschweig|braunschweigischen]] [[Psychiatrische Klinik|Heil- und Pflegeanstalt]] in [[Königslutter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hasse, Sohn des Sanitätsraths Friedrich Hasse, besuchte das [[Ernestinum Celle]]. Nach dem [[Abitur]] 1851 studierte er [[Medizin]] in [[Göttingen]]. 1852 wurde er dort Mitglied des [[Corps Hannovera Göttingen|Corps Hannovera]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Korpslisten 1910, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;70&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 257&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Approbationsordnung|Approbation]] besichtigte er im Juni 1856 [[Paris]]er Krankenhäuser und wollte eigentlich nach [[Wien]] gehen. Studienfreunde seines Vaters hielten ihn jedoch in der [[Schweiz]] fest, wo ihm eine Assistentenstelle an der neu erbauten Irrenanstalt Préfargier ([[Kanton Neuenburg]]) angeboten wurde, die er am 1. Dezember 1856 antrat. Hier widmete er sich überwiegend der Wissenschaft und schrieb unter anderem eine Arbeit „Ueber den Selbstmord“, die 1859 auf der Naturforscherversammlung in Karlsruhe den ersten Preise erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Mai 1860 folgte er einem Ruf [[Christian Friedrich Wilhelm Roller]]s an die [[Großherzogtum Baden|Badische]] Landesirrenanstalt [[Illenau]], wo er gemeinsam mit [[Karl Hergt]], [[Heinrich Schüle (Mediziner)|Heinrich Schüle]] und [[Richard von Krafft-Ebing]] die sogenannte „Illenauer Schule“ bildete. 1865 wurde er vom Herzogtum Braunschweig zum Leiter der neuen Irrenanstalt in Königslutter berufen. Hier machte er sich als Verfechter des [[No restraint|„Non-Restraint“]]-Systems einen Namen, das er in Illenau kennengelernt hatte und bei dem auf Zwangsmittel in der Irrenbehandlung verzichtet wurde. Hasse hatte die Zwangsmittel noch in Préfargier angewendet gesehen und nannte dieses Erleben als Grund dafür, dass er nach Illenau gewechselt sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Hasse im März 1865 in Königslutter ankam, war der Neubau der Anstalt fast abgeschlossen. Er konnte nur noch kleine Änderungen in der Zimmergröße durchsetzen. Am 1. Dezember 1865 wurden die ersten Kranken aufgenommen, es fehlte aber an geschultem Pflegepersonal. So musste er selbst den Dienst des Oberwärters in den Männerabteilungen und seine Frau den der Oberwärterin in den Frauenabteilungen versehen, um das Pflegepersonal bei der Reinigung, Bettung und Versorgung der Kranken anzuleiten. Als schon im Sommer 1872 die Kapazität von 150 Plätzen erreicht war, erwirkte Hasse den Ausbau der Anstalt durch Anbauten.&lt;br /&gt;
[[Datei:Heil Pflege koenigslutter 4.jpg|mini|Heil- und Pflegeanstalt Königslutter (1890), die im Vordergrund sichtbaren Mauern ließ Hasse öffnen und teilweise auch beseitigen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hasse setzte sich dafür ein, die Mauern, die das Anstaltsgelände umschlossen, weitestgehend zu öffnen und abzutragen, und den in der Anstalt befindlichen Kranken, die dafür geeignet waren, einen Aufenthalt in einem  „open-door-System“ in besonderen Villen zu ermöglichen. So setzte er 1881 den Bau von einigen [[Pavillonstil|Pavillons]] nach englischem Vorbild durch. Er entwickelte eine eigene Anstaltsautonomie mit diversen Handwerksstätten.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Paul Hasse: &amp;#039;&amp;#039;Die Herzoglich-Braunschweigische Heil- und Pflegeanstalt Königslutter in ihrer Thätigkeit seit der Eröffnung am 1. December 1865 – 1. April 1891&amp;#039;&amp;#039;. Oeding, Braunschweig 1893, S. 5f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für wissenschaftliche Arbeiten blieb Hasse weniger Zeit. 1879 veröffentlichte er noch eine größere Schrift über „Irrenanstalten und ihre Organisation“ und 1880 schrieb er „Über die Überbürdung der Schüler auf höheren Lehranstalten“ sowie über die Fürsorge für ungeheilt Entlassene. Bei ihm arbeiteten [[Georg Langreuter]] (1855–1902), [[Johannes Vorster]] (1860–1904) und [[Fritz Gerlach (Mediziner)|Fritz Gerlach]] (1858–1950).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Gicht]]erkrankung zwang ihn 1896, seinen Abschied zu nehmen. Er siedelte nach [[Braunschweig]] über, kehrte aber Mitte Januar 1898 nach Königslutter zurück, um dort zu sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* Ernennung zum Medizinalrat (1880)&lt;br /&gt;
* Verleihung des Ritterkreuzes II. Klasse des [[Orden Heinrichs des Löwen|Ordens Heinrichs des Löwen]] (1882)&lt;br /&gt;
* Ernennung zum [[Geheimer Medizinalrat|Geheimen Medizinalrat]] (1894)&lt;br /&gt;
* Verleihung des Ritterkreuzes I. Klasse des Ordens Heinrichs des Löwen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De sectione caesarea. Common in cert. litt. praem. con.&amp;#039;&amp;#039; Gottingae, 1856.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über den Selbstmord&amp;#039;&amp;#039; (preisgekrönte Abhandlung)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Irrenstatistik des Herzogthums Braunschweig&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hämatom des Mastdarms&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Irren-Anstalten und ihre Organisation. Ein Wort zur Orientierung für Laien&amp;#039;&amp;#039;. Braunschweig 1879.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Selbstmord in Irrenanstalten&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Überbürdung unserer Jugend auf den höheren Lehranstalten mit Arbeit im Zusammenhange mit der Entstehung von Geistesstörungen. Vortrag&amp;#039;&amp;#039;. Braunschweig 1880.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Herzoglich-Braunschweigische Heil- und Pflege-Anstalt Königslutter in ihrer Thätigkeit seit der Eröffnung am 1. December 1865 – 1. April 1891&amp;#039;&amp;#039;. Braunschweig 1893. [http://www.digibib.tu-bs.de/?docid=00036319 Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Braunschweigisches Magazin&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 8 (10. April 1898).&lt;br /&gt;
* {{ADB|50|58|58|Hasse, Jean Paul|[[Theodor Kirchhoff (Mediziner)|Theodor Kirchhoff]]|ADB:Hasse, Jean Paul}}&lt;br /&gt;
* [[Julius Pagel|Pagel]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte des neunzehnten Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Berlin, Wien 1901, Sp. 694–695. ([http://www.zeno.org/nid/20008018863 Permalink])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=135676630|VIAF=50447992}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hasse, Jean Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Medizinalrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Ordens Heinrichs des Löwen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1830]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hasse, Jean Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hasse, Johann Paul; Hashe, Jean Paul&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Anstaltspsychiater&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Dezember 1830&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rotenburg (Wümme)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Februar 1898&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Königslutter am Elm]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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